“You can’t meet intolerance with tolerance”

Michael Lucas - schwuler Pornodarsteller und Eigentümer der Pornoproduktionsfirma Lucas Entertainment - diskutierte in der Michelangelo Signorile Show mit Andrew Belonsky von queerty.com über religiöse Schwulenfeindschaft, Islam, Islamismus und George W. Bush. Aufhänger der Diskussion war die Aktion des Künstlers Charles Merril, der einen antiken Koran verbrannte um gegen die Homophobie der “abrahamitischen Religionen” zu protestieren.

Eine Antwort zu ““You can’t meet intolerance with tolerance””

  1. Primus sagt:

    Der Typ hat nicht nur einen geilen Schwanz und knackigen Arsch sondern besitzt auch Geist!
    “Jungle World”-Leser erinnern sich wohl noch an das Interview mit Michael Lucas (siehe Beilage “dschungel”Nr.28/12.Juli 2007. Da er dort auch Stellung bezieht zur Homosexualität im Islam und sehr treffend zur derzeitigen Thematik in diesem Forum passt, möchte ich einiges daraus zitieren.

    JW.:” Vor wenigen Wochen gab es Auseinandersetzungen um den Gay Pride in Jerusalem…”
    M.L: “Für mich hat die Auseinandersetzung gezeigt wie deutlich Staat und Religion in Israel getrennt sind. (…) Außerdem wird gern vergessen, dass in Tel-Aviv jedes Jahr Hunderttausende am Gay Pride teilnehmen - seit Jahren. Warum reden die Leute eigentlich nicht über Russland ? Dort gibt es nicht nur keinen Gay Pride, jedes Treffen von Schwulen wird kriminalisiert. Es gibt viele Länder, über die zu sprechen wäre- aber Israel? Israel ist bei Schwulenrechte ganz vorn, in einer unglaublichen Geschwindigkeit.”
    JW.: “Die Wahrnehmung in Europa ist eine andere. Auch die meisten europäischen Schwulen stehen auf Seiten der Palästinenser.”
    M.L.: ” Das überrascht mich nicht. Die europäischen Schwulen beziehen Ihre Meinungen aus den gleichen Medien wie alle anderen auch, und diese Medien sind grösstenteils anti-israelisch. Ausserdem haben die Schwulen furchtbare Angst aufzufallen, indem sie sich ihre eigenen Gedanken machen. Die meisten waren weder in Israel noch in Palästina. Sie haben vorgefertigte Meinung und haben kein Interesse daran, etwas anderes wahrzunehmen. Offensichtlich assoziieren sie sich mit der Linken, und die Linke ist unglücklicherweise anti-israelisch. Deswegen glauben sie, um links sein zu können, muss man anti-israelisch sein. Antiisraelisch zu sein, heisst meiner Meinung nach, antisemitisch zu sein. (…) Ich würde es liebend gern sehen, wenn sie nach Palästina gingen, wo es viele Leute gibt, die sie aus verschiedenen Gründen gern umbringen würden - weil sie Ungläubige sind, weil sie schwul sind.
    Die europäischen Schwulen wählen die Seite derer,
    die ihnen die Kehle durchschneiden oder sie steinigen
    würden, wenn sie die Gelegenheit dazu bekämen.”

    JW.:In der schwulen Community gibt es eine lange Traditiondes Sextourismus in die Läner des Maghreb.
    M.L.(…) ” Diese europäischen Schwulen bilden sich ein, diese Länder seien zu einem bestimmten Grad schwulenfreundlich, weil sie sich dort ficken lassen können. (…) Ich habe verschiedene muslim. Länder bereist, ich war in Ägypten,Marokko, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und der Türkei, und ich weiss, worüber ich rede. Ich habe vor allem deutsche Schwule getroffen, die dort hinfahren, um sich ficken zu lassen. Wenn das ist war sie wollen - ein Surogat für Liebe und echten Sex - , ist das okay, aber sie sollen bitte nicht erzählen, diese Länder seien nicht homophob. Sie merken nicht, wie sie verachtet werden, wenn sie die Frauenrolle spielen.”

    JW.: “In Ihrem Blog nehmen sie manchmal Bezug auf Oriana Fallaci.”

    M.L.: “Oriana Fallaci ist meine Heldin!

    JW.: “In Europa ist sie, um es vorsichtig auszudrücken, eine umstrittene Persönlichkeit, in Wirklichkeit aber persona non grata. Texte von ihr zu übersetzen, bringt einem schon den Vorwurf ein, Rassist zu sein.”

    M.L.: “Sie war eine Kassandra, die die Europäer und die Welt gewarnt ht vor der Gefahr, die der Islam darstellt. Sie war eine Frau, die die Autorität hatte, das zu sagen, was sie gesagt hat, weil sie nicht nur durch diese Länder gereist ist, sondern dort gelebt hat und diese Tyrannen interviewt hat. Sie hat sich selbst ein Bild gemacht, sie war eine der ersten, die über die furchtbare Situation der Frauen in den isalamischen Ländern etwas gesagt hat….”

    JW.:” In Europa wird Islamkritik häufig als Rassismus denunziert.

    M.L.: (…)” Der Begriff Rassismus ist an die Hautfarbe gebunden. Es geht nicht um Religion oder Nationalität, sondern um schwarz und weiss. Meinetwegen kann man von Islamophobie reden. Und wissen Sie was? Ich bin islamophob, und ich geniere mich nicht dafür. Ich mag den Islam nicht. Ich halte ihn für die größte Bedrohung der Gegenwart. Wie Oriana Fallaci sagte, sollte man nicht trennen zwischen Ossama bin Laden und der Welt, die ihn hervorgebracht hat, und das ist die Welt des Islam.”

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