Ein Herz für Fady

Den Hype um DSDSS konnte ich lange nicht nachvollziehen, die Anzeichen für eine Verschwörung des Springer-Konzerns gegen den Frauenschwarm aus dem Libanon überzeugten mich auch nicht. Nun habe ich letztes Wochenende zum zweiten Mal die Gelegenheit genutzt, mir DSDS zu Gemüte zu führen und ich war positiv überrascht.

Erst einmal von Dieter Bohlen, der wider Erwarten in der Lage ist, wertschätzende und von Herzen kommende Kommentare abzugeben. “Wie bitte, Bohlen?” wird der geneigte Leser nun vermutlich denken, “was war denn da los”? Der Vater von Fady Maalouf hatte zuvor allen Kandidaten Glück gewünscht. Das war offenbar für die Sendung eine absolute Novität und entlockte auch Bohlen die beschriebenen Kommentare.

Zum Zweiten war ich angenehm überrascht von Fady Maalouf selbst. Nicht nur, dass er gut aussieht - ja, geschenkt, das ist Geschmackssache -, er hat auch bei allen drei vorgetragenen Stücken eine Bestleistung abgeliefert am letzten Samstag, gegen die seine zwei Mitbewerber im Ganzen ziemlich blass aussahen. Von daher gebe ich jetzt und hier meine bisherige Zurückhaltung auf und bitte für morgen abend herzlich auch um Deine Stimme für Fady Maalouf. Er hat es verdient.

14 Antworten zu “Ein Herz für Fady”

  1. Sergej sagt:

    So isses! Wer irgendwo ein Herz hat, ruft für Fady an! :)

  2. DDH sagt:

    Mehr als einmal schon hat der Kämpfer Fady Maalouf gezeigt, welche inneren Kraftreserven er zu mobilisieren imstande ist, gerade dann, wenn der Druck besonders hoch ist und schwächere Naturen sich fatalistisch in ihr vermeintlich vorgezeichnetes Schicksal fügen würden: Nach der ersten Mottoshow, als er (trotz eines gelungenen Auftritts mit “Helpless when she smiles”) bis zum Schluß vorne stehen mußte, galt er der junge Libanese vielen Auguren als der prädestinierte Wackelkandidat, der als nächster seinen Hut werde nehmen müssen. Doch dann geschah das Unvorhersehbare: Mit dem Patrick-Swayze-Hit “She is like the wind” aus dem Film “Dirty Dancing” sang er sich nicht nur in die Herzen der Zuschauer, sondern er überzeugte auch den ihm bis dato reserviert gegenüberstehenden Poptitanen Dieter Bohlen, der ihm mit den Worten “Du warst heute der Beste!” den Ritterschlag verlieh. Es folgten eine Reihe glanzvoller Auftritte, und immer war Fady dann am stärksten und überragte seine Mitbewerber, wenn nach menschlichem Ermessen keiner mehr damit gerechnet hätte. An jenem Samstag etwa, als er in einer der schäbigsten Pressekampagnen, die diese an Medienskandalen nicht eben arme Republik je gesehen hatte, quasi zum Abschuß freigegeben werden sollte, bestach er mit “Your Song” von Elton John nicht nur durch seine gesangliche Perfektion und verzauberte durch sein ganzes Herzblut, sondern zeigte auch ein bewundernswertes Maß an Nervenstärke und Charakterfestigkeit, das aller Ehren wert ist und wie es selbst von den ganz Großen in der Musikbranche die wenigsten wirklich besitzen. Dieter Bohlen, der, was immer man von ihm halten mag, zweifellos ein feines Gespür für echte Talente hat, verneigte sich vor ihm mit den Worten “Du hast heute Deine ganze Klasse unter Beweis gestellt.”

