Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hielt gestern im Rahmen seiner US-Reise an der New Yorker Columbia University eine Rede. Schockierend war nicht so sehr was er sagte, sondern die Tatsache, dass viele seine Äußerungen von den Studenten beklatscht und begeistert aufgenommen wurden. Nichts sagt mehr über die moralische Degeneration sich links und progressiv dünkender Kreise aus als die Tatsache, dass diese ihre Zustimmung zum Führer eines der grausamsten Regime dieses Planeten bekunden, wenn dieser nur wie einer der ihren spricht und von “Frieden”, “Gerechtigkeit” und “Brüderlichkeit” schwadroniert:
Es ist mir unbegreiflich, wie man einem Antisemiten mit neuerlichen Holocaustfantasien und einem Holocaustleugner - dem Repräsentanten eines Regimes welches Frauen, Schwule und Oppositionelle verfolgen, verhaften und hinrichten lässt -, wie man so jemandem applaudieren kann.
Wenigstens regte sich ein wenig Unmut, als Ahmadinedschad verlauten ließ, der Iran verfolge Schwule nicht, nämlich deshalb, weil es “dieses Phänomen” in seinem Land gar nicht geben würde:
Ahmadinedschad weiß also nicht, wer den Studenten der Columbia University erzählt hat, im Iran existierten Homosexuelle. Vielleicht war es ja die von Joseph Massad so gefürchtete “Gay International” im Verbund mit “pro-jüdischen Aktivisten”. Massad selbst kann es jedenfalls nicht gewesen sein.
25. September 2007 um 1:36
Wenn er hier in Deutschland an einer x-beliebigen Uni gesprochen hätte, dann wäre er wahrscheinlich nicht nur mit lautem Applaus bedacht worden. Wahrscheinlich hätten ihn die Studenten auf Händen hinausgetragen und die Uni spontan nach ihm umbenannt.
Dumm nur, dass das, was sich da massenweise an unseren Universitäten so rumtreibt, die “Elite” von morgen bilden wird. Also solche Leute, die erheblichen Einfluss in der Gesellschaft haben werden.
Für jeden Schwulen, der normal tickt, sind die linken Terroristenversteher eigentlich unwählbar geworden. Wer sich mit Verbrechern wie A. gemein macht, dessen moralisches Koordinatensystem ist hoffnungslos verschoben.
Weshalb sollte ich Parteien wählen, die die Homo-Ehe einführen wollen, und gleichzeitig Politiker bejubeln, die Schwule und Lesben erhängen lassen?
25. September 2007 um 10:36
Hm… “links und progressiv dünkender Kreise”… wo kommt denn diese Erkenntnis her? Die Columbia University erfreut sich doch eher bei konservativen und wirtschaftsliberalen Studenten einer gewissen Beliebtheit.
Nochmal Hm… Ich bin jetzt etwas verwirrt. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner des Iran. Deutschland exportierte nach Angaben der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) im vergangenen Jahr Waren im Wert von 4,1 Milliarden Euro in den Iran. Vor allem Maschinen, aber auch Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Eisen und Stahl.
Nicht zuletzt dadurch wird das Iranische Regime am Leben und A. an der Macht gehalten. Sind die exportierenden Unternehmen, es können bei 4,1 Mrd nicht gerade wenige sein, alle “links dünkenden Kreisen” oder, wie Sebastian schreibt, “linken Terroristenverstehern” zuzurechnen? Wohl kaum! Ich stelle eher die Theorie auf, dass die Führungskräfte dieser Unternehmen ganz überwiegend stramme CDU-/CSU-Mitglieder/Wähler sind.
Und meine Frage lautet: Weshalb sollte ich Parteien wählen, die die Homo-Ehe am liebsten wieder abschaffen, keinesfalls aber eine weitere Gleichstellung mit der Hetero-Ehe wollen, und zusätzlich den Handel mit Regimen, die Schwule und Lesben erhängen lassen, fördern?
25. September 2007 um 11:40
@ Threadneedle
Nimmt man die Entwicklung der Linken nach dem Fall des Kommunismus als Gradmesser, ist es nicht allzu weit hergeholt zu vermuten, dass es überwiegend Linke und linksliberale Studenten waren, die Ahmadinedschad ihre Sympathien bekundet haben. Die Republikaner in den USA befürworten eher eine härtere Gangart gegenüber dem Iran, Linke setzen eher auf “Frieden”, “Dialog” und Verständnis für fremde Kulturen. Sie spenden für den “irakische Widerstand”, halten regelmäßig Solidaritätskundgebungen für Hamas und Hisbollah ab, verdammen den “rassistischen Apartheitsstaat” Israel, sehen Schnittmengen zwischen Islam und Sozialismus und entdecken auch sonst ihr Herz für Religionen, d.h. natürlich nur für die Religion des Islam, weil diese so einen kuscheligen Dritte-Welt-Bonus vorweisen kann und sich mit diesem wunderbar gegen die westliche Welt agitieren lässt.
Was den Außenhandel der BRD mit dem Iran betrifft: Ich wäre sofort für einen umfassenden Boykott des Iran, am Besten noch verbunden mit zusätzlichen Sanktionen, Einfrieren der Diplomatie und dem Fahren einer kompromisslosen Gangart.
