Ein alter Insiderspruch der Homoszene geht so: „Schwulenfilme sind scheiße! Aber solange sich die Rechtslage nicht ändert müssen wir so tun, als ob uns diese gefallen.“
Doch nicht alles was von Schwulen medial fabriziert wird, muss schlecht sein. Man schaue sich nur einmal die hinreißende Prosa des Pornostars Johan Volny an:
Mein Geld verdiene ich seit einiger Zeit vor allem damit, dass ich problemzonenfrei für das Pornolabel Eurocreme vor der Kamera Kerle beglücke. Ja, problemzonenfrei, das ist wichtig. Denn das harte Studiolicht, wenn ich Glück habe, dann das warme Licht am Strand unter freiem Himmel, ist unerbittlich. Ein Drehtag kann endlos sein, manche (Ein-) Stellungen müssen mehrmals wiederholt werden, da ist es wenig schmeichelhaft, wenn der Maskenbildner mit seinem Schweißabtupfwahn dafür sorgt, dass das Hüftgold in Wallung gerät. Und da mein Lieblingsdrehpartner Julian Breeze dazu neigt genau dahin zu kneifen, wo es schwabbelt, habe ich der Bauchpartie ein Friedensangebot gemacht. Sie bleibt wie sie ist und zieht sich vielleicht noch etwas zurück, dafür stärke ich sie mit spezieller Bauchgymnastik aus den diversen Frauenmagazinen, probiere edle Bodylotions aus („strafft und bräunt!“) und esse gesunde Dinge, um sie von innen heraus zu verwöhnen. Die Rechnung geht auf, meine Szenen der letzten Jahre kann ich ohne Probleme kritischen Freunden vorführen. Und einige Übungen machen sogar richtig Spaß, seitlich auf dem Bett liegend die Beine spreizen etwa. Das strafft die Seitenpartie, verhindert „Love handles“ und entspannt den Beckenboden. Kann ich nur jedem empfehlen – und ist einfacher als stupide Sit-ups. Das super Rundum-Paket: Ein entspannter Hintern ist Gold wert und mein Gatte sieht mir dabei auch gerne zu…
Schlagworte: Eurocreme, Homosexualität als Privileg, Johan Volny, Pornografie, Prosa