Wohl kaum eine Institution der Bundesrepublik Deutschland tritt dermaßen für den Dialog zwischen Deutschen respektive Westlern und Muslimen ein wie der Muslim-Markt. Die Plattform für deutschsprachige Muslime erklärt wie man ein guter Muslim wird und führt Interviews mit so namhaften Persönlichkeiten wie Norman G. Finkelstein (”Die Holocaust-Industrie”), dem antizionistischen Pseudorabbiner und Holocaustrevisionisten Moishe Arye Friedman oder dem für die National-Zeitung schreibenden Gerard Menuhin. Darüber hinaus wird Israel delegitimiert, werden Selbstmordattentäter verteidigt, und auch sonst schonungslos und mit der üblichen Larmoyanz die Übel des Westens aufgedeckt. Logisch, dass eine kritische Selbstreflexion des Islam dabei unterbleiben muss. Alles in allem also interkulturelle Verständigung vom Feinsten.
Das neueste Projekt des Muslim-Marktes ist es, zu erklären, was der iranische Präsident Ahmadinedschad denn nun wirklich gemeint hat, als er an der New Yorker Columbia University über Homosexuelle im Iran sprach. Das, was die bösen Amis glauben, jedenfalls garantiert nicht:
Die Westliche Welt hat die Islamische Republik Iran und dessen Präsidenten Ahmadinejad ganz offensichtlich zur medialen Vergewaltigung frei gegeben. Anders ist es nicht zu erklären, warum durch Verfälschungen der Präsidentenworte ein falscher Eindruck erweckt wird, und das bei fast jeder Rede.
Schließlich hat man schon Ahmadinedschads Bemerkungen bezüglich der Existenz Israels, hier im Westen vollkommen missverstanden:
Als der iranische Präsident Ahmadinejad vor einigen Jahren an ein Wort Imam Chomeinis erinnerte, das Israel eines Tages von der Landkarte verschwinden werde, wurde in den westlichen Medien daraus die bösartige Legende gestrickt, er wolle alle Juden ausrotten. Jene inzwischen zum Rufmord gegen das ganze iranische Volk aufgestiegene westliche Propaganda wird selbst dann noch von den Main-Stream-Journalisten aufrecht erhalten, wenn mehrfach die Fehlübersetzung nachgewiesen wurde. Dazu sei hier nur kurz daran erinnert, dass Imam Chomeini auch die Auslöschung der Sowjetunion vorausgesagt hatte, und dieses wirklich eingetroffen ist. Russen leben dennoch immer noch dort. Und auch den Untergang des Westlichen Kapitalismus hat er vorausgesagt.
Und wenn Imam Chomeini etwas voraussagt, dann muss es ja stimmen. Doch was hat Ahmadinedschad denn nun genau über Homosexuelle in seinem Land gesagt?
Ahmadinejad begann seine Ausführungen mit den Worten: “Wir hatten im Iran keine Homosexuellen, wie ihr in eurem Land.” Er wollte sicherlich nach dieser Einleitung das erläutern, was jeder gebildete Muslim diesbezüglich weiß, doch dazu kam es nicht. Die Übersetzung veränderte zunächst nur ein einziges Wort: “Wir haben im Iran keine Homosexuellen“ … legte einen kurze Pause ein, und ergänzte „wie ihr in eurem Land.” Das Ergebnis war, dass das gesamte Podium in ein unüberhörbares Gelächter ausbrach und den Zusatz schon gar nicht mehr hörte. Hört man sich die Worte des iranischen Präsidenten unvoreingenommen an, so sind seine Intentionen und der einleitende Charakter der Aussage nicht zu überhören. Das einsetzende Gelächter aber zerstörte die Atmosphäre für eine sachliche Erörterung. Keine einzige der späteren Berichterstattungen in der Westlichen Welt ging auf diesen Übersetzungsfehler ein. Stattdessen füllte der erste Teilsatz die Schlagzeilen und versuchte den iranischen Präsidenten als Lügner darzustellen.
