Archiv | August, 2011

Islam für alle!

29 Aug

Hatice Akyün, Kolumnistin des „Tagesspiegel“, hat eine großartige Idee. Einen Feiertag mehr für alle:

Morgen ist wieder Bayram, das muslimische Zuckerfest. In den nächsten Tagen werde ich in dem Haus wohnen, in dem ich aufgewachsen bin, mich von vielen Menschen umarmen und küssen lassen und stundenlang in Küchen sitzen, deren Gerüche ich nur allzu gut kenne. Ich werde mich die nächsten Tage großartig fühlen, auch wenn ich schräg auf dem Sofa liege und meinen vollen Bauch von mir strecken muss. Während wir uns gequält bedienen, wird meine Mutter mit immer neuen Schüsseln aus der Küche kommen und sagen: „Süß lass uns essen, süß lass uns reden.“ Ich werde nicht wieder wegwollen und bin mit allem einverstanden, ohne zu wissen, worauf dieses Einverständnis eigentlich beruht. [...]

Was wäre eigentlich so verkehrt daran, den Muslimen in Deutschland einen offiziellen Feiertag zuzusprechen? (weiterlesen…)

Krieg der Sünde!

22 Aug

Wer, wie Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, angesichts einer solchen Parole davon spricht, Kuba sei

Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker dieser Welt

braucht offenbar ein wenig historische Nachhilfe:

Wir müssen den Weg der Befreiung auch dann gehen, wenn er Millionen atomarer Opfer kosten sollte…

ließ sich Che Guevara einstmals vernehmen. Der sozialistische Kubaner solle sich darum bemühen, mit seiner

Asche als Fundament für eine neue Gesellschaft (zu) diene(n).

Deswegen war bei dem Che konsequent von „Pflichterfüllung“ die Rede und er forderte, dass sich die Gesellschaft

in ihrer Gesamtheit in eine riesige Schule verwandeln

müsse bzw. dass sich die Arbeiter

ihre Lungen mit bewusster Freude vergiften

sollten. Da bei diesem Höhepunkt der sozialistischen Volksherrschaft nur noch die wertvollsten Elemente des Volkes zugegen sein sollten, räumten die kubanischen Kommunisten zuvor noch einmal gründlich auf. (weiterlesen…)

Böse Frage

21 Aug

Das Schönste auf der Welt sind ohnehin Kinder.

meint ein Leser des Tagesspiegel. Stellt sich bloß die Frage: Wenn dem tatsächlich so ist, warum haben wir dann ein Demografieproblem?

Warum ich kein Demokrat bin

21 Aug

Tissy Bruns versucht in einem langen Kommentar im „Tagesspiegel“ zu erklären, was momentan alles falsch läuft in einer Welt, die wahrlich „aus den Fugen“ geraten sei. Interessant am Artikel ist für mich dabei lediglich der letzte Abschnitt:

Denn Marktwirtschaft ist nicht mehr Marktwirtschaft, wenn der erpresserische Druck der Finanzakteure groß genug ist, ihre Risiken immer wieder bei den Steuerzahlern abzusichern. Und Demokratie ist nicht mehr Demokratie, wenn sie nicht mehr hält, was sie verspricht, nämlich eine gesellschaftliche Ordnung, in der die ganz normalen Leute über ihr Leben mitbestimmen und mitreden können. (weiterlesen…)

72 Jungfrauen in einer Sekunde

20 Aug

Unverheiratet zusammenlebende Paare sollten in christlichen Gemeinden keine Aufnahme finden, meint Martin Lohmann, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde in München. Ich finde das ein wenig lasch von Herrn Lohmann. Als wenn die Sünde weniger schlimm wäre, wenn sie in fremden Räumen stattfindet. Konsequenter wäre doch, sich hieran ein Beispiel zu nehmen:

Die Scharia bestraft ausserehelichen Geschlechtsverkehr bei volljährigen Muslimen, die verheiratet sind, mit der Steinigung. Dabei dürfen die Steine weder zu gross sein (was zum sofortigen Tod des Opfers führen würde), noch sollten sie so klein sein, dass sie nicht mehr als Stein gelten. Das Opfer wird bei der Steinigung bis zur Brust (Frauen) oder bis zur Hüfte (Männer) eingegraben und dann bis zum Tod mit Steinen beworfen. (weiterlesen…)

„Neue Akzente“ in der „Israelkritik“

19 Aug

Eine einseitige Unterstützung Israels blende

das Unrecht weitgehend aus, das der einheimischen palästinensischen Bevölkerung mit der Gründung des Staates Israel geschehen sei.

