Thomas Rupprath hat sich in der ihm von mir zugeschriebenen Eigenschaft als Dschungel-Beau ein wenig rar gemacht, aber sei es drum – momentan redet Fernseh-Deutschland eh über etwas völlig anderes. Alle reden über Jay „Gay“ Khan, dem glatt rasierten, schlanken, wohlproportionierten Schönling mit den gegelten Haaren, der im Dschungel-Camp – wie passend – ausgerechnet mit der Frau flirtete, die sich eben gerade noch für den „Playboy“ ausgezogen hat. Alles inszeniert? (weiterlesen…)
Raus aus dem Bundestag
26 JanWährend in Großbritannien die Privatautonomie unter dem Deckmantel der Antidiskriminierung ausgehebelt wird, geht ein evangelischer Pastor in Deutschland jetzt noch weiter. Hartwig Hohnsbein heißt der Mann und er mag keine Evangelikalen. Diese gingen
mit der Bibel gegen Homosexuelle und Abtreibungen vor.
Die Bibel bzw. Teile von ihr möchte Hohnsbein
von der Bundesfamilienministerin auf den Index für jugendgefährdende Schriften setzen lassen. Die Begründung: An hunderten Stellen laufe die Bibel mit ihren „menschen- und lebensfeindlichen Aussagen“ den Menschenrechten zuwider. (weiterlesen…)
Der Fürst der Finsternis
25 JanEiner meiner Neffen lebt in einer homophilen Verbindung. Als ich ihn zu einem Familienfest eingeladen habe, fragte er, warum sein Freund nicht auch eingeladen wurde. Da habe ich meinem Neffen geschrieben, er wäre mir immer willkommen, aber ich möchte nicht, dass zwei Männer als Paar bei mir im Hause zusammenwohnen.
deklariert Albrecht Fürst zu Castell-Castell in einem aktuellen Interview, um sich gleich anschließend selbst zu widersprechen: (weiterlesen…)
Immer Ärger mit Haider
24 JanRein persönlich bin ich ja der Meinung, dass der heterosexuelle Lebensstil grundfalsch ist, eine Sünde wider den guten Geschmack, Ästhetik und das Leben selbst. Zum Glück jedoch bin ich ein derart ausgeglichener und in mir selbst ruhender Mensch, dass mich die öffentliche Zurschaustellung heterosexueller (Un)Kultur relativ kalt lässt. Ich akzeptiere es, dass sich Heteros am hellichten Tag und in aller Öffentlichkeit befummeln und abknutschen, ich akzeptiere es, dass Heteros heiraten dürfen und ich akzeptiere es, wenn Mann und Frau miteinander tanzen.
Und gerade mit letzterem hebe ich mich vorteilhaft von der Sorte Mensch ab, die nichts Besseres zu tun haben, als ihre ganz persönlichen Neigungen zum Maßstab aller Dinge zu erklären. So wie Niki Lauda, seines Zeichens Weltmeister in einer „Sport“art, bei der man im Auto sitzt, lenkt und aufs Gaspedal tritt, sowie Unternehmer im Bereich Luftverkehr.
Herr Lauda also empört sich über eine angekündigte Sendung des österreichischen Fernsehens, in der – mon Dieu! – ein Mann mit einem Mann tanzen will. So wie sich das gehört. Was Herr Lauda allerdings ganz anders sieht: (weiterlesen…)
Mischehen im Pfarrhaus?
21 JanEin offener Streit ist in der EKD um das Thema gemischtrassige Paare entbrannt. Acht Altbischöfe wenden sich in einem Offenen Brief gegen Bestrebungen, in gemischtrassigen Partnerschaften lebenden Theologen generell den Zugang zum Pfarrdienst zu ermöglichen. Die Reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich.