Und weil die nichtgebildeten Nicht-Mulime an der Columbia University den Mahmud auslachten anstatt voller Respekt seinen weiteren Ausführungen zum Thema zu lauschen, muss das jetzt Muslim-Markt übernehmen. Nun aber:
Was aber wollte Ahmadinejad wohl eigentlich sagen? Es wird letztendlich das sein, was Konsens unter Muslimen ist. Im Iran gab es jene Situation, wie sie derzeit in der Westlichen Welt existiert, diesbezüglich wirklich nicht. Genau so wenig, wie es in den Fünfziger Jahren in Deutschland Filme über Homosexuelle gab, gibt es sie auch im heutigen Iran nicht. Es gibt keinen Christophers-Street-Day, keine Sexualisierung der Gesellschaft in allen Bereichen, keine Plakate mit nackten Frauen und Männern an Bushaltestellen, keine öffentlich zugänglichen Swinger-Clubs, keine offene Reeperbahn, keine Pornozeitschriften im Supermarkt, keine täglichen Krimis und Familiensoaps im Fernsehen, in dem immer mindestens ein Homosexueller mitspielen muss und Ehebruch zur Normalität gehört, keine Priesterweihen für homosexuelle Eheschließungen, nicht einmal eine Diskussion darüber, und keine Politiker, die sich damit rühmen, homosexuell zu sein. Die Situation im Iran ist anders und daher nicht vergleichbar mit der Einstellung der Fragenden! Genau das wollte Ahmadinejad als Einleitung sagen. Zu mehr kam es aufgrund der falschen Übersetzung und der Reaktion im Publikum nicht.
Wohl wahr. Alle diese Auswüchse westlicher Dekadenz sind dem Iran unbekannt. Statt CSD’s gibt es Demonstrationen für die Ayatollahs und die Vernichtung der USA und Israels, statt Sexualisierung der Gesellschaft hübsch verschleierte Frauen, statt Fernsehserien mit Schwuchteln Familiensoaps und Krimis mit braven heterosexuellen Familien ohne Eheproblemen. Und auf Homos trifft man höchstens beim Familienpicknick anlässlich der Hinrichtung selbiger. Ist das zu verurteilen? Nicht wenn man dem Konzept einer autoritären Volkserziehung huldigt und auch nur bedingt, wenn man es als Argument betrachtet, dass Deutschland in den 50er Jahren auch nicht besser (oder schlechter?) war und der Islam Homosexualität als Perversion betrachtet. Das sollte man schon verstehen:
Das islamische Konzept von Familie, der Grundlage einer jeden gesunden Gesellschaft, hängt sehr eng mit der Schöpfung, Sexualität und paradiesischen Gefühlen zusammen. Die Ehe ist ein Hort dafür, das Paradies auf Erden für die körperlich reifenden Babys bereit zu stellen. Innerhalb dieses Mini-Paradieses spielt die eheliche Sexualität keine unbedeutende Rolle. Die Sexualität von Ehemann und Ehefrau gilt als Gebet, als demütiger Gottesdienst, als eine gegenseitige Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse und als Quelle für paradiesische Freuden höchster Lust, die aber auf Erden nur begrenzt „ausgehalten“ werden kann. [...]
Diese Form der Liebe als körperlicher Ausdruck eines seelischen Verschmelzens stellt im Islam eine Vorstufe der “Vereinigung“ mit Gott dar. Das andere Geschlecht ist derart anders, derart verschieden, dass man es nicht nachvollziehen kann. Kein Mann kann sich vorstellen, wie jemand fühlt, der ein Embryo im Leib tragen kann oder ein Baby mit dem eigenen Leib nähren kann. Selbst wenn er sich noch so sehr anstrengt, er kann es nicht selbst „fühlen“. Durch die Liebe zu dem anderen Geschlecht aber lernt er in einer Art Vorstufe, die Liebe zu dem wirklich Anderen, dem Schöpfer allen Seins, besser zu verstehen.
Klingt irgendwie bizarr und ein wenig nach esoterischem Nonsens. Der Mann verschmelze also beim Geschlechtsakt nicht nur mit dem anderen, ansonsten unerreichbaren Geschlecht, sondern auch noch mit Gott. Nach der Logik sind Männer, die lieber mit anderen Männern als mit Frauen “verschmelzen”, nicht nur gottlos sondern wahrscheinlich auch noch frauenfeindlich, auf jeden Fall aber zutiefst egoistisch:
Während die Liebe zum Ehepartner, zu der Person, zu der man sich „bekannt“ hat, der man Treue geschworen hat, eine Annäherung zum Schöpfer dieser Liebe bedeutet, sind gemäß islamischer Vorstellung „Selbstbefriedigung“ oder „Homosexualität“ Abwendungen von Gott und Seiner Schöpfung. Nicht das „Andere“ wird gesucht, wonach die Seele strebt, sondern das „Ich“. Der Islam aber lehrt die Überwindung des „Ich“ zu einem viel größeren schöneren und prächtigeren „Wir“.
