Konservative mögen amüsante Relikte aus dem Paläozoikum sein, jenseits ihrer einfältigen Weltsicht offenbaren sie aber noch größere Abgründe, wie der Blogeintrag einiger gefrusteter ehemaliger FDP-Anhänger beweist, welche meinen Wunsch nach der Homosexualität von Herrn Christian Linder allzu ernst nehmen und diesbezüglich die Konsequenzen ziehen: (weiterlesen…)
Pädo, Homo, Irgendwo
31 Mrz„Pädophilie ist eine Neigung wie Homosexualität“
erklärt und Norbert Isner, Mitarbeiter von „BIZeps„, des „Beratungs- und Informationszentrum für Männer und Jungen“ in Wiesbaden.
Wenn man pädophil ist, müsse man also einen Umgang damit finden, ohne straffällig zu werden. „Mehr ist hier nicht zu leisten. Eine Neigung ist schlicht nicht wegtherapierbar.“
Natürlich hätte Herr Isner auch sagen können, dass die Pädophilie eine Neigung wie die Heterosexualität ist, die nicht therapierbar ist, und mit der man einen Umgang finden müsse, ohne straffällig zu werden. Der Satz wäre so nicht falscher und nicht richtiger als vorher, würde aber natürlich beim gemeinen Volk die notwendigen Assoziationen vermissen lassen…
Dukatze
29 MrzDer Erfolg der Katholischen Kirche besteht darin, dass sie es meisterhaft versteht, Moderne und Tradition zu verbinden, d. h. zu den tradierten Glaubensrichtlinien zu stehen und diese gleichzeitig in einer zeitgemäßen Art und Weise zu präsentieren. Deutlich wird dies an der neuesten Publikation Roms, stylisch „Youcat“ genannt, einer Art Anleitung zum katholischen Glauben, der speziell auf junge Menschen zugeschnitten wurde und dessen Vorbestellungen bereits jetzt auf einen vollen Erfolg hindeuten: (weiterlesen…)
Im Bett mit Maskulisten
26 MrzMeine Erklärung bezüglich meines Verhältnisses zu Frauen im Allgemeinen und zum Feminismus im Besonderen, haben in kurzer Zeit unter den sich im Netz tummelnden Männerrechtlern mehr Staub aufgewirbelt, als ich vermutet hatte. Arne Hoffmann - Autor des formidablen und hier jedem nochmals ausdrücklich empfohlenen Buches „Sind Frauen bessere Menschen?“ – hat meinen Beitrag ebenso wohlwollend zur Kenntnis genommen, wie auch das sehr aktive Blog „Söhne von Perseus“, oder der Blogger „Leutnant Dino“. Letzterer übertreibt allerdings, wenn er mein Nichtbekenntnis zum Feminismus folgendermaßen interpretiert: (weiterlesen…)
Alles außer schwul
25 MrzDer „Tatort“, jenes von Zwangsgebühren finanzierte Kriminalstück der ARD, gehört in Deutschland zum Kulturgut, und ist ebenso ein Bestandteil deutscher Lebensart wie Sauerkraut oder die Angst vor Atomen und Genen. In Berlin und der übrigen Städten der Republik ist es gar üblich, sich das kriminalistische Rührstück gemeinsam mit Freunden und Familie, gerne auch in aller Öffentlichkeit in Kneipen, Bars und Restaurants, anzuschauen. Der „Tatort“ ist Kult, und was der „Tatort“ an gesellschaftlichen Themen aufgreift, wird vor- und hinterher lang und breit im Feuilleton der Republik rezipiert.
