Ja, wir sind zuweilen alle wütend. Aber eine solche Aktion bringt gar nichts:
Die radikale Schwulenbewegungen “Rainbow Sash” hat für kommenden Pfingstsonntag in den USA mehrere Störungen in katholischen US-Kirchen angekündigt. Unter anderem soll die Messe des Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz, Kardinal Francis George, Erzbischof von Chicago, gestört werden.

Naja, was heißt das bringt nichts? Es hängt davon ab, was man erreichen will. Einer gegen die Amtskirche gerichteten Selbstvergewisserung der Beteiligten dürfte es wohl nutzen. Eventuelle Sympathien auf Seiten anderer Gläubiger, zumal aber das Potential für irgendwelche “Reformen” dürfte man dadurch allerdings eher reduzieren, zumal man es schon als geschmacklos empfinden kann, eine Messe zu solchen Zwecken zu nutzen. Zweifellos aber wird man die eigenen Abneigungen eindrucksvoll zum Ausdruck bringen, so daran bisher Zweifel bestanden: gegen die Amtskirche, gegen ihre Lehre und vielleicht auch gleich noch gegen den Glauben, die Liturgie usw. Aber man sieht sich ja innerhalb der Kirche und will sie liberalisieren. Den zu diesem Zweck nötigen Verstand hat man offenbar unterwegs verloren.
Ich glaube, eine solche Aktion dient der Festigung des eigenen Weltbildes und der Bestätigung, dass die Katholiken böse sind, eben weil sie es nicht gut finden, wenn man ihre Gottesdienste stört.
Das ist sozusagen eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.
Ähnlich haben das ja gewisse linke Gruppen gemacht: Eine Veranstaltung gestört, woraufhin man ihnen die Tür gewiesen hat, was sie als Bestätigung dafür genommen haben, wie repressiv diese Gesellschaft doch ist.
Ich vermag nicht zu erkennen, was die Störung solch einer Mysterienzauberkultveranstaltung bringen soll außer schlechter Presse.