Unser Beitrag zu den israelischen Unabhängigkeitsfeiern:
Bravo Templin!
30 AprDie Queer Days im märkischen Templin sind offenbar reibungslos über die Bühne gegangen. Organisator Christian Hartphiel zeigt sich erfreut:
„An unseren Plakaten hat sich niemand zu schaffen gemacht. Es gab keine Berichte von Beleidigungen oder Übergriffen auf die Festivalgäste. Laut Polizei verlief alles friedlich und ruhig“, berichtet der 31-jährige Templiner erfreut. „Über unsere tolerante gastfreundliche Kurstadt wurde an allen Tagen in Rundfunk und Fernsehen berichtet. Touristen und Festivalgäste konnten gleichermaßen positive Eindrücke sammeln“, so Hartphiel.
Eine freudige Überraschung, die ich so nicht erwartet hätte. Vielleicht lebt es sich in Schöneberg mittlerweile wirklich gefährlicher als in Templin.
Lesen und lachen
29 AprNun bin ich fertig mit Stadler. Und es wurde nicht besser. Eher schlimmer. Wer braucht solche Wahrheiten?
Sie war nämlich, aufgrund eines solchen Vaters und solcher Erfahrungen, für eine gute Zeit lesbisch geworden, was Roland verstand, und wollte von solchen Männern nichts mehr wissen, von solchen Vätern und Männern. (Stadler, 362).
Falls Ihnen solche Sätze auch eher die Laune verderben, geben sie Acht, denn Literatur ist nicht zur Erbauung gedacht, wie Stadler seinem Roland in den Mund legt:
Aber warum muss es immer so traurig sein?, fragten ihn nachher despotische Zuhörer, Menschen, die anscheinend getröstet sein und auch noch lachen wollten. (373)
Lachen? Ja geht’s noch? Überhaupt ist das Weltbild von Stadler erschreckend eindimensional: (weiterlesen…)
Landwirte mit Dachschaden
29 AprIch persönlich glaube nicht, dass der landwirtschaftliche Lebensstil gottgewollt ist. Gott hat die Natur vor dem Menschen gemacht und es lag sicher nicht in seiner Absicht, dass der Mensch seine Schöpfung durch Anpflanzungen und Züchtung verändert. Und dass das Leben eines Landwirtes mit vielen gesundheitlichen Risiken behaftet ist, beweist nicht nur die Schweinegrippe. Aus diesen Gründen ist es für mich vollkommen unverständlich, wie ein dem landwirtschaftlichen Lebensstil frönender Mensch wie der Schweizer Kantonsrat Michael Welz für diesen seinen Lebensstil Propaganda machen darf. Und dass auch noch staatlich gefördert:
Zum Eclat [sic] kams gestern im Kantonsrat direkt vor der Kaffeepause. Landwirt Michael Welz (Oberembrach), Sprecher der religiös-konservativen EDU, baute in seiner Fraktionserklärung alle Vorurteile gegen Schwule ein. Homosexualität sei nicht gottgewollt und «mit vielen gesundheitlichen Risiken behaftet». Wenn mit der Euro-Pride 09 in den nächsten Wochen schwul-lesbische Festivitäten unterstützt würden, sei das ein Propagandafeldzug «zur Beeinflussung unserer Jugend und Gesellschaft».
Die Stadt Zürich werde fünf Wochen lang zu einer Werbeplattform für den homosexuellen Lebensstil umfunktioniert und wende sich damit «vom Segen Gottes ab», sagte Kantonsrat Welz. Völlig unverantwortlich sei deshalb, dass mit der Unterstützung durch Zürich Tourismus, der SBB und der Stadt Zürich «staatliche Sponsorengelder» in diesen verwerflichen Anlass flössen. «Gott schenke Befreiung aus der Homosexualität», rief er vor konsternierten Zuhörern in den Saal.
Glücklicherweise kann man Geschenke umtauschen.
