Es gibt allerdings nicht nur befremdliche Nachrichten von der Grande Nation:
Rama Yade, Frankreichs Staatssekretärin für auswärtige Angelegenheiten und Menschenrechte, will sich bei den Vereinten Nationen dafür einsetzen, dass Homosexualität überall legal wird. Derzeit ist gleichgeschlechtlicher Sex in mehr als 80 Ländern verboten, in neun Ländern oder Gebieten kann er mit dem Tod bestraft werden. [...]
Wie jetzt bekannt wurde, will Frankreich in der UN-Generalversammlung im Dezember einen entsprechenden Antrag einbringen. Andere EU-Staaten wie Großbritannien werden ihn unterstützen. Aufgrund des Einflusses religiöser und konservativer Staaten wird der Antrag wahrscheinlich abgelehnt, dass er überhaupt eingebracht wird, gilt aber als großer Fortschritt für die Rechte von Lesben und Schwulen.
Ja, an dieser Aktion könnten sich die ehemaligen französischen Kolonien mal ein Beispiel nehmen.
Schlagworte: Der Westen ist böse, Die ewig Dritte Welt, Die Verschwulung der Welt, Frankreich, Homokolonialismus, Rosa Nostra
5. September 2008 um 16:19
Ich verkneife mir jetzt einen Kommentar auf Französisch. “Edwige” zum Trotz, bin aber manchmal sehr stolz aufs “Mutterland”. Das muß man nicht verstehen. De Gaulle nannte es “une certaine idée de la France”. Es gibt übrigens ehemalige französische Kolonien, die dieses Projekt von Rama Yade, die ich sehr schätze und mit der ich die Gelegenheit, mich mal länger zu unterhalten (PRAHL!) – sie kommt übrigens aus dem Sénégal – unterstützen werden. Nur sind die Franzosen dort rechtzeitig abgezogen… il faisait trop froid!
Timo