Claudia Roth: Ich bin eine lesbische Muslima

1 Apr

Eben wurde im Deutschlandradio gemeldet, dass die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth zum Islam übergetreten ist. Wie Roth in einer Stellungnahme bekannt gab, habe sie sich schon seit längerem mit dem Gedanken getragen. Den endgültigen Ausschlag gab Geert Wilders Film “Fitna”, den sie als “unzulässige und absolut verzerrende Darstellung” des Lebens von Millionen Moslems charakterisierte. Roth wörtlich:

Seit dem 11. September 2001 sind Moslems zur Zielscheibe von Hass und Verachtung geworden. Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und Rechtsextremismus greifen weiter um sich. Durch die Bank wird der Islam als barbarische und rückständige Religion betrachtet. Das Kopftuch wurde zu einem Symbol der Unterdrückung und das obwohl viele Frauen es freiwillig tragen und stolz darauf sind, ihre Religion und Demokratie miteinander zu vereinbaren. Osama bin Laden ist nicht der Islam. Die Suren, die er als Rechtfertigung zum Hass zitiert, sind nicht der Islam. Pauschalisierungen führen zur Intoleranz und spielen den Rechtsextremen in die Hände. Geert Wilders hat Unrecht. Der Islam ist eine großartige Religion, eine Religion der Nächstenliebe, der Toleranz und der Solidarität.

Roth gab außerdem bekannt, dass sie bereits seit Jahren mit einer Frau zusammenlebe und begründete ihre Entscheidung, dies erst jetzt öffentlich zu machen, mit ihrem Recht auf Privatsphäre.

Aber nun kann ich nicht länger schweigen. Ich bin lesbisch, ich liebe Frauen. Mein Engagement für die Rechte homosexueller Menschen ist bekannt und ich werde mich auch weiterhin engagieren, trotz der Diffamierungskampagnen von Seiten rechtsextremistischer und rechtspopulistischer Kreise. Ich will ein Zeichen setzen. Mein Übertritt zum Islam soll zeigen, dass die Vorurteile gegenüber dem Islam nicht stimmen. Pauschal wird der Islam als frauenfeindlich und homophob betrachtet. Das ist nicht wahr. Ich bin jetzt eine Muslima. Der Islam unterdrückt weder Frauen noch Lesben. Ich bin der lebende Beweis dafür.

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20 Antworten to “Claudia Roth: Ich bin eine lesbische Muslima”

  1. ranger 1. April 2008 at 18:41 #

    April April

  2. Sergej 1. April 2008 at 18:45 #

    Okay, das hat was. ;-)

  3. seburb 1. April 2008 at 20:26 #

    Aprilscherze sind Opium fürs Volk.

  4. Oliver 1. April 2008 at 20:57 #

    April, April?

  5. Rene 1. April 2008 at 22:13 #

    Krampfhaft versucht das Lamm, Aufsehen zu erregen.

    Fällt Dir nix besseres ein oder ist Dir wirklich soooooooooooooo langweilig, dass Du solchen Stuss verbreitest?

  6. Jacques Auvergne 1. April 2008 at 22:54 #

    Guter Aprilscherz, witzig,
    herrlich! Und ‘moralisch
    wertvoll’, betrachtet man
    Roth als demokratisches
    Sicherheitsrisiko.

    Jacques

    http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/04/01/062-fitna-der-film/

  7. Adrian 2. April 2008 at 00:13 #

    @ Rene

    Der Wolf,…
    das Lamm,…
    auf der grünen Wiese…
    Das Lamm schreit…
    HURZ!

  8. nomadenseele 2. April 2008 at 18:03 #

    Selbst wenn es stimmen sollte: Ich mag die Frau nicht. Ob lesbisch oder hetero, Muslima oder andersgläubig…sie ist unsympathisch und wird es auch immer bleiben.

  9. andreschneider 2. April 2008 at 18:23 #

    Aber wir sind doch alle irgendwie lesbische Muslime…

  10. rom 2. April 2008 at 21:26 #

    Phantasie habt ihr ja, das muss man euch lassen…rom

  11. nuriye kaya 2. Mai 2008 at 23:59 #

    Hallo,
    C.Roths Erklaerung war mutig.
    Daher muss man ihr gratulieren.
    Muslime sollte Erlaubnis haben,
    um lesbe zu werden und geniessen,
    wenn man will.

  12. Krümel 16. Mai 2008 at 14:59 #

    Ich habe das im ersten Moment echt mit entsetzter Belustigung geglaubt. ^^ Zuzutrauen wäre es ihr ja. Irgendwann wird sie auch fordern den Verkauf von Schweinefleisch zu verbieten aus Rücksicht vor unseren muslimischen Mitbürgern. Ich frage mich, was sie zum Motto des diesjährigen CSD sagt? Ob sie voller Empörung darauf bestehen wird den Islam außen vor zu lassen. “Nä sonst komm ich nicht, nänä. Wenn es darum geht Katholiken zu ärgern komme ich gerne, aber nicht Moslems. Das passt nicht in zu meinem Image. Nänä!”

    Inshalla!!! :D

  13. Uhu 11. Juli 2008 at 17:31 #

    Bisher war ich der Auffassung, Claudia Roth wäre blond und sonst nichts….

  14. Selam 13. September 2009 at 02:33 #

    Konvertiert zum Islam? Bestimmt nicht aus Glaubensgründen,sondern um politisch zu provozieren… Wäre sie doch weiterhin eine Heidin und Atheistin geblieben, unsere heilige und reine Glaubensgemeinschaft will keine Lesbin.

