Bisher hatte ich immer gedacht, ich sei ein besonnener, ausgeglichener Mensch, den so leicht nichts schockieren kann. Bisher dachte ich auch immer, die von Kulturpessimisten, Konservativen und religiösen Fundamentalisten an die Wand gemalte Sexualisierung der Gesellschaft, sei ein hochgespielter Popanz. War ich zu naiv?
Gestern jedenfalls habe ich im Zug von Berlin ins heimische Brandenburg eine Begebenheit erlebt, die mich, wenn zwar nicht schockiert, aber doch ziemlich fassungslos gemacht hat. Eine Schulklasse, vielleicht im vierten oder fünften Schuljahr saß mit mir im Zug. Wie Schulkinder so sind, machten sie ziemlich viel Lärm und spielten während der Fahrt merkwürdige Kinderspiele. So weit, so gut.
Nicht so gut war dagegen, dass eine Gruppe Kinder – ein wenig separiert, aber dennoch nicht alleine – anfing Spielchen zu spielen, die mit Kindheit eigentlich nichts mehr zu tun hatten. Nicht nur, dass die Mädchen die Jungs fragten, ob man sie sexy finde und ob man sie mit ihnen was anfangen würden. Nein, dabei befingerten sie sich auch lasziv zwischen die nicht vorhandenden Brüste und stöhnten dabei wie Marylin Monroe bzw. Theresa Orlowski. Ist das heutzutage normal?
Und ist es normal, dass man das vor anderen Fahrgästen tut und diese dann auch noch ebenso aufdringlich zuzwinkert und belästigt? Wie gesagt, das waren Kinder!
Wo leben wir eigentlich? Wo soll das hinführen? Muss das sein? Ist das nur in Brandenburg so?
Schlagworte: Mit Adrian in der Zone, Sexualisierung
4. Juli 2009 um 23:01
Er ist immer wieder irritierend dieser stockkonservative schwule Blog. Der scheint mir als CSU-wähler ja schon spießig
„Muss das sein“ – ist übrigens die Standardfrage die ich in meinem Bekanntenkreis höre, wenn es ums Schwulsein geht.
5. Juli 2009 um 22:42
Erst holten „sie“ die „Pädophilen“, dann die Eltern, am Schluss die Kinder…
5. Juli 2009 um 23:00
@ Thommen
Was soll das denn jetzt wieder?