Gott sei Dank schwul

18 Nov

Wer immer noch bestreitet, unsere Kultur sei männerfeindlich, kann sich ja mal den Text von Silke Burmester zur Gemüte führen, der vor Arroganz, Häme, Sexismus und Rassismus nur so strotzt.

Wäre ich religiös, würde ich nach der Lektüre derartigen Blödsinns auf die Knie sinken und meinem Schöpfer dafür danken, dass ich nicht als heterosexueller Mann zur Welt gekommen bin. Es muss für diese nämlich mittlerweile eine Tortur sein, an jeder Ecke auf Frauen wie Burmester zu treffen. Auf Frauen, die in ihnen nur Trottel sehen, während sie sich selbst in Ihrer Großartigkeit suhlen, die darin besteht, eine Vagina zwischen den Beinen zu haben…

45 Antworten to “Gott sei Dank schwul”

  1. Muriel 18. November 2012 at 12:40 #

    Nun ist Frau Burmester zum Glück nicht unsere Kultur, und ich darf dir versichern, dass sie auch nicht an jeder Ecke auf uns lauert.

  2. Adrian 18. November 2012 at 12:45 #

    Das sehe ich anders. Burmesters Äußerungen fügen sich gut in den vulgär-feministischen, multikulturellen Mainstream ein.

  3. Muriel 18. November 2012 at 12:47 #

    Ich will dir deine Wahrnehmung nicht streitig machen.
    Deine These, unsere Kultur sei männerfeindlich, finde ich als Tatsachenbehauptung aber reichlich gewagt.
    Allein schon, weil ich nicht sicher bin, was “unsere Kultur” überhaupt sein soll.

  4. Adrian 18. November 2012 at 12:52 #

    “Unsere Kultur” bedeutet hier die Zusammenfassung aller präsentierten, veröffentlichen Meinungen, die mehr oder weniger Konsens sind, bzw. nicht oder kaum hinterfragt werden. Dass der Mann ein gesellschaftliches Auslaufmodell ist, gehört m. E. in jedem Fall zu diesem Konsens.

  5. Muriel 18. November 2012 at 13:00 #

    Wäre mir nicht aufgefallen.

  6. Adrian 18. November 2012 at 13:02 #

    Nun, interessant diese unterschiedlichen Wahrnehmungen.

  7. allsurfer4 18. November 2012 at 22:54 #

    @Adrian:
    Wer immer noch bestreitet, unsere Kultur sei männerfeindlich, kann sich ja mal den Text von Silke Burmester zur Gemüte führen, der vor Arroganz, Häme, Sexismus und Rassismus nur so strotzt.
    ……ich möchte noch Hohn und Beleidigung hinzufügen.
    Burmesters Text passt recht gut in die Ecke “Freie Meinungsäußerung”, zu mehr taugt er nicht.
    Er stellt keine kulturelle Aussage dar und ist in keinster Weise massgebend.
    Er mutet an wie die Aussage einer grauen Maus, eines Mauerblümchens, in der Vergangenheit schrecklich enttäuscht von den Männern, die jetzt Gelegenheit bekommt, sich ganz fürchterlich an jenen zu rächen usw. usw.
    Noch nicht mal Alice Schwarzer hätte sich zu solchen Tiraden hinreissen lassen.
    Bedenkt man, dass Burmester ausschließlich auf dem “weissen Mann” mit seiner “weissen Denke” herumhackt, muss man zu dem Schluss kommen, dass diese Person, salopp ausgedrückt, dumm wie ein Stück Holz sein muss, lässt sie doch die “schwarzen Männer”, “gelben Männer” und die “roten Männer” vollkommen ausser acht.
    Nach ihrer Meinung hat sich wohl ausschließlich der “WEISSE” Mann aus dem Affen entwickelt.
    Allerdings: Wie soll mich denn mein Schwulsein vor einer solchen Person schützen – Bis auf die Tatsache vielleicht, dass ich mit einer solchen Frau keinen Sex haben muss?
    Also Männerfeindlichkeit kann ich in unserer Kultur nicht erkennen.
    Wie es für einen Mann wäre, im Matriarchat zu leben, überlasse ich lieber der Fantasie von utopischen Schriftstellern.

  8. pedro luis 19. November 2012 at 11:10 #

    Also Männerfeindlichkeit kann ich in unserer Kultur nicht erkennen.

    Es geht doch nicht nur um die Auslassungen dieser Schnepfe. Von der diskriminierenden Gesetzgebung bis zur Darstellung von Männern in allen Medien herrscht ein Klima, das man nicht einfach nur als gynozentrisch, sondern als männerhassend bezeichnen muß. Wenn es zu offensichtlich wird, schiebt man “Humor” vor.

  9. Andreas 21. November 2012 at 09:06 #

    Wir Männer haben einfach zu lange nicht den Mund aufgekriegt. So hat sich diese gynozentrische Kultur der Verachtung nach und nach in den Mainstream eingeschlichen und ist schließlich hegemonial geworden. Wir müssen uns also zuerst an der eigenen Nase fassen.

    “Des Mannes ist hier wenig. Deshalb vermännlichen die Weiber”. (Nietzsche)

    Diesen Spruch sollen sich die Heteros hinter die Ohren schreiben. Die Homos müssen sich auch mal überlegen, in wie weit sie den Radikalfeminismus noch unwidersprochen lassen wollen.

