Archiv | Januar, 2010

Bin Laden: Schwule schuld an Klimaerwärmung

31 Jan

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat im Interview mit der Rheinischen Post gefordert, dass an Deutschlands Supermarktkassen zukünftig keine Süßigkeiten mehr zum Verkauf angeboten werden sollten. Die von ihr gewünschte Alternative:

Die Supermärkte sollten statt Süßigkeiten lieber eine appetitliche Portion Obst an ihre Kassen stellen.

Aigner bedauerte zugleich, über keine gesetzliche Handhabe zu verfügen, ihre Forderung umzusetzen:

Das kann ich aber nicht gesetzlich vorschreiben, da kann ich nur an die Händler appellieren. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Eltern jene Supermärkte bevorzugen, die die Süßigkeiten von den Kassen wegräumen.

In einem in den meisten Presseberichten unterschlagenen zweiten Interview-Teil erklärte Aigner zudem, sie

empfehle homosexuell empfindenden Menschen, denen ich selbstverständlich mit dem größten Respekt begegne, (weiterlesen…)

Wie viele sind wir eigentlich? – Homosexualität und die nackte Zahl

30 Jan

Bis noch vor einigen Jahren konnte man in Schulbüchern und populären Tiermagazinen lesen, dass Elefanten bis zu einhundert Jahre alt werden können, obwohl jeder Zoologe wusste, dass das Unsinn ist, weil Elefanten nur etwa 60 bis 70 Jahre alt werden. Die falsche Angabe von hundert Jahren wurde niemals verifiziert oder geprüft, sie wurde einfach irgendwann in den Raum geworfen und hielt sich dann hartnäckig.

Mag der Vergleich zunächst seltsam anmuten, genau an die Geschichte mit den Elefanten muss ich immer denken, wenn irgendwo geschrieben steht, dass etwa 10 Prozent der Menschen homosexuell sind, und diese Schätzung dann auch noch mit einer ominösen „Dunkelziffer“ abgerundet wird. Denn diese Zahl ist nicht belegbar, niemand hat sie nachgeprüft, es ist eben eine reine Schätzung, die wahrscheinlich auf Grund des runden, leicht zu merkenden Charakters der Zahl „zehn“ so beliebt ist. Zugegeben, im Gegensatz zur Geschichte der Elefanten und ihres Höchstalters lässt sich auch nicht belegen, dass eben nicht 10 Prozent der Menschen homosexuell sind. Dazu kommt, dass die Frage nach der Zahl weitaus tückischer ist, als sie auf den ersten Blick anmutet. (weiterlesen…)

Wie soll das denn gehen?

30 Jan

Deutsche Paare gehen gemeinsam auf die Toilette

Mal ganz heteronormativ gedacht: Sie sitzt und er zielt exakt zwischen … och nee, das ist mir echt zu schweinisch.

Scharia selektiv

28 Jan

Staatliche und selbst ernannte Sittenwächter machen in Malaysia und Indonesien Jagd auf Abweichler, Andersdenkende und Schwule – manchmal im Namen des Islams. Im Fall des malaysischen Oppositionsanführers Anwar Ibrahim dient die Verfolgung «widernatürlichen Verhaltens» aber klar politischen Zwecken.

erfahren wir in einem Blog der NZZ. Doch was bedeutet eigentlich „im Namen des Islam“? Hat der Islam mit den erwähnten Vorgängen nichts zu tun? Wird er gar für ihm widersprechende Zwecke benutzt? Sind politische Zwecke denen des Islam stets entgegengesetzt? Der Text versucht sich darin, aufzuklären:

Malaysias Scharia verbietet Muslimen das Trinken von Alkohol.

Alle nichtmuslimischen Staatsbürger Malaysias dürfen also. Dummerweise gibt es diese nicht, denn (weiterlesen…)

Der ewige Philipp

27 Jan

In einer jüngsten Studie aus dem britischen Königreich gaben 36 Prozent von 4486 Erwachsenen an, sie fänden Homosexualität „immer“ bzw. „meistens“ „falsch“, wobei mit „falsch“ wohl gemeint ist, dass diese Leute, Homosexualität als eine nicht akzeptable Form der Sexualität und menschlicher Beziehungen ansehen. 1983 waren noch 62 Prozent dieser Meinung. Ein Fortschritt also, welcher der ausgelutschten Weltschmerzattitüde, dass alles immer schlimmer werde, Lügen straft.

