Archiv für die Kategorie ‘Das andere Ufer’

Ein Hoch dem Profit!

5. Oktober 2008

Auch in Polen beginnt man, das Potential des schwul-lesbischen Marktes zu erkennen. Ja man beginnt sogar damit, Seminare zu veranstalten wie man unsereins nach Strich und Faden ausbeuten kann:

So sollen die Teilnehmer an dem Seminar erfahren, wie groß der Markt für lesbischwulen Tourismus ist und welche Voraussetzungen an das Label “gay friendly” gebunden sind. “Man wird sehen, dass der schwul-lesbische Markt groß ist und homofreundliche Gesellschaften mit großen Profiten rechnen können”

Was besseres kann uns Homos gar nicht passieren.

Tag des schwulen Monologs

4. Oktober 2008

Während ich am gestrigen Tag der Deutschen Einheit in der brandenburgischen Landesvertretung genussvoll Schweinefleisch verzehrte und Wein trank - und damit zweifellos eine Menge Moslems in ihren religiösen Gefühlen verletzt habe - gestaltete sich der Tag der Offenen Moschee in der Berliner Sehitlik-Moschee ähnlich konstruktiv. Der Spiegel berichtet:

Sie wollen nicht provozieren. Sie sind keine schwulen Männer, die Händchen halten und keine Lesben, die ein Kiss-In veranstalten wollen.

Stop! Bitte was? (mehr…)

Volker Beck christianophob

4. Oktober 2008

Anlässlich der päpstlichen Ablehnung des schwulen Botschaftskandidaten Frankreichs gegenüber dem Vatikan äußert sich Volker Beck:

Der Papst ist ein Heuchler: Respekt sieht anders aus.

Der Papst hält sich meines Erachtens nicht an den eigenen Katechismus. Dort heißt es unmissverständlich:
“Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen.“

Beck erzählt hier nur die Hälfte der Geschichte. Denn der Papst handelt im Gegenteil in voller Übereinstimmung seiner Glaubenslehre. Schließlich ist der Botschaftskandidat ein praktizierender Homosexueller, ein Mensch also, den Rom unmissverständlich missbilligt.

Soviel Respekt gegenüber dem katholischen Glauben sollte man von Volker Beck schon erwarten können…

Manchmal hilft Höflichkeit nicht weiter

3. Oktober 2008

David Popescu ist ein kanadischer Wahlkandidat. David Popescu ist evangelikal. David Popescu hält sich für einen moralisch integeren Menschen. David Popescu ist ein Idiot…

Genauer gesagt: Ein dämlicher, unmenschlicher, grausamer Unhold. Gleichsam ein Satan in Menschengestalt. Eine Warze am Hintern der zivilisierten Gesellschaft. Sie finden das intolerant von mir? Da haben Sie recht. Sie finden das unsensibel?

Well, think again: (mehr…)

No rainbows in Bad Salzschlirf

3. Oktober 2008

Tatsächlich, wir haben heute keinen einzigen Regenbogen gesehen. Obwohl gegen Mittag nicht nur überraschend die Sonne schien, sondern sich dazu noch kräftiger Regen gesellte. Die örtliche Therme, die seit einiger Zeit einen schicken neuen Namen trägt, verströmte ungefähr den Charme eines Seniorenkurzentrums. Die Sauna war trotzdem heiss und die Freiluftruhegelegenheit in wunderbarer Herbstsonne hat auch gefallen. Das Gespräch mit dem Herrn aus Fulda, der uns gerne erklärt hätte, wo man in Berlin ausgeht, wenn man sich auf der Hauptstraße befindet - wobei er den Kudamm meinte -, war amüsant. Den Kaffee haben wir dann aber doch lieber wieder in Fulda eingenommen, wo wir nach dem Besuch in Bad Salzschlirf fast schon Großstadtgefühle bekamen. Nicht zuletzt die Torte lohnte den Besuch im Café Thiele, auch wenn wir diesmal an Giovanni eiskalt vorüber gegangen sind.

Diskriminiert worden sind wir übrigens immer noch nicht, nicht mal in Bad Salzschlirf.