  10. Muriel 21. November 2012 at 13:53 #

    Poe’s Law gilt eben nicht nur bei religiösen Debatten…

  11. OldSchool 21. November 2012 at 14:18 #

    “Diesen Spruch sollen sich die Heteros hinter die Ohren schreiben. Die Homos müssen sich auch mal überlegen, in wie weit sie den Radikalfeminismus noch unwidersprochen lassen wollen.”

    Die homosexuellen Männer sind von den gleichen Nachteilen betroffen, wie die heterosexuellen, einfach, weil sie alle Männer sind.

    Solange man als Mann den Mund hält und kuscht, darf man auch als Hetero hinter den Frauchen herlaufen und bekommt ab und zu ein Leckerli zugeworfen. Sobald man aber den Mund aufmacht und auf gleiche Rechte (und gleiche Pflichten) pocht, ist es mit der Duldung, die man als solcher Mann erfahren hat, auch schnell vorbei.

  12. Michel Houellebecq 21. November 2012 at 15:15 #

    …und die allerprimitivsten PrimatINNEN sind über Vierzig, weiss, geisteswissenschaftlich gebildet und überwiegend publizistisch tätig, wie firgura zeigt: Frau Burmester ist Baujahr 1966. Sie repräsentiert lediglich einen Teil von Generation Golf, nämlich den allerneurotischsten Teil der Problemfrauen o. erw. Zuschnitts. In diesem Zusammenhang von allen Frauen zu sprechen, wäre mehr als nur vermessen. Frauengeneration Prätentiös, wie sie leibt und lebt eben: Kann man getrost vergessen. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich mit Ü40-Frauen gar keinen grossen Kontakt mehr pflege: Es gibt mehr als genug Jüngere…

  13. Matthäus Aloski 21. November 2012 at 15:34 #

    Das könnte Sie interessieren:

    http://videos.t-online.de/keiner-hilft-bewusstlosem/id_60985834/tid_embedded/sid_60999920/index

    Wär´s ne Frau gewesen, so hätte sie vermutlich innerhalb von Sekunden von allen Seiten Hilfe erhalten. …. es war nur ein Mann, der zusammenbrach und am Boden liegen blieb….

    Vielen Dank für die gute Arbeit, die sie leisten.

  14. Muriel 21. November 2012 at 15:53 #

    Boah sagt mal, Leute… Ihr meint das doch nicht ernst, oder?

  15. Atacama 21. November 2012 at 17:06 #

    das hier ist ein Kommentar einer einzigen Person. Kein offener Brief der Feminismus-Vereinigung o.ä.

    Männer sind in Sorgerechtsfragen benachteiligt, keine Frage. Aber dann müssen sie sich auch überlegen was sie sein wollen.
    Wenn sie Ernährer sein wollen und die Frau soll sich um die Kinder kümmern und Erfüllung in der Mutterrolle finden, dann ist es doch logisch, das das Konsequenzen bei der Sorgerechtsvergabe im Scheidungsfall hat oder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit haben kann.
    Da liegt der Hase im Pfeffer. Woran man was drehen muss, ist das Besuchsrecht. Einfach dass im Scheidungsfall dafür gesorgt wird, dass das Kind weiterhin mit beiden Eltern Kontakt haben kann, egal was für ein Rosenkrieg dem vorausging. einem Elternteil (meistens dem Vater) das Besuchsrecht zu verweigern aus Rache, ist schlecht und daran muss man arbeiten. Aber worin genau sind Männer sonst benachteiligt? Wehrpflicht/ZIvi ist ja nun auch weg. Was ist sonst noch im Argen?

    Was die Werbung angeht, da sind definitiv beide Seiten betroffen. oder wollt ihr leugnen dass es Sexismus auch gegenüber dem weiblichen Geschlecht gibt?
    Da wird dann nämlich auch gesagt dass das nur Spaß sei oder “Only the ugly bitches complain about it”.

    Das Geschrei nach “echten”, “richtigen” Männern wie früher halte ich für ungut. schliesslich ist auf Basis dessen ja erst der Feminismus entstanden. Weil man als Frau in so einer “richtigen” Männergesellschaft eben auf eine Weise benachteiligt war von der die aktuelle Männergeneration nur (alp)träumen kann.

  16. Leszek 21. November 2012 at 19:15 #

    Für diejenigen, die sich bisher noch wenig damit beschäftigt haben, mal ein paar Einführungstexte zum Thema „Diskriminierungen, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen, von denen Jungen und Männer betroffen sind“:

    Arne Hoffmann – Was die Männerbewegung will

    http://www.vaetersorgen.de/Maennerbewegung.html

    MANNdat – Was wir wollen

    http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

    Speziell zum Thema „Diskriminierung von Jungen“:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,612997,00.html

    http://sciencefiles.org/2011/05/23/jungen-werden-im-deutschen-schulsystem-benachteiligt/

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,383709,00.html

    http://www.welt.de/gesundheit/article13405748/Die-Gesundheit-von-Jungen-wird-vernachlaessigt.html

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ritalin-gegen-adhs-wo-die-wilden-kerle-wohnten-11645933.html

    Speziell zum Thema „Menschenrechtsverletzungen gegenüber Männern in globaler Perspektive“:

    Arne Hoffmann – Massenvergewaltigungen, Versklavung, Gendercide

    http://www.cuncti.net/haltbar/100-massenvergewaltigungen-versklavung-gendercide

    Speziell zum Thema „Radikalfeministische Hate-Speech gegen Männer“:

    Arne Hoffmann – Wir müssen reden – über Faschismus

    http://www.cuncti.net/streitbar/77-wir-muessen-reden-ueber-faschismus

  17. Leszek 21. November 2012 at 19:58 #

    „Das Geschrei nach “echten”, “richtigen” Männern wie früher halte ich für ungut.“

    Linke und liberale Männerrechtler wie Warren Farrell, Arne Hoffmann oder Wolfgang Wenger lehnen traditionelle Geschlechterrollen als Leitbild genauso ab wie genderistische Umerziehung.

