Archiv | November, 2009

Traut Euch mit Jesus

19 Nov

Nicht nur Adrian ist der Ansicht, dass Toleranz auch und gerade im Sinne der heranwachsenden Generation von Lesben und Schwulen nicht genügt. In der Evangelischen Kirche von Westfalen sind nicht wenige ähnlicher Ansicht:

Die biblische Botschaft der Annahme jedes Menschen unabhaengig von seiner sexuellen Orientierung ist auch und gerade fuer die heranwachsenden Generationen wichtig. Sie wird sie nicht verunsichern, sondern im Gegenteil befreien und stark machen, ihre sexuelle Orientierung zu entdecken und verantwortungsbewusst zu leben. Insofern ist diese Botschaft Bestandteil der befreienden Botschaft des Evangeliums von Jesus dem Christus. (weiterlesen…)

Carrie forever!

19 Nov

Carrie Prejean ist einfach nur cool! Nicht nur, dass sie all den Opfern des homosexuellen Terrors ein bildhübsches Gesicht gegeben hat, nein, sie steht auch für ihre Überzeugungen ein. Konservativ wie sie ist, präsentiert sie sich bei Schönheitswettbewerben um ihre Weiblichkeit zu vermarkten; gottgläubig wie sie ist, ließ sie sich ihre von Gott gegebenen Brüste vergrößern; fromm wie sie ist, zeigt sie sich auch mal von ihrer sexuellen Seite.

Diese Doppelzüngigkeit hat natürlich Spuren hinterlassen, wie Talkmaster Larry King kürzlich erleben musste. Ganz großes Kino:

Warum Toleranz nicht genügt (2)

18 Nov

Ein paar Jahre lang ist man nun schon offiziell schwul, man hat gelebt, geliebt, gelacht und geweint und sich intensiv mit seinem Status als „Minderheit“ in einer heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft auseinandergesetzt. Man hat hunderte Male erklärt, dass man nicht auf Frauen steht, und dass obwohl man gar nicht schwul aussieht; man hat vielfältige blöde Bemerkungen mal über sich ergehen lassen, mal gekontert; man hat des Öfteren erklärt, dass man nichts gegen Heteros habe und auch nicht prinzipiell gegen jede Art von Religion sei; und nein, als Schwuler wählt man nicht immer bloß links und grün; nein, wir gehen nicht alle in den Park um uns gegenseitig zu besteigen; nein, wir sind nicht alle bei Gayromeo; nein, wir tragen nicht alle Frauenkleider; nein, wir tucken nicht unentwegt rum; nein, wir haben nicht alle was gegen Kinder und Familie; nein, wir lieben Kinder nicht mehr als es erlaubt ist; nein, wir wollen keine Sonderrechte; nein, wir wollen bloß behandelt werden, wie jeder Hetero auch.

Doch warum tut man sich das eigentlich an? (weiterlesen…)

Gabi Klöckner

18 Nov

Die Herausforderin von Kurt Beck um das Amt des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten im Jahre 2011 heißt Julia Klöckner. Die CDU-Politikerin ist, meint jedenfalls die Heimatzeitung,

bei ethischen Fragen als Konservative erkennbar. Beispielsweise bei Fragen der Spätabtreibung und zu Stammzellen vertritt sie kirchennahe Positionen unbedingten Lebensschutzes.

Der eine oder andere Homosexuelle mag sich jetzt sorgen, was die gute Frau für seinesgleichen übrig hat. Doch diese Sorge scheint unbegründet. Klöckners zweiter Vorname ist nämlich Gabi: (weiterlesen…)

Lesben machen’s besser … und Schwule sind auch nur dumme Männer

17 Nov

Ein Berater der britischen Regierung hat dieser mitgeteilt, dass Lesben bessere Eltern sind, als heterosexuelle Paare. Nun, verwundert es  nicht, dass Lesben genauso gute Eltern sein können wie Mann und Frau, doch was genau macht aus zwei Frauen denn konkret bessere Eltern?

Professor Stephen Scott, director of research at the National Academy for Parenting Practitioners, told a meeting last week that evidence showed children raised by two women tended to have higher aspirations and were more likely to champion social justice.

Die Kinder würden sich also höhere Ziele stecken und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für „soziale Gerechtigkeit“ eintreten. Das ist insofern  nachvollziehbar, als dass ein Kind aus einer durch die Mehrheitsgesellschaft diskriminierten Paarbeziehung, möglicherweise mehr Ehrgeiz entwickelt, um es „der Welt zu zeigen“, bzw. mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gegen die Diskriminierung homosexueller Beziehungen aussprechen wird und somit für eine bessere Welt eintritt.