Wie schön, dass Muslim-Markt so plastisch und ausführlich erklärt worum es beim Islam wirklich geht, nämlich die Überwindung der Individualität zugunsten eines großen Ganzen, der Gemeinschaft, des Kollektivs. Blasiert, dekadent und blasphemisch der Einwand, dass dort wo das Individuum keine Rolle spielt, die Unterdrückung des Einzelnen zwangsläufige Folge ist. Es zählt schließlich nicht was man selber will, sondern was die Anderen für einen wollen. Und weil Homosexualität so individualistisch, egoistisch und schädlich für die Gemeinschaft ist, wird sie im Islam auch mit Strafe belegt:
In der islamischen Gesellschaft des Iran gibt es keine „öffentliche“ Homosexualität. Es wird im Iran als Straftat betrachtet. Unter Umständen könnte es sogar zur Todesstrafe führen; eine Androhung, welche die Schwere dieses Vergehens gegenüber Gott und den Schaden für die Gesellschaft verdeutlichen soll.
Das sollte aber niemandem Kopfzerbrechen bereiten, denn der iranische Staat mit seinem vorbildlichen islamischen Recht ist dem westlichen Rechtssystem meilenweit überlegen:
Andererseits ist bisher noch niemand im Iran deswegen mit der Todesstrafe verurteilt worden, was auf den nicht erfüllbaren Beweischarakter hinweist, denn im Islam ist jede Straftat – im Gegensatz zur westlichen Welt – an eine spezifische Beweisführung gekoppelt, die in manchen Fällen, wie diesem, kaum zu erfüllen sind.
Die diesbezüglich anderslautenden Berichte westlicher Medien, sind dagegen nichts als Ammenmärchen, die natürlich dazu dienen sollen, die Islamische Republik Iran zu verunglimpfen:
Die wenigen Todesstrafen, die diesbezüglich von westlichen Homosexuellenverbänden propagandistisch ausgeschlachtet wurden, waren immer Urteile aufgrund von Vergewaltigung (und betraf daher immer nur einen von beiden), und die führt im Iran fast immer zur Todesstrafe, unabhängig davon, ob homosexuell oder heterosexuell.
Nein, der Iran ist nicht grausam, ist nicht barbarisch, er ist lediglich ein pragmatischer, an den Grundsätzen des islamischen Rechts ausgerichtetes Gemeinwesen:
Was aber ist mit jenen Menschen, die sich trotz solch schwerer Strafandrohung vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen. Hier hat der Islam (und damit auch der Iran) eine aus westlicher Sicht ungewöhnlich pragmatische Lösung parat. Die Geschlechtsumwandlung ist erlaubt! Das geistige Oberhaupt Imam Chamenei hatte einstmals öffentlich eine für ihren gesellschaftlichen Einsatz bekannte Frau (die als Mann geboren war) empfangen und genau so behandelt und gewürdigt, wie jede andere Person auch. Dieses Verhalten islamischer Gelehrter ist selbst für manche Muslime schwer nachvollziehbar und dokumentiert, wie weit Muslime selbst in ihrer Gefühls- und Gedankenwelt vom islamischen Ideal entfernt sind.
Paradiesische Verhältnisse geradezu. Wenn man als Mann einen Mann begehrt, ihn liebt, mit ihm zusammenleben und nicht am Galgen hängen will, hat man doch tatsächlich die staatliche abgesicherte Möglichkeit sich zur Frau umoperieren zu lassen. In der westlichen Welt dagegen kommt man dagegen straffrei weg und kann sogar seine Partnerschaft amtlich registrieren lassen. Wie unpragmatisch, wie obszön, wie pervers! Doch halt:
Dennoch wird hier das Gegenargument kommen, dass man ja jemanden, bei dem Homosexualität angeboren sei, ja nicht dazu zwingen kann, sein Geschlecht zu ändern. Aber es gibt keine wirklich freie wissenschaftliche Untersuchung zum Thema, sondern sie ist stets ideologisch geprägt. Ein wissenschaftliche Ergebnis, das zu dem Ergebnis käme, dass es in der überwiegenden Zahl der Fälle anerzogen und nicht angeboren ist, würde in der Westlichen Welt gar nicht zugelassen werden.