25. September 2007 um 12:28
Parteien fördern überhaupt keinen Handel, denn wir leben hier (noch) in einer Art Marktwirtschaft und nicht in einer Planwirtschaft.
Parteien sind Parteien und keine Wirtschaftsagenturen.
Wo und wieviel investiert wird, das liegt immer noch in der Verantwortung des Einzelnen (dreist, oder?). In der Verantwortung des Einzelnen liegt es auch, sich aus einem Land als Investor wieder zurück zu ziehen. Freiheit ist unheimlich, ne?
Auf das Investitionsverhalten ihrer Wähler haben CDU/FDP glücklicherweise keinen Einfluss.
Nur weil linke Parteien die Vertreter der Mittellosen sind, heißt das nicht, dass es die Unschuldslämmer schlechthin sind.
Es ist übrigens eine CDU-Kanzlerin, die trotz wirtschaftlicher Konsequenzen China die kalte Schulter zeigt und den Dalai Lama empfängt.
Die Genossen hofieren lieber Musterdemokratien und Bruderstaaten wie Kuba, Venezuela oder Nordkorea. Wahrscheinlich, um in wirtschaftlichen Angelegenheiten dazuzulernen.
Die linke Krankheit, sich immer mit den vermeintlich Schwächeren verbünden zu müssen ist deshalb fatal, weil die Schwächeren meistens deshalb schwach sind, weil sie von starken Machthabern unterdrückt werden.
Linke wollen immer auf der moralisch richtigen Seite stehen und merken nicht, dass sie sich das eigene Wasser abgraben, weil sie sich immer instinktiv mit den falschen Leuten solidarisieren.
Die krankhafte Überzeugung, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen, ja stehen zu müssen, wird die Linken auf Kosten der freien Welt noch teuer zu stehen kommen.
25. September 2007 um 13:11
Oh Oh.
Max Picard hatte recht und Nietzsche erst…
AAAAAAALSO. Jetzt mal Ruhe.
1. Dieser sogenannte Präsident ist in dieser Funktion weltweit anerkannt. Das ist natürlich schlimm. Daß ein solcher Politiker an einer amerikanischen Universität überhaupt reden darf, belegt, in welcher Verfassung sich das amerikanische Regime befindet.
2. G.W. Bush jr. ist ein ebensolcher sogenannter Präsident. Ich denke, auf das Konto der amerikanischen Außen- und Innenpolitik gehen längst wesentlich mehr Todesopfer, als auf das des Iran.
3. Der Artikel ist ein weiterer Beweis dafür, wie kluge Menschen (der Autor ist offensichtlich so einer) der westdeutschen Medienmacherei auf den Leim gehen: so z.B. allein die pauschale Gleichsetzung von Linken und Intellektuellen. Die Zeiten sind längst Geschichte! Wer hat dir gesagt, daß das iranische Regime “grausam” sei? Wenn es das Fernsehen und der Spiegel waren, dann wird es Zeit, diese Einschätzung zu hinterfragen.
Ich erinnere: Wer in den 80er Jahren DDR- und BRD-Medien verglichen hat, der konnte leicht verwirrt werden: Während in der “Aktuellen Kamera” von den Palästinensern als “Freiheitskämpfern” gesprochen wurde, waren dieselben Palästinenser in der Tagesschau “Terroristen”.
Und nach allem, was wir heute wissen: Wer war damals dichter an der Wahrheit?
4. Der erste Kommentator vermutet irgendwelche Parteien als schwarzen Peter. Das ist schlicht verrückt, und ein Zeichen in welch verwirrter Verfassung sich unsere Intelligenz befindet.
5. Die Marktwirtschaft gibt es längst nicht mehr. Eine Marktwirtschaft besteht dann, wenn es einen Markt gibt, sprich: Wettbewerb. Heute gibt es diesen Wettbewerb nur noch im unteren Mittelstand. Alles darüber arbeitet mehr oder minder planmäßig nach sogenannten “illegalen Absprachen”. Diese sind notwendig, denn sonst würde das derzeitige System, welches nach dem Prinzip der “Nicht äquivalenten Ökonomie” funktioniert, zusammenbrechen.
Wir haben also eine moderne Planwirtschaft.
6. Es war FDP-Außenminister Klaus Kinkel, der seinerzeit im Auftrag der CDU-Regierung und der CDU-beherrschten deutschen Industrie die dicken Deals mit China gemacht hat. Die Kanzlerin kann es sich nicht leisten, dem großen China die kalte Schulter zu zeigen. Die Sache mit dem Dalai Lama ist wieder nur Medientheater - denn der Dalai Lama ist ein Funktionär mit längst versunkener Relevanz.
7. Das krankhafte Gemecker gegen die Linken würde genau so gegen die Rechten passen. Wer den Linken negativ ankreidet, sie würden sich mit dem Volk gemein machen, der schimpft einseitig und völlig subjektiv. Denn genau das “Gemeinmachen” mit dem vermeintlichen Volk ist es, woraus die neuen Rechten ihre Kraft schöpfen wollen. Deshalb sind auch sie schon jetzt dem Untergang geweiht.
25. September 2007 um 17:21
@Sebastian:
So, wie du Freiheit definierst, ist es auch jedem freigestellt, einem Arschloch wie Ahmadinedschad für seine Worthülsen zu applaudieren.
