Archiv | Juli, 2009

Albanien auf der Überholspur

31 Jul

Die albanische Regierung will Lesben und Schwulen die Möglichkeit geben, in dem mehrheitlich muslimischen Land eine Eingetragene Partnerschaft eingehen zu können.

Interessant ist die Zusammenarbeit zwischen NGOs und Parlamentariern, die zu der Initiative führte:

Ein entsprechender Gesetzesentwurf von Menschenrechtsorganisationen wurde bereits ins Parlament eingebracht. Ministerpräsident Sali Berisha unterstützt die Initiative.

Die Strafbarkeit homosexueller Handlungen hatte Albanien im selben Jahr wie Deutschland abgeschafft:

Unter seiner Präsidentschaft wurde auch homosexuelles Verhalten vor 14 Jahren als Straftat abgeschafft.

Angenehm ist die deutliche und reflektierte Positionierung des Ministerpräsidenten:

„Unabhängig von der Debatte, die dieses Gesetz auslösen wird, denke ich, die Diskriminierung ist inakzeptabel“, sagte der Premier. (weiterlesen…)

Vom Zusammenhang zwischen Rattenkotze und Adrian-Schwuchteln: Ein Pisa-Depp erzählt

31 Jul

Schwulenfeindliche Deppen  werden immer zahmer, ihre Methoden immer raffinierter, ihre Vorurteile schwerer durchschaubar. Selten erlebt man noch so einen richtigen Kerl, einem der wirklich manns genug ist, zu sagen, was Sache ist. So wie „carlos“ z.B., vorgeblicher „Männerrechtler“, in Wirklichkeit aber ressentimentgeladene Dumpfbacke, mit dem IQ und der moralischen Integrität einer ausgetrockneten Erbse.

Liebe Leser, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie geistige Tieffliegerei in ihrer ganzen Pracht:

Servus!

Diese Adrian-Schwuchtel [ja, gemeint bin ich, Adrian] läßt eben genau jene ideologie-vernagelte, argumentlose Rattenkotze unter sich, wie auch Volker Beck oder andere. Er „findet“… er „meint“… oder er hat eben irgendwas „noch niemals verstanden“, zumal „gewisse“ homosexuelle Paare ja deswegen Kinder adoptieren wollen, um „etwas Pepp in ihr Leben und den Beziehungsalltag zu bringen“. Was dieser verschissene Adrian nun genau darunter versteht, will er nicht genauer erörtern; womöglich ein bisserl mehr gemeinsamen Arschfick mit und am Kind? (weiterlesen…)

Schwul im Ländle

30 Jul

Sie glauben, konservativ und selbstbewußt schwul sein schlössen sich aus? Dann schauen Sie mal nach Stuttgart und auf Alexander Kotz:

Der 39-jährige stellvertretende CDU-Gemeinderatsvorsitzende und Kreishandwerksmeister hat sich getraut und auf Schloss Solitude gefeiert. „Mein Partner und ich wollten eben nicht nur so zusammenleben, sondern auch eine Ehe eingehen.“ Die kirchliche Trauung habe ihm, obwohl er selbst im CVJM tätig war und versuche, nach christlichen Werten zu leben, nicht gefehlt.

Obwohl es auch da ein Angebot gibt, wenigstens seitens der evangelischen Kirche: (weiterlesen…)

Kranke Gesellschaft

30 Jul

Anfang 2009 starb John Travoltas 16jähriger Sohn infolge eines Krampfanfalls. Während andere Trauernde Trost in ihrem Glauben finden, hadert Travolta mit seiner „Kirche“:

Der schmerzliche Verlust lässt den 55-Jährigen offenbar auch an seinem Glauben zweifeln: Jett Travolta soll an Autismus gelitten haben. Scientology betrachtet dies allerdings als Schwäche und verbietet die Einnahme von Medikamenten, die den Betroffenen helfen können.

Nach 34 Jahren soll John nun erstmals darüber nachdenken, die Sekte zu verlassen.

Doch so einfach ist ein Ausstieg aus der umstrittenen Sekte nicht. Prominente Mitglieder und deren großzügige Spenden gelten als wichtige Stützen von Scientology. Um unangenehme Bekenntnisse enttäuschter Ex-Scientologen über ihre Praktiken vorzubeugen, werden Akten mit deren intimsten Geheimnissen geführt. John Travolta drohen im Falle eines Ausstiegs und öffentlicher Kritik an der Kirche peinliche Enthüllungen über sein Privatleben, etwa über die Frage ob er in der Vergangenheit tatsächlich homosexuelle Beziehungen unterhalten hat.

Was für eine kranke Gesellschaft, die sich für solche Enthüllungen interessiert.

Nieder mit dem Schwimmanzug!

