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Appell, Appell!

15 Jun

Der sogenannte “Waldschlösschen-Appell” ist eine Initiative, die es es sich zum Ziel gesetzt hat, der “Verharmlosung homosexualitätsfeindlicher Diffamierungen” in den Medien entgegenzutreten. Die Forderungen des Appells richten sich dabei insbesondere an Journalisten und Medienschaffende, dafür zu sorgen, dass bestimmte Aussagen über Schwule und Lesben

1. “deutlich als diskriminierende Anfeindungen zu kennzeichnen und zu verurteilen (so wie es auch etwa bei rassistischen, sexistischen oder antisemitischen Anfeindungen geschieht)”.

2. “Vertretern solcher Aussagen keine Plattformen zu bieten, so lange sie sich nicht klar von ihnen distanzieren”,

und

3. “Homosexuelle in Beiträgen und Diskussionen nicht länger in die Situation zu bringen, sich für ihre sexuelle Orientierung rechtfertigen zu müssen”.

Welches nun sind jene Aussagen, denen künftig keine Plattform mehr geboten werden soll? Konkret führt der Appell hier folgende Punkte auf: Weiterlesen 

позо́р!

12 Jun

Nun hat man es doch geschafft: Homosexualität wird in Russland künftig wieder strafbar sein:

Das nationale Parlament hat am Dienstag einerseits einen Paragrafen verabschiedet, der die Verbreitung von Informationen über «nichttraditionelle sexuelle Beziehungen» unter Minderjährigen in der gedruckten Presse, im Fernsehen, im Radio sowie im Internet mit Ordnungsbussen bestraft. Andererseits können künftig die Verletzung und Beleidigung religiöser Überzeugungen und Gefühle strafrechtlich geahndet werden. Es drohen Geldstrafen und bis zu drei Jahre Haft. Die Ratifizierung durch den Föderationsrat und Präsident Putin gilt als gewiss.

De facto bedeutet das neue Gesetz nichts anderes, als jegliche Information über Homosexualität zu verbieten und somit die Existenz homosexueller Menschen zu negieren. Weiterlesen 

Ode an Tel Aviv

11 Jun

An Ufern warm des Mittelmeers,

liegt sie, die schöne Stadt.

So jung, so frisch, so blank, so fein,

und wirklich alles hat.

*

Voll unbeschwerter Leichtigkeit, Weiterlesen 

Ist der Drops gelutscht?

10 Jun

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die steuerliche Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft beim Ehegattensplitting für verfassungswidrig erklärt hat, kann es den Unionsparteien auf einmal nicht schnell genug gehen: noch vor der Sommerpause will man das Urteil aus Karlsruhe in Gesetzestexte gießen. Eine mögliche neue Niederlage vor Augen, mehren sich nun die Stimmen in CDU/CSU, das vermutlich sensibelste Thema der ganzen Homo-Debatte anzugehen: Weiterlesen 

“BILD”liche Propaganda

5 Jun

Die “BILD” ist das wahrscheinlich einflussreichste Medium des Landes – ob man das nun wahrhaben will, oder nicht. Mit seinenThemen erreicht das Boulevardblatt täglich Millionen von Lesern – entweder direkt – oder indirekt, durch Klatsch und Tratsch auf dem Bau und im Büro.

Und eben jene Millionen Bundesbürger durften am vorgestrigen 3. Juni erfahren, dass das Bundesland Sachsen etwas wahrhaft Skandalöses vorhat:

Die Linke will per Gesetz durchsetzen, dass Kindern bereits in der Grundschule „sexuelles Leben von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen“ vermittelt wird.

Ausgedacht hat sich das Cornelia Falken (56), die bildungspolitische Sprecherin der Linken. Sie sagt: „Die bisherige Vermittlung des Rollenbildes von Mann und Frau ist rückschrittlich.“

Nun gut, über letzteren Satz könnte man streiten. Weiterlesen 

Männerrechte sind Menschenrechte!

3 Jun

Eifrige Stammleser werden sich daran erinnern, dass ich ein gewisses Faible für die Männerechtsbewegung habe, und dass meine Begeisterung für den Feminismus eher unterkühlt ist. Bedauerlicherweise ist meine Liebe zu den sogenannten “Maskulisten” in letzer Zeit ebenfalls ein wenig abgekühlt. Wie man als offen schwuler Mann in die Männerechtsbewegung passt, und sich dort auch aufgehoben fühlen kann, diesen Weg habe ich für mich immer noch nicht gefunden.

Das Blog “Alles Evolution” hat vor kurzem eine älteren Beitrag von mir ausgegraben, indem ich mich recht heftig gegen das Forum “Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?” (wgvdl) positioniert und dieses als “Müllhalde der Männerrechtsbewegung” bezeichnet habe, eine Bezeichnung von der ich bislang nicht abweichen kann.