Und ja, wir Studenten sind alle dumm und linksaußen. Natürlich, muss ja so sein, weil das passt gut ins Weltbild. Und wenn wir schon dabei sind, dann setzen wir auch gleich noch vorraus, dass linke Deutsche natürlich Ahmadinedschad toll finden, wahrscheinlich, weil deutsche Linke ja auch alle Antisemiten sind und das Existenzrecht Israels in Frage stellen!
Ich bin linksliberal - mit einer Betonung auf links. Das bedeutet, dass ich die Selbstbestimmung des Individuums, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und die frei Marktwirtschaft nicht in Frage stelle. Dazu gehört aber auch, Rechtsliberale wie dich hinundwieder daruf hinzuweisen, dass sie gegenüber ihren politischen Gegnern wenigstens ein bisschen Respekt zeigen. Du bist arrogant - und genau diese Arroganz (”Wer nicht glaubt, dass man nur mit Neocons vernünftig über Politik reden kann, hat den Schuss doch nicht gehört!”) ist es, die mich an der FDP anekelt. Ich bin gerne bereit für einen politischen Dialog - mit jemandem aber, der jeden, der linker ist als er selber, als eine lächerliche Witzfigur ansieht und mit Verachtung starrt, ist das für mich nicht möglich.
Entschuldigung, ich weiß, dass das nichts mit dem Thema zu tun hat, aber deine selbstherrliche Art hat mich einfach angekotzt!
25. September 2007 um 17:25
Der “Schurke” Ahmadinedschad konnte trotz heftiger Proteste das Podium der Columbia University betreten um dort seine verlogene Propaganda loszuwerden. Lt. dpa waren die Karten zum Diskussionsforum binnen einer Stunde ausverkauft.
Wo blieb bisher der “Aufstand der Anständigen” nach der Ankündigung vor aller Welt - den Staat Israel von der Landkarte zu tilgen ?
Wo bleibt der Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen, Hinrichtungen von Andersdenkenden oder Homosexuellen?
Bei linken Demos bekommen wir aber zu lesen: “Hände weg vom Iran” - “Kein Krieg gegen Iran” usw.. Aber Israel kann ja von der Landkarte verschwinden. Hier kommt eindeutig linker Antisemitismus zum Ausdruck. Der linke Antisemitismus hat seine Wurzeln in marxistischen und sozialistischen Theorien über das Wesen des Judentums und der “Judenfrage”. Teile der sog. Friedensbewegung, trotzkistische Gruppen wie “Linksruck” in Deutschland sowie die international agierende “Antiimperialistische Koordination” (AIK) transportieren auf Kundgebungen und Websites antisemitische Vorurteile. Das Existenzrecht Israels wird explizit von “Linksruck” und der AIK infrage gestellt. Beide Gruppen fordern die Zerstörung des “zionistischen Apartheidsregimes”. Also ganz auf der Linie dieses Irren aus dem Iran.
Und immer wieder verbinden sich im linken Antisemitismus antisemitische und antiisraelische Klischees mit Antikapitalismus und Antiamerkianismus: Auf einer Anti-Bush-Demonstration von Attac im Mai 2002 war auf einem Plakat “Uncle Sam” mit Hakennase zu sehen. Während der Tagung des internationalen Währungsfonds in Davos 2003 tanzten Globalisierungsgegner mit angeheftetem “Judenstern” als Ariel Sharon und Donald Rumsfeld verkleidet um ein goldenes Kalb.
Diese linken Traumtänzer zeigen deutlich wie oberflächlich sie mit dem Konflikt -Israel/Palästina - umgehen, den sie offensichtlich nicht durchschauen - oder nicht wollen -. Denn Tatsache ist doch, dass die meisten Opfer unter den Palästinensern bis heute Opfer arabischer und islamistischer Gewalt sind. Sie sind Opfer der Konkurrenz unterschiedlicher arabischer Machthaber, politischer Bewegungen und religiöser Glaubenskämpfe. Und wer sich intensiv mit diesem Konflikt beschäftigt, dem müsste auch aufgefallen sein, dass es genug “arabische Interessen” daran gibt, den Konflikt weiter schwelen zu lassen - so wie schon 1948 die reale Möglichkeit eines palästinensischen Staates eben und gerade den arabischen Nachbarn ein Dorn im Auge war, als sie merh gegeneinander als gegen das neugegründete Israel ins Feld zogen.
“Ahmadinedschad ist derzeit der prominenteste, lauteste und schamloseste Holocaust-Leugner…” (Henryk M. Broder). Doch das war kein Grund für die Politikmacher, nach seiner Ankündigung, er wolle zur Fussball-WM nach Deutschland kommen, ihn zu einer Person non grata zu erklären. Das könne man nicht, hiess es aus Berlin, der Mann sei schliesslich ein gewähltes und amtierendes Staatsoberhaupt. Aber die EU hielt es nicht davon ab über den amtierenden Präsid. von Weissrussland Lukaschenko ein Einreiseverbot für alle EU Staaten zu verhängen. Und wie war das noch mit Österreich - als die FPÖ ander Regierung beteiligt war (mit Jörg Haider)- es wurden “bilaterale Sanktionen” gegen Österreich verhängt und deren Diplomaten auf internationalem Parkett gemieden.
Also Ahmadinedschad Sie sind hier in Deutschland willkommen - es wird ihnen kein Haar gekrümmt - die Linken werden Sie auf Händen tragen.
