Pressemeldungen zufolge hat das katholische Kolpingwerk einem langjährigen Mitarbeiter fristlos gekündigt, nachdem bekannt wurde, dass dieser ein eigenes Chatprofil in einem Internetportal für Schwule hatte.
Nun kann man geteilter Meinung darüber sein, wie weit die Privatautonomie eines Arbeitgebers auch solche Schritte akzeptabel erscheinen läßt. Interessant wird die Angelegenheit, wenn man sich näher mit dem Kolpingwerk beschäftigt. Unter dem Motto “Gib allen eine Chance - Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung” wirbt zum Beispiel der bayerische Landesverband des Kolping-Bildungswerks für ein Projekt zur “Sensibilierung (…) gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus”. Der Internationale Kolping-Verband wendet sich gar “gegen jede Diskriminierung nach Rasse, Sprache, Religion oder Geschlecht”.
“Gib allen eine Chance” meint aber offenbar nicht alle. Da sind die katholischen Pfadfinder schon weiter.