    Vor drei Wochen schließlich brach Fady einen Tag vor der Top-5-Show mit Kreislaufkollaps zusammen, Notärzte rückten an, die Fangemeinde war in heller Aufregung. Somit fehlte ihm die an und für sich nötige Zeit zum Einstudieren von gleich zwei Titeln, mein eigener Puls raste vor dem Fernsehgerät, ich befürchtete das Schlimmste. Wie schon einmal löste sich meine Sorge mit den ersten Takten auf in Heiterkeit, dann in Begeisterung. Mit seiner ersten Uptempo-Nummer “Never gonna give you up” von Rick Astley hat Fady, dessen Hüftschwung nicht nur die weiblichen Fans in Verzückung, ja in Ekstase versetzte, all jene glänzend widerlegt, die in ihm nur den Schmalspur-Schnulzenheini sehen wollten. Und sein mit jeder Faser seines Herzens schwingendes “All by myself” von Eric Carmen ist in meinen Augen geradezu das Entrée-Billett für die ganz großen Bühnenbretter dieser Welt.

    Nach seinem ersten - und gleichsam bravourösen - Auftritt mit einem deutschen Titel (”Und wenn ein Lied” von den Söhnen Mannheims) am 3. Mai hätte Fady Maalouf eigentlich auch in der mainstream-Presse als neuer Favorit gehandelt werden müssen. Doch einschlägige Boulevard-Gazetten und diverse Jugendzeitschriften zogen es stattdessen vor, an der erkennbaren Publikumsmeinung vorbeizuschreiben - und fielen damit eindrucksvoll auf die Nase. Das elitistisch-dünkelhafte Selbstverständnis der publizistischen Meinungsbildner, welches Altmeister Erich Böhme, ein Fossil der Bonner Republik, einmal in die einprägsame Formel “Wir müssen den Leuten sagen, wie sie die Dinge zu sehen haben” gegossen hat, ist in einer multimedialen, interaktiven Welt gottseidank obsolet geworden.

    Keine Frage: wer so eine charismatische Bühnenpräsenz zeigt und eine einfach nur bewundernswert grandiose, sich von Woche zu Woche sogar noch kontinuierlich steigernde Leistung hinlegt, wer sich von Kehlkopfentzündungen, Koffeinschocks und medialem Kesseltreiben nicht aus der Bahn werfen läßt, der hat nicht nur das Zeug zum Superstar in Deutschland, sondern zum Weltstar! Wer vollgepumpt mit allen möglichen Medikamenten und unter erschwerten Bedingungen so granatenmäßig abhebt wie Fady am letzten Samstag, vor dem kann ich mich nur noch in Demut verneigen.

    Unbestrittenermaßen ist der weithin als Favorit gehandelte Rocker Thomas Godoj ein wirklich starker Konkurrent. Wieder sieht sich Fady in die Rolle des Herausforderers gedrängt, der “underdog”, wie man in den US-amerikanischen Primaries sagen würde. Wieder sehen die meisten Umfragen Fady hinten und den Kontrahenten Thomas vorne. Wieder einmal rechnen die wenigsten mit Fady.

    Frontrunner Thomas Godoj hat nicht nur ein großes Talent, mit seiner leger-unkomplizierten Art ein sehr einnehmendes Wesen, jahrelange Bühnenerfahrung und die quantitativ stärkere Fanbase auf der Aktivseite - er kann sich auch auf den erforderlichen medialen Rückenwind der großen Verlagshäuser - die ihn als einzigen Bewerber bislang auffällig schonten - verlassen. Und dennoch ist die Messe für ihn noch nicht gelesen. Dem aufmerksamen Zuschauer wird nicht entgangen sein, daß Thomas “Go(tt)doy”, wie er von seinen ihn frenetisch feiernden Fans genannt wird, seine stärksten Momente ganz am Anfang der Staffel hatte und bisweilen den Eindruck hinterläßt, als habe er seinen Zenit bereits überschritten. Daß er spürbar nachgelassen hat und die komfortable Favoritenrolle, in die er hineingeschrieben und -geschoben wurde, sich wie ein süßes Gift auf seine doch erkennbar abfallende Leistungsbilanz auswirkte, ist schon desöfteren angemerkt worden. Auch wenn man speziell im Ruhrpott das Gefühl hat, er stünde kurz vor der Heiligsprechung, so sei doch vor allzuviel auftrumpfender Siegesgewißheit im Thomas-Lager gewarnt: Auf jede Hybris folgt bald die Nemesis, eine Go(tt)doy-Dämmerung warf bereits in den letzten Mottoshows ihre ersten Schatten voraus.