Shocking! - Britain goes gay

1. Oktober 2008

Was soll nur aus den guten alten konservativen Parteien der westlichen Welt werden, wenn diese sich weiterhin Schritt für Schritt den Homos öffnen? Egal ob CDU in Deutschland, die Republicans in den USA und nun auch noch die Tories in Großbritannien, überall in diesen Parteien wimmelt es von Homo-Initiativen, Homo-Gruppen, Homo-Sympathisanten und sogar leibhaftigen Homos, bereit sich ins Getümmel zu stürzen und die linke Meinungsführerschaft auf diesem Gebiet, quasi in einem Überraschungsangriff von hinten, zu brechen.

Erinnern wir uns an den Tory Michael Gove, der kürzlich, seinen Parteifreunden ins Stammbuch schrieb, dass ihre traditionellen Attitüden gegenüber schwulen und lesbischen Mitbürgern, gelinde gesagt, not very sophisticated waren. Und nun das: (mehr…)

Wie Schwule junge Heteros ruinieren

30. September 2008

Was wird sich der bekennende Hetero Benjamin Massing wohl gedacht haben, als er ins Modelgeschäft einstieg? Wie toll es doch ist, alleine mit seinem formidablen Aussehen Geld zu verdienen? Liegt nahe. Dass er zum Schwarm junger Frauen avanciert? Womöglich. Dass es Männer gibt, die gleichsam auf ihn abfahren? Offensichtlich nicht:

Model und Hetero-Jüngling Benjamin Massing verklagt ein Schwulenmagazin, weil es ein freizügiges Foto von ihm veröffentlichte.

Das klingt zunächst mal reichlich albern, schließlich werden Models dafür bezahlt, sich “freizügig” auf Fotografien abbilden zu lassen. Gräbt man aber etwas tiefer, scheint diese Aktion allerdings so albern doch nicht zu sein: (mehr…)

Sextipps aus Afrika

30. September 2008

UNORTHODOXE, HARTE, UNKONVENTIONELLE, PROVOKATIVE, ABER WAHRE UND HÖCHST WIRKSAME AFRIKANISCH INSPIRIERTE TIPPS ZUR RETTUNG (VERBESSERUNG) DER SEXUALITÄT

verspricht servicekanal24.de. “Afrikanisch inspiriert” scheint dann wohl auch folgende Frage zu sein, die im Sexratgeber ebenfalls abgehandelt wird:

Homosexualität: sind Männer homosexuell, wegen Ihrer Unfähigkeit Frauen zu befriedigen?

Da antworten wir doch mal ganz europäisch drauf: Natürlich nicht, sonst wären ja rund zwei Drittel aller Mäner schwul.

BILD bizarr

29. September 2008

Die BILD ist entsetzt. Da wählen die US-Republikaner eine Vizepräsidentschaftskandidatin und dann sowas:

Über keinen anderen Kandidaten im US-Wahlkampf gab es je so viele skurrile Geschichten wie über Palin.

Dabei ist die Frau doch eine stockkonservative Politikerin wie alle Welt weiß. Und das soll der BILD nicht behagen? Schauen wir uns die bizarren Einzelheiten einmal an: (mehr…)

Nettigkeiten aus der Provinz

29. September 2008

Auch im baden-württembergischen Waldshut-Tiengen scheint die Verschwulung der Welt langsam Fuß zu fassen:

Manfred Steffen, 41-jähriger Versicherungsfachmann aus Dangstetten: “Ich denke, dass viele Homosexuelle heute offen zu ihrer Sexualität stehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Öffentlichkeit noch Probleme mit Schwulen oder Lesben hat.”

Herr Steffen, Ihr Wort in Gottes Gehörgang.

Trixi Schier aus Waldshut sagt: “Man soll doch alle Menschen leben lassen, wie sie sind. Keiner ist besser oder schlechter als andere.”

Klingt zunächst ganz gut, aber auch ein bisschen nach Relativismus. Denn stimmt es wirklich, dass niemand besser oder schlechter ist als andere?

Edeltraud Schultheiß aus Waldshut sagt: “Man soll alle Menschen so akzeptieren, wie sie sind. Jeder ist doch gleichberechtigt.”

Theoretisch schon, Frau Schultheiß, aber sagen Sie das mal dem Papa Staat.

Denis Kallert aus Waldshut meint: “Waldshut ist ein eher ländliches Gebiet, in dem viele Menschen noch streng katholisch sind und somit auch konservativer und nicht so locker wie anderswo. Daher glaube ich, dass sich nicht alle Homosexuellen hier outen”, so Kallert.

Und nach diesen Momentaufnahmen aus der Provinz geht’s nun wieder ab nach Berlin. Wo alle voll locker drauf sind.