    Arne Hoffmann – Eckpfeiler einer linken Männerpolitik

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8167/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik

    Jeden Menschen als Individuum betrachten und von klein auf und immer so respektieren wie er/sie ist, jeden Versuch der Umerziehung sein lassen – weder Traditionalismus, noch Genderismus – das ist das Motto jedes wirklich emanzipatorischen Maskulismus.

  18. Molderson 21. November 2012 at 20:58 #

    @Atacama

    “Männer sind in Sorgerechtsfragen benachteiligt, keine Frage. Aber dann müssen sie sich auch überlegen was sie sein wollen.” Welche Macht haben denn Männer, um darüber nachdenken zu können. Das Nachdenken ist die eine Sache, die rechtliche Praxis der permanenten Bevorzugung der Frauen als Mütter die andere. Wenn der Mann in solchen Fragen ohnmächtig ist, ist sein Nachdenken ohne Belang. Genauso gut könntest Du alle Menschen auffordern, über den Tod nachzudenken und wie sie im Ablebensfalle sein wollten.

    Was sollen diese Verschwurbelungen, die suggerieren, Männer hätten ein Mitspracherecht? Hast Du ein Mitspracherecht beim Strompreis? Diese Blendgranaten und Nebelkerzen, Menschen wären mitbeteiligt, ist lediglich ein rhetorischer Trick oder eine intellektuelle Unzulänglichkeit, wenn es darum geht, dass der Mann eben nicht darüber nachdenken muss – so als würde dies neben der eigenen Verortung zu einer generellen Neubetrachtung eingeschliffener Strukturen aus Politik und Justiz etwas ändern.

    Wie weltfern.

  19. Atacama 21. November 2012 at 21:38 #

    ” Welche Macht haben denn Männer, um darüber nachdenken zu können.”

    Naja die Frauen haben das doch auch irgendwann gemacht. Und das zu einer Zeit wo man ohne Erlaubnis des Ehemanns nicht mal einer Arbeit nachgehen durfte und ähnliche Späße.
    Ganz so heftig sieht es bei den Mönnern heute doch nun wirklich nicht aus.

    Warum es dennoch nicht klappt (mit dem Kontaktproblem bei scheidungen), obwohl es in der Politik, unter Juristen und Richtern von Männern nur so wimmelt, das erschliesst sich mir nicht. Viele von denen sind doch sicher auch Väter.

    “Das Nachdenken ist die eine Sache, die rechtliche Praxis der permanenten Bevorzugung der Frauen als Mütter die andere. ”

    Wie gesagt, dann müssen die Männerrechtler eine Art “”””weibliche””” Emanzipation” der Männer initiieren, so wie es die Frauen in Bezug auf Männerdomänen (was zu Beginn des Feminismus ja quasi die Arbeitswelt an sich war) gemacht haben und ihr (auch) häusliches Gesicht mehr zeigen.
    Was vielen Männern auch entgegenkäme, denke ich. Zumindest liest man oft von Klagen diesbezüglich, auch was die ersten Wochen/Monate im Leben des Kindes angeht.
    Wenn man ein althergebrachtes Rollenbild will (Mann ernährt, Fraus Job ist Mutter), dann wird das aber nicht funktionieren. Denn wenn man immer betont, dass Erziehung/Kinder Frauensache ist, dann ist es doch fast logisch, dass das Weib bei Sorgerechtsstreits bevorzugt wird – schliesslich ist es ja ihr “naturgegebener Job”.
    Der (dann alleinerziehende) Mann hingegen würde durch Kinder lediglich in seiner Ernährertätigkeit gebremst.

    Bei mir ist das schon eine Weile her, aber wenn ich bedenke, mein Vater hätte mich allein erziehen müssen, das hätte nie und nimmer hingehauen weil er einen ziemlich zeitintensiven Job hatte mit diversen Auslandsaufenthalten.

    Die Lösung kann im Grunde nur sein – Frauen werden mehr in den Arbeitsmarkt einbezogen, Männer treten etwas kürzer und man trifft sich quasi in der Mitte. Dann sind nämlich beide gleichermassen an der Erziehung beteiligt und als Vater steht man nicht aufgrund seiner Tagesstruktur aussen vor. So wie es jetzt ist wenn er wirklich Vollzeit von morgens bis abends arbeitet (und nebenher auhc noch Zeit für Freunde, Hobbys usw. finden will).

    Das ist aber ein Konflikt, weil irgendwie will man das aber doch nicht, weil ist ja voll Weichei und so. Und früher war alles besser und es müssen wieder echte Männer her und so. Weil der Genderkram will einem ja die angeborenen Rollen abtrainieren. .

    Wie gesagt, Sorgerecht und altes Rollenbild passt irgendwie nicht zusammen, da muss man sich für eine Seite entscheiden.
    Besuchsrecht ist was anderes. Wieso keine Sammelklage von wütenden betroffenen Vätern?

