Archiv für die Kategorie ‘Literatur, Musik und Film’
2. August 2008
Gefreut hat sich Patrick Lindner offenbar nicht damals, als er sich zum Coming-Out entschlossen hatte:
Schließlich ist das ja keine Sache, wo man sagt, okay ich bin es jetzt gern.
Dabei war das doch auch damals schon keine große Sache mehr, oder? Heutzutage jedenfalls freut man sich immer noch, wenn ein Vater, der als Journalist beim Stern beschäftigt ist, sich nicht mehr von Homosexuellen bedroht sieht, sondern von den Jungs, die seine Tochter in der Pubertät entdecken. Homosexuelle haben jetzt statt dessen (more…)
Schlagworte:Abgründe heterosexueller Geschlechtsbeziehungen, Die Verschwulung der Welt, Diskriminierung, Feldforschung, Heterosexualität ist keine Qualifikation, Homosexualität ist normal, Humor ist wenn man trotzdem lacht, Ich habe nichts gegen Schwule aber..., Man wird doch wohl noch sagen dürfen, Meinungsfreiheit, Outing als Pflicht, Sexualität ist Privatsache, Stolze Heteros, Symbole für Homosexualität, Volksmusik
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31. Juli 2008
Nachdem sich Fady Maalouf vor kurzem bereits als Vorbild für Schwule empfohlen hat, die keinen Wert darauf legen, zwangsweise ihr Privatleben in der Öffentlichkeit auszubreiten, äußert er sich nun ähnlich klar zum Thema Migration und was man daraus machen kann:
Ich glaube, Deutschland hat vielen Menschen Chancen gegeben und sie haben sie nicht genutzt. Ich treffe Menschen, die seit zwanzig Jahren hier leben und kein Deutsch sprechen. Viele haben eine Arbeitserlaubnis, aber wollen nicht arbeiten und leben von Sozialhilfe. Das geht nicht. Ich kann schon verstehen, wenn der deutsche Staat solche Einwanderer nicht haben will.
Schlagworte:Einwanderung
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30. Juli 2008
Um mal was klarzustellen: Nicht jeder Mann, der mit einem anderen Mann in einer WG zusammenwohnt, ist schwul. Und was heißt hier überhaupt “Mann”? Wir reden bei Ernie und Bert von Handpuppen aus dem Kinderfernsehen. Das krampfhafte Bemühen, den beiden Dussels aus der Sesamstraße eine wie auch immer geartete Sexualität anzudichten, hat seinen unterhaltsamen Höhepunkt schon lange überschritten. Lasst Ernie und Bert endlich in Ruhe!
Schlagworte:Ernie und Bert, Homosexualität als Pflicht, Homosexualität ist keine Qualifikation, Sesamstraße, Sexualität ist Privatsache
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29. Juli 2008
Ein alter Insiderspruch der Homoszene geht so: “Schwulenfilme sind scheiße! Aber solange sich die Rechtslage nicht ändert müssen wir so tun, als ob uns diese gefallen.”
Doch nicht alles was von Schwulen medial fabriziert wird, muss schlecht sein. Man schaue sich nur einmal die hinreißende Prosa des Pornostars Johan Volny an:
Mein Geld verdiene ich seit einiger Zeit vor allem damit, dass ich problemzonenfrei für das Pornolabel Eurocreme vor der Kamera Kerle beglücke. Ja, problemzonenfrei, das ist wichtig. Denn das harte Studiolicht, wenn ich Glück habe, dann das warme Licht am Strand unter freiem Himmel, ist unerbittlich. Ein Drehtag kann endlos sein, manche (Ein-) Stellungen müssen mehrmals wiederholt werden, da ist es wenig schmeichelhaft, wenn der Maskenbildner mit seinem Schweißabtupfwahn dafür sorgt, dass das Hüftgold in Wallung gerät. Und da mein Lieblingsdrehpartner Julian Breeze dazu neigt genau dahin zu kneifen, wo es schwabbelt, habe ich der Bauchpartie ein Friedensangebot gemacht. Sie bleibt wie sie ist und zieht sich vielleicht noch etwas zurück, dafür stärke ich sie mit spezieller Bauchgymnastik aus den diversen Frauenmagazinen, probiere edle Bodylotions aus („strafft und bräunt!”) und esse gesunde Dinge, um sie von innen heraus zu verwöhnen. Die Rechnung geht auf, meine Szenen der letzten Jahre kann ich ohne Probleme kritischen Freunden vorführen. Und einige Übungen machen sogar richtig Spaß, seitlich auf dem Bett liegend die Beine spreizen etwa. Das strafft die Seitenpartie, verhindert „Love handles” und entspannt den Beckenboden. Kann ich nur jedem empfehlen - und ist einfacher als stupide Sit-ups. Das super Rundum-Paket: Ein entspannter Hintern ist Gold wert und mein Gatte sieht mir dabei auch gerne zu…
Schlagworte:Eurocreme, Homosexualität als Privileg, Johan Volny, Pornografie, Prosa
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27. Juli 2008