25. September 2007 um 17:46
@ tochkopf
Ich werde ganz bestimmt nicht hinterfragen, ob das iranische Regime grausam sei, weil es das ist. Punkt.
Und: Die “Tagesschau” hatte Recht. Die Palästinenser bzw. ihre Führung sind Terroristen bzw. unterstützen mehrheitlich Terror. Arafat war der erste Terrorist der Geschichte mit Friedensnobelpreis. Die Hamas ist eine lupenreine Terrororganisation.
25. September 2007 um 18:08
“Bei linken Demos bekommen wir aber zu lesen: “Hände weg vom Iran” - “Kein Krieg gegen Iran” usw.. Aber Israel kann ja von der Landkarte verschwinden.”
Sorry, aber das ist so ein hanebüchener Unsinn. Du erstellst ein Absolut wo keines ist. Jeder der also keinen neuen Krieg möchte (warum auch immer), will also gleichzeitig das ein anderes Land zu schaden kommt? Das ist doch total bescheuert. Du machst es dir wirklich zu leicht. Das ist eine ganz miese Masche. Mit der gleichen Methode versuchten damals manche zu behaupten, dass alle die gegen den Irak Krieg seien, die USA “hassen” würden. Einige konservative Medien zeigten daher sogar Bilder von Demonstrationen und schrieben darunter das es sich um Unterstützer Saddam Husseins handeln würde… Dabei protestierten diese natürlich in Wahrheit gegen den Irak Krieg… Es ist so widerwärtig zu behaupten, dass eine sei dann auch gleichzeitig das völlig Andere.
“Also Ahmadinedschad Sie sind hier in Deutschland willkommen - es wird ihnen kein Haar gekrümmt - die Linken werden Sie auf Händen tragen.”
Ungeheuerlicher Schwachsinn! Die einzigen die jemals eine Art “Willkommen” aussprachen, waren nämlich die $%§& von der _NPD_! Und die Diskussion, ob man den Irren verhaften müsse, war noch gar nicht abgeschlossen, auch das hatte einen guten Grund. Die Debatte lief nämlich nur so lange, wie noch die Möglichkeit bestand das er wirklich kommt. Sie endete, weil sie schlicht überflüssig wurde als er den Besuch absagte.
Vor Kritik ist sicherlich keiner sicher, aber das ist doch nur noch blindes Gebashe!
25. September 2007 um 18:27
@ Aaron
Es ist aber schon auffallend, dass die sogenannte Friedensbewegung sich immer nur dann rührt wenn es gegen die USA oder Israel geht.
25. September 2007 um 19:34
Aaron - jedem seine Meinung - aber auf Deinen Wortschatz “hanebüchener Unsinn” - “total bescheuert” -”widerwärtig”- “miese Masche” -” Ungeheuerlicher Schwachsinn” und “blindes Gebashe” kann ich mir eine Antwort ersparen.
Alles in allem eine sehr schwache Gegenantwort - es zeigt mir nur, dass ich voll ins schwarze getroffen habe.
Trotzdem, heute ist ja endlich mal richtig was los in der Bude- weiter so - einfach toll!
25. September 2007 um 22:15
Die rot-grüne Linke hat mit ihrer grotesken pro-islamischen Politik, die Schwulen und Lesben Europas elendig verraten Es geht ihr nur noch um die Stimmen der Moslems mit denen sie hofft in Europa zu neuer Stärke zu kommen.
Wie sonst könnte man die Verliebtheit der Linken in den Islam erklären, denn der Islam vertritt aber nun wirklich das genaue Gegenteil von dem was die rot-grüne Ideologie ausmacht.
Frauenunterdrückung, Schwulenmorde, Terror, Jihad, theokratische Diktatur, Hassprediger, Selbstmordattentäter, das ist womit sich die Linke aus dem Jahre 2007 identifiziert!
Bebel, Marx, Luxemburg, würden sich im Grabe umdrehen, wüssten sie davon!rom
25. September 2007 um 22:25
@Adrian
Soweit ich das sehe, sind die US-Amerikaner insgesamt überwiegend kritisch gegenüber dem iranischen Terrorregime eingestellt. Dem dortigen (USA) Wunsch hinsichtlich einer härteren Gangart kann ich mich ohne Weiteres anschließen. Allerdings haben die USA durch ihren dämlichen Irak-Krieg und die dilettantische ‘Nachbereitung’ desselben sich selbst die Möglichkeit genommen, so energisch wie es notwendig wäre, nämlich militärisch, gegen den Iran vorzugehen.
In Deutschland ist der Erkenntnisprozess noch nicht so weit fortgeschritten. Verantwortlich hierfür mache ich aller nicht die Linken, wer auch immer das genau sein mag, sondern die Bundesregierung und ihre Claquere, die das Thema “Iran” ja gefliessentlich ignorieren oder herunterspielen. Leider folgen unsere Medien dem.