  20. Michael 21. November 2012 at 22:35 #

    @Atacama. Noch nichts mitbekommen von den Verfassungsklagen und den Rügen durch den Menschrechtsgrichthof? Grad das Sorgerecht in den deutschsprachigen Ländern wird stark moniert. Aber das wird von Justiz und Familienministerium (also das für alles außer Männern) immer gern ignoriert oder zum. maximalen Vorteil für Frauen ausgelegt. Gemeinsame Sorge soll einklagbar werden, warum nicht grundsätzlich für beide ausser es gibt Gründe die dagegen sprechen. Nein, es wird vom umgekehrten ausgegangen. Warum nicht gleichberechtigte Obsorge für beide nach der Scheidung, nein, ein Kind gehört zur Mutter und die soll so lange wie möglich vom Exmann ausgehalten werden, nennt sich nacheheliche Solidarität.

    Mal ganz davon abgesehen, dass diese ganzen Privilegien im Familien und Elternrecht für Mütter schöne Wahlgeschenke waren von SPD wie auch CDU. Schuldprinzip bei der Scheidung, weg damit. Er zahlt für sie, Ende. Zahlen bis einer von beiden in die Kiste springt. Ja klar gerne. Kinder automatisch zu Mutter und Lügen und Unterstellungen gegen den Exmann werden nicht geahndet, latürnich.

    Ganz ehrlich, Hetero zu sein ist doof! Hetero und Zahlvater zu sein, eine Strafe Gottes. Aber hetero und Zahlvater zu sein und sich sehendes Auges wieder in sowas zu stürzen… himmelschreiende Dummheit!

  21. pedro luis 22. November 2012 at 12:49 #

    @atacama

    Und die Zwangsdienste für Männer sind auch nicht “weg”, sondern nur gnädigerweise ausgesetzt und können jederzeit wiederkommen.

  22. Atacama 22. November 2012 at 15:01 #

    Sollte man sich nicht erst mit Sachen auseinandersetzen die aktuell “da” sind?
    Ob das “jederzeit” wiederkommen kann und wenn, unter welchen Umständen das weiss man nicht.

  23. pedro luis 22. November 2012 at 21:19 #

    @atacama

    Nein, weil es hier (auch) um etwas Prinzipielles geht: männliches Leben = potentiell entbehrlich, weibliches Leben = höherwertig und unbedingt schützenswert. Solange die gesetzlichen Grundlagen nicht geändert sind, wird sich daran nichts ändern.

  24. Gismatis 28. November 2012 at 11:40 #

    An Atacama

    «das hier ist ein Kommentar einer einzigen Person. Kein offener Brief der Feminismus-Vereinigung o.ä.»

    Die Summe macht es aus, nicht der einzelne Beitrag. Man muss auch differenzieren: Nicht die ganze Kultur ist männerfeindlich, sondern Männerfeindlichkeit ist Bestandteil unserer Kultur.

    «Wenn sie Ernährer sein wollen und die Frau soll sich um die Kinder kümmern und Erfüllung in der Mutterrolle finden, dann ist es doch logisch, das das Konsequenzen bei der Sorgerechtsvergabe im Scheidungsfall hat oder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit haben kann.»

    Und was für Konsequenzen sollen das sein? Warum soll der hauptsächlich betreuende Elternteil mit einer höheren Wahrscheinlichkeit das Sorgerecht erhalten? Das ist keineswegs selbstverständlich! Genauso gut könnte der Elternteil das Sorgerecht erhalten, der die Kinder materiell besser versorgen kann.

    «Was die Werbung angeht, da sind definitiv beide Seiten betroffen. oder wollt ihr leugnen dass es Sexismus auch gegenüber dem weiblichen Geschlecht gibt?»

    Kommt darauf an, was man unter Sexismus versteht. Erotisches Auftreten und traditionelle Rollenbilder gehören meines Erachtens nicht dazu.

    «Das Geschrei nach “echten”, “richtigen” Männern wie früher halte ich für ungut. schliesslich ist auf Basis dessen ja erst der Feminismus entstanden. Weil man als Frau in so einer “richtigen” Männergesellschaft eben auf eine Weise benachteiligt war von der die aktuelle Männergeneration nur (alp)träumen kann.»

    Möglicherweise geht es dem heutigen Mann besser als der damaligen Frau, aber was nützt ihnen das? Was nützt das ganz konkret Betroffenen? Zudem ging es der damaligen Frau im Vergleich zu damaligen Männern gar nicht so schlecht. Es hätte genauso gut eine Männerrechtsbewegung entstehen können. Dass nur eine Frauenrechtsbewegung entstehen konnte, betrachte ich als großes Privileg der Frauen. Dabei wissen sie dieses Privileg nicht zu schätzen, sondern sind unzufriedener denn je. An Stelle des «Benachteiligtwerdens» ist ein «Sichbenachteiligtfühlen» getreten.

  25. Atacama 28. November 2012 at 23:49 #

    Kannst du mal ein Beispiel für männerfeindliche werbung geben?

    “Und was für Konsequenzen sollen das sein? Warum soll der hauptsächlich betreuende Elternteil mit einer höheren Wahrscheinlichkeit das Sorgerecht erhalten? Das ist keineswegs selbstverständlich! Genauso gut könnte der Elternteil das Sorgerecht erhalten, der die Kinder materiell besser versorgen kann.”