Darf ein weißer Pfarrer zusammen mit seiner schwarzen Partnerin im Pfarrhaus leben? Nein, meinen acht evangelische Bischöfe im Ruhestand und protestieren mit einem Offenen Brief gegen die generelle Öffnung des Pfarrberufs für gemischtrassige Lebensgemeinschaften. Unterzeichner sind die untenstehenden Altbischöfe. Der Initiator des Briefes, Altbischof Ulrich Wilckens, hatte alle 26 Altbischöfe der EKD angeschrieben. Sieben erklärten sich bereit, den Brief zu unterzeichnen, der in der Beilage der Wochenzeitung „Die Zeit“ – „Christ und Welt“ – veröffentlicht wurde. Zuvor war er bereits an alle Synodalpräsidenten der Landeskirchen mit der Bitte um Weiterleitung an die Synodalen geschickt worden. (weiterlesen…)
Willkommen im Kommunismus!
20 JanIm Kapitalismus kann jeder mit seinem Eigentum machen was er will. Wir leben aber leider nicht im Kapitalismus. Wir leben in einem Semi-Sozialismus, in dem man als Besitzer eines Hotels vom Staat gezwungen wird, Gäste zu beherbergen, die man nicht beherbergen will:
Die in einer eingetragenen Partnerschaft lebenden Kläger Martyn Hall und Steven Preddy hatten ein Doppelzimmer im Chymorvah-Hotel in der Grafschaft Cornwall gebucht. Die Besitzer Hazelmary und Peter Bull wiesen das Paar aber ab – mit Verweis auf ihren christlichen Glauben, der Homosexualität verbiete. Sie bezeichneten es als „Beleidigung ihres Glaubens“, wenn Schwule in ihrem Grundstück ein Bett teilen würden.
Dabei geht es hier gar nicht um Glaubensfragen, sondern um Eigentumsrechte. (weiterlesen…)
Nicht für den Kommunismus, jedenfalls nicht öffentlich,
19 Janzu sein scheint Ilse Junkermann, Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die Äußerungen der Genossin Lötzsch verteidigte sie trotzdem mit der Begründung, (weiterlesen…)
Für den Kommunismus…
18 Janargumentieren seit einigen Jahren Antideutsche vor
dem Hintergrund der Erfahrung des Nationalsozialismus, des Stalinismus, aber auch der neuen Bedrohung durch den Islamismus, die spätestens seit 9/11 manifest wurde,
über den vermeintlichen Umweg der (weiterlesen…)
Wir gehören zusammen!
17 JanZu zweit ist das Leben leichter und schöner und der Partner ist ein Geschenk Gottes. Gleichzeitig gibt es aber auch Herausforderungen, die unsere Beziehung belasten und Kraft kosten. Spannungen entstehen durch Erwartungen und ‚Mitbringsel‘ aus den Herkunftsfamilien, durch Unterschiede in den Glaubensbiographien und durch divergierende Vorstellungen von Liebe und Beziehung.
Mit diesen Worten lädt die Ökumenische Initiative Zwischenraum zu einem Begegnungswochenende für lesbische und schwule Paare. Hintergrund ist die prekäre Situation von christlichen Lesben- und Schwulenpaaren, die oft (weiterlesen…)
Geschichte dreier Inseln
15 JanSeitdem ich dem müßigen Dasein des Universitätsbetriebes Lebewohl gesagt habe, um im Schweiße meines Angesichts mein Brot bei einem ausbeuterischen amerikanischen Großkonzern zu verdienen, komme ich nicht mehr so oft zum Schreiben wie früher. Dennoch streife ich nach wie vor gerne durch die wunderbaren Welten des World Wide Web, um mich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wie vielfältig die Kreativität, die Klugheit und Dummheit der Menschen ist. Und gerade letztere ist schier unendlich. Als Beweis hierfür möchte ich auf folgende Webseite aufmerksam machen, über die ich bei einer, vor kurzem erfolgten nächtlichen Suche nach den Höhepunkten schwuler Filmkultur gestoßen bin: „Gay Fools„.
Das Anliegen dieser grafisch äußerst liebevoll gestalteten Seite ist es offenbar, sich ob seiner Existenz als Hetero auf die Schulter zu klopfen; einen rational denkenden Menschen lässt sie allerdings mit der schwerwiegenden Frage zurück, ob Sex mit dem anderen Geschlecht nicht unter Umständen doof macht. Heterosexualität, so die Macher der Seite, finde man voll okay, und man wolle einmal ganz nüchtern über ihr Pendant, die Homosexualität, argumentieren, und beide Praktiken einem Test unterziehen. (weiterlesen…)

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