@Sebastian
Ich durchschaue nicht, was Dich umtreibt. Dein Parteien- und Politikverständnis neutralisiert die tatsächlichen Gegebenheiten in Deutschland. Die CDU/CSU ist eigentlich für nicht anderes da, als für ein wirtschaftsfreundliches Klima in Deutschland zu sorgen (hin und wieder bemerkt übrigens die ‘Wirtschaft’, dass die übergroße Dummheit der CDU/CSU-Wirtschafts- und Finanzpolitiker genau das Gegenteil bewirkt; damit will ich nicht sagen, dass die anderen Parteien klügeres Spitzenpersonal hätten). Damit soll natürlich der Handel gefördert werden. Parteipolitik ist immer auch ein gutes Stück Handelspolitik. Das “noch” in Deinem ersten Satz ist übrigens sehr berechtigt, den Frau Bundeskanzlerin und ihr Gefolge sind ja auf dem besten Wege, uns zumindest im Bereich der Energiepolitik fragwürdigen Händen auszuliefern. Das wird dann eine Art Planwirtschaft, für die wir alle noch tief in die Tasche werden greifen müssen.
Eigenverantwortung? Hier in Deutschland? Versuch mal ein Unternehmen zu gründen, dann weißt Du, was Du noch selber entscheiden darfst. Das bisschen Freiheit, dass man da noch hat, wirkt wirklich fast schon unheimlich.
In den so genannten Grundsatzprogrammen der Parteien steht fast immer auch etwas zur Steuerpolitik. Über die Steuerpolitik beeinflussen die Parteien das Investitionsverhalten (auch) ihrer Wähler.
Ich bin kein Befürworter linker Parteien; ich vermag das Heil der Welt aber auch nicht im rechten politischen Spektrum zu sehen.
Der Dalai Lama…haha… Natürlich bandelt Angela mit ihm an. Ersten ist es gerade ‘in’, zweitens kann sie damit den Eindruck erwecken, wie würde dem kommunistischen Regime in China eins auswischen und, drittens, kann sie sich so auch gleich von der chinafreundlichen Politik ihres Amtsvorgängers scheinbar absetzen. Mit Regimen, die faschistoide Züge tragen, geht sie betulicher um.
Darf ich Dich im Übrigen so interpretieren, dass die Unternehmen, die durch ihre Geschäfte mit dem Iranischen Mörderregime Millionengewinne einfahren, auf der moralisch richtigen Seite stehen?
25. September 2007 um 22:33
@Adrian
Was den Iran angeht, sorry, ich war noch nicht da. Du?
Aber auch wenn Leute wie du, glauben, daß unsere Weltanschauung die einzig humanistische ist, muß es noch lange nicht so sein. Dieser Glaube z.B. war die Grundlage für die fürchterlichste Kultur- und Menschenvernichtungaktion aller Zeiten, die “Christianisierung” - die meist gewaltsame Unterwerfung und Vernichtung fremder Kulturen. Der Glaube, der Westen hätte die höchste Zivilisation dieser Welt, ist ein sehr gefährliches Spielzeug.
Der normale traditionelle Iraner findet “sein” System wahrscheinlich nicht grausam. Wahrscheinlich ist in seinen Augen unser System viel grausamer.
Die Geschichte der Gründung Israels und der Massaker an arabischen Menschen, die Verteibung der Palästinenser… begann am 10. März 1948, als sich im Roten Haus in Tel Aviv eine Runde hochrangiger Politiker und Militärs trafen. Hier wurde “Plan Dalet”, die Deportation der arabischen Bevölkerung, beschlossen.
Es begann mit israelischen Militärangriffen auf palästinensische Dörfer und Städte. Innerhalb kürzester Zeit wurden mehr als 800.000 Palestinenser zur Flucht gezwungen, 531 Dörfer und 11 Städte werden mit Waffengewalt geräumt, die Häuser dem Erdboden gleichgemacht und die Ruinen vermint…
Ich empfehle dir folgendes Buch: “Die ethnische Säuberung Palästinas”. Gibts bei 2001 - der Autor, der israelische Politikwissenschaftler Ilan Pappe, lebt inzwischen unter Polizeischutz in Großbritannien…
Auch Yitzchak Rabin bekam den Friedensnobelpreis. Er saß mit im Roten Haus und hat diesen Krieg der Völker mitbeschlossen.
25. September 2007 um 23:59
Unfug! Der grösste Teil der Palis ist von selbst und auf Wunsch der benachbarten Araberregime in die Grenzgebiete geflüchtet um nicht in der Schusslinie zu stehen zwischen Juden und Arabern.Die angreifenden Araber hatten die Palis das ausdrücklich gebeten. Dann alllerdings kamen die Dinge bekanntlich ganz anders als sich die Araber das vorgestellt hatten.
Ich sage nicht, dass es gar keine Vertreibungen gegeben hat. Doch gebe ich da zu bedenken, dass ebenfalls 700.000 bis 1 Milion Juden 1948 aus den Araberstaaten vertrieben wurden, ohne Kompensationen und nur mit ihrem nackten Leben!
Es gibt auch ein Buch darüber und es heisst “the forgotten refugees”.Von denen redet natürlich heute niemand mehr!
Die Tatsache, dass dieser Mann im Exil leben muss hat vielleicht damit zu tun, dass seine Behauptungen schlicht falsch sind. Dass sie in Buchform erschienen sind, will noch lange nicht heissen, dass sie auch wahr sind.
Etwas weniger Einseitigkeit, bekäme dir nicht schlecht!rom
26. September 2007 um 0:31
@rom:
“Etwas weniger Einseitigkeit, bekäme dir nicht schlecht!”