    Der hauptsächlich betreuende Elternteil ist doch automatisch der materiell schlechter gestellte, es sei denn, man hat geerbt oder im Lotto gewonnen?

  26. Matthäus Aloski 29. November 2012 at 09:04 #

    Zitat:
    “Weil man als Frau in so einer “richtigen” Männergesellschaft eben auf eine Weise benachteiligt war, von der die aktuelle Männergeneration nur (alp)träumen kann.»

    und meine Antwort dazu:

    Was ist das wertvollste im Leben? Das Leben, das Recht auf das Leben selbst, nicht wahr?
    Der Beweis dafür, dass Frauen im ganzen Verlauf der Geschichte massiv benachteiligt waren und wurden, sieht man am deutlichsten daran, dass es überall auf der Welt Soldatinnenfriedhöfe gibt.
    Dort liegen die Schädel und Knochen von Hunderttausenden, nein von Millionen von Frauen, die gezwungen wurden, Frauen niederzumetzeln und sich von Frauen niedermetzeln zu lassen. Befehlsverweigerung während der Schlachten wäre mit einem kalten Schuß hinterrücks in den Nacken bestraft worden.
    Millionen von niedergemetzelten Frauen auf Soldatinnenfriedhöfen sind der stumme Beweis dafür, dass Frauen schon immer benachteiligt waren,
    “auf eine Weise benachteiligt, von der die aktuelle Männergeneration nur (alb)träumen kann.

  27. Matthäus Aloski 29. November 2012 at 09:15 #

    Ergänzung zu meinem vorhergehenden Kommentar:
    Zitat:
    “Weil man als Frau in so einer “richtigen” Männergesellschaft eben auf eine Weise benachteiligt war, von der die aktuelle Männergeneration nur (alp)träumen kann.»

    Übrigens, im Mittelalter wurden Frauen wie Ware behandelt. Frauen wurden von ihren Besitzern ( Fürsten, Herzöge, Kleinkönige) als Soldatinnen an andere Fürsten, Herzöge usw. verkauft.
    Ja, es war ein Albtraum für die Frauen, von der die aktuelle Männergeneration nur (alb)träumen kann.

  28. Matthäus Aloski 29. November 2012 at 09:32 #

    an die Moderation:
    Bitte fügen Sie Folgendes meinem letzten Beitrag hinzu:

    Und wir Männer standen immer voll hinter unseren Frauen:
    Wir schickten sie in die Schlachten und waren stolz auf unsere Soldatinnen.
    Wir feierten sie sogar als Heldinnen, aber das erst, wenn sie in irgendeinem Loch zur Verwesung blieben, oder in den besseren Fällen auf dem Soldatinnenfriedhof verscharrt worden waren.
    Mitleid oder gar Schuldgefühle?
    Aber nein! Sowas hatten oder kannten wir nicht!
    Auch heute noch nicht! Wir Männer waren unschuldig. Wir schickten unsere Soldatinnen in die Schlachten und waren stolz darauf wenn sie auf Soldatinnenfriedhöfen landetetn.

  29. Atacama 29. November 2012 at 17:05 #

    Frauen waren deshalb nicht Soldatinnen weil das das Rollenbild zwischen Mann und Frau aufgeweicht hätte. Und es muss ja auch irgendwer Zuhause bleiben und weiteres Kanonenfutter ausbrüten.

    Ausserdem, es gab natürlich auch weibliche Könige die Feldzüge angeleiert haben (so wie es bei einigen wenigen Völkern auch weibliche Krieger gab), aber in der Mehrheit waren es Männer die miteinander Krieg gespielt und sich verheizt haben.
    Denk doch mal allein an den 1. und 2. Weltkrieg oder Vietnamkrieg, wieviele junge Männer da draufgegangen sind, was hatten da denn bitte Frauen damit zu tun?

    Ich glaube, statistisch tun Männer sich gegenseitig mehr und schlimmeres an als Frauen es mit Männern tun.

    Du tust gerade so als hätten Frauen in der Vergangenheit Männer dazu gezwungen in den Krieg zu ziehen.

    “Übrigens, im Mittelalter wurden Frauen wie Ware behandelt. Frauen wurden von ihren Besitzern ( Fürsten, Herzöge, Kleinkönige) als Soldatinnen an andere Fürsten, Herzöge usw. verkauft.”

    Ersetze Soldatin durch Ehefrau oder Konkubine und es würde sogar hinkommen.

    Ich will Frauen garnicht als heilig hinstellen, aber dass du Frauen jetzt dafür verantwortlich machst, dass Männer mehr als Soldat verwendet wurden und werden als Frauen ist irgendwie absurd.

  30. morus 29. November 2012 at 20:54 #

    @Atacama
    „Ich will Frauen gar nicht als heilig hinstellen“
    Wenn du das nicht möchtest, warum machst du es dann? Mit deinem Post sprichst du diese Gruppe mehr oder weniger frei von der Mitverantwortung für Dinge, die heute als negativ bewertet werden.

