Archiv für März 2008
31. März 2008
Heute in der WELT: George W. Bush im Exklusivinterview. Daneben eine Umfrage der WELT:
Was wird Ihnen von George W. Bushs Amtszeit als US-Präsident in Erinnerung bleiben?
Folgende Antwortmöglichkeiten sind gegeben:
Der Krieg im Irak; Der Krieg in Afganistan; Guantanamo; Der Friedensprozess im Nahen Osten; Der Deutschland-Besuch einschließlich Grillen mit Angela Merkel; Die Formulierung “Achse des Bösen”.
Merkwürdige Auswahl. Gut, dass Bush im Interview selbst noch ein paar erinnerungswürdige Aspekte seiner Amtszeit erwähnt: (more…)
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31. März 2008
Hillary is stronger on security—and that is favorable to progress in gay rights.
GAYS SHOULD BE hoping that Hillary Clinton will be the Democratic candidate for president in the general election. Hillary isn’t stronger than Barack Obama on just gay rights; she’s also stronger than her opponent on national security issues. Obama, in my opinion, is feeding off a stupid and dangerous tendency among American voters to go for a fresh face over a seasoned mind. [...]
Michael Lucas im New York Blade
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31. März 2008
Lasst hundert Blumen blühen dichtete einst einer der größten Massenmörder der Menschheitsgeschichte, der bis heute von gut informierten Linken geschätzt und verharmlost und daher von schlecht informierten Jugendlichen als Popkulturikone verkannt wird. Schamlos und in bester Kommunikationsguerillatradition sei das Zitat seinem Urheber entrissen und für die Bewerbung dieser Aktion gegen homophobe Gewalt benutzt:
Pansy Planting, 02. April 2008, 14 Uhr, Berlin, Sophie-Charlotte-Platz
Mehr dazu im Pansy Project Blog
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30. März 2008
Götz Alys “Unser Kampf” beschreibt die totalitären und antiindividualistischen Tendenzen der 68er, die sich weniger von ihren nationalsozialistischen Eltern unterschieden als sie dachten. Über ihre Entwicklung nach dem Zerfall der Bewegung in den 70er Jahren ist bei Aly zu lesen:
Die einen aßen nur noch Müsli, andere wandelten sich zu Berufsrevolutionären, wieder andere suchten in einer Mittwochsgruppe nach dem G-Punkt, entdeckten ihre homosexuelle Bestimmung, … (S.9)
Natürlich “entdeckte” nicht jeder, der sich der neuen Schwulenbewegung anschloß, seine “homosexuelle Bestimmung”, doch auf jene, die das männliche Arschloch als Zielobjekt revolutionärer Politik entdeckten, trifft die Polemik ganz sicher zu.
Alys These, dass
sich in den Staaten, die den Zweiten Weltkrieg als Aggressoren begonnen hatten - den einstigen Achsenmächten Deutschland, Italien und Japan - rasch besonders unversöhnliche, gewalttätige und ungewöhnlich dauerhafte Formen des jungakademischen Protests [entwickelten] (S.1011),
belegt er u.a. mit einem Zitat des SDS-Funktionärs und Homohelden Reimut Reiche. (more…)
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29. März 2008
Man muss kein Anarchist sein, um empörend zu finden, was vor sieben Jahren in einem Land geschah, in dem Folter bis heute keine Straftat ist, weil das Parlament seit zwanzig Jahren keine Zeit fand,
das Strafgesetzbuch an international gültiges Menschenrecht anzupassen, an die UN-Konvention gegen Folter, die
man 1988 ratifiziert hatte. In der Kaserne, in der die Übergriffe stattfanden, - so lese ich in einem Zeitungsartikel über den zur Zeit laufenden Prozess gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen - findet sich jetzt ein Spielplatz, just
in jenem Innenhof, wo in zwei Reihen aufgestellte „Wärter“ neu ankommende Häftlinge bespuckten, beleidigten, ihnen auf die Köpfe schlugen, sie traten und mit Sprechchören empfingen wie (…) „Willkommen in Auschwitz“. Wo das berüchtigte „Einschreibebüro“ war, steht jetzt eine Kapelle und in den Gängen, wo 2001 „Tod den Juden“ gebrüllt wurde, gibt es jetzt eine Bibliothek (…).
Was im Einzelnen geschah damals, hier in Auszügen: (more…)
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29. März 2008
… mag sich der verantwortliche Redakteur beim Berliner Kurier gedacht haben, als er gestern
Tod durch Samurai-Schwert - Ende einer schwulen Liebe
für den Titel der Print-Ausgabe kreierte. In der Online-Ausgabe klingt dieselbe Meldung fast schon seriös:
Statt Liebe war da nur noch Hass. Und plötzlich ein Samurai-Schwert
Die Stafette hatte der Kurier unterdessen offenbar an die queer.de-Redaktion weitergegeben. Dort meldete man gestern:
Der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch ist zurück in den Schlagzeilen: In der Hansestadt stellte der homosexuelle Hardliner heute eine “Selbsttötungsmaschine” für Schwerkranke vor.
Hat jemand schon mal irgendwo gelesen “heterosexueller Hardliner”? Gut, was? Schwuler Qualitätsjournalismus.
Aber das war noch nicht alles. (more…)
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29. März 2008
Kommentar 39
Alle die, die C. Roches Buch nicht mögen sind voll fies und gemein!
Ihr könnt nicht einfach ihre Kunst kritisieren, vorallem nicht vor dem Hintergrund, dass sie fast ihre ganze Familie bei einem tragisch-brutalen Autounfall verloren hat. Das Buch hat stark ausgeprägte Todesmotive und sie verarbeitet vorwiegend den Verlust ihre Liebsten darin (siehe Seite 7, 53, 112, 120, etc.). Man muss so eine starke Kriegerin der Emanzipation wie Charlotte unterstützen, gerade in so einer schweren Zeit. Alleine deswegen muss man schon ihr Buch kaufen! Wir müssen sie ALLE unterstützen! (…)
Wir Schwulen haben ihr viel zu verdanken: Sie war eine der ersten Moderatoren in der Geschichte des deutschen Fernsehens, die OFFEN zugegeben hat einen schwulen Freund im Bekanntenkreis zu haben und dies zu einer Zeit als noch vieles anderes war…2003.
Wer das nicht begreift, kann gleich die NPD wählen!
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28. März 2008
Hat irgend jemand was anderes erwartet? Mit einer absolut menschenverachtenden Tat hat das zionistische Apartheidsregime erneut seine Verachtung gegenüber dem ruhmreichen palästinensischen Volk zum Ausdruck gebracht. Klein-Satan hat tatsächlich einem schwulen Palästinenser aus dem Westjordanland die Erlaubnis erteilt nach Tel Aviv einzureisen um dort mit seinem Partner zusammen leben zu können: (more…)
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28. März 2008
Nach War Jesus schwul? und der vorläufigen Antwort Jesus ist kein Hetero in meinem Beitrag über den Warmduscher im Vatikan lese ich jetzt von Kittredge Cherry:
JESUS WAR BISEXUELL
Sie
lässt in ihrem Buch Jesus mit Männern und Frauen lieben und fragt, was wäre, wenn Jesus wusste, wie es ist, anders zu sein.
Ich lasse im Folgenden den Schreiber dieses Artikels mal mit links und rechts liegen und frage, was wäre, wenn Jesus wusste, dass sich eines Tages auch noch Poststrukturalisten an ihm vergreifen würden: (more…)
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