Liebe CDU…
29 Apr…na da hast Du Dir ja einen ganz schlimmen Faux Pas geleistet. Ganze sechs (!) Tage – das ist fast eine volle Woche und damit fast 1/52 eines Jahres! – stand im Forum Deiner Internetseite das Statement eines Users, der der Meinung war, Homosexualität könne und müsse man therapieren. Wie hast Du das nur so lange stehen lassen können, liebe CDU? Dir hätte doch klar sein müssen, dass es landauf landab zu empörten Reaktionen kommen würde, und Du wieder einmal dastehen würdest als Partei der Schwulenhasser, auch wenn das nirgendwo in Deinen Grundsätzen zu finden ist. Und was ist eigentlich mit den Schwulen in Deinen eigenen Reihen, die sich für Dich förmlich den Arsch aufreißen um aus Dir eine bessere Partei zu machen? Hast Du an die auch nur einen Gedanken verschwendet? Was ist mit Ole von Beust? Oder die bereits jetzt von unserer ach so toleranten schwulen „Community“ geschassten Jungs der LSU, die bei den nächsten CSDs auf Grund dieses Vorfalls wieder niemanden zum Ficken finden werden.
Bitte sei demnächst etwas wachsamer, liebe CDU. Sich nicht sofort und eindeutig von Schwulenheilern zu distanzieren, ist nicht gut für Deinen lädierten Ruf und auch nicht gerade förderlich für Dein Ziel, die urbanen Mittelschichten für Deinen starken Schoß zu begeistern.
In aufrichtiger Verbundenheit
Dein Adrian
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal …
28 AprStefan Heck, Marburg-Biedenkopfer Bundestagskandidat der CDU hat sich zu dem für Mai in seiner Heimatstadt geplanten Evangelikalenkongreß zu Wort gemeldet. Heck zeigt dabei eine erschreckende Unverfrorenheit, sich zu Themen zu äußern, von denen er nach eigenen Angaben gar keine Ahnung hat:
Ich kann die Inhalte des Kongresses und die Beiträge der Teilnehmer nicht beurteilen.
Das hält ihn allerdings nicht davon ab, sich umso deutlicher zu positionieren:
Ich habe den Eindruck, dass hier interessierte rotgrüne Kreise versuchen, die christlichen Kirchen als radikale Fundamentalisten darzustellen.
Offenbar kann Heck auch die Herkunft der Teilnehmer nicht beurteilen, diese nämlich kommen eben aus dem fundamentalistischen Spektrum und keineswegs unspezifisch aus „den christlichen Kirchen“. Ob sein Vorwurf auch für seine Parteikollegin von der Leyen gilt, deren Ministerium im letzten Jahr anläßlich des Christivals erklärte, (weiterlesen…)
Leck mich!
28 AprFalls Sie angesichts des ersten Sommertags in diesem Jahr Lust auf ein kaltes Eis verspüren, homosexuell sind und sich zu allem Überfluss auch noch in einer Partnerschaft befinden, deren öffentliche Zurschaustellung Ihnen nicht peinlich ist, vergewissern Sie sich vor dem Anstellen an der Schlange, dass Sie sich nicht das falsche Eiscafé ausgesucht haben. Vor nicht einmal vier Wochen nämlich passierte mitten in Berlin das hier:
Am 07.04.2009, gegen 22:30 Uhr, beobachtet ein Zeuge vor einer Eisdiele in Schöneberg, wie sich ein schwules Paar Arm in Arm in der Schlange anstellt. Plötzlich werden die beiden schwulen Männer vom Verkäufer aufgefordert, sich vom Laden zu entfernen, weil er nicht möchte, dass Kunden ein solches Verhalten mit seinem Laden in Verbindung bringen. Als zufällig zwei Polizeibeamte vorbeikamen, die von den Betroffenen angesprochen wurden, log der Mitarbeiter ihn vor, die beiden schwulen Männer hätten ihre Füße auf eine Sitzbank gestellt. Ein Zeuge schritt ein und empörte sich über das homophobe Verhalten des Eisverkäufers.
Später habe der Eisverkäufer auch noch erklärt, dass er eine kleine Tochter habe und er nicht wolle, dass sie mit ansehen muss, wie sich zwei Schwule so öffentlich „ablecken“. Die Betroffenen hatten sich lediglich Arm in Arm angestellt.
