Perverse Viecher

Manche Tiere kennen keine Moral. Den Beweis dafür trat ein Seebär (vmtl. Arctocephalus gazella) an, der in der Antarktis einen Königspinguin (Aptenodytes patagonicus) vergewaltigte:

Wissenschaftler wollten gerade an einem Strand der Marion-Insel Seebären untersuchen, als sie ein etwa 100 Kilogramm schweres männliches Jungtier bemerkten, das einen 15 Kilogramm leichten Königspinguin bedrängte. Der Vogel habe versucht, zu fliehen - jedoch vergeblich. Der Flossenfüßer habe Bewegungen ausgeführt, die keinen Zweifel daran ließen, dass er Sex wollte [...] Nach 45 Minuten habe der Seebär aufgegeben und sei eine Runde schwimmen gegangen - ohne den Pinguin, der offenbar unverletzt blieb, weiter zu beachten.

Und während die Tierfilmer sich gebürend schockiert über den Akt der tierischen Verrohung zeigten, gibt sich Spiegel online bemerkenswert nonchalant:

Die Natur ist ohnehin toleranter als mancher Mensch, wenn es um Sex geht.

Was man in diesem Fall wohl dem Menschen zugute halten sollte.

Es sei hier noch mal - und dies drastisch - betont: Natur ist scheiße. Die Natur ist so pervers, dass sie sogar den wundervollen Geschlechtsakt mit todbringenden Krankheiten belegt. Und sie sanktioniert Vergewaltigungen (so auch bei Stockenten und Delfinen), Kindsmorde (Löwen) und genozidale Kriege (Schimpansen). Da helfen zur Ehrenrettung auch keine schwulen Pinguine mehr.

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