    Worauf Matthäus Aloski wohl hinhaus wollte (so verstand ich ihn jedenfalls) ist, dass die Unterdrückung der Frau ein Mythos ist.
    Tatsächlich müsste man eher sagen, dass die Menschen unterdrückt wurden. Frauen und Männer wurden durch die jeweilige Kultur Zwängen ausgesetzt. Sie mussten gewisse Rollen übernehmen und erhielten die daraus resultierenden Vor- und Nachteilen.
    Ich würde mich hüten, bei diesen Vor- und Nachteilen zu urteilen, ob die jetzt für Frauen oder für Männer vorteilhafter waren.
    Diese Zwänge kamen von der Kultur. Eine Kultur, die von Männern und Frauen auf ihre eigene Art getragen wurde.
    So haben sich Frauen beispielsweise keinesfalls als Friedensaktivistinnen ausgezeichnet, im Gegenteil.
    Es ist der moderne Zeitgeist, der hier das Leid von Männern und Frauen gegenseitig aufrechnet und insbesondere das Leid, das gewisse Frauen erdulden mussten/müssen, in den Fokus rückt. Beobachte mal selbst, geht es um Männer, dann wird entweder von Menschen, sozial schwachen, homosexuellen, etc. gesprochen, geht es hingegen um Frauen, dann ist der Fokus auf dem Geschlecht.

    Nun gut, ich finde, wir sollten vorwärts blicken und das betrachten, was ist und sein kann. In diesem Jetzt muss ich Adrian absolut Recht geben, ich nehme den Zeitgeist und die jetzige Kultur genauso wahr wie er.

  31. Atacama 30. November 2012 at 16:09 #

    ” Leid von Männern und Frauen gegenseitig aufrechnet”

    Genau das passiert hier aber gerade.
    Und ich wehre mich dagegen, und bin beileibe keine (Kampf-)emanze die sich jedes Mal aufregt wen jemand “Student” und nicht “StudentIn” sagt, dass nur Männer als Opfer dargestellt werden.

    Ausserdem habe ich immer noch kein Beispiel (am besten mehrere, denn es ist ja angeblich weit verbreitet) für männerfeindliche Werbung bekommen.
    also verlinke bitte ein paar Youtube Clips.

  32. Tempus 30. November 2012 at 19:42 #

    @Atacama

    Du bist eine Frau oder?

  33. pedro luis 1. Dezember 2012 at 10:43 #

    @atacama

    Die Frage nach der männerfeindlichen Werbung ging zwar nicht an mich, ich kann dir da aber trotzdem weiterhelfen:

    http://schlusslicht.blogspot.de/

  34. Atacama 1. Dezember 2012 at 18:09 #

    @pedro

    Danke, hab mir nur die Werbung auf der ersten Seite angesehen. Magst du mir die Männerfeindlichkeit erläutern?

  35. Vertossener 1. Dezember 2012 at 22:53 #

    Auch das Folgende ist Werbung.
    Auch das ist männerfeindliche Werbung:

    Auszug aus einer Webseite einer Gleichstellungsstelle:
    Hilfe für Frauen, während gleichzeitig Männern Hilfe verwehrt wird.
    Zahlen Männer keine Steuern um die Gleichgestelltinnen zu finanzieren?

    Warum werden die Männer ausgeschlossen?

    Hilfe für Männer wird nicht angeboten.

    Auszug aus der Netzseite:

    “Weitere Treffen für Frauen in Trennung

    Auf reges Interesse stößt das Gesprächsangebot für Frauen, die mit Problemen in der Partnerschaft kämpfen und sich trennen wollen oder bereits getrennt haben. Die Treffen werden regelmäßig begleitet und es werden immer wieder verschiedene Probleme aufgegriffen, die in den nächsten Treffen noch vertieft werden können. Aber auch nur das Gespräch mit Frauen, die einer ähnlichen Situation sind, hilft oft schon weiter.
    Die Gruppe der Frauen trifft sich in einem Rhythmus von 3 Wochen. Als weitere Termine stehen nun fest: ……….. Der Raum befindet sich neben dem Festsaal und wird dem Landratsamt zur Verfügung gestellt.
    Interessierte können sich immer wieder anschließen. Die Abende sind kostenlos.
    Eine Anmeldung oder weitere Infos können bei der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes, Frau …….”

  36. Atacama 2. Dezember 2012 at 00:39 #

    Frag das nicht mich, frag das doch einfach ihn hier

    Karl-Heinz Wimmer
    stellv. Gleichstellungsbeauftragter 08561/20-554

    Und dann poste bitte was er gesagt hat. Wenn du ein konkretes Problemansprechen willst, kläre das mit dem Adressaten und frage es ziellos nicht in den Äther hinein, wo keiner der Verantwortlichen sie liest.

    Bitte poste, was er dazu gesagt hat. Würde mich interessieren.

    Er ist Gleichstellungsbeauftragter. Er ist ein Mann. Sage ihm, dass du dich nicht gleichgestellt fühlst, auch in Bezug auf seinen Laden nicht. Sage, dass du dir ein offizielles Gesprächsangebot auch für Männer wünscht.
    So geht man Probleme an.

  37. Atacama 2. Dezember 2012 at 00:41 #

    Wenn du es nicht tust, mache ich es.

  38. Verstossener 2. Dezember 2012 at 02:07 #

    Atacama,
    danke für die Antwort.
    Mir wäre es sehr lieb, wenn Du das machen könntest, d.h. dort anrufen könntest.
    Der Grund:
    Es antwortet immer die Frau am Telefon.
    Ich rief vor etwa einem Jahr dort einmal an und redete mit ihr etwa ne halbe Stunde.
    Sie versuchte mich abzuwimmeln, war mein Eindruck. .. “das hier ist eine Stelle für Frauen..”
    Vor wenigen Tagen war ich auf einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema “häusliche Gewalt”. Ich wagte mich zu melden und zu sprechen, öffentlich. Sie war auch dort als Verantworltiche um Fragen des Publikums zu beantworten und erkannte sofort meine Stimme und machte öffentlich einen nicht guten Kommentar über mich, etwa “ja, ja, Sie kenn ich schon..”
    Könntest Du das für mich übernehmen?
    Danke!