Im Nachhinein erklärte der Verkäufer, eigentlich habe er das Verhalten der Schwulen deshalb als geschäftsschädigend empfunden, weil er zum Lecken schließlich Eis verkaufe.
Halluzination und Homosexualisierung
27 AprEvangelikale Kompetenz in Sachen Internet sieht anders aus:
Den Grund für diese Unterdrückung sieht White in dem Versuch, die Gesellschaft homosexualisieren zu wollen. Eine solche Interpretation dürfte bei Vertretern der Lesben – und Schwulenbewegung vermutlich auf einigen Widerspruch stoßen. Verständlich und zulässig erscheint eine solche These jedoch mit Blick darauf, dass sich Teile der Schwulenbewegung in einer Form präsentieren, die den Eindruck einer Homosexualisierung vermittelt. So ist in einem Blog unter der Überschrift „Shocking! – Britain goes gay By Adria“ im Portal „Gay West“ zu lesen:
Armer Adrian, wo haben die Dein „n“ gelassen? Morgen heißt es dann sicher wieder, Schwule erkenne man daran, dass sie sich Frauennamen geben.
„Egal ob CDU in Deutschland, die Republicans in den USA und nun auch noch die Tories in Großbritannien, überall in diesen Parteien wimmelt es von Homo-Initiativen, Homo-Gruppen, Homo-Sympathisanten und sogar leibhaftigen Homos, bereit sich ins Getümmel zu stürzen und die linke Meinungsführerschaft auf diesem Gebiet, quasi in einem Überraschungsangriff von hinten, zu brechen. …
Wer hätte jemals gedacht, dass sich eine konservative Partei, die ansonsten in der Reproduktion den Grundstein ihrer Macht sieht, weil ja nur so “die Gesellschaft”, also der Staat, am Leben bleibt, so warme Worte für Gebär- und Zeugungsverweigerer findet„
Solche Entwicklungen werden durch Blogs der Schwulenbewegung wie den Blog „Verschwulung der Welt“ bildhaft illustriert (siehe Grafik aus dem WordPress Blog „Die Verschwulung der Welt).
„Verschwulung der Welt“? Ein Tag bei WordPress, kein Blog. Das müßte für bibeltreue Christen einfach nachvollziehbar sein. Ein Blog kommt schließlich nicht vor in der Bibel, ein Tag dagegen schon, am siebten ruhte Gott.
Bemerkenswerter noch aber als die zweifelsohne vorhandene terminologische Unkenntnis ist der Inhalt des inkriminierten Zitats. (weiterlesen…)
Daniels Drag-Desaster
27 AprDaniel Craig, langjähriger Lebensgefährte von Heike Makatsch, antwortet auf die Frage der Welt,
Haben Sie inzwischen das Gefühl, ein so erfahrener Schauspieler zu sein, dass sie jede Rolle annehmen und umsetzen können?
Ich bin mir nicht sicher, dass ich eine Drag Queen spielen könnte. Es gibt bestimmte Dinge, die ich nicht tun kann und tun möchte.
Die Welt wendet ein:
Sie waren auf der Leinwand immerhin der Geliebte von Francis Bacon und Truman Capote, spielten Killer und hatten Liebesszenen mit einer viel älteren Frau.
Doch Craig interessiert sich längst für etwas anderes:
Das ist nicht sehr mutig. Das ist für mich nur Ausübung des Berufs, das ist Schauspiel – ein Job. Manchmal muss man schwierige Aufgaben bewältigen, aber nur auf grundsätzlicher Basis. Es geht darum, wie man sie löst, nicht was man tut. Dies sind die Außenseiten der Rolle, nicht unbedingt die interessanten Teile. Wenn jemand homosexuell ist oder ein Mörder, dann geht es doch um das warum, wie er dazu gekommen ist.
Und wenn jemand Heike Makatsch liebt oder noch kleinere Mädchen vergewaltigt, dann geht es doch auch darum, wie er dazu gekommen ist. Nicht wahr?

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