Das sagt der Richtige…
Ich will mich nicht zu “Palis” und Israelis äußern, weil ich eine Meinung dazu habe, aber keine schlauen Bücher, aus denen ich zitieren kann.
Aber was ich mich echt frage: Was hast du für Machtfantasien? Oder wie kommst du darauf, dass die rot-grüne Linke im Islam das Thema der Zukunft sieht, in dessen Schlepptau sie wieder nach oben gespült wird? Wenn du gesagt hättest “Claudia Roth geht es um die Stimmen der Moslems” oder “Der Führung der Linkspartei…”, okay, das hätte ich als etwas weltverschwörerische, aber denkbare Alternative stehen lassen können.
Aber du suggerierst, dass jeder, der Grün, Sozialdemokratisch oder Linkspopulistisch wählt, sich dabei denkt: “Hm, die sind für die Moslems, weil die bald an der Macht sind, und dann können wir sagen ‘Aber wir waren doch für euch!’ und dann mögen die uns wieder und uns passiert nichts!” Denn, laut dir, kann es ja gar keinen anderen Grund geben, warum man den Islam nicht hasst. Okay, ich gestehe dir eins zu: Linke sind häufig naiv (bis weltfremd) - aber gerade deswegen mögen sie den Islam aus einem anderen Grund; wer den Islam mag oder “den Dialog” sucht ist weltoffen und tolerant. Und das ist der ganze Hintergrund für Friede, Freude, Allahkuchen. Keine Machtfantasien, keine Hoffnung auf eine grün-grüne Koalition, sondern schlicht und ergreifend die simple Gleichung Grün=Weltoffen=Pro Islam.
Du bist ein nüchtern-realistischer Mensch mit einer Islamophobie - der durchschnittliche Linke ist dagegen ein Idealist mit einer ausgeprägten Angst als xenophob zu gelten. Solange du ihm Handlungsweisen aus deinem Denkmuster unterstellst, überschätzt du ihn maßlos. Pass auf, dass da keine Paranoia draus wird!
26. September 2007 um 1:43
Ich weiß nicht, was du so die letzten 60 Jahre getrieben hast. Aber der genannte Autor erscheint mir irgendwie etwas näher am Thema. Der speist sein Wissen nicht mit fragwürdigen Büchern. Sondern mit Tagebuchauszügen, Augenzeugenberichten und neuerdings freigegebenen Militärdokumenten.
Und als Professor für Politikwissenschaft an der Universität Haifa und Leiter des dortigen Instituts für Konfliktforschung wird er sich ein solches Buch nicht leisten, das “schlicht falsch” ist und mit “Unfug” argumentiert.
26. September 2007 um 14:24
Tochkopf , das ist mir -gelinde ausgedrückt- zu oberflächlich was Du da - berufend auf Ilan Pape - als “Geschichte zur Gründung Israels von Dir gibst.
Ich denke, daß der Administrator dieses Forums keine Einwende hat, wenn ich etwas ausführlicher darauf eingehe.
1. Schon die Ablehnung des 1937 vorgestellten Peel-Plans, der den Palästinensern weit mehr Raum als den Juden zusprach, wurde von den Arabern zurückgewiesen. Die einzige mögliche Erklärung dafür ist: Man wollte nichts teilen; kein Israel. Die Resolution 181 v. 1947 mit dem Plan zur Teilung des Gebietes in ein israel. und einen paläst. Staat wäre sehr vorteilhaft für letztere gewesen. Denn zugesprochen wurde ihnen der grösste Teil von Samaria und Judäa, dazu ein unbegrenzter Zutritt in eine internationale Zone Jerusalems.
Bereits 1920 war es den Paläst. im Völkerbund gelungen, weitere Gebiete, welche die Briten i.d. Balfour-Deklaration und deren Teilungsideen vorgesehen hatten, sich und nicht Israel zuzuschlagen. Israel wollte man lediglich ein Miniterritorium von 15000 (!) Quatratkilometer in der Negev-Wüste zugestehen - dazu einen schmalen Landstrich um Tel Aviv. Die Araber wussten aber genau, dass dies für Israel inakzeptabel war.
2. Weshalb attakierten die Araber Israel 1948 ? Araber und Palästinenser waren überzeugt, den Krieg rasch zu gewinnen und damit die von der Weltgemeinschaft beschlossene Schaffung Israels gleich wieder rückgängig zu machen. Ganz klar und auch offen ausgesprochenes Ziel war es “die Juden ins Mittelmeer zu werfen”. Ägypten, Syrien, Transjordanien, der Libanon und Irak, die zum Teil ihre Legitimation für ihre Existenz ebenfalls durch den Völkerbund und UNO hatten, wussten dass ihre eigenen Grenzen auch noch nicht für alle Ewigkeit festgeschrieben waren und hofften, nicht nur den Staat Israel, sondern auch den von der UNO vorgesehen palästinensischen Staat zu verhindern um das eigene Territorium vergrössern zu können.
3. Ist Israel am Flüchtlingsproblem der Palästinenser schuld? Nein- denn ohne den von den arabischen Staaten angezettelten Vernichtungskrieg von 1948 würde die Mehrheit dieser Palästinenser noch heute im von der UNO für sie vorgesehenen Staat leben. Erst der schnelle Siegeszug der Israeli versetzte viele in Panik, dass sie flohen. Viele taten dies auch auf Weisung und Ermunterung der vollmundigen Ratschläge der arabischen Länder. Sie sollten nur weggehen, damit die arabischen Armeen freies Feld hätten für den entscheidenden Schlag gegen Israel.Letztendlich wurden die Palästinenser von ihren arabischen Brüdern verraten.