  39. Gismatis 5. Dezember 2012 at 02:34 #

    Atacama: «Kannst du mal ein Beispiel für männerfeindliche werbung geben?»

    Hier ein Beispiel, allerdings aus der Schweiz: http://www.youtube.com/watch?v=pQjp2IkqEeU (Männer werden in Einkaufswagen von Frauen zum Kundendienst gefahren, weil dort «alle Flaschen» abgeliefert werden können). Ich finde jedoch gar nicht, dass es viel männerfeindliche Werbung gibt, aber eben auch kaum frauenfeindliche.

    «Der hauptsächlich betreuende Elternteil ist doch automatisch der materiell schlechter gestellte, es sei denn, man hat geerbt oder im Lotto gewonnen?»

    Ja, eben! Warum soll nicht der andere das Sorgerecht erhalten? Der bis dahin betreuende Elternteil, also meistens die Mutter, wäre dann von ihrer Aufgabe befreit und könnte sich eine Arbeit suchen. Materiell wäre das sinnvoller, weil der bisherige Hauptverdiener, also in der Regel der Vater, mit seinem Einkommen nicht zwei Wohnungen finanzieren müsste.

  40. Atacama 5. Dezember 2012 at 03:22 #

    “Ja, eben! Warum soll nicht der andere das Sorgerecht erhalten? Der bis dahin betreuende Elternteil, also meistens die Mutter, wäre dann von ihrer Aufgabe befreit und könnte sich eine Arbeit suchen. ”

    Und der Vater müsste beides machen. Vollzeit arbeiten um den besseren materiellen Status zu erhalten und gleichzeitig alleine erziehen. Das klingt irgendwie schräg.

    Der der nicht arbeitet, kann auch keine Qualifikationen erwerben die ihn für den Arbeitsmarkt interessant machen.
    Aktuell ist es ja schon ein riesiges Problem, eine Frau oder einen Mann (wobei es häufiger Frauen sind) die zwei, drei Jahre auf den Arbeitsmarkt verzichtet weil man Kinder nicht schon mit einem Jahr oder früher in eine krippe setzen will, wieder zu integrieren.

    Das ist nicht durchdacht. Entweder altes Rollenbild oder neues. Beides gleichzeitig geht nunmal nicht.

  41. Atacama 5. Dezember 2012 at 15:45 #

    @Verstossener

    Ich habe ihm eine Mail geschrieben und das hier ist seine Antwort

    “zu Ihrer Frage darf ich Ihnen mitteilen, dass ich das mail an die Gleichstellungsbeauftragte

    des Lkrs. Rottal-Inn, Frau Barbara Maier zur Beantwortung weitergereicht habe.

    Von dort bekommen Sie dann demnächst eine Antwort.

    Ich bin als stv. Gleichstellungsbeauftragter und gleichzeitig Personalratsvorsitzender im LRA

    für die interne Gleichstellung im LRA zuständig.

    Frau Barbara Maier ist die Gleichstellungsbeauftragte für den Landkreis.

    Grundsätzlich haben Sie vielleicht Recht und die Frage, warum hier das Beratungsangebot auf

    den ersten Blick nur auf Frauen ausgerichtet ist, stellt sich schon.

    Von dem Grundgedanken der Gleichstellung, auch bei unserer Gleichstellungsstelle für den Landkreis,

    kann sich natürlich auch jeder betroffene Mann, der Beratungsbedarf hat, an die Gleichstellungs-

    beauftragte wenden. Das ist hier keine Geschlechterfrage!

    Es geht vielleicht nur darum, das besser zu kommunizieren und auch nach außen darzustellen.

    Es ist wahrscheinlich nur so, dass sich die Männer bei diesem Thema und bei der Frage des

    individuellen Beratungsbedarfs nicht so „outen“ können oder wollen, wie dies Frauen tun (müssen!).

    Bei uns in der Gleichstellungsstelle ist es aber mit Sicherheit nicht so, dass wir das Thema Gleichstellung

    nur aus der Sicht der Frauen sehen.

    Auch Männer sind hier, wenn auch nicht so häufig, davon betroffen.

    Im übrigen gibt es in Landshut einen Männerbeauftragten, an den sich auch Männer aus

    dem Lkrs. Rottal-Inn wenden könnten.

    Ich hoffe, dass damit Ihre Frage zumindest teilweise beantwortet ist.

  42. Verstossener 6. Dezember 2012 at 23:23 #

    Hallo Atacama,

    besten Dank dafür, dass Sie das übernommen haben.

    Als männlicher Betroffener von häuslicher Gewalt habe ich mich immer wieder darüber geärgert, besonders wenn ich in der Presse den Aufruf an Frauen las, dass sie willkommen seien, sich in Partnerproblemen Rat und Hilfe zu holen.
    Aufrufe von der Gleichstellungsbeauftragten an die weiblichen Partner waren das.

    Die Einladungen zum Plausch über Partnerprobleme, nur an Frauen gerichtet, erschienen wiederholt in der lokalen Presse und Anzeigenblättern. …… und dann wird argumentiert:

    „Von männlicher Seite besteht keine Nachfrage!“ Selber schuld!

