British National Pukes

Es ist nun wirklich nicht so, als hätte die rechtsextreme British National Party (BNP) jemals irgendetwas Substanzielles oder gar Intelligentes von sich gegeben. Zu erwarten ist das auch nicht von Leuten, die sich daran aufgeilen, zu einer “Volksgemeinschaft” zu gehören und deren erste Amtshandlung, sollten sie einmal die Macht erringen, wahrscheinlich darin bestehen würde, einen detaillierten Plan zur Reinhaltung des britischen Volkskörpers auszuarbeiten.

Wesentlich moderater gibt man sich dagegen in Bezug auf die Geißel der Homosexualität. So erklärte Parteisprecher Nick Griffin erst kürzlich, man habe nichts gegen Schwule, aber irgendwie etwas gegen Homosexuelle. Sollte der Leser ob der Idiotie dieser Aussage ein leichtes Gefühl von Schmerz in seinem Denkapparat empfinden, kann ich ihn leider nicht beruhigen. Denn im Englischen klingt das Ganze noch viel schmerzhafter:

“The word gay means happy, we have no problem with being happy.”

“Some unfortunate people suffer from homosexuality so we will just have to tolerate them.”

„Was wollt ihr Schwulen denn noch?“, höre ich schon die Helden der Homophobie schreien. „Der Mann ist bereit euch zu tolerieren. Reicht euch das immer noch nicht? Muss jeder Homosexualität gut finden? Muss jeder erst schwul werden, bis ihr endlich die Klappe haltet?“

Irgendwo auf dieser Welt muss es eine Gebrauchsanweisung für all diejenigen geben, welche ihre Opposition gegen Schwule möglichst dämlich begründen wollen. Gerade die Frage, ob erst alle Heteros selber überlaufen müssen bis „wir“ denn endlich zufrieden seien, verdient einen Preis für die Kunst, geistige Tieffliegerei besonders authentisch zur Schau zur stellen. Und wen wundert es, dass sich die BNP auf der Nominierungsliste für diesen Preis ziemlich weit oben befindet?

The British National Party fears that homosexuality will soon be compulsory if activists get their way.

Genau. Die Rosa Garden werden am Tag der Machtergreifung das Hauptquartier der BNP besetzen und jedem Parteimitglied mit ausgefahrenem Hinterlader eine Dosis feinster, cremiger Medizin verabreichen. Das wird allerdings nicht so einfach werden. Denn Mitglieder der BNP sind mindestens ebenso standhaft wie die Tuntenfraktion. So erklärte BNP-Sprecher Griffin, er würde niemals schwul werden, nein niemals und wenn er dann doch keine andere Wahl hätte:

“I would be ashamed and would remain celibate.”

Welch heroischer Widerstand gegen den pinken Terror. Wer kann jetzt noch daran zweifeln, dass die Schwulen eine viel größere Gefahr sind, als es die BNP jemals sein könnte? Denn die Partei, so Griffin, würde niemals gegen Homos vorgehen:

He said the Party would not persecute people for their sexuality, but voiced support for service providers such as hoteliers who may wish to prohibit gay couples from sharing rooms.

Dummerweise haben wir Homos die meisten Großkapitalisten schon mit unserem schwulem Serum infiziert, auf dass sie gar nicht daran denken, uns den Service zu verweigern.

Und nicht nur das. Wir sind überall. In Hotels, in Restaurants, im Kino, beim Frisör, im Supermarkt, in den Ämtern, ja möglicherweise haben wir sogar die BNP selbst unterwandert:

In regards to rumours this week that BNP councillor, Richard Barnbrook, made a gay porn film, the spokesman said: “We do not care about this, it was made years ago, he is not a homosexual.

Natürlich nicht. Denn wie wir alle wissen, sind Schwule viel zu klug in eine Partei einzutreten, die Homos so sehr mag und deren Parteiprogramm sich so beschreiben lässt:

“I know it’s politically incorrect, but that’s what we are”

Oh man. Wer ist hier noch mal der Freak?

2 Antworten zu “British National Pukes”

  1. rom sagt:

    Ach, die BNP hat sich in Britannien auf die Moslems eingeschossen. Ich glaube nicht, dass Schwule in Britannien diese Partei fürchten müssen…rom

  2. rom sagt:

    Ach, im Vereinigten Königreich haben sich die britischen Nationalisten auf die Moslems eingeschossen. Ich glaube nicht, dass Schwule und Lesben die fürchten müssen……………top

Eine Antwort hinterlassen