Zum 30jährigen Bestehen der HuK (Homosexuelle und Kirche) Hannover hat der Geistliche Vizepräsident des dortigen evangelischen Landeskirchenamtes, Arend de Vries, den Verein gewürdigt. De Vries sprach dabei vom gemeinsamen Ringen um Wahrheiten, von Aus-, Um- und Irrwegen, um nach diesem ganzen Sermon, Gemeinschaft, Geschwisterlichkeit und Freundschaft antäuschend,
“Heute muss sich niemand vor der Kirchenleitung in Acht nehmen oder gar verstecken”,
den zuvor erweckten Eindruck einer in der Evangelischen Kirche in Deutschland erreichten Normalität für Lesben und Schwule sogleich zu dementieren:
Bei Pastorinnen und Pastoren gehe es um Einzelfallregelungen, die vorab mit der Kirchenleitung besprochen würden.
Doch damit nicht genug:
Nach dem Pfarrerdienstrecht ist das gemeinsame Leben im Pfarrhaus nach wie vor ausgeschlossen.
Als schwuler Christ bleibt für mich nach dieser Würdigung ein schaler Nachgeschmack zurück. Da scheinen die Alt-Katholiken in Deutschland näher an Jesu Botschaft. Dort soll es seit einigen Jahren möglich sein, dass schwule Priester und lesbische Priesterinnen (ja, auch sowas gibt es bei denen) mit PartnerIn im Pfarrhaus leben. Allerdings nur, zuviel Selbstverständlichkeit ist dann wohl auch hier noch nicht erwünscht, wenn die Gemeinde nichts dagegen hat.