Wie ja in der westlichen Welt auch nicht zugelassen wird, Fragen zum Holocaust zu stellen und Israel zu kritisieren. Nur wenn man Moslems beleidigen und der “Islamophobie” frönen kann, ist der Westen immer ganz vorne mit dabei. Ach, wenn man doch nur einsehen könnte, dass diese Haltung in den Untergang führt:
Hierbei driftet die in ihrer ehemaligen Freiheit so starke Westliche Wissenschaft genau in die Richtung ab, die zum Untergang der mittelalterlichen Wissenschaft aber auch der muslimischen Wissenschaft führte; die Aufstellungen von unsachlichen Schranken in der Denkweise und Wissenschaft.
Eine nicht ideologisch vorgefertigte Untersuchung würde natürlich zu dem Schluss kommen, dass man Homosexualität anerziehen könne und dies mit relativ einfachen Methoden:
Es sei bezüglich der möglichen Anerziehung von Homosexualität hier nur daran erinnert, dass die beiden typisch westlichen (nicht muslimischen) Klischees für Homosexualität, nämlich Seidenhemd und Goldkette, für muslimische Männer verboten sind und das Tragen von rötlichen Farben für Männer verpönt ist.
Womit auch der Umstand erklärt wäre, warum es im Islam keine Homosexuellen gibt, denn wann hat man schon das letzte Mal in Kreuzberg oder Neukölln einen Muslim mit Goldkettchen gesehen?
Aus westlicher Sicht besteht im Iran eine Diskriminierung von Homosexuellen. Selbst wenn nie jemand dafür bestraft wird, liegt doch eine klare und unmissverständliche Verbannung aus der Gesellschaft vor, die nicht zu leugnen ist. Und das wird von der heutigen Westlichen Welt als Diskriminierung gewertet, und die ganze Welt hat sich nach diesem Maßstab der Westlichen Welt zu richten. Und genau an dieser Stelle beginnt der so genannte „Kampf der Kulturen“, der eigentlich nur ein Kampf der westlichen Kultur gegen den Rest der Welt ist.
Und während der böse Westen in all seiner Intoleranz die islamische Welt mit der Einhaltung der Menschenrechte traktiert, übt sich der Islam - wie immer - in Demut, Verständigung und Toleranz:
Schließlich will niemand die Westliche Welt dazu zwingen, Homosexualität als Perversion zu verbieten. Es gibt keinen einzigen Regierungschef der Welt, der von irgendeinem westlichen Staat verlangt, dass Homosexualität verboten wird. Auch Ahmadinejad hat solch eine Äußerung nicht getätigt, auch in den USA nicht. Aber es gibt sehr viele westliche Regierungschefs, die ihre Rechtsvorstellung, ihre Denkweise den Muslimen aufzwingen wollen. Zahlreiche westliche Regierungschefs wollen ihre „Scharia“ zwangsweise in die muslimische Welt exportieren, und wenn sich Muslime dem nicht anpassen, sie dafür ächten.
Die vielgelobte Freiheit des Westens ist für Muslime also eine Tortur, eine Versklavung, eine Beleidigung ihres Glaubens. Man danke dem Muslim-Markt abermals für die unumwundene Klarstellung in dieser Sache.
Jede Gesellschaft kann und muss selbst die eigenen Werte „erarbeiten“ dürfen und keine Gesellschaft hat das Recht, ihre Wertvorstellungen, andern aufzuzwängen. Genau so wenig, wie die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland die islamische Scharia wünscht, genau so wenig wünscht die iranische Gesellschaft die westliche „Scharia“. Jede Gesellschaft muss selbst die Konsequenzen ihres Handelns tragen, auch in der Familienpolitik. Ein Westliches Hegemonialstreben, dass der ganzen Welt die eigene Denkweise, teilweise auch mit Kriegen und öffentlich geduldeter Folter aufzwingen will, schadet nicht nur den Opfern sondern letztendlich auch sich selbst. Das zu erkennen obliegt aber jeder Gesellschaft selbst. Muslime als Mitglieder der deutschen Gesellschaft können und müssen darauf hinweisen, dass Homosexualität in ihrer Religion eine Sünde ist. In wie weit die Gesellschaft diesen Hinweis berücksichtigt, ist ihre Sache.