Letzten Sonntag zeigte sich die ARD besonders mutig und modern, indem sie das allseits beliebte Thema „Homosexualität und Fußball“ aufgriff, um den deutschen Michel damit nahezubringen, dass auch Fußballspieler nicht immer nur auf Frauen stehen müssen. Ein Stück Aufklärung? Nicht jedenfalls für die deutsche Nationalmannschaft, bzw. ihren obersten Sprecher, Teammanager Oliver Bierhoff, der in der Episode des „Tatort“ nicht weniger als einen „Angriff“ auf die Nationalmannschaft verstand: (weiterlesen…)
Die Frauen und Ich – Eine Geschichte voller Missverständnisse
22 MrzRegelmäßigen Lesern dieses Blogs wird es nicht entgangen sein, dass ich nicht gerade ein Freund des Feminismus bin. Selbstverständlich befürworte ich ohne Umschweife die Gleichstellung von Frau und Mann, in dem Sinne nämlich, dass beide gleich an Rechten, Pflichten und Chancen sind. Aber eben genau deshalb kann ich mit dem real existierenden Feminismus, wie er sich in der westlichen Welt präsentiert, überhaupt nichts anfangen, besteht doch dessen Annahme darin, dass Frauen politisch, rechtlich und gesellschaftlich benachteiligt würden.
Als jemand, der neun Monate in den mecklenburgischen Wäldern seine Zeit verbringen musste, um gegen „Rotland“ zu kämpfen, während die gleichaltrigen weiblichen Kollegen zu Hause vor dem Spiegel saßen, um sich für die nächste Party zu schminken, kann ich über ein solche These nur müde lächeln. (weiterlesen…)
Lesbendämmerung
21 MrzAch ja, hätte ich fast vergessen: die Umbenennung des Münchener CSD in „Christina Street Day“ ist vom Tisch. Geblieben ist die Erkenntnis, dass Schwule und Lesben nichts verbindet, die schwul-lesbische „Community“ eine Illusion ist (was absolut logisch und darum nicht zu betrauern ist) und schwule Männer eben doch bloß Männer, und damit voll fies sind: (weiterlesen…)
Sehnsucht nach Reinheit
20 MrzAndreas Conrad, im Kommentar zum Tode Knuts im Tagesspiegel:
Knut – das war das Gegenbild zu den schmelzenden Polkappen, den niedergemähten Tropenwäldern, den dahingemetzelten Walen, den Giftseen – und er wäre jetzt wohl das Gegenbild zu den explodierenden Atommeilern. Es wird nicht leicht werden, solch ein global allgemein verständliches Symbol der Reinheit wiederzufinden.
Es ist schon ein bisschen tragisch: Da gibt es immer noch welche, die sich auf die Suche nach der perfekten Persil-Welt begeben und noch immer nicht begriffen haben, dass wer die Reinheit sucht, letztendlich mit beiden Füßen im Schmutz stehen wird.
There is no such thing as community…
11 MrzSeit ich von der Posse um die Umbenennung des Münchener CSD in „Christina Street Day“ Wind bekommen habe, komme ich aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Man erinnere sich: Eine kleine Gruppe solidaritätsbewegter Vorkämpfer für die unbedingte Korrektheit des homopolitischen Bewusstseins, glaubte mal wieder, den Frauen/Lesben etwas schuldig zu sein, da diese im Kampf der Homos/LGBTI’s um Gleichberechtigung doch allzusehr an den Rand gedrückt würden. Um diesen Missstand abzuhelfen, kam man auf die geradezu nobelpreisverdächtige Idee, den „Christopher Street Day“ zu verweiblichen, indem man ihm einen Frauennamen gibt: eben „Christina Street Day“.
Ein Akt der Solidarität, der allerdings kräftig nach hinten losging. Denn nicht wenige Schwule empören sich heftigst, und das rosa München, ja das ganze Homo-Deutschland, steht Kopf: (weiterlesen…)
Solidarität von hinten
9 MrzDas Berliner „Bündnis gegen Homophobie“ hat eine Plakatkampagne gestartet, der die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft darüber aufklären soll, dass auch Schwule und Lesben Menschen wie Du und Ich sind.
Und schaut man sich die Botschaft des Plakates an, weiß man auch sofort, worüber unsere heterosexuellen Mitmenschen demnächst am Stammtisch Witze machen werden.


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