Einer meiner Neffen lebt in einer homophilen Verbindung. Als ich ihn zu einem Familienfest eingeladen habe, fragte er, warum sein Freund nicht auch eingeladen wurde. Da habe ich meinem Neffen geschrieben, er wäre mir immer willkommen, aber ich möchte nicht, dass zwei Männer als Paar bei mir im Hause zusammenwohnen.
deklariert Albrecht Fürst zu Castell-Castell in einem aktuellen Interview, um sich gleich anschließend selbst zu widersprechen:
Auch wenn ich grundsätzlich gegen praktizierte Homosexualität bin, möchte ich doch allen Homosexuellen so begegnen, wie Jesus das gefordert hat: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
was ihn nur wenige Absätze zuvor nicht davon abhält, die Entscheidung der Evangelischen Kirche in Bayern, homosexuellen Paaren das Zusammenleben im Pfarrhaus zu gestatten, zu einer Art Wiederkehr des Nationalsozialismus umzulügen:
bin ich überzeugt, dass sich aufgrund der jetzigen Entwicklung wie im Dritten Reich der Widerstand in Form einer Art bekennenden Kirche bilden wird.
Mal sehen, ob sich erneut kaum jemand dem “antifaschistischen Widerstand” anschließen mag. Dieses Mal jedenfalls wäre es nicht zu bedauern.
Tags:Albrecht Fürst zu Castell-Castell, Evangelische Kirche in Bayern, Homophobie ist Antifaschismus, Homosexuelle und Kirche, Praktizierte Homosexualität, Schwule Pfarrer


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