Archiv | Juni, 2010

Homosex bald Pflicht im Unterricht?

30 Jun

Die Grünen in Baden-Württemberg wollen, dass Homosexualität Pflichtstoff an den Schulen wird.

Oh je, diese Meldung der Stuttgarter Zeitung wird unsere Freunde von links- bis rechtsaußen, über die christlich- und islamischfundamentalistischen bis hin zu den sogenannten Libertären mal wieder auf die Palme bringen. Okay, ein wenig merkwürdig klingt das auf den ersten Blick schon. Was hat Sexualität im Unterricht zu suchen? Und „Pflicht“ klingt für unsereins auch nicht gerade sympathisch. Doch was haben die Grünen tatsächlich gefordert? (weiterlesen…)

Der Hauptfeind weht im eigenen Land

30 Jun

Wie Berliner Linksautonome einmal ihre Solidarität mit der migrantischen Mehrheit in Neukölln zurückstellten, weil die ihnen zu deutsch war

Ist es eigentlich „Rassismus“, wenn deutsche Autonome deutschen Türken die Fahnen zerstören? (weiterlesen…)

Saufen für den Frieden

29 Jun

Sogenannte Friedensfreunde fallen üblicherweise auf durch Sympathiebekundungen gegenüber Figuren wie Saddam Hussein, Mahmud Ahmadinedschad oder den Islamfaschisten von der Hamas. Jetzt haben sich deutsche Friedensfreunde etwas Neues ausgedacht: (weiterlesen…)

Butleresk

29 Jun

Butler kam auf Einladung der CSD-Veranstalter. Diese zahlen den Flug und ihre Unterkunft im Hotel Adlon.

Dabei wäre eine Unterbringung auf einem der zahlreichen Berliner Wagenplätze viel standesgemäßer gewesen. Dann jedoch hätte Butler am Ende auch noch am Transgenitalen CSD teilnehmen müssen und das wäre selbst für sie eine Zumutung gewesen oder wie hat man ihre Abwesenheit auf dem von ihr gehypten Event zu verstehen?

Ein anderer Fußball ist möglich!

27 Jun

Ganz Deutschland, die ganze Welt ist im Fußballfieber. Staatschefs, Medien und der kapitalistisch-konsumistische Komplex, sie alle huldigen einer Sportart, gedankenlos, kritiklos – bis in den eigenen Untergang. Nur noch vereinzelt gibt es Menschen – gute Menschen, bessere Menschen, Menschen mit Moral und intaktem Solidaritätsempfinden – welche die schändlichen Aspekte des Fußballs anprangern, seinen wahren Zweck aufzeigen und die strukturelle Gewalt hinter der Glitzerfassade dieses Sports dekonstruieren.

Dabei ist es nicht nur der nationalistische Aspekt, der Fußball zu einer Bedrohung für die gesamte Völkergemeinschaft macht, es ist nicht nur der Aspekt, dass das von falschen Bedürfnissen geblendete revolutionäre Subjekt beim Fußball schauen davon abgelenkt wird, dass in Palästina täglich Millionen Kinder durch die zionistische Besatzung verhungern – nein, der Fußball an sich ist eine Gefahr, seine Strukturen sind Gift, sein gesamtes Wesen ist konterrevolutionär.

Nur wenigen Menschen ist die Tatsache bewusst, dass Fußball ein Produkt imperialistischer Machtambitionen ist. (weiterlesen…)

Kommerzialisiert den CSD!

26 Jun

Regelmäßig wird dem CSD vorgeworfen, er sei nicht mehr „politisch“ genug, transportiere keine Botschaften mehr, sei zu kommerziell, verdiene also nicht mehr den Status einer „politischen Demonstration“. Ich finde, der CSD sollte dieses Image annehmen, sich privatisieren und somit auf die die „wohlwollende“ Hand des Ausbeuters und Unterdrückers Staat verzichten; jenes Staates also, der in der Vergangenheit Paragrafen gezimmert hat, um Homosexuelle zu verfolgen und zu demütigen und der heute noch von Schwulen und Lesben verlangt, heterosexuelle Lebenspartner, deren Partnerschaft und deren Nachkommen zu subventionieren, und ihnen gleichzeitig die Gleichstellung rechtlicher Art verweigert.