Doch das sind noch lange nicht alle Vorteile lesbischer Elternschaft: (weiterlesen…)

Warum Menschen gegen die Homo-Ehe sind – und was dazu zu sagen ist

16 Nov

Angesichts der Proteste in Österreich gegen den Entwurf eines Partnerschaftsgesetzes für gleichgeschlechtliche Paare – Proteste übrigens von Homosexuellen, denen ein solches Gesetz nicht weit genug geht -, stellt die Zeitung „Die Presse“ durch den Mund eines Protestierenden die Frage: „Wovor fürchtet ihr euch?

Gemeint sind damit natürlich jene Heteros, welche die Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare ablehnen. Die Frage ist durchaus interessant, denn obwohl ich mich schon mehrere Jahre zwangsläufig mit dieser Frage beschäftigen muss, fehlt mir bis heute eine schlüssige Antwort. Fragt man oppositionelle Heten, kommt immer wieder der gleiche Wust von Erklärungen aus ihrem Mund, die sich grob in die folgenden Kategorien einteilen lassen: (weiterlesen…)

Wann ist ein Mann ein Mann?

15 Nov

Ehrlich gesagt habe ich mich in den letzten Tagen ein wenig geärgert, dass der Tod von Robert Enke landauf landab in nicht wenigen Zeitungen dazu genutzt wurde zu fordern, doch endlich Tabus innerhalb der Welt des Fußballs zu brechen, namentlich „Depressionen und Homosexualität„, so als wären es siamesische Zwillinge.

Dass Depressionen ein Tabuthema im Fußballmilieu sind, geschenkt, denn diese Sportart lebt nun einmal von Klischees über Männlichkeit und Machotum. Ein Fußballer hat nun mal keine Probleme zu haben, weil Fußballer nun mal echte Männer sind und echte Männer nun einmal keine Probleme haben, die sie nicht mit Kraft und männlicher Entschlossenheit lösen können. So einfach ist das. (weiterlesen…)

Jesus, komm in meinen Mund

15 Nov

Die Deutsche Bischofskonferenz empfiehlt zum Schutz vor der Ansteckung mit dem Schweinegrippevirus die Handkommunion. Nicht wenige – zumal heterosexuelle – Priester werden erleichtert sein, gemäß der Empfehlung ihren schwulen Schäfchen nichts mehr in den Mund schieben zu müssen.

Vielleicht könnte man diese Gelegenheit nutzen, um gleich ganz zum früheren Ritus zurückzukehren, als der Priester sich noch stellvertretend vor der und für die Gemeinde den Herrn oral einführte. Da hätten dann alle was davon und dem Schutz vor der Ansteckung wäre auch gedient.

Andererseits: Wenn ich mich richtig erinnere, zelebrierte der Priester beim alten Ritus mit dem Rücken zur Gemeinde, so dass diese der Einführung des Herrn in den priesterlichen Mund gar nicht so richtig teilhaftig wurde. Den Aspekt könnte man sicher noch einmal bedenken.

Totaliarititär oder wie das heißt

14 Nov

Völlig überraschend kommt das nicht:

Österreichs Bischöfe haben nach ihrer Herbstvollversammlung im Salzburger Stift Michaelbeuern die Ergebnisse vorgestellt: Sie lehnen Abtreibungen, die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle und das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR), das für Italien das Aufhängen von Schulkreuzen untersagt, ab. Das Kreuz-Urteil erinnere an „religionsfeindliche totalitäre politische Systeme“ und gebe „Anlass zu berechtigter Sorge“.

In seiner geballten Dreistigkeit allerdings ist es dann doch überraschend. Wie kann man einerseits fordern, (weiterlesen…)

Ohne Peter im Petersdom

14 Nov

Noch mehr Neuigkeiten seitens der katholischen Front: der Bischof Janusz Kaleta hat den Vatikan eigenmächtig zur homofreien Zone erklärt:

Homosexuelle Touristen sind im Staat Vatikanstadt unerwünscht – selbst dann wenn sie keine Regenbogensticker tragen und im Petersdom beten wollen. [...] „Ich bin der Meinung, wenn jemand homosexuell ist, ist dies eine Provokation und ein Missbrauches des Ortes“

Die detaillierte Begründung dafür ist – wie von den Lämmern Roms üblich – äußerst putzig: (weiterlesen…)

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