    Interessant, da erfahre ich also über Sie zum ersten mal, dass es einen Männerbeauftragten gibt oder geben soll.

    Ich geb auf der Netzseite meines Landratsamtes ein: „Männerbeauftragter“.
    Antwort:
    “Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage – männerbeauftragter – übereinstimmenden Dokumente gefunden”. (Auch nicht auf der Un-“Gleichstellungsstelle“)

    Auch kein Hinweis darauf, dass es den tatsächlich geben soll, in der Hauptstadt des Regierungsbezirkes Niederbayern. Ich werde dort mal nachfragen, und warum man von ihm noch nie gehört hat,
    während die Frauenbeauftragte jeden zweiten Tag groß in der Presse erwähnt wird.

    Nochmals besten Dank für Ihre Hilfe.

    „Von dort bekommen Sie dann demnächst eine Antwort.“
    Schön! Ich warte schon ganz gespannt darauf.

    Er schreibt:
    “Grundsätzlich haben Sie vielleicht Recht und die Frage, warum hier das Beratungsangebot auf den ersten Blick nur auf Frauen ausgerichtet ist, stellt sich schon.”

    Nanu!
    Sie haben “vielleicht”?? !! (das) Recht (auf die Frage). ..
    “Auf den ersten Blick nur auf Frauen gerichtet ist”..
    Moment, auch auf den zweiten, dritten, vierten …. Blick ist das Ganze nur auf Frauen gerichtet, obwohl Mann und Frau im gleichen Boot sitzen,
    wenn es um Probleme in der Partnerschaft geht. Dem weiblichen Partner wird Hilfe angeboten, dem männlichen nicht.
    Nennt man das nicht Sexismus von staatlicher Seite aus?

  43. Kuckuckskind 7. Dezember 2012 at 10:42 #

    Die Gleichstellungsstelle in Rottal-Inn schreibt:

    “Im übrigen gibt es in Landshut einen Männerbeauftragten, an den sich auch Männer aus
    dem Lkrs. Rottal-Inn wenden könnten.”

    Ich habe versucht, den Männerbeauftragten für die Bevölkerung von 1,2 Millionen Niederbayerns ausfindig zu machen.

    Auf der Netzseite der Stadt ist nichts zu finden. Suche erfolglos.
    Ich rief die Gleichstellungsbehörde an.
    Es war nur eine Praktikantin anwesend.

    Ein Männerbeauftragter ist dort nicht bekannt.

    Tel. 0871/88-1802
    margaret.paintner@landshut.de
    Gleichstellungsbeauftragte, Stadt Landshut.
    Ich versuch mal per email in Landshut nachzufragen.

  44. Gismatis 8. Dezember 2012 at 13:05 #

    Atacama: «Und der Vater müsste beides machen. Vollzeit arbeiten um den besseren materiellen Status zu erhalten und gleichzeitig alleine erziehen. Das klingt irgendwie schräg.»

    Das gibt es aber. Zudem fiele ja im Vergleich zu vorher die Versorgung der Ehefrau weg. Es kommt natürlich auch auf das Alter der Kinder an.

    «Der der nicht arbeitet, kann auch keine Qualifikationen erwerben die ihn für den Arbeitsmarkt interessant machen.
Aktuell ist es ja schon ein riesiges Problem, eine Frau oder einen Mann (wobei es häufiger Frauen sind) die zwei, drei Jahre auf den Arbeitsmarkt verzichtet weil man Kinder nicht schon mit einem Jahr oder früher in eine krippe setzen will, wieder zu integrieren.»

    Ja, aber je länger sie wegbleiben, desto schwiergier wird es. Die Qualifikationen müssen vorher erworben werden oder halt eben danach. Es ist ja nun wirklich nicht hoffnungslos für eine Wiedereinsteigerin, eine Stelle zu finden, vor allem, wenn sie von jeglicher Erziehungsarbeit befreit sind. Was du schreibst, klingt sehr nach Ausrede und Vermeidungshaltung.

    «Das ist nicht durchdacht. Entweder altes Rollenbild oder neues. Beides gleichzeitig geht nunmal nicht.»

    Es geht noch vieles, wenn man will. Wobei ich die vorgeschlagene Lösung ja gar nicht als Ideal betrachte. Es geht mir einfach darum, aufzuzeigen, dass die herkömmliche Argumentation, da Frauen sich um die Kinder kümmern, könnten sie keine Arbeitsstelle annehmen, nicht zwingend ist. Ich wende mich gegen die weit verbreitete Vorstellung, dass sich für die Mütter nach einer Scheidung auf Kosten der Väter möglichst wenig ändern soll. Dass Mütter also das Haus, die Kinder und die Einnahmequelle behalten sollen, während sich für Väter alles ändert. Er findet sich nach einer Scheidung oft in einer neuen Wohnung wieder, ohne die Kinder, muss zusätzlich zu den alten finanziellen Pflichten diese neue Wohnung finanzieren und neu auch noch Haushaltsarbeiten erledigen. Bei meinem Vorschlag, wären die Lasten gerechter verteilt.
    Ideal fände ich diese Lösung freilich nicht. Am besten wäre es, wenn sich beide Elternteile an der Erwerbs- und Erziehungsarbeit beteiligen würden, sowohl vor als auch nach einer Trennung.

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