Archiv für Januar 2008

Ihre Vermählung geben bekannt: Susi und Strolch

21. Januar 2008

hunde-hochzeit.jpgEin weit verbreitetes Vorurteil über Politiker besagt, diese seien lediglich rückgratlose Weicheier, die heute das Gegenteil von dem fordern, was sie gestern noch gepredigt haben. Präsidentschaftsbewerber Mike Huckabee scheint angetreten zu sein, um dieses Vorurteil zu bestätigen: Gestern noch sagte der streitbare Fundi-Christ, dass die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika von ihm nichts zu befürchten hätte und sei er auch noch so sehr gegen den sündhaften Matsch, in dem sich die amerikanische Bevölkerung suhlt. Und heute? Da sieht die Sachlage ganz anders aus.

Nachdem Huckabee ein bundesweites Abtreibungsverbot gefordert hatte, erläuterte er, was passieren würde, wenn Schwule und Lesben erst einmal heiraten dürften: (mehr…)

Einladung ins Freudenhaus der Bourgeoisie

20. Januar 2008

Nicht nur einmal haben wir hier über den islamisch-iranischen Hass auf Schwule berichtet, der sein Pendant in der Leugnung des homosexuellen Subjekts durch seine dekonstruktivistischen Kritiker findet. Beide, Islam-Nazis wie ihre vermeintlichen Gegner, europäische und amerikanische Linke, sind von der fixen Idee besessen, das homosexuelle Subjekt sei eine “Erfindung” des Westens, weshalb die Gewalt gegen Schwule, zumindest so sie von orientalischer Seite ausgeht, gar nicht existieren könne. Am kommenden Wochenende findet in Berlin eine Konferenz statt, für die Vorträge zur Situation unter islamischer Herrschaft im Iran angekündigt sind: (mehr…)

Gerechtigkeit für Massiv! Freiheit für G-Hot!

19. Januar 2008

messer.jpgEine der Neuerungen, die sich ergeben, wenn man sich mit den Abgründen homophober Geisteshaltungen beschäftigt, ist die, dass man Einblicke in Szenen bekommt, die so genial dämlich sind, dass man sich im ersten Moment fragt, ob es sich hierbei vielleicht doch lediglich um verschärfte Formen von Satire handelt. Die Rap- und Hip-Hop-Szene gehört, zumindest teilweise, dazu. Ob Kinderfreund und Globalisierungskritiker Bushido, Schlampenfickfetischist G-Hot oder der kürzlich in Berlin angeschossene Rapper Massiv: Sie alle treibt die Sorge um, was aus ihnen in einer Welt werden soll, in denen man seine krassen Kumpels nicht mehr mit Küsschen rechts und links begrüßen und ihnen dann von den nächtlichen Abenteuern mit supergeilen Fotzen berichten kann, weil eben nur noch Schwuchteln unterwegs sind, die ihrerseits darauf aus sind, die armen Rapper anal zu penetrieren. (mehr…)

Schöne neue Muslimwelt

18. Januar 2008

Moslems, die sich in der deutschen Öffentlichkeit zu Wort melden, gelten gemeinhin als sakrosankt. Kaum einer will sich schließlich der Gefahr aussetzen, wegen einer kritischen Äußerung über einen Vertreter der Religion des Friedens als Rassist zu gelten. Das geht nämlich ganz schnell.

Anders sieht es hingegen aus, wenn sich Moslems kritisch über ihre eigene Religion zu Wort melden. Dann kennt der gemeine Deutsche kaum ein Halten, dann wird mittels pathischer Projektion dem kritischen Moslem eben der Rassismus unterstellt, den man doch selbst gerade zu Markte trägt, indem man die genetische kulturelle Andersartigkeit der Orientalen bejubelt und dass die noch Werte haben.

