Der Hauptfeind weht im eigenen Land

30 Jun

Wie Berliner Linksautonome einmal ihre Solidarität mit der migrantischen Mehrheit in Neukölln zurückstellten, weil die ihnen zu deutsch war

Ist es eigentlich “Rassismus”, wenn deutsche Autonome deutschen Türken die Fahnen zerstören? Oder Paternalismus, wenn sie ihnen erklären, damit förderten sie “Nazigefühle” bei Deutschen? Und wann kommt die Solidaritätserklärung der Hertha-Junxx mit den angegriffenen Fußballfans? Könnten dann schließlich migrantische deutsche mit organisierten schwulen Fußballfans gemeinsam dafür sorgen, dass die autonomen Spielverderber keinen Fuß mehr auf die Erde kriegen in Neukölln? Das wären mal Aussichten…

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15 Antworten zu “Der Hauptfeind weht im eigenen Land”

  1. Martin P. 30. Juni 2010 um 14:11 #

    Der Hass auf alles deutsche, den viele Linke pflegen, ist nur noch krank!

    Von mir aus könnten sie ihren eigenen Untergang ja gern organisieren und wenn sie das wollen, auch zelebrieren, nur dummerweise reißen sie dabei die gesamte europäische Kultur und damit auch Errungenschaften wie Toleranz gegenüber Schwulen mit in den Abgrund.

    Man solte alle diese durchgeknallten Deutschlandhasser einfach nach Pakistan oder Somalia verfrachten, wo sie dann ihre Islamophlie so richtig auskosten können.

  2. DDH 30. Juni 2010 um 16:18 #

    Es handelt sich hierbei in jedem Falle um Eigentumsverletzungen. Es ist schon sehr apart sich “autonom” zu apostrophieren, während man eben das Fundament jeder Autonomie – das Eigentum – mit Füßen tritt. Wem der Fußball-Patriotismus (wenn er sich kulturnormativistisch auflädt, was ich aber noch nicht generell als Tendenz erkenne) nicht behagt, der kann ja aus SEINEM Fenster SEINE Fahne mit dem Ausdruck des Mißvergnügens heraushängen. Von mir aus die argentinische.

    Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Zu Martin P.: die Schwulentoleranz ist eine Errungenschaft, die sich die europäische Kultur durch ihren Selbstbehauptungswillen gegen den “deutschen Geist der Zucht” erkämpft hat! Also hier bitte nicht “deutsch” und “europäisch” durcheinanderwerfen!

  3. hannes 30. Juni 2010 um 20:18 #

    @DDH:

    Mitnichten ist das Fundament jeder Autonomie das Eigentum. Es ist eher Fundament der spätkapitalistischen Gesellschaft. Im Sinne jener, die den hiesigen Patriotismus geißeln – und Fahnen abnehmen(auch die in Neuköln..alles andere wäre “positiver” Rassismus) – wäre dann auch eher das Regime des Eigentums zu überwinden; Ob südamerikanischer Regenwald oder mp3, der Ausschluss von Nutzerinnen und Nutzern durch den exklusiven Anspruch Einzelner auf ein Stück Land oder auf eine Melodie soll der gemeinsamen Nutzung aller Interessierten weichen.

  4. Adrian 1. Juli 2010 um 00:06 #

    @ hannes
    “Mitnichten ist das Fundament jeder Autonomie das Eigentum.”

    Ohne Eigentum keine Autonomie und keine Freiheit, weil ohne Eigentum keine Selbstbestimmung. Jeder hat das Recht auf Verfügung über sein Leben, seinen Körper und die Ergebnisse seiner Arbeit. Alles andere folgt daraus.

    Glaube nicht, dass Du so begeistert bist, wenn ich demnächst Nutzerrechte auf Dein Klo, Deinen Computer oder Dich selbst anmelde.

    “soll der gemeinsamen Nutzung aller Interessierten weichen.”

    Bei dem Gedanken erst die Volksgemeinschaft fragen zu müssen, wenn ich eine Melodie hören will, wird mir schlecht. Wenn Du Deinen MP3-Player, Dein Klo, den Inhalt Deines Kühlschranks oder was weiß ich mit jedem Interessierten teilen willst, dann mach das doch. Diese Freiheit hast Du jetzt schon. Aber das Eigentum an sich abschaffen und auf dieser Basis eine Gesellschaftsform errichten zu wollen, wäre der blanke Terror.

  5. hannes 1. Juli 2010 um 01:37 #

    “Jeder hat das Recht auf Verfügung über sein Leben, seinen Körper und die Ergebnisse seiner Arbeit.”

    Solange gilt, dass es keine Mahlzeit gibt, die kein Geld kostet und jede(r) seine Ware Arbeitskraft zu verkaufen hat, um überhaupt Eigentum (scheinbar)sein/ihr eigen nennen zu können, stelle ich das mal in Frage und verweise auf die Marxsche Binsenweisheit: Eigentum als Ursache für Entfremdung[und Ausbeutung].

  6. hannes 1. Juli 2010 um 01:53 #

    ..aber zurück zum eigentlichen thema; http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=34801

  7. Martin P. 1. Juli 2010 um 09:04 #

    @DDH

    “die Schwulentoleranz ist eine Errungenschaft, die sich die europäische Kultur durch ihren Selbstbehauptungswillen gegen den „deutschen Geist der Zucht“ erkämpft hat!”