Kulturrelativisten aller Länder vereinigt Euch! Gegen Imperialismus und für die Vielfalt der Unterdrückung!
Doch wir sind ein wenig vom Kernthema abgewichen:
Zurück zur Frage über Homosexuelle im Iran. Ja, es gibt sie, auch dort! Die Tatsache, dass etwas irgendwo verboten ist, führt nicht dazu, dass es das Phänomen nicht mehr gibt.
Wow. Wahnsinn. Genial. Wäre diese Erkenntnis nicht einen Nobelpreis wert, den sonst ungerechterweise immer nur die Juden bekommen? Und könnte Muslim-Markt dies nicht auch Joseph Massad und anderen Konstruktivisten mitteilen?
Doch die Tatsache, dass es Homosexuelle gibt, heißt noch lange nicht, dass man sie anerkennen und tolerieren sollte. Das ist im Islam schließlich verboten und was im Islam gilt, gilt unveränderlich und auf ewig. Und wenn das den Homos nicht passt, können sie ja in den Westen ausreisen:
Allerdings – und das sei auch in diesem Zusammenhang erwähnt – gewährt fast kein einziger westlicher Staat Iranern Asyl, wenn sie angeben, verfolgt zu sein wegen Homosexualität. Warum eigentlich nicht, wenn man doch meint, dass solch ein Verhalten zu den Menschenrechten gehöre, die zu schützen seien?
Meisterhaft wie Muslim-Markt auf der Klaviatur des Relativismus und Zynismus spielen kann, wenn es auf einen Misstand der hiesigen Gesetzgebung aufmerksam macht und damit den eigentlichen Skandal - die Menschenrechtsverletzungen im Iran - verdeckt. Und schlimm genug, dass es Leute gibt, die einer solchen Denkweise auch noch aufzusitzen bereit sind.
Wir haben schließlich unser System und der Iran hat seines. Das ist zu respektieren und im Sinne der Vielfalt der Kulturen gefälligst zu begrüßen:
Im Iran hat das Volk bestimmt, dass es von den Werten des Islam regiert werden will, so unterschiedlich sie auch interpretiert werden. Darunter fallen auch die Minderheitenrechten für u.a. Christen und Juden. Und es sind im Iran alle drei genannten Religionen gemeinsam, die Homosexualität von der Gesellschaft verbannen möchten.
Und wenn “das Volk” entscheidet, dass Frauen für Ehebruch zu steinigen sind und Homosexualität mit dem Tode bestraft werden soll, ist das als demokratisch legitimierter Akt anzuerkennen. Die Freiheit und Würde des Individuums spielt dabei keine Rolle. Ein Eintreten des Westen hierfür zerstöre Kulturen, Identitäten und Traditionen und müsse zur Wahrung des Friedens unterbleiben:
Frieden auf Erden ist möglich, wenn die Westliche Welt aufhört, seine Maßstäbe der ganzen Welt aufzwingen zu wollen, denn das größte Unheil dieser heutigen Welt geht von der Westlichen Welt aus: Das zumindest empfindet der überwiegende Teil der restlichen Welt. Aber nicht einmal das bekommt die Westliche Welt mit, weil sie das Denken der Anderen in jeder Hinsicht missachtet.
Fragt sich nur was ein Denken wert ist, welches die Rechte des Einzelnen unter Vorbehalt des Kollektivs und den totalen Frieden über die Freiheit stellt…
2. Oktober 2007 um 1:40
So, liebe Admins - jetzt ist es raus! Ihr seid also gar nicht schwul, weil ihr euch zu Männern hingezogen fühlt, sondern weil ihr eine Schwäche für rosane Seidenhemden habt!
Gut, dass mir der Muslim-Markt die Augen geöffnet hat, ich wäre ja dumm gestorben…^^
2. Oktober 2007 um 19:34
Eigentlich ist uns doch alles zu genüge bekannt- nur, wo bleibt die offene Debatte in unserer Gesellschaft? Man will die Wahrheit über die Geschehnisse im Iran nicht hören , sondern den bestehenden Mist parfümieren. Auch das was islamische Organisationen bei der Islamkonferenz der Bundesregierung öffentlich sagen, ist nicht so aufschlussreich wie das, was intern gedacht und gesagt wird - ” die reden mit gespaltener Zunge” sagt die Bundestagsabgeordnete Akgün (SPD) , zu der jüngst bekannt gewordenen antisemitischen Rede des Islamrat- Mitglieds und deutscher Konvertit Abu Bakr Rieger.