Einer, der über jeden Verdacht der Kritik an seiner Religion erhaben ist und daher gar kein Rassist sein kann, bereichert seit dem Herbst letzten Jahres die WordPress-Community mit einem weiteren Blog, das sich die Ehrenrettung des Islam vor seinen vielen Feinden zum Ziel gesetzt hat: (mehr…)

Sozialismus der Familie

17. Januar 2008

Menschen, die der Friedrich August von Hayek-Stiftung angehören, gelten dem gewöhnlichen Kämpfer gegen die Globalisierung zweifelsohne als neoliberale Bösewichter, angetreten mit dem Ziel, Familie und jeglichen gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerstören. Gerd Habermann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Gründer der Hayek-Gesellschaft, scheint angetreten, dieses Vorurteil so gründlich zu widerlegen, dass man nun seinerseits als neoliberales Subjekt kaum umhinkommt, ihn als eine Art antikapitalistischen Wolf im Schafspelz zu bezeichnen. (mehr…)

Das Leiden der Heten

16. Januar 2008
You know, they say that marriage is reserved for only a man and a woman… I of all people know that simply does not work. (Elizabeth Taylor)

Schlechte Zeiten für Heteros. Glaubt man einer Reihe vergleichender Untersuchungen, die vom im San Francisco beheimateten Rockway Institute angestoßen wurden, landen heterosexuelle Paare, was die Zufriedenheit und die Harmonie innerhalb einer Zweierbeziehung angeht, lediglich auf Platz drei, hinter schwulen und lesbischen Paaren. Der Leiter des Instituts, Robert-Jay Green, begründete das Ergebnis folgendermaßen:

Die Flexibilität der Geschlechterrollen und die gleichwertige Aufteilung der Aufgaben beim Zusammenleben halte die Beziehungen gesünder. (mehr…)

Seminar Nummer 1: Einblicke in das Gedankengebäude und Wertgefüge des gewöhnlichen konservativen Schwulenfeindes

15. Januar 2008

Eigentlich dachte ich, in der Affäre um das Buch “King and King” über die Liebe zweier Prinzen zueinander wäre schon alles gesagt. Doch wie das Leben so spielt, immer wieder gibt es Ereignisse die einen eines Besseren belehren:

Im Theater für Kinder, dem Dschungel Wien, kommt im Feber [Februar] mit dem Stück “König & König” nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Linda de Haan und Stern Nijland eine Produktion auf die Bühne, die bereits im Vorfeld für Aufregung in der Wiener FPÖ sorgt.

Und wie man die FPÖ kennt, geht es bei ihrer Aufregung um das Theaterstück ganz sicher nicht darum, dass einer der beiden Darsteller als Besetzung schauspielerisch ungeeignet oder nicht hübsch genug ist. Nein, das Fundament der rechts-konservativen Sorgen reicht viel tiefer: (mehr…)

Freedom on the Dancefloor

14. Januar 2008

gayhane.jpg SO36 nennt sich ein legendärer Club in der nicht minder für ihre Multikulturalität bekannten und bewunderten Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg. An diesem Ort der scheinbar grenzenlosen Toleranz wird einmal im Monat Gayhane zelebriert, eine Veranstaltung, welche von den Organisatoren als “erfolgreichstes Partykonzept” des Clubs angepriesen wird. Da

begegnen sich Lesben, Schwule, Transen und deren Freunde auf dem Homo Oriental Dancefloor, den die DJ´s Ipek, mikki_p, Khandan, und Cetomit mit türkischer, arabischer aber auch griechischer und hebräischer Popmusik gestalten.

Das Besondere dabei: Viele der Homos sind türkischer oder arabischer Herkunft und das ungeachtet der These, dass es Homosexuelle innerhalb der islamischen Religion doch gar nicht geben solle. Die International Herald Tribune hat einen Blick auf das Geschehen geworfen und Stimmungen eingefangen: (mehr…)

Kissing Dudes

13. Januar 2008

Und zum Sonntag ein Video von Madtv

Brightons Mothafuckin Chi Chi Men

12. Januar 2008

BrightonDas englische Seebad Brighton, von einigen wegen seiner großen “Community” das “San Francisco Großbritanniens” genannt, hat letztes Jahr eine Verordnung erlassen, die es Bars und Clubs bei Strafe des Lizenzentzuges verbietet, Rap- und Reggaemusik zu spielen, die in irgendeiner Weise zum Hass oder zur Gewalt gegen Homosexuelle aufrufen. Beide Musikrichtungen haben gerade in letzter Zeit Schlagzeilen gemacht, was ihren wirklich widerlichen Schwulenhass angeht. Gerade der jamaicanische Reggae ist nicht unbekannt dafür, schon mal Liedgut hervorzubringen, welches mal so nebenbei zum Mord an Chi Chi Men und Batty Boys aufruft. (mehr…)