  15. ABİDE 29. August 2011 at 23:05 #

    Ich bin der lesbische Beweis dafür. Wollte sie vielleicht sagen.

  16. James T. Kirk 9. Januar 2012 at 18:34 #

    Ich hab das ernsthaft alles geglaubt.

    Mildernder Umstand: Heute zum ersten mal gelesen.

  17. H.Ghanbari 19. Mai 2012 at 16:52 #

    Entweder ist Frau Roth so naiv oder tut sie nur so, weil sie auf Stimmenfang der Muslime aus ist. Frag mich schon, was sie, die den Bischof Mixa als” Fundi bezeichnet” hat, zum Mordaufruf des Rappsängers Shahin Najafi, der in Köln lebt und um sein Leben fürchten muss , zu sagen hat. Weiß sie, dass jeder Muslim, der seiner Religion den Rücken kehrt, ermordet werden darf ? Ich erinnere mich, seinerzeit im Iran ohne Kopftuch unterwegs gewesen zu sein,als ein Passant meinte, ich sollte dafür eigentlich getötet werden. Sie hat offensichtlich keine Ahnung hat , wie die Praxis aussieht. Sind noch nicht genug Frauen gesteinig worden – heute noch , ganz zu schweigen von den Ehrenmorden. Eigentlich sollte der Islam aus verfassungsschutzrechtlichen Gründen verboten werden und Frau Roth damit das Bundestagsmandat entzogen werden. Mein Mann, Iraner hat Angst mit seinen Söhnen -getauft- in seine Heimat zu fahren, da dies lebensgefährlich ist und darauf ebenfalls der Tod steht. Ist diese Frau wahnsinnig ???

  18. bajazbasel 28. Juni 2012 at 08:52 #

    Dazu kann man nur sagen, dass es Sex zwischen Männern schon gab, bevor alle Religionen auf Der Welt sich darüber aufgeregt haben!
    Die männlichen Religionen können auch nichts besonders verwerfliches an Sex zwischen Frauen ausmachen, denn sie werden dadurch nicht zu Männern. Umgekehrt ist das Problem! ;)

  19. Pit 31. August 2013 at 16:54 #

    @H.Ghanbari. Ob Frau Roth wahnsinnig ist, kann ich nicht beurteilen, wobei sie -wenn auch aus anderen Gründen- nicht angenehm finde.

    Bei Dir fällt mir aber auf, dass Du überhaupt keine Ahnung vom Islam und den hiesigen rechtlichen Möglichkeiten hast.

    1. Steinigungen sind etwas schreckliches und absolut nicht vertretbares. Mit Ausnahme der Hardliner-Staaten wie Iran, Saudi-Arabien usw. ist sie aber in keinem islamischen Staat mehr vorgesehen. Auch in diesen Staaten ist die Steinigung, aber nicht bei Apostasie vorgesehen, sondern nur bei Ehebruch mit nachweisbarem Sex.

    Bei Minderjährigen wird die Apostasie im übrigen niemals bestraft. Wenn dein Mann Iraner ist müsste er dies doch wissen.

    2. Das GG kennt nur das Verbot von verfassungswidrigen Vereinen und Parteien, wobei zusätzlich eine agressive Haltung gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung hinzukommen muss. Was letztgenanntes ist kann man beispielsweise bei den BVerfG-Entscheidungen zum SRP- und KPD-Verbot nachlesen.

    Das Verbot einer Religionsgemeinschaft hat der Parlamentarische Rat (das ist die Institution, die das GG ausgearbeitet hat, die sogenannten “Mütter und Väter des GG”, ausdrücklich abgelehnt. Dies kann man auch in dessen Materiaien problemlos nachlesen.

    Vollkommen unsinnig ist es über das Verbot einer ganzen Religion zu diskutieren. Dazu müsste man rechtich betrachtet ja nicht nur Art. 4 Absatz 1 GG de facto abschaffen (was eine 2/3-Mehrheit im Bundestag und Bundesrat erfordern würde und mit Sicherheit zu einer weiteren Klage vor dem BverfG führen würde, da z.T. die Ansicht vertreten wird, dass die Grundrechte nur deshalb nicht mit der “Ewigkeitsgarantie” des Art. 79 Absatz 3 GG versehen sind weil sie alle unter dem Schutzweck des nicht änderbaren Art. 1 fallen).

    Darüber hinaus würde der Verbot einer ganzen Religion ja bedeuten, dass man Menschen untersagt bestimmte Inhalte zu glauben bzw. zu denken. Solche abartigen Wunschvorstellungen gibt es nicht einmal in den autoritären Diktaturen wie sie die Menschheit ja leider oft genug erlebt hat, sondern nur in totalitären Diktaturen wie bei den Nazis. Oder mit anderen Worten: in letztgenannten System dürfen die Menschen nicht mehr nur tun was sie wollen, sondern sie dürfen auch nicht mehr -innerlich- bleiben was sie sind. Schlimmer geht es nicht.

    Ich empfehle Dir in Zukunft mal zu überlegen was Du schreibst. Denn das war nicht nur -höflich formuliert- ein Haufen unausgegorenes, sondern disqualifziert dich auch.

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  1. Gehört der Islam zu Deutschland? « zensurflucht - 2. Juni 2012

    [...] auch die zwei Grünen Vorsitzenden Cem Özdemir und Claudia Roth, die von sich behauptet eine Muslima zu sein, auch nicht zu Deutschland, was absurd wäre. Ungefähr vier Millionen Muslime in [...]

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