Gaias Sturm und Gottes Zorn

1 Nov

Hasst Gott Nordamerika? – Zugbahnen der atlantischen Hurrikane von 1851 bis 2005

Für kluge, oder auch nur normale denkende Menschen, sind Hurrikane, wie etwa “Sandy”, wissenschaftlich erklärbare Phänomene, die sich aus dem Aufbau unserer Erde und der Atmosphäre ergeben. Oder anders gesagt: ein Planet, so strukturiert wie der unsere, muss zwangsläufig Hurrikane hervorbringen. Es ist physikalisch nicht anders machbar.

Es gibt allerdings eine Fülle von Menschen, die das anders sehen. Da wären einerseits die eher der politischen Linken zuordbaren Klimawandel-Fundamentalisten, die gleichsam postulieren, Hurrikane hätte es früher nicht gegeben und seien die Strafe der Erdmutter Gaia für unser frevelhaftes Tun, Burger zu essen und Auto zu fahren.

Auf der anderen Seite haben wir die eher politisch rechts stehenden, klassischen religiösen Fundamentalisten, die einen rachsüchtigen, unversöhnlichen Gott verehren, der es nötig hat, Hurrikane loszuschicken, um Sachwerte und Menschenleben zu zerstören, nur weil ihm nicht passt, was Menschen miteinander im Bett treiben.

Beide Ansichten sind zweifellos absurd, wobei man zugeben muss, dass die Klimawandel-Fundamentalisten näher an der Realität sind, da es zumindest wissenschaftlich möglich ist, dass menschliches Tun das Klima und somit auch die Wahrscheinlichkeit von tropischen Stürmen erhöht.

Dass Gott dagegen Stürme losschickt um die Menschheit zu bestrafen, darf mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden, selbst wenn man davon ausgeht, dass Gott existiert. Warum? Nun, es ist doch bezeichnend, dass Gott immer nur die Stürme “verursacht”, die auch ohne ihn hätten entstehen können, nämlich einfach auf Grund physikalischer Gesetzmäßigkeiten.

Hätte Gott aber ein Interesse daran, Menschen mit Stürmen zu bestrafen, dann wäre es doch kein Problem für ihn, Hurrikane auch unter nicht wissenschaftlich nachvollziehbaren Bedingungen entstehen zu lassen. Also, warum ausgerechnet diese zwanghafte Fixierung von Hurrikanen auf die Karibik und die USA? Wäre das “sündige”, “verschwulte” Europa für eine homophoben, hurrikanophilen Gott nicht ein ebenso geeignetes Betätigungsfeld?

Wenn, sagen wir, ein Hurrikan an der Ostküste der USA entsteht und Richtung Osten auf Europa zusteuert, und das auch noch im Monat Februar, dann wäre ich beeindruckt und würde sogar die Möglichkeit einer göttlichen Fügung in Betracht ziehen.

Verehren oder auch nur respektieren würde ich eine solchen Gott natürlich dennoch nicht. Aber das ist eine andere Geschichte

4 Antworten to “Gaias Sturm und Gottes Zorn”

  1. Muriel 1. November 2012 at 14:02 #

    Wenn, sagen wir, ein Hurrikan an der Ostküste der USA entsteht und Richtung Osten auf Europa zusteuert, und das auch noch im Monat Februar, dann wäre ich beeindruckt und würde sogar die Möglichkeit einer göttlichen Fügung in Betracht ziehen.

    Ernsthaft?

  2. Adrian 1. November 2012 at 14:03 #

    Hmmmmmm, nein :)

  3. Alreech 2. November 2012 at 13:55 #

    Man könnte den Zorn Gottes auch sinnvoll nutzen ;-)

    http://www.smbc-comics.com/index.php?db=comics&id=2781#comic

  4. Blub 2. November 2012 at 21:05 #

    Also, ich fände nen Gott, der die Strafe schon in den Naturgesetzen eincodiert hat, viel beeindruckender, gerade für die Allmacht Gottes, sowas ist echt hammerhart… … aber so ein bisschen Hurricane herumschieben, das können sicher auch ein paar fortgeschrittene Aliens….

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