Zum Ergebnis selbst möchte man meinen: (weiterlesen…)

Moskau, Moskau, wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein Luschenland, ho, ho, ho, ho, ho, hey

27 Jan

Wie üblich, aus dem Osten nichts Neues. Na ja nicht ganz: Immerhin sind die Schwulen in den Augen des Oberdeppen von Moskau mittlerweile zu einer „destruktiven Sekte“ befördert worden:

Der als Gegner von Homosexuellen bekannte Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hat eine im Mai geplante «Gay Parade» in Europas größter Stadt verboten und als «Blasphemie» bezeichnet. Aktionen «destruktiver Sekten» dürften nicht geduldet werden, sagte Luschkow am Montag.

Luschkow berief sich dabei – wie auch andere autoritären Nulpen vor ihm – auf das Volk:

„Wir haben solch eine Parade noch nie genehmigt und wir werden sie auch in Zukunft nicht erlauben.“ Dies sei der Wille der Moskauer, sagte der Bürgermeister.

Nun, wenn das so ist, wissen wir ja jetzt, was wir von den Moskauern zu halten haben. Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Von nicht abnormer Magersucht und geistlicher Logorrhoe

26 Jan

Der Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Andre-Joseph Leonard, hat erklärt

Anorexie (Magersucht) sei eine Abweichung vom normalen Verhalten, Appetit zu haben. Deswegen würde er eine magersüchtige Person aber noch lange nicht als abnormal bezeichnen.

Warum äußern sich Geistliche eigentlich immer wieder über Dinge, von denen sie erkennbar keine Ahnung haben? Anorexie sagen die Mediziner zu dem, was wir Laien Appetitlosigkeit nennen. Dein Problem, Leo, ist allerdings, dass Du Anorexie mit Magersucht („Anorexia nervosa“) verwechselst. Letztere ist eine Sonderform der Anorexie. Zugegeben, dumm gelaufen, aber man kann eben nicht von allem Ahnung haben. Wie Du dann aber noch auf die Fragestellung kamst, ob Anorexie bzw. Magersucht, die Du ja vermutlich meintest, mit Homosexualiät gleichzusetzen sei …? Da müssen Dir schon einige Sicherungen durchgebrannt seien vorher. Immerhin, Du kamst schlussendlich zu dem Ergebnis (weiterlesen…)

Guter Hoffnung

26 Jan

Vom 12. bis 16. Mai diesen Jahres findet in München unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt“ der 2. Ökumenische Kirchentag statt. Hoffnung, auf Akzeptanz, Integration, Versöhnung, haben auch christliche Lesben und Schwule und haben sich deshalb unter dem Titel „Wir sind Guter Hoffnung“ zusammengeschlossen:

Wir sind eine nichtkommerzielle Initiative lesbischer, schwuler, bi- oder transsexueller, kurz:„queerer“ Arbeitsgruppen und Netzwerke, die beim 2. Ökumenischen Kirchentag dabei sein werden.
Noch immer kommt es vor, dass Lesben und Schwule ihre sexuelle Identität gegenüber ihren Kirchen verstecken müssen, um nicht diskriminiert zu werden. Umgekehrt erfahren sie auch in der „Szene“ vielfach Ablehnung, wenn sie zu ihrem christlichen Glauben stehen.
Mit unseren Aktivitäten vor und beim Ökumenischen Kirchentag wollen wir zu gegenseitiger Achtung und Akzeptanz von Religion und Community beitragen.

Auf der Internetseite der Initiative gibt es nähere Informationen.

Warum Frauen den Holocaust leugnen dürfen, wenn sie in Afghanistan geboren sind

25 Jan

Nein, die Rolle von Siemens im Nationalsozialismus ist keine rühmliche. Doch was sich die Firma jetzt geleistet hat, übertrifft all das bei weitem – glaubt man einer ehemaligen Mitarbeiterin:

„Weil eine andere Frau meinen Job übernehmen sollte, wurde ich von zwei meiner Vorgesetzten systematisch fertig gemacht“, sagt Weingärtner, die mit dem Nürnberger Kunsthistoriker Helge Weingärtner verheiratet ist. Man habe sie von Besprechungen ausgeschlossen, mit einem alten PC abgespeist, in ein kleines Büro gesetzt und mit übermäßig viel Arbeit eingedeckt. Für Weingärtner Formen von „subtiler Gewalt“. Nach einer Baby-Pause sei alles noch schlimmer geworden. Beschimpft habe man sie, Worte wie „Dreck“ und „Schlamperei“ seien häufiger gefallen. (weiterlesen…)

„Wir müssen jetzt auf den Schwulenaspekt kommen“

24 Jan

WELT ONLINE sprach mit Downey Jr. über den homosexuellen Subtext seiner aktuellen Rolle.

Nun gut, eigentlich geht es in dem Interview um die Golden Globes, Briten und Amerikaner, das optimale Alter für Action-Stars, Ironie und … na endlich: (weiterlesen…)

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