    Natürlich können theoretisch beide Bewerber am Samstag als Sieger aus dem zum jetzigen Zeitpunkt völlig offenen Rennen gehen und bei keinem der beiden wäre es unverdient. Für keinen der beiden ist es eine Schande, gegen den jeweils anderen zu unterliegen. Und: wer von 30 000 Bewerbern um Deutschlands begehrteste Musikkrone den Titel des “Vizekönigs” abstaubt, wird auf keinen Fall wieder in der Versenkung verschwinden. Denn da gehören weder Fady, noch Thomas noch die Drittplazierte Linda hin!

  3. dreab sagt:

    mir persönlich ist fady viel zu glatt und überlieb. die ständigen pressemitleidstouren kurz vor den entscheidungen stören mich ebenso wie der hype um den kleinen, dessen stimme weder volumen noch wiedererkennungswert hat. ein dsds-kandidat wird meiner meinung nach langfristig keinen erfolg in der musikwelt haben, dazu werden die leute viel zu sehr den trends entsprechend zurechtgebogen. ausstrahlung und persönlichkeit fehlt den meisten.

    und fady war meiner meinung nach der schlechteste der letzten 3, aber das ist meine meinung. ich rufe je nach leistung heute höchstens für thomas an.

  4. queerish sagt:

    Wenn man den aktuellen Online-Umfragen glauben schenkt, wird Thomas mit deutlichen Vorsprung gewinnen. Meine Stimme kriegt Fady trotzdem lol

  5. Walter sagt:

    Mich stört, dass er seinen Mann nie direkt oder wenigstens doch mehr oder minder versteckt erwähnt! Nix!
    Wirkliche Größe sieht anders aus!
    Chance verpasst!

  6. Adrian sagt:

    His Life, His Choice.

  7. fadyfan sagt:

    @Walter: Privatleben heißt Privatleben, weil es privat ist!

    @dreab: Dass seiner Stimme Volumen und Wiedererkennungswert fehle, ist nun aber eine Ansicht, mit der Du ziemlich alleine stehst. Im übrigen muss sich Fady von niemandem zurechtbiegen lassen!

  8. fadyfan sagt:

    P.S.: Fady ist morgen abend um 23 Uhr bei Kerner im ZDF!

  9. DDH sagt:

    Ausgerechntet DIE WELT schreibt heute:

    “Ein Glück, dass Godoj sich Verstärkung mitgebracht hat: Vize-Superstar Fady Maalouf ist ebenfalls zu Kerner gekommen und im Gegensatz zu seinem Castingkollegen hat der gebürtige Libanese wirklich ein Geschichte zu erzählen. Ergreifend schildert er seine Erinnerungen an Krieg und Granatensplitter, die sein Gesicht zerstörten, weshalb er begann, sich auf seine Stimme zu konzentrieren. Den Gesang zu seinem Lebensinhalt zu machen. „Schnulzengott“, verbessert Maalouf die Anmoderation von Kerner, der ihm nur einen Königstitel zugestehen wollte und errötet sofort beschämt. Auch er ist eben noch kein echter, souveräner Superstar – aber anders als Godoy fehlt ihm die Hülle, nicht der starke Kern.”

    Bemerkenswerte Einsichten!