4. Es wäre aber falsch zu behaupten, es habe keine Vertreibung gegeben - aber die Behauptung, Israel habe gar eine “ethnische Säuberung” vorgenommen ist einfach infam. Es gibt kein einziges Dokument, das eine solche ungeheuerliche Behauptung belegen würde. Im Gegenteil: Die Tatsache, dass heute rund eine Million Palästinenser als arabische Israelis im Staat Israel leben, ist Beweis für die Absurdität einer solchen Behauptung.
2000 Jahre sind die Juden Prügelknaben für die absurdesten Anschuldigungen - es ist mehr als lang genug.
27. September 2007 um 14:20
Primus, das ist mir - gelinde ausgedrückt - anmaßend und ungeheuerlich was Du da als “Geschichte zur Gründung Israels” von Dir gibst. Mal abgesehen davon, daß dieses Blog mit Sicherheit kein Ort dafür ist.
Da spätestens ab Punkt 4 deines Postings deine Argumentation unseriös, arrogant und vor allem ignorant wird, sehe ich es als Zeitverschwendung, mich damit weiter zu befassen.
Nur soviel: die von dir bezweifelten Dokumente sind inzwischen für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
27. September 2007 um 14:51
Keine Sorge, tochkopf! Wir Admins finden, GayWest ist ein idealer Ort, um ein paar mehr Lügen über Israel und die Palästinenser aufzuklären. Von daher: Nur weiter so, Primus und danke für die ganze Mühe!
27. September 2007 um 16:30
In einem grammatikalisch völlig verunglückten Aufzählungssatz, dem der bilanzierende Vorschlag am Ende fehlt, hat Ahmedinajihad den Vereinten Nationen erklärt: Diskordia ist weiter auf dem Vormarsch! (”mistrust in regional and international arenas is on the rise”)
Die Chemtrails.
27. September 2007 um 18:53
Ach je, tochkopf - das war doch kein Angriff auf Dich persönlich! Leider bedienst auch Du Dich eines Wortschatzes der zu meinen Ausführungen völlig unangebracht ist. Wenn es für Dich eine “Zeitverschwendung” ist, sich “damit weiter zu befassen” wie kommst Du dann dazu meine Ausführungen in Frage zu stellen. Für mich ist es keine “Zeitverschwendung” Recherchen anzustellen um so manches an grenzenlosen Vorurteilen zu widerlegen. Glaubst Du etwa ich sauge mir das alles aus den Fingern. Den Vorteil habe ich eben, dass mein beruflicher Aufgabenbereich einiges mit den hier im Forum behandelnden Themen zu tun hat - das kann doch nur eine Bereicherung sein ohne “arrogant” zu wirken.
30. September 2007 um 1:49
Tja, so ist sie halt die naive Linke: einige liebe Worte, und schon wird aus einem Teufel ein Engel und eine Friedenstaube.Und die, die dem Teufel die Friedenstaube nicht abkaufen (so wie ich), werden in Grund und Boden als Faschisten, Islamophobiker und kriegslüstern verdammt!
Der Mann ist ein pathologischer Lügner! Welchen Sinn macht es überhaupt einen solchen Lügner einzuladen?
Die Linke (Grüne, Rote, Knallrote) macht heute die gleichen Fehler wie in den siebziger und achtziger Jahren, als sie mit Honecker und Co anbandelte und mit den Kommunisten gemeinsame Strategie- Papiere veröffentlichte. Feinde, damals wie heute, sind nur noch die USA und Israel, während sie versucht in Europa das Märchen des friedfertigen Islams den Menschen einzureden. Überall dort wo Moscheen gebaut werden, gegen den ausdrücklichen Willen der Anwohner, stellt sich die Linke auf die Seite der Islamofaschisten und bekämpft und beleidigt die, die keine Moschee wollen.
Mit ihren Versuchen den Islam in Europa heimisch zu machen und damit den politischen Einfluss des Islams in Europa zu stärken, hat die LInke eindeutig die Schwulen und Lesben verraten.Die Linke versolidarisiert sich mit den schlimmsten Feinden der Schwulen und Lesben.Das nenne ich Verrat!rom
PS: ein “schönes” Beispiel ist der Londoner Bürgermeister Ken Livingston, der es verweigert hat Bush die Hand zu geben, früher die Schwulen und Lesben unterstützte,
und heute mit Yussuf al-Quadarawi anbandelt. Quadarawi findet die Schwulen sollten entweder gesteinigt werden oder von grossen Höhen in den Tod gestürzt werden.Der Mann weiss von was er redet, denn er gilt in der islamischen Welt als höchste islamofaschistische Autorität. Von der naiven Linken wird er als “gemässigt” eingestuft!rom
30. September 2007 um 16:51
Ist Livingston nicht sogar selber schwul?
Aber der ist sowieso eine sehr, hm, aparte Figur - wer mit Hugo Chavez befreundet ist, kann ja nur ein lupenreiner Demokrat sein…
1. Oktober 2007 um 11:09
Mensch rom, du hast ja Erkenntnisse! Wow! Politiker sind Lügner? Na sowas, das hab ich ja noch nie gehört! Was? - und da ist sogar einer, der heute das Gegenteil von dem tut, was er noch vor einigen Jahren propagiert hat?
