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Vom Recht, eine Schwuchtel zu sein

20 Sep

Liebe Julija Wolkowa,

ältere Semester werden Sie noch als einer der Sängerinnen eines durchschnittlich guten Gesangsduos namens  “t.A.T.u.” kennen, eines Duos, das vor etwa einer Dekade mit einigen Hits und einem unglaubwürdigen Lesbenchic Furore gemacht hat.

Ich wende mich heute an Sie, weil ich kürzlich gelesen habe, dass Sie ihrem Image als russische Staatsbürgerin alle Ehre gemacht, indem Sie merkwürdige Dinge über schwule Männer erzählt haben.

“Würden Sie Ihren Sohn verurteilen, sollte er schwul werden?” hat Sie der Moderator irgendeiner Show gefragt, eine Frage, die Sie vollmundig bejahten, mit der Begründung “Ich finde, dass ein Mann ein Mann bleiben muss”.

Das ist eine durchaus interessante Meinung. Weiterlesen

Heterosexuelle Propaganda, heterosexueller Zwang, heterosexuelle Gewalt

4 Sep

Es war vorauszusehen, dass die Annexion der Krim durch Russland mit einer Verschlechterung der Zukunftschancen von Lesben und Schwulen einhergehen würde. In der Ukraine sah es zwar bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht viel besser aus, aber es gab zumindest die westliche Option, die auf der Krim durch die russische Politik aber nun vollkommen abgewürgt ist: Weiterlesen

A Mari Usque Ad Mare

30 Aug

Also, wie war nun Kanada? Nun ja, was soll ich sagen? Wunderschön! Richtige wilde Natur, freundliche Menschen, exzellente Zivilisation. Ein westliches Land, wie man es sich nicht besser wünschen könnte. Und da sich meine Eindrücke noch nicht ganz gefestigt haben, möchte ich hier, anstelle einer ausführlichen Beschreibung, einen kurzen Überblick über das geben, was mir besonders aufgefallen ist: Weiterlesen

Harry role model

8 Aug

Lange habe ich mich gefragt, was konservativen Christen so an Harry Potter missfällt, dass sie immer wieder massiv davor warnen, die Romane zu lesen. Ich glaube, nun habe ich die Erklärung gefunden: Weiterlesen

Wie der Friedrichstadt-Palast Familien mit Kindern diskriminiert

28 Jul

Der Berliner Friedrichstadt-Palast setzt ein Zeichen gegen staatliche Diskriminierung und Verfolgung:

Die Botschafter folgender Staaten müssen fortan draußen bleiben: Algerien, Burundi, Äthiopien, Mauritius, Sudan, Iran, Pakistan, Palau, Tonga und Russland. Es stehen noch weitaus mehr Länder auf dieser Negativliste, insgesamt 82. Deren offizielle Vertreter werden vom Friedrichstadt-Palast nicht mehr zu Premieren eingeladen. Erstmals gilt dieser Ausschluss für die Premiere des neuen Stückes „The Wyld“ am 23. Oktober. [...]

Nur gegenüber Intoleranz sind wir intolerant“, erklärt Palastchef Berndt Schmidt auf Facebook. Es könne niemandem zugemutet werden, „mit Menschen im gleichen Raum zu feiern, die Staaten repräsentieren, in denen manche von uns und manche von euch hingerichtet, verstümmelt, gedemütigt und eingesperrt werden oder unter Strafandrohung nicht öffentlich über ihre normale sexuelle Orientierung sprechen oder diese nicht zeigen dürfen“.

Um es gleich vorneweg zu sagen: ich finde diese Aktion gut und richtig. Sie wird natürlich nicht viel bewegen, aber sie zeigt, dass sich der Friedrichstadt-Palast Grundsätze und Werte wie Respekt, Menschlichkeit und Anstand auf die Fahnen geschrieben hat.

Selbstverständlich sieht das nicht jeder so. In der Kommentarsektion des “Tagesspiegel” schreibt etwa “wpev”: Weiterlesen

Kein Al Quds-Tag 2014!

14 Jul

Gemeinsam gegen den größten antisemitischen Aufmarsch Deutschlands!

Am 25. Juli 2014 soll der diesjährige größte antisemitische Aufmarsch Deutschlands in Berlin stattfinden. Anlass ist der internationale Al Quds-Tag, der im Jahr 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen wurde. Der Al Quds-Tag (Al Quds ist der arabische Name für Jerusalem) wurde als politischer Kampftag eingeführt, um für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels aufzumarschieren. Seit 1996 zieht der Al Quds-Tags-Aufmarsch jedes Jahr durch die Berliner Innenstadt. Organisiert wird das Ganze von der Hisbollah-nahen „Unabhängigen Al Quds-AG“. Anmelder und Hauptorganisator ist der Berliner Jürgen Grassmann, der in einem Video anlässlich des Al Quds-Tags 2013 davon spricht, dass die weltweiten Ereignisse „nicht zufällig und auch nicht unabhängig voneinander“ geschehen würden, sondern „Verbrechen der Zionisten und ihrer Handlanger“ seien. Auf ihrer Internetseite spricht die Al Quds-AG zudem davon, dass die „öffentliche Meinung durch die zionistisch beeinflussten Massenmedien gezielt und trickreich manipuliert“ würde. Das antisemitische Stereotyp der jüdischen Weltverschwörung wird in diesen und in noch vielen anderen geäußerten Sätzen nur allzu offensichtlich. Weiterlesen

Respekt der Homophobie!

11 Jul

Soll man angesichts solcher Meinungen wirklich noch vernünftig und rational argumentieren?

Gianluca Buonanno, Bürgermeister der knapp 13.000 Einwohner zählenden Gemeinde Borgoseia in der Region Piemont [Italien], will homosexuelle Küsse in der Öffentlichkeit verbieten. Wie die Zeitung “Repubblica” berichtet, plant der Politiker der rechtspopulistischen Lega Nord eine Strafe in Höhe von 500 Euro.

“Ich mag es nicht, wenn zwei Menschen des gleichen Geschlechts ihre Zuneigung in der Öffentlichkeit zeigen”, erklärte Buonanno, der bis Mai auch Mitglied der italienischen Abgeordnetenkammer war und dann ins Europaparlament wechselte. “Es ist eine Frage des Respekts. Ich bin überzeugt, dass dies für Kinder moralisch schädlich ist.”

Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Weiterlesen

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