  10. fadyfan sagt:

    Fady hat jetzt einen Plattenvertrag!!!

    http://www.fady-maalouf.net

    :-)

  11. ANNI sagt:

    hi fady ich liebe dich ,,,grins,,

  12. DDH sagt:

    Wer ein Herz für Fady hat, kann sich seine am nächsten Freitag erscheinende Single “Blessed” jetzt schon vorbestellen

    Meine musikalischen Empfehlungen siehe hier

    Und wer ein Herz für DDH hat, erfüllt ihm ein paar bescheidene Bücherwünsche ;-)

  13. DDH sagt:

    Was Fady Maalouf neben seinem Talent so einzigartig macht, hat DSDS-Juror Bohlen mal in einem Bunte-Interview auf den Punkt gebracht: “Fady ist durch den Erfolg noch netter geworden.” Tatsächlich erlebe ich ihn bei jeder Begegnung immer als ausgesprochen herzlich, unglaublich bescheiden und von einer tiefen Dankbarkeit, die den Gesprächspartner gelegentlich schon verlegen macht. Für Fady, der lange Zeit keineswegs auf der Sonnenseite des Lebens stand, ist nichts selbstverständlich. Er ist im persönlichen Umgang unkompliziert, wohltuend allürenfrei und kokettiert gerade darum nicht mit einer bemüht wirkenden Lässigkeit, die jenen Hochmut kaschieren soll, den man sonst häufiger bei Leuten anzutreffen pflegt, die über Nacht zu Berühmtheiten werden. Fady ist auch nicht bereit, sein zum Teil recht kindlich-verspieltes Wesen zu verbergen. Komme was da wolle: er ist und bleibt er selbst und hört vor allem auf sein Herz. Das ist das Geheimnis seines Erfolges, den er quer durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten hat.

    Fady Maalouf tritt übrigens an diesem Sonntag dem 06. Juli um 11.00 Uhr im ZDF-Fernsehgarten auf!

  14. Sergej sagt:

    Dieses Jahr lohnt es sich für s-u-l ganz besonders, auf keinen Fall den CSD in Hamburg zu verpassen! Denn am 27. Juli geht dort das Friendship auf große Fahrt und mit an Bord ist unser aller Liebling, der Superstar der Herzen: Fady Maalouf!

    Die Veranstalter schreiben:

    In diesem Jahr sticht das FriendShip! erstmals unter offizieller CSD-Flagge in See - oder zumindest in die Elbe. Die “MS Commodore” wird die Gäste mit DJ Hildegard und House & Dance Classics erfreuen. Special Guest ist der Hamburger Superstar Fady Maalouf! Wann? 17:00 Boarding, 18:00 Abfahrt, 21:00 Stop-Over und 22:30 anlegen und dann Party bis open end. Der Eintritt beträgt 15 Euro (inkl. 3 Euro AIDS-Hilfe, 2 Euro Hamburg Pride), Karten sind erhältlich bei der AIDS-Hilfe (Lange Reihe 30-32), bei Barkassen-Meyer (Brücke 6) und an Board.

    Datum 27.07.2008 Zeit 18:00 Ort Landungsbrücken 9/10, 20359 Hamburg Kategorie gemischt Veranstalter Barkassen-Meyer und Hamburg Pride

    Wer Fady vorher schon sehen möchte, hat am Freitag, den 18.07. in der ZDF-Sendung “Volle Kanne” schon einmal Gelegenheit dazu. Fady ist übrigens diese Woche mit seinem Single-Debüt “Blessed”, einer sehr hymnischen Ballade, die mir persönlich viel besser gefällt als die 08/15-Nummer “Love is you” des IMHO viel zu hoch gehandelten diesjährigen DSDS-Gewinners Thomas Godoj, in den Charts auf Platz 2 eingestiegen, und das, obwohl zumindest ich keine Werbung in Funk und Fernsehen feststellen konnte! Der Junge ist einfach erstaunlich, aber seine Fans sind es nicht minder!

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