Heterosexualität definiert sich im Grunde genommen einfach nur dadurch, dass man sich in gegengeschlechtliche Menschen verliebt und auf deren sexuelle Schlüsselreize besonders abfährt. Für einige ist Heterosexualität jedoch deutlich mehr, nämlich quasi die Eigenschaft eines Herrenmenschen, welcher sich darüberhinaus genötigt sieht, in narzistischer Arroganz jeden abzuwatschen, dessen sexuelle Orientierung ein wenig anders aussieht. Dr. med. Jakob Gysel, Dr. med. Ulrich Juzi, Dr. med. Hans Kuhn, und Walter Gasser gehören zweifellos zu dieser Kategorie stolzer Heterosexueller und nehmen für sich in Anspruch, die Welt endlich schonungslos über die Mythen der Homosexualität aufzuklären. Neuer Wein in alten Schläuchen? Nun ja, Abwasser in Bleirohren trifft es wohl eher:
Der Mythos: Einmal schwul - immer schwul. Eine Änderungsmöglichkeit gebe es nicht (more…)
Schlagworte:Homosexualität erklären, Die Umwelt ist schuld, Evangelikale Sauertöpfe, Stolze Heteros, Homosexualität als Defizit, Die Verschwulung der Welt, Man wird doch wohl noch sagen dürfen, Homosexuelle Lebensweise, Jakob Gysel, Ulrich Juzi, Hans Kuhn, Walter Gasser, Schwul ist cool, Schwul sein ist voll scheiße
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26. Juli 2008
Unruhe um Skandalsong ist ein Interview überschrieben, in dem es, wer hätte das gedacht, um deutschen Hip Hop geht. Anlass ist ein Stück namens “Jimi Blue ist mein Ficker”. Sein Interpret gibt sich humorvoll:
Die weiblichen Fans von Jimi werden sicherlich traurig sein, aber die haben in den meisten Fällen nicht einmal ausgeprägte Geschlechtsorgane. Die sollen sich also mal nicht so anstellen.
Und weil der Künstler so lustig ist, bekommt auch Jimi Blue sein Fett weg:
Willst Du etwa behaupten, Herr Ochsenknecht bevorzugt das männliche Geschlecht und alle Mädchen heben sich umsonst für ihn auf?
Rockstah: Ich glaube ja, dass er mit Vater Uwe geschlafen hat und dabei Wilson entstand. (more…)
Schlagworte:Die gute alte Linke, Heterosexualität ist keine Qualifikation, Hip Hop, Humor ist wenn man trotzdem lacht, Ich habe nichts gegen Schwule aber..., Kommerz und Schwulenhass, Man wird doch wohl noch sagen dürfen, Musiker gegen Schwule, Sexualität ist Privatsache
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23. Juli 2008
Parvez Sharma hat zwölf Jahre lang das Leben homosexueller Muslime in verschiedenen Ländern dokumentiert. Das Resultat ist der Film “Jihad for Love”. In einem Interview erläutert Sharma was hinter dem Projekt steckt:
I think the history of Islam and homosexuality is a complex one. Islam has now been around for 1426 years. We often rush to pronounce all these general statements about Islam and how we should perceive it. One of the most problematic things is that in the West we consider Islam to be this violent monolith.
Ob nun die Ansicht des Westens, dass der Islam eine vor Gewalt strotzende Einheit bildet, problematisch ist, wage ich zu bezweifeln. Wie oft muss man eigentlich betonen, dass das Image des Islam ein anderes sein könnte, wenn man es in den von dieser Religion dominierten Gesellschaften nicht für notwendig erachten würde, Nettigkeiten wie Verfolgung, Repression und mittelalterliche Hinrichtungen zu zelebrieren? Und dann sind da ja noch die Gotteskrieger, die wie Pilze aus dem Boden schießen und jedem - ob Moslem oder nicht - zu verstehen geben, dass man gefälligst so zu leben hat wie sie sich das vorstellen, will man nicht auf seinen Kopf verzichten oder in einem gelb glühenden Feuerball dahinscheiden. (more…)
Schlagworte:Abgründe islamischer Toleranz, Der Westen ist böse, Homokolonialismus, Homosexuelle Lebensweise, Islamisierung
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23. Juli 2008
Nachdem wir gestern gelernt haben, dass die Homophobisierung Chinas nicht dem Westen, sondern dem roten Osten zu verdanken ist, gibt es heute neue Erkenntnisse über die Verschwulung der chinesischen Welt, an der, wie könnte es anders sein, der Westen schuld sein soll. Der hat sich diesmal als Medium einen Kinderfilm ausgesucht, mit dem nicht zuletzt der chinesische Nationalstolz in den Dreck gezogen werden soll: (more…)
Schlagworte:Der Westen ist böse, Dialog der Kulturen, Die Verschwulung der Welt, Homokolonialismus, Rosa Nostra, Symbole für Homosexualität
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22. Juli 2008
Mein Privatleben bleibt mein Privatleben. Wenn die Leute fragen und nachbohren, dann ist es mein gutes Recht zu sagen, dass ich dieses Thema nicht beantworten möchte.
Fady Maalouf auf die Frage, wie er in Zukunft mit seiner Homosexualität umgehen will
Schlagworte:Sexualität ist Privatsache
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