Ist der CSD zu kommerziell? (weiterlesen…)

Nicht nur sauber, sondern rein – Bären kommen trotzdem nicht mehr ‘nein

25 Jun

Ludwigsburg ist nach Esslingen die zweitgrößte Mittelstadt Baden-Württembergs. Um diesem Ruf alle Ehre zu machen, gibt es in einem örtlichen Stadtbad einmal im Monat FKK-Baden für Bären, wie man kürzlich in der Ludwigsburger Kreiszeitung lesen konnte. Aufgesext war der Artikel mit einem richtigem Kalauer:

Nein, das über 100 Jahre alte Stadtbad an der Alleenstraße ist nicht umfunktioniert worden zu einem Spaßbad für Schwule. Auf der städtischen Webseite heißt es zwar: „In unserem historischen Stadtbad ist immer Warmbadetag“, aber das bezieht sich ausschließlich auf die Wassertemperatur von 30 Grad. Nur am letzten Freitag im Monat wird’s schwulheiß.

Schwulheiß. Puh! Da tropft einem der Schweiß ja gleich aus allen Poren. Und dann das: (weiterlesen…)

Sie hat die Haare schön

24 Jun

Doris Stump ist Feministin. Deshalb fordert sie,

sexuelle Klischees in den Medien abzubauen.

Unter „sexuellen Klischees“ versteht Stump ausweislich einer im Europarat diskutierten Beschlussvorlage recht unterschiedliche Sachverhalte:

Frauen seien in den Medien entweder unterrepräsentiert, „oder sie werden häufig in Rollen dargestellt, welche ihnen die Gesellschaft traditionellerweise zuschreibt, als  passive und minderwertige Wesen, Mütter oder Sexualobjekte“.

Da Stump aber nicht nur Feministin, sondern auch Sozialistin ist, fordert sie, (weiterlesen…)

Bühnenreifer Fußball

24 Jun

Und da sage noch mal einer, Fußball sei kein eleganter Sport. Eine so hinreißende Ballett-Performance sieht man nun wirklich nicht alle Tage.

Im Bild v. l. n. r.: Manuel Neuer, unbekannter Ghanaer (Kevin-Prince Boateng?), Arne Friedrich

„Die Schlampe wollte es doch so!“ – Manfreds Plädoyer für die schwule Burka

23 Jun

Dass Judith Butler den Zivilcourage-Preis des Berliner CSD abgelehnt hat, begrüße ich ausdrücklich, allerdings aus Gründen, die etwas anders sind als die der Anderen, die sich darüber freuen, dass ihre Ikone der bösen kommerziellen Party-Veranstaltung mal so richtig den Stinkefinger gezeigt hat. Ich freue mich deswegen über Butlers Tat, weil es eben ein Zeichen dafür ist, dass der CSD in Berlin wenigstens noch irgendetwas richtig macht.

Das Gejammere über die Entpolitisierung der Veranstaltung kommt mir mittlerweile zu den Ohren raus, denn was im Gegenzug eingefordert wird, sind ja nicht etwa mehr politische Inhalte, sondern mehr dezidiert linke Positionen. Wenn Butler und andere Linke vom CSD als einer entpolitisierten Veranstaltung sprechen, meinen sie damit im Grunde genommen nur, dass der CSD nicht die Inhalte transportiert, für die sie selbst stehen. In der Klage über die „Kommerzialisierung“ artikuliert sich darüber hinaus das Befremden über den Umstand, dass Homosexuelle ein Stück weit im Mainstream der Gesellschaft angekommen sind. Anstatt sich aber darüber zu freuen, dass Firmen ihre Produktpalette auch bei einer dezidiert homosexuellen Kundschaft bewerben; anstatt sich darüber zu freuen, dass Firmen den CSD sponsern; anstatt sich also darüber zu freuen, dass ein Stück mehr Normalität eingetreten ist, wird gejammert und gemeckert. (weiterlesen…)

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