Leider prägen die nicht selten homophoben, frauenfeindlichen und rassistischen Kommentare auf “wgvdl” das Image der Männerechtsbewegung in einer unheilvoll negativen Art und Weise. Da tut es gut, sich daran erinnern, dass Maskulisten berechtigte und wichtige Forderungen haben, die alle Männer betreffen, seien sie nun schwul oder hetero.

Den meines Erachtens nach besten Überblick über Forderungen der Männerechtsbewegung kann man sich auf der Seite “MANNdat” verschaffen. Die Betreiber der Seite werden es, denke ich, nicht übel nehmen, wenn ich sie an dieser Stelle in voller Länge zitiere. Lesen lohnt sich! Weiterlesen 

Ein steifer Schwanz, der schadet nicht

31 Mai

Die Unternehmen Google und Apple haben mal wieder eine sehr merkwürdige Entscheidung getroffen: Obwohl beide Konzerne für ihre inklusive Firmenpolitik gegenüber Schwulen und  Lesben bekannt sind, haben sie nun eine App akzeptiert, die für sich in Anspruch nimmt, Menschen dabei zu helfen, sich von ihrer Homosexualität “heilen” zu lassen:

Die neue Gratis-Application “Setting Captives Free” verspricht die “Heilung” von Homosexualität innerhalb von 60 Tagen. Nicht einmal nach offiziellen Beschwerden wurde sie aus den Stores der beiden Unternehmen entfernt.

Teilweise sogar auf Deutsch und in vielen anderen Sprachen soll man mit der christlichen App den vermeintlichen “Weg zur Reinheit” finden. “Egal, was Sie anderswo gehört haben, es gibt weder ‘Homosexuellen-Gen’ noch wurden Sie auf diese Weise ohne Hoffnung auf Freiheit geboren. Durch die Kraft von Jesus Christus und des Kreuzes können Sie sich von den Fesseln der Homosexualität befreien”, heißt es im Kapitel “Door of Hope”.

Nur damit ich nicht missverstanden werde: Weiterlesen 

An ihren Brüsten sollt ihr sie erkennen

21 Mai

Es gibt Beiträge, die ich einfach nicht verstehe. Dazu gehört der neueste der “Tagesspiegel”-Kolumnistin Hatice Akyün. Ausgehend von der Brust-Operation, die Angelina Jolie aus Gründen der Krebsprävention vorgenommen hat, hält sie es für angebracht, billige feministische Klischees zum Besten zu Geben, die sich natürlich gegen den Mann richten:

Dieser Weltstar, diese Ikone von Frau hat sich die Brüste entfernen lassen. Wow, was für eine Vorstellung: Lara Croft ist nun flach wie ein Brett. Wenn man manche Schlagzeilen der vergangenen Woche las, dann konnte man auf diesen Gedanken kommen.

Richtig! Man konnte auf diesen Gedanken kommen, und auch ich bin auf diesen Gedanken gekommen. Weiterlesen 

Wofür wir kämpfen

17 Mai

Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie. Heute vor 23 Jahren beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel psychischer Störungen zu streichen. Heute ist ein Tag, der vielleicht nicht viel bedeutet, aber dem man zum Anlass nehmen kann, sich daran zu erinnern, wofür man steht und wofür man kämpft: individuelle Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung, Anerkennung – und natürlich Liebe.

Doch warum dies alles in große Worte fassen, wenn man die Bilder sprechen lassen kann?

Frauen sind gleicher

16 Mai

Der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf bekommt demnächst eine schicke, neue, steuerfinanzierte Sporthalle – deren Benutzung an fünf Tagen die Woche nur Frauen offenstehen soll. Männer werden zu diesen Zeiten die Halle nicht nutzen dürfen.

Wer sich jetzt fragt, wie das gehen  kann in einem Staat, in dem Männer und Frauen angeblich gleichberechtigt sind und vor dem Gesetz gleich sein sollen, dem sei gesagt: es geht nicht! Es widerspricht allen Prinzipien eines liberaldemokratischen Rechtsstaates.

Allerdings – Frauen sind halt gleicher. Sie verdienen unseren Schutz. Unsere Fürsorge. Unser uneingeschränktes Wohlwollen. Dann ist es doch nur gerecht, wenn man die Geschlechter nicht gleichbehandelt. Sondern das weibliche ein wenig gleicher. Immerhin durften Männer jahrhundertelang ohne Frauen auf den Schlachtfeldern verbluten. Dann ist doch nur gerecht, wenn man sie jetzt nicht in Turnhallen lässt. Finanzieren tun sie das alles ja trotzdem. Einfältig wie sie nun mal sind…

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