Archiv | Juni, 2009

Warum der fürsorgliche Staat die Schwulen vor den (schwulen) Rauchern schützen muss

30 Jun

Ich gestehe, ich bin ein wenig amüsiert ob der Aufregung die sich durch die „Community“ pflanzt, weil Polizei und Ordnungsamt in der Nacht von Samstag zum Sonntag in einer schwule Bar in Berlin die Bestimmungen zum Nichtraucherschutz kontrolliert haben. Liest man gewisse Äußerungen, könnte man annehmen, Stonewall wiederholt sich: (weiterlesen…)

Matthew und die Gay Games Köln

30 Jun

Matthew Mitcham ist einfach zu süß. Egal für was er wirbt:

Polnisch pluralistisch

30 Jun

Ausgerechnet im des Antisemitismus und der Homophobie nicht unverdächtigen Polen gibt es seit kurzem einen schwulen Rabbi. Dazu lässt sich nur eines sagen: Mehr davon!

Radikalität ist so was von schwul – Warum die „Generation Stonewall“ langsam in die Jahre kommt

29 Jun

Dass die schwul-lesbische „Community“ in diesem Jahr den vierzigsten Jahrestag des Stonewall-Aufstandes begeht, sorgt natürlich nicht überall für Feierlaune. Von nicht wenigen altgedienten „Aktivisten“ bekommt die heutige Generation Homos gerade anlässlich des Jubiläumsjahres vorgehalten, sie sei zu unpolitisch, zu träge, zu angepasst, zu konformistisch, zu „heteronormativ“. Wir damals, so tönt es der jungen schwulen Generation entgegnen, wir wollten noch die Welt aus den Angeln heben, aber alles was ihr wollt, ist heiraten um dann  fröhlich mit Ehemann, Kind und Schäferhund im abbezahlten Reihenhaus bei Kaffe und Kuchen die neuesten Aktienkurse zu studieren.

Eine berechtigte Kritik? Mitnichten! Denn wozu sind Revolutionen gut, die nicht irgendwann einmal ein Ende haben? Nur weil die „Generation Stonewall“ langsam aber sicher in die Jahre kommt und die Erinnerungen an ihre Heldentaten sich in das realistische Gefüge schwuler Realität im Jahr 2009 einzufügen beginnen, muss man der jüngeren Generation doch nicht gleich Desinteresse unterstellen.

Ausgerechnet Peter Tatchell, der im Allgemeinen als ganz vernünftiger Schwulenrechter einzuordnen ist, wirft der heutigen Schwulenbewegung vor, ihre Radikalität eingebüßt zu haben, eine Klage, die genauso enervierend daherkommt, wie sie ist: (weiterlesen…)

Zwei Mal CSD – und Bushido war auch da

28 Jun

Vor drei Jahren war ich zum letzten Mal beim CSD in Berlin. Es wurde also höchste Zeit unserem „Weihnachtsfest“ mal wieder einen Besuch abzustatten. Und nichts hat sich verändert. Er ist immer noch genau so bunt, schrill, kommerziell und, ja, politisch, wie die Jahre zuvor. Aber er ist eben nichts besonderes und einen Termin extra dafür frei machen, würde ich nach wie vor nicht. Aber ich hatte eben nichts besseres zu tun.

Und weil das so war, ging es anschließend gleich zum transgenitalen CSD nach Kreuzberg. Zwar nur ein knappes Stündchen, aber das reicht um sich einen authentischen Eindruck zu verschaffen. Sicher, die Parolen, die von der kleinen Bühne erschallen sind so albern wie erwartet, aber auch nicht anders als auf jedem x-beliebigen autonomen Stadtfest. Kreuzberg halt. (weiterlesen…)

Schwule Schützen

28 Jun

Wenn es einem schwulen Paar im ländlichen Dormagen vergönnt ist, frei von Repressalien und inmitten der Dorfgemeinschaft am konservativsten aller deutschen Landbräuche – dem Schützenfest – teilzunehmen, dann hat sich Stonewall wirklich gelohnt.

Lyrisches Töten – Warum man Reggae-Sängern ihre homophoben Mordphantasien nicht allzu übel nehmen sollte

27 Jun

Eigentlich hätte man es sich denken können: Wenn im jamaikanischen Reggae dazu aufgerufen wird, Schwule zu töten, sollte man die Sänger deswegen nicht einfach pauschal kritisieren und ihre Äußerungen als hassenswert ablehnen. Nein, zuerst muss man natürlich den soziokulturellen Kontext berücksichtigen, indem eine solche Musik gedeihen kann. Und Olaf Karnik erklärt diesen „Kontext“ geradezu liebevoll:

Die sogenannten «Battyboy Tunes» im Dancehall, die in direkter oder metaphorischer Sprache dazu auffordern, Homosexuelle zu erschiessen oder zu erschlagen, sind als sogenannte «Lyrical Killings» zu verstehen. (weiterlesen…)

CSD schauen macht schwul

27 Jun

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, haben sich die Spinner der ultra-orthodoxen Gemeinschaft, bei ihren Protesten gegen den CSD in Jerusalem, dieses Mal zurückgenommen:

In diesem Jahr jedoch verlief der Marsch friedlich. Die Polizei teilte mit, sie habe lediglich einen Eier-Werfer festgenommen. Die ultra-orthodoxe Gemeinschaft hatte beschlossen, anders als in den vergangenen Jahren nicht zu demonstrieren, um die jungen Mitglieder nicht zu sehr mit Homosexualität zu konfrontieren. Einige hundert Bewohner des orthodoxen Stadtviertels Mea She’arim demonstrierten friedlich. Rabbiner hatten sie jedoch ermahnt, nicht zu nah an die Parade zu kommen.

Schließlich könnte der Virus ja überschwappen und den orthodoxen Nachwuchs auf unorthodoxe Gedanken bringen.

1:0 für die Familie

26 Jun

Halil Ibrahim Dincdag, Schiedsrichter aus dem türkischen Trabzon, hat sich geoutet. Nun ist Homosexualität in der Türkei nicht strafbar, trotzdem müssen Schwule in der Türkei um Leib und Leben fürchten. Auch Dincdags Outing blieb nicht ohne Reaktion, er verlor seine Schiedsrichter-Linzenz. Der Fußballverband bestreitet allerdings, dass das Outing die Ursache hierfür sei: (weiterlesen…)

Was ist denn nur mit Rosa los?

26 Jun

Was ist denn bitte mit unserer schwulen Vorzeigelinken (bzw. linken Vorzeigeschwulen) Rosa von Praunheim passiert? Wird sie im Alter etwa noch weise?

Jugendliche hätten nun mal immer die Tendenz, „dass sie so sein wollen wie die Mehrheit, und wenn ihre Gruppe Schwule eklig findet, wie jüngste Umfragen wieder ergeben, dann gibt es den Gruppendruck“. Das verstärke sich noch, wenn die Jugendlichen aus Elternhäusern anderer Kulturen kämen, in denen fundamentalistische Ansichten zur Homosexualität herrschten. „Dagegen haben wir im westlichen Europa noch immer eine relativ liberale Gesellschaft.“

Trotz des „noch“: Man ist beeindruckt, von derlei Realitätssinn. Oh, Rosa, ob Du mit diesen repressiven Ansichten beim nächsten transgenitalen CSD willkommen bist?

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 38 other followers