    Das sehe ich keineswegs so! Die Anfänge der weltweiten Schwulenbewegung lagen ganz klar in Deutschland (Karl Heinrich Ulrichs, Wissenschaftlich-humanitäres Komitee, Gemeinschaft der Eigenen) und bis zur Nazizeit war Deutschland in der Schwulenbewegung weltweit das führende Land.

    Die deutsche Kultur ist Teil der europäischen, da gibt es keinen Gegensatz. Deutsche Kultur ohne europäische Wurzeln ist nicht vorstellbar und wenn die deutsche Kultur untergeht, weil sie von einem multikulturellen, islamische dominierten Völkergemisch verdrängt wird, wird das auch das Ende der europäischen Kultur sein.

  8. hannes 1. Juli 2010 um 10:21 #

    “wenn die deutsche Kultur untergeht, weil sie von einem multikulturellen, islamische dominierten Völkergemisch verdrängt wird, wird das auch das Ende der europäischen Kultur sein.”

    aus dem npd-programm kopiert?

  9. Adrian 1. Juli 2010 um 11:00 #

    @ hannes

    “Solange gilt, dass es keine Mahlzeit gibt, die kein Geld kostet”

    Soll das heißen, Du selbst würdest freiwilig und ohne Gegenleistung Nahrungsmittel für andere produzieren?

    “und jede(r) seine Ware Arbeitskraft zu verkaufen hat,”

    Musst Du doch gar nicht.

    “Eigentum als Ursache für Entfremdung[und Ausbeutung]“

    “Entfremdung” ist eine hohle Phrase und “Ausbeutung” ein Wischi-Waschi-Begriff.

  10. Martin P. 1. Juli 2010 um 14:34 #

    @ hannes

    Wie wäres es denn mit Argumenten, satt dümmlichster Polemik?

  11. hannes 1. Juli 2010 um 19:47 #

    @Martin: Wollte ich Sie auch fragen.. Mir fällt es allerdings schwer auf eine solche Tirade, welche nur von Liebe zur deutschen Kultur und Hass auf die Zivilisation zeugt, ernsthaft einzugehen. Vielleicht als Vorschlag:
    Statt rassistische Vorbehalte des deutschen Bürgertums gegen die Zivilisation wiederzukäuen, wäre die sachliche Betonung auf kulturelle Unterscheidungen, die nicht per se geleugnet werden können, auf Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung von Frauen und Homosexuelle in islamischen Ländern, auf Zwangsehen und Ehrenmorde, die keine verschwörerischen Erfindungen des Westens zur Delegitimierung von MigrantInnen sondern auch ausgeführte Realität sind, fernab der Pauschalisierung, ein wahre Freude.

    @Adrian:
    In der Tat wäre ich gespannt auf Ihre Äußerungen darüber, wie Sie es schaffen im Bestehenden ohne den Verkauf ihrer Ware Arbeitskraft an das innig geliebte Eigentum zu gelangen..
    Doch ich ahne was da kommt; wer “Ausbeutung als Wischi-waschi-Begriff” einzuordnen vermag, dem kann ich nur noch gratulieren:
    Sie haben es geschafft. Einfach so den Skandal des Selbstwiderspruchs der Gattung, ihre Verkehrung in antagonistische Nicht-Identität, jenen Tatbestand der Ausbeutung also, “wischi-waschi” weggewischt.

  12. Adrian 1. Juli 2010 um 22:10 #

    @ hannes
    “In der Tat wäre ich gespannt auf Ihre Äußerungen darüber, wie Sie es schaffen im Bestehenden ohne den Verkauf ihrer Ware Arbeitskraft an das innig geliebte Eigentum zu gelangen..”

    Zunächst einmal habe ich lediglich klar gemacht, dass man seine Arbeitskraft nicht verkaufen muss. Das sollte wohl klar sein, denn einen Arbeitszwang per se, gibt es hierzulande nicht. Ob man mit dieser Strategie ebenso viel Eigentum erwerben kann, wie jemand der arbeitet, ist allerdings eine andere Frage.

    Im Übrigen kann man sehr einfach ohne Arbeit an Eigentum kommen. Indem man sich was schenken lässt z. B., oder etwas erbt.

    “Doch ich ahne was da kommt; wer „Ausbeutung als Wischi-waschi-Begriff“ einzuordnen vermag,”

    Im Marxismus ist das nun mal ein “Wischi-Waschi-Begriff”.

    “dem kann ich nur noch gratulieren: Sie haben es geschafft.”

    Was habe ich geschafft?

    “Einfach so den Skandal des Selbstwiderspruchs der Gattung, ihre Verkehrung in antagonistische Nicht-Identität, jenen Tatbestand der Ausbeutung also, „wischi-waschi“ weggewischt.”

    Unverständliche Laberei. Man sollte schon so reden, dass das Proletariat auch kapiert, was Sie sagen wollen. Sonst wird das nichts mehr mit der Revolution.

  13. hannes 2. Juli 2010 um 00:31 #

    “Im Übrigen kann man sehr einfach ohne Arbeit an Eigentum kommen. Indem man sich was schenken lässt z. B., oder etwas erbt.”

    Das stimmt natürlich, reicht allerdings in den seltensten Fällen, um ein Leben fernab der bestehenden Zwänge führen zu können.

  14. Adrian 2. Juli 2010 um 00:36 #

    Was denn für Zwänge? Nicht auf Kosten anderer zu leben?

  15. Martin P. 2. Juli 2010 um 10:16 #

    @ hannes

    “solche Tirade”

    Welche Tirade bitte?

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