Und wo bleibt die Linke, die einst gegen das Regime des Schahs protestierte, zu der Iran Diktatur bestenfalls schweigt. Sie haben offensichtlich ein gespaltenes Verhälnis zu den eigenen, jahrelang erkämpften europäischen Errungenschaften, wie z.B. Individualismus,Presse- und Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenrechte. Der Iran und die Linken haben einen gemeinsamen Feind- das ist der Imperialismus, und zwar ausschliesslich der amerikanische. Sie sind offenbar fasziniert vom Totalitarismus und lassen somit die leidenden Menschen im Iran und ähnlichen Diktaturen mit ihrem Schicksal allein.
Nasrin Amirsedghi, exil-iranische Publizistin sagt: ” Es gibt keinen modernen Islam! Islam ist Islam, wie er im Iran oder Saudi-Arabien praktiziert wird. Dort wo der Islam nicht nach der Sharia ausgeübt wird, ist er im Kern nicht mehr islamisch.”
Daher gilt im Islam - ganz nach der Sharia - , dass das Ausleben von homosexuellen Neigungen kategorisch als schwere Sünde zu betrachten ist (Koran 7:80ff;165ff). Der Islam verurteilt Homosexualität als Form der Unzucht. Übrigens ist auch Selbstbefriedigung verboten - wie man das wohl kontrolliert?
Seit April 2007 wurden im Iran etwa 2000 Jugendliche, Männer und Frauen hingerichtet oder gesteinigt.
22 muslimische Länder stellen gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe. In Tschetschenien z.B. werden nach erstmaligem homosexuellen Kontakt Peitschenhiebe fällig - beim dritten Verstoss droht die Todesstrafe.
5. Oktober 2007 um 13:55
Wenn man sowas liest wie diese Gehirnwäsche hier vom diesem schiitisch-unsäglichem “Muslimmarkt” und man weiss, dass Michael Lüders (Terror”experte” von vielen Programmen) jetzt ein Buch herausgibt, das sage und schreibe heisst:
“Allahs langer Schatten-warum wir vor dem Islam keine Angst zu brauchen haben”
dann wird mir jedenfalls nur noch schlecht!rom
12. Oktober 2007 um 11:43
Das wichtigste was man über Persien wissen muss in weniger als einer Minute: Kazem Moussavi in Wien, 30. September 2007
12. Oktober 2007 um 18:30
die sind da nach meinem ermessen ganz hart drauf. geht mal auf den beitrag im forum zu mijamar/burma. was da ein gewisser “hassan” so von sich gibt ist härteste despoten-fanpost … oder seine beiträge unter dem beitrag raussendorf interview in dem er stalin (und dies ungestraft von seiten des muslimmarktes) als genialen führer bezeichnet. jeder demokratische seitenbetreiber würde da einschreiten ..zumindest einen entsprechenden kommentar anfügen. michts dergleichen. statt dessen wird ein -wenn man dem glauben darf- eher gemässigter mohamedaner der sich sehr kritisch zu diesem hassan und seinen “brandreden” äussert zurechtgewiesen.
das da der verfassungsschutz prüft scheint mir zumindest nicht verwunderlich
27. März 2008 um 16:43
diese seite agiert auf einer ebene bodenloser dummheit und hass.
gött möge euch die einsicht bringen die euch von eurem hass befreit.
la illaha illullah.
27. März 2008 um 18:06
“diese seite agiert auf einer ebene bodenloser dummheit und hass.”
Ich betrachte das mal als Kompliment.
4. April 2008 um 21:12
@ ashura
Tja, das mit der Dummheit ist so eine Sache. Die Shahada, also das Bekenntnis zum Islam, sollte man als Moslem schon können. Ashura beglückt uns nur mit der ersten Hälfte, aber er bringt es da auf zwei Rechtschreibfehler bei drei Worten, das ist schon eine Leistung, Gratulation!
Statt
“la illaha illullah”
muss es nämlich
“la ilaha illallah”
heißen!