Von Männerliebe, schwulem Sex und konzeptionell verwirrten Islamisten

Die islamistische Minderheit im afrikanischen Land Uganda hat angekündigt, eine Miliz zu gründen, die

“alle abnormen Praktiken wie Homosexualität aus unserer Gesellschaft tilgen soll”.

Ein Polizeisprecher begrüßte die Aktion unter dem Vorbehalt, dass nur Mittel angewandt werden dürften, die dem Gesetz entsprächen. Homosexualität ist in Uganda offiziell verboten und Schwule können sich nach dieser neuesten Moralkampagne aussuchen, ob sie von fanatischen Christen verdammt oder von fundamentalistischen Muslimen vom Antlitz Ugandas “getilgt” werden.

Die geplante Aktion der Islamisten für religiöse Moral, Recht und Ordnung stößt bei einem Queer.de-Leser auf Irritationen, glaubt er sich doch zu erinnern, dass es sich, was Homosexualität im Islam angeht, ganz anders verhält, als uns die Islamisten weis machen wollen:

Wir sollten immer bedenken, dass niemand was gegen die Männerliebe hat. NUR das anale Penetrieren ist “unnatürlich” und verboten! Homosexualität wird damit gleichgesetzt! [Hervorhebung im Original]

So gesehen lebt es sich als Schwuler im Islam gar nicht so schlecht. Aber der Reihe nach: Wenn die katholische Kirche erklärt, Homosexualität an sich sei nicht sündhaft, gelebte Homosexualität - im Klartext: sexuelle Beziehungen zwischen Männern - aber doch, ketten sich Demonstranten an die Mauern des Vatikan und die Queer.de-Kommentarseite quillt vor Wut über die reaktionären Christen und den bösen Papst über. Wenn es aber um Islamisten geht, die Schwule vom Antlitz dieser Erde tilgen wollen, erklärt uns ein Kommentator ernsthaft, dies sei gar nicht so schlimm und die Islamisten müssten sich irren, immerhin sei im Islam nur die anale Penetration strafbar, Männerliebe aber erlaubt.

Diese Erkenntnis sollte besagter Kommentator vielleicht weniger uns bösen, strukturell islamophoben Westlern klar machen, als vielmehr den Islamisten auf der ganzen Welt und sie darüber aufklären, dass sie in ihrer Beurteilung der Homosexualität offenbar einem Missverständnis aufsitzen. Und er könnte ihnen auch gleich nahelegen, bei der Ausrottung der Homosexualität etwas differenzierter vorzugehen, d. h. lediglich jene zu beseitigen, die analen Penetration praktizieren und die anderen, welche dies nicht tun, in Frieden zu lassen.

Was der Queer.de-Kommentator mit seiner Aussage mitteilen wollte, darüber kann man letzlich nur spekulieren. Vermutlich spiegelt sie aber seine Meinung wider, dass Kritik an der islamischen Praxis, was den Umgang mit Schwulen und Lesben angeht, nebensächlich ist und nur die über alle Maßen homophile islamische Theorie zählt. Ein derartiger Zynismus hilft den Homosexuellen in islamischen Ländern, die der Meinung waren, Sex gehöre zur Liebe und zum Leben einfach dazu, allerdings auch nicht mehr. Sie wurden ausgepeitscht, sind in Haft oder tot.

2 Antworten zu “Von Männerliebe, schwulem Sex und konzeptionell verwirrten Islamisten”

  1. Sebastian sagt:

    Die meisten deutschen Schwuppen haben erkannt, dass sie mit den Muslimen quasi im selben rot-rot-grünen (Parteien)-boot sitzen.

    Für seine rot-rot-grünen Mitpassagiere muss man tiefes Verständnis aufbringen. Dafür geht man dann auch schon gerne mal in die kulturellen Details.

    Immerhin sind auf dem rot-rot-grünen Multikulti-Partyschiff alle Brüder und Schwestern, die sich ganz doll lieb haben und sich immer besser verstehen wollen. Zumindest die Christen die Muslime. Und umgekehrt?

    Die ätzenden Judenfreunde und Amerikaverehrer weigern sich ja, sich von ihnen zu besseren Menschen machen zu lassen. Die wollen einfach nicht einsehen, dass der Islam die goldigste Religion der Welt ist und der Iran eine knuffige Friedensmacht, die von den israelischen Faschisten heftig bedroht wird.

    Hoffentlich kommt es auf dem rot-rot-grünen Schiff nicht irgendwann zur Meuterei und die Muslime übernehmen das Kommando. Dann landen unsere Verständnis-Schwuchteln alle im Meer. Wie schade.

  2. Marco sagt:

    Tja, jetzt merken langsam wohl auch die naivesten Multikulti-Befürworter, auf was sie sich da eingelassen haben… Integration läuft eben nicht automatisch, sondern ist mit Regeln verbunden. Und damit haben die Alt-68er ja bekanntlich nichts am Hut.

    Macht aber nichts, sie wohnen sowieso nicht in den Innenstädten der Großstädte, und bekommen vom Treiben dort nichts mit. Und Schwule und Lesben waren ihnen sowieso schon immer egal. Gut dass es immerhin dieses Blog hier gibt!

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