Nein, das ließ kein Sprecher der Linkspartei verlautbaren und auch keiner der NPD. Es war auch keine antinationale Gruppe, die eine

Befreiung der Theologie aus nationalreligiösen Engführungen

forderte, wobei als einzige Nation selbstredend Israel gemeint war. Urheber dieser Äußerungen ist ein evangelischer Theologe aus dem deutschen Süden. (weiterlesen…)

Sex auf dem Weltjugendtag?

19 Aug

Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, gibt sich angesichts der jugendlichen Massen auf dem Weltjugendtag in Madrid der Hoffnung hin, dass der in

den Medien verbreiteten Eindruck, die Jugendlichen könnten in vielen Fragen wie dem Gebrauch von Kondomen oder der Einstellung zur Homosexualität die moralischen Wertevorstellungen des Papstes nicht teilen

falsch ist, dass also viele Jugendliche tatsächlich gegen Homosexualität und gegen den Gebrauch von Kondomen sind. Bleibt nur zu hoffen, dass der Kardinal sich irrt, denn sollte er Recht behalten, gehen wir tatsächlich finsteren Zeiten entgegen. (weiterlesen…)

Noch ein Grund mehr, gegen den Papst zu sein

18 Aug

Der Papst ist nicht nur voll der Experte auf dem Gebiet der moralischen Unfehlbarkeit sowie für das Liebes- und Sexualleben von Menschen, sondern seit neuesten auch ein anerkannter Wirtschaftsfachmann:

„Die Wirtschaft kann nicht als selbstregulierte Wirtschaft funktionieren“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor mitreisenden Journalisten. Der Mensch und nicht der Profit müsse im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen. Die aktuelle Krise zeige, dass sich die Wirtschaft nicht an einem Maximum an Profit messen lassen dürfe, sondern auf den Schutz der Arbeit für alle Menschen ausgerichtet werden müsse.

Wer hätte gedacht, dass Gottes selbsternannter Stellvertreter auf Erden, auch nur ein Sozi ist?

Ein Rock für Peter?

18 Aug

In der Diskussion um die „Slutwalks“ auf dem Blog „Alles Evolution“, kam ein Aspekt zur Sprache, den ich in meinen Ausführungen zum Thema gar nicht zur Kenntnis genommen habe. Nämlich, dass Frauen in unserer Gesellschaft natürlich das Recht haben, sich weitgehend so zu kleiden wie sie möchten, während es andererseits Männer sind, die einem strikten gesellschaftlichen Dresscode unterliegen:

Es geht ja [beim Slutwalk] auch darum, das Frauen anziehen können, was sie wollen. Was hierbei aber immer vergessen wird ist, das[s] es nur für Männer Kleiderregeln gibt, für Frauen nicht, Frauen haben die freie Auswahl, Männer können noch nicht einmal einen Rock anziehen. Bei dem, was Frauen so im Sommer anhaben (oder eher nicht) würde ein Mann schon längst wegen Exhib[it]ionismus im Gefängniss [sic] landen.

Apropos Exhibitionismus. Dieser ist natürlich nur für Männer strafbar und das sogar höchstrichterlich abgesegnet. Das Frauen unterdrückende „Patriarchat“ ist schon eine seltsame Institution.

Volksfremde Elemente

18 Aug

Die Kampagne „Liebe wie Du willst“ ruft weiterhin Säuberungswünsche hervor. Jetzt hat sich der frühere Dekan der Fachhochschule Gießen-Friedberg, Prof. Wolfgang Leisenberg, zu Wort gemeldet. Unter dem irreführenden Titel „Familie muss Mainstream bleiben“ polemisiert er gegen die Absicht der Initiative, Homosexualität zu einem „Mainstream-Thema“ zu machen – als wenn Familie damit automatisch nicht mehr Mainstream wäre: (weiterlesen…)

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