30 Jul

Seitdem sich die athletischen männlichen Schwimmer in hautenge, doch nichtsdestotrotz verhüllende, Schwimmanzüge zwängen, um damit ein paar Hundertstelsekunden weniger Zeit für die Strecke herauszuschlagen, ist der Schwimmsport deutlich langweiliger geworden.

Insofern begrüße ich die Entscheidung des Welt-Schwimmverbandes, die Anzüge abzuschaffen und wieder der guten, alten Badehose zu huldigen.

Katholische Kernspaltung

29 Jul

Die katholische Tagespost hat bei uns bereits des öfteren für Erheiterung gesorgt. Mal ging es um nackte junge Männer in Liegestühlen auf dem Dach eines amerikanischen Priesterseminars, mal um Erwägungen bezüglich der Nützlichkeit von Homosexuellen für den Volkskörper. Jetzt versucht man sich in der Tagespost an der Kernphysik. Den Wissenschaftlern im Auftrag des Herrn gelten

Mann und Frau als anthropologischer Kern der Familie, als historische Konstante der Menschengesellschaft, „als erste natürliche Gemeinschaft“, als „Prototyp jeder sozialen Ordnung“.

Doch es naht Gefahr:

Genau dieser Kern, diese natürliche Gemeinschaft, dieser Prototyp soll gespalten werden.

Von wem? Den 68ern:

Es ist die alte Stoßrichtung der familienverachtenden 68er, derer, die die Natur des Menschen nicht anerkennen und die Geschlechter einebnen wollen.

Alles Schlampen, außer Gaby. Und jetzt kommt ein lustiger Verschreiber: (weiterlesen…)

Katholische Dialektik

29 Jul

Vor 40 Jahren wurde der § 175 abgeschafft, beschwert sich die Pius-Bruderschaft auf ihrer Homepage – und irrt gewaltig. Vor 40 Jahren nämlich wurde der § zum ersten Mal liberalisiert, 1973 ein zweites Mal, abgeschafft wurde er erst 1994. Wie auch immer, die Bruderschaft wünscht sich den 175er zurück, in der Nazifassung von 1935. Das mutet auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig an, verlegten die Brüder doch zuletzt ihren „Widerstand“ gegen den CSD in die Tradition des katholischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Nun also die Forderung nach der Wiedereinführung eines von den Nazis verschärften Paragrafen. Wenn sich die Brüder demnächst mit der Parole „Wir sind Nazis und das ist auch gut so!“ zu Wort melden, sollte sich keiner wundern. Ebenso wenig wenn sie sich im selben Atemzug als ihre eigenen Gegner präsentieren. Das nennt man dann wohl Dialektik. Adrians Empfehlung gilt.

Der Untergang des Abendlands – Elsässer Version

28 Jul

Jürgen Elsässer, ehemaliger Aktivist des Kommunistischen Bundes, der in der Zwischenzeit seinen Stolz, Deutscher zu sein, entdeckt hatte und folgerichtig zuletzt eine „Volksinitiative gegen Finanzkapital“ gründete, die auch am äußerst rechten Rand mit Sympathie aufgenommen wurde, äußert sich in seinem Blog zur Forderung von Bundesjustizministerin Zypries, homosexuellen Paaren die Adoption zu erlauben. Über dem christlich-konservativen Titel

Anmerkungen zu den aktuellen Angriffen auf die Familie

lautet die Überschrift

Babys für Brüno? Nein Danke!

Etwa auf dem Niveau bewegt sich der komplette Eintrag. Nach dem obligatorischen Einstieg, man habe ja nichts gegen Schwule, solange sie sich in der Öffentlichkeit bedeckt halten, (weiterlesen…)

Peter Kurth goes Kölle

28 Jul

Peter Kurth von der CDU ist Kandidat für das Oberbürgermeisteramt in Köln. Peter Kurth ist schwul. Peter Kurth hält nicht viel von rhetorischen Luftblasen:

Auf die Frage, ob Schwule andere Politik machten als Heterosexuelle, antwortet er: „Es gibt keine schwule Politik.“

Wie wahr, wie weise. Und es kommt noch besser: Kurth ist auch kein Freund von behördlichen Wasserköpfen: (weiterlesen…)

Integrationshindernis Regenbogenfamilien?

27 Jul

Maria Böhmer, Bundesvorsitzende der christdemokratischen Frauen-Union, mag keine Schwulen. Weil man das heutzutage jedoch nicht mehr so offen sagen kann in einer solchen Position, schwurbelt sie ein wenig herum und erklärt:

Mit der Studie über das Kindeswohl in so genannten „Regenbogenfamilien“ will die Bundesjustizministerin indirekt das Institut der Ehe angreifen und schwächen.

Das ist natürlich reiner Quatsch. Die Studie, auf die Zypries sich bezieht, belegt, (weiterlesen…)

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