Hitlers willige Frauen

Silvio Berlusconi, bereits zum dritten Mal Vorstandschef der Italien AG, weiß wie man sein Volk glücklich macht. Zumindest den heterosexuell männlichen und homosexuell weiblichen Teil. Mara Carfagna, so heißt die neue, von ihm ernannte Familienministerin in bella Italia; ein durchaus attraktives Geschöpf, sehr weiblich, vollbusig und auch ansonsten wohlgeformt. Und nicht nur körperlich, auch politisch erregt die junge Dame ihre heißblütige Nation:

Als Ministerin will Carfagna für die Chancengleichheit in Italien eintreten. Eine Entscheidung, die selbst in dem Mitte-Rechts-Bündnis nicht überall auf Zustimmung trifft.

Und, wie sehen die Pläne der Carfagna für ein Italien der Chancengleichheit aus? Durchaus interessant:

An Frauenquoten in der Politik – für die ihre Vorgängerin sogar unter Tränen gekämpft hatte – glaubt sie nämlich gar nicht. „Ich selbst bin das beste Beispiel dafür, dass sie nicht nötig sind,“ sagt Mara Carfagna. Eine „rosa Quote“ bedeute für sie eine „Ghettoisierung“.

Nun ja, inwiefern Frauenquoten zur “Ghettoisierung” der Frauenwelt beitragen würden, erschließt sich mir nicht ganz. Alles in allem hat die Carfagna aber Recht. Frauenquoten sind hochgradig albern, genau wie Quotierungen überhaupt. Es ist geradezu absurd, dass Frauen und andere, authentischere Minderheiten, mit einer Politik der Quoten, das Geschlecht, die Ethnie oder Religion eines Menschen wieder als verbindliches Kriterium für ein Stellenangebot salonfähig machen.

Frauenrechtlerinnen zeigten sich jedenfalls empört.

Nun ja, das ist nichts Neues. Frauenrechtlerinnen sind - gerade bei uns im Westen - immer empört. Genau wie die Homo-Lobby. Die hat allerdings auch allen Grund dazu. Denn im Gegensatz zu den, zumeist heterosexuellen Frauen, wird ihnen tatsächlich etwas verwehrt. In Italien z. B. die Legalisierung ihrer Partnerschaften. Mara Carfagnas Ansichten jedenfalls klingen so, als hätte sie keinen besten schwulen Freund:

Auch mit den Schwulen und Lesben hat Carfagna es sich bereits verdorben: Sie bezeichnete diese als „constitutionell steril,“ gleichgeschlechtliche Partnerschaften nannte sie „sozial gefährlich“.

“Konstitutionell steril”. Meine Hochachtung! Die Frau hat nicht nur was im Oberkörper, sondern auch im Köpfchen. Eine solch tiefgründige Formulierung ist einem von männlichen Opponenten homosexueller Paarbeziehungen jedenfalls noch nicht begegnet. Die Entgegnung unserer homosexuellen Kollegen in Italien fällt dagegen reichlich dämlich aus:

Der Aufschrei der Empörung ließ nicht lange auf sich warten: Homosexuelle verglichen sie daraufhin mit Hitler

Na logisch. Das bietet sich ja auch an. Im Zuge der Postmoderne wird halt aus jedem ein kleiner Hitler. So auch Mara Carfagna. Oder die Merkel.

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