…von Homosexuellen scheint für die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) erreicht, wenn sich Politiker öffentlich gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften äußern. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man sich aktuelle Verlautbarungen der Organisation genauer anschaut.
Holland: Internationale Kritik an Einwanderungstests
titelt queer.de und berichtet dann doch nur von einer Beschwerde eben seitens der Menschenrechtler von HRW. Die
hat den Test der Niederlande für Einwanderer als diskriminierend bezeichnet.
Worin die Diskriminierung besteht? Den Einwanderungswilligen werde
eine DVD vorgespielt, in der zwei küssende Männer und eine gleichgeschlechtliche Hochzeit gezeigt werden.
Was daran diskrimierend sein soll? Ganz einfach, Bewerber aus dem bekanntermaßen extrem liberalen nicht-westlichen Ausland sollten nach Ansicht von HRW genauso behandelt werden wie Bewerber aus westlichen Ländern.
“Die Integrationstests sind diskriminierend, weil sie nur von Bewerbern aus nichtwestlichen Ländern absolviert werden müssen”, so Holly Cartner, Chefin der europäischen Sektion von Human Rights Watch gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Für Bewerber aus EU-Staaten sowie aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan gibt es Ausnahmeregelungen.
USA! Kanada! Australien! Neuseeland! Japan! Die Speerspitze der Antihomosexualität muss sich natürlich mal wieder nicht beweisen. Was für ein Skandal!
“Diese Vorschriften reißen Familien auseinander. So scheint die Niederlande bestimmte Arten von Leuten außer Landes halten zu wollen.”
Das wäre ja noch schöner! Die bilden sich wohl was ein auf ihre liberale Gesellschaft und wollen die möglichst frei halten von Menschen, die mit Liberalität aber auch gar nichts anfangen können. Das geht nun aber gar nicht.
Ein queer.de-Kommentar weist zudem auf eine gewisse Inkohärenz der HRW-Beschwerde hin:
Holly scheint etwas durcheinanderzubringen oder mehr Meinung als Ahnung zu haben: EU-Bürger können kaum von der Einwanderung in ein anderes EU-Land abgehalten werden. Von der Einbürgerung vielleicht, aber letztlich ist es mittlerweile ziemlich egal, welchen Paß eines EU-Staates man besitzt.
HRW hat aber noch mehr zu sagen. Damit man ihnen keinen Widerspruch in ihrer Beschwerde über die Diskriminierung von nichtwestlichen Einwanderungswilligen nachweisen kann, haben sie sich für ihre Erklärung zum Internationalen Tag gegen Homophobie etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Als Beispiel für einen der Politiker, die Homosexuelle weltweit am stärksten diskriminieren, fällt ihnen ausgerechnet Polens Staatschef Lech Kaczynski ein. Nicht, dass es einen Grund gäbe, Kaczynkski in dieser Hinsicht zu verteidigen. Auffällig ist, wen HRW nicht nennt: Sei es Irans Ahmadinedschad (den man nicht zum ersten Mal dezent unter den Tisch fallen lässt) oder einen der Folklore-Vertreter aus Jamaica, wo die Ermordung von Schwulen zum Tagesgeschäft gehört. Die Begründung der Menschenrechtler für die polnische Bestplazierung lässt den Leser erst einmal ratlos zurück:
Der konservative Kaczynski habe sich öffentlich gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausgesprochen, bemängelte HRW am Freitag in New York.
Öffentlich! Was sind dagegen schon Tausende von hingerichteten Schwulen im Iran oder regelmäßige Hetzjagden mit tödlichem Ausgang auf Jamaika? Menschenrechtler müssen eben Prioritäten setzen.
19. Mai 2008 um 19:14
“in der zwei küssende Männer und eine gleichgeschlechtliche Hochzeit gezeigt werden.”
Warum nur Männer? Gibts da keineSzenen mit 2 Frauen? Das ist ja der Gipfel der Diskriminierung!
20. Mai 2008 um 10:42
dazu paßt der Artikel in der Schweizer Weltwoche:
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18928&CategoryID=66
Achtung: K E I N E Satire!