Hilfe! Das glaub ich nicht.
Nein, nein. Politiker sind ehrenwerte Retter der Demokratie, so stehts zumindest im Spiegel. Und der hat immer Recht! Achso, stimmt, außer, wenn er über Linke schreibt, da wird dann schon mal von der politisch korrekten liebjournalistischen Kuschelrhetorik zum politisch motivierten Hetzsprachgebrauch umgeschaltet.
Und jetzt mal ernsthaft. Warum erweiterst du dein Geschimpfe nicht noch um weitere bekannte Feinde der Homosexuellen: Katholiken, fundamentalistische Protestanten, Nazis, Neonazis, Opfer von sexuellem Mißbrauch schwuler Erwachsener, Rechte und Konservative, Spießer, nordfriesische Dorfbewohner…
1. Oktober 2007 um 19:11
@ tochkopf: Um diese ganzen Feinde der Homosexuellen zusammen zu bekommen, hast Du Dich aber ganz schön anstrengen müssen, was? Trotzdem sind nicht alle Katholiken gegen Schwule, genauso wenig wie alle Rechten und Konservativen. Selbst unter fundamentalistischen Protestanten gibt es mit “Zwischenraum” mittlerweile organisierte Schwule und Lesben. Opfer von sexuellem Mißbrauch schwuler Erwachsener wissen - offenbar im Gegensatz zu Dir - in der Regel ganz gut zu unterscheiden zwischen Schwulen und Pädophilen und sind daher keineswegs Feinde von Homosexuellen. Und nicht zuletzt: auch Spießer können Schwule sein. Und dazu stehen. Da musst Du also noch mal auf die Suche gehen, um eine Gruppe zu finden, die so durchgehend gegen Schwule ist wie Moslems.
1. Oktober 2007 um 20:06
Äh, auch wenn ich hier nicht tochkopf unterstützen muss - der Kommentar war ja nun eindeutig eine Trotzreaktion - möchte ich doch einwenden, dass Muslime wohl kaum als Gruppe weniger schwulenfeindlich sein werden als radikale Christen oder orthodoxe Juden oder extreme Hindus oder (beliebige Religion einsetzen): Es mag schwule Fundamental-Protestanten geben - aber das gleiche gilt für gläubige Muslime: Einige Schwulen und Lesben werden auch Muslime sein. Man muss vielleicht ein bisschen suchen, aber das muss man ja bei Hardcore-Christen auch…
1. Oktober 2007 um 20:11
@Damien
Nein, ich habe mich nicht anstrengen müssen.
Zu den Mißbrauchsopfern: Woraus schließt du, daß mein Wissen “offenbar im Gegensatz” zu den Erfahrungen der Opfer steht? Das kannst du in meinem Posting nicht gelesen haben.
Zur Info: Ich KENNE Jungs, die es so sehen. Denn kaum ein Mißbrauchs-Opfer ist später in der Lage, seine Wut und seinen Haß zu kanalisieren. Du machst es dir mit deiner Argumentation sehr leicht…
Deshalb trägt sie nicht.
1. Oktober 2007 um 20:32
@ MuGo: Du machst schon den korrekten Unterschied zwischen Muslimen (also offenbar allen, ohne Eingrenzung) und RADIKALEN Christen, Juden, Hindus… Das ist eben das Problem. In allen Religionen gibt es Schwulenfeinde, im Islam ist die Schwulenfeindschaft konstitutiv. Natürlich gibt es auch schwule Moslems, das Problem sind ihre Glaubensgeschwister, für die sie des Todes sind. In Christentum wie im Judentum sind mir keine ernstzunehmenden Strömungen bekannt, die für Schwule die Todesstrafe fordern - und dafür noch Respekt bekommen, von Freunden der kulturellen Vielfalt!
1. Oktober 2007 um 20:39
@ tochkopf: Ich habe nicht in Deinem Posting gelesen, dass Dein Wissen im Gegensatz zu den Erfahrungen DER Opfer steht. Ich habe bewusst geschrieben, dass Opfer von sexuellem Missbrauch IN DER REGEL differenzieren können. Ich gehe davon aus, dass dem meist harte Arbeit vorausgeht. Ich glaube Dir, dass Du Jungs/Männer kennst, die “es so sehen”. Diese jedoch zu “bekannten Feinden von Homosexuellen” zu erklären, finde ich geschmacklos. Sie auf eine Stufe zu stellen mit religiösen Fanatikern, die alle Schwulen am liebsten am nächsten Galgen baumeln sehen würden, weil sie durch ihren Glauben dazu aufgehetzt werden, empfinde ich als einen sekundären Missbrauch der Opfer sexuellen Missbrauchs.
2. Oktober 2007 um 0:17
@Damien:
Aaaah, guter Punkt! In der Tat, Todesstrafe für Homosexualität ist mir zumindest aus christlichem und jüdischem Kulturkreis in letzter Zeit nicht untergekommen. Das muss ich zugeben.
Für Hindus würde ich meine Hand da aber nicht ins Feuer legen wollen; aber es stimmt - es gibt einen klaren Qualitätsunterschied zwischen “Umerziehung” und zu Tode steinigen!