Archiv für die Kategorie ‘Medien’
Role model
22. Juli 2008Mein Privatleben bleibt mein Privatleben. Wenn die Leute fragen und nachbohren, dann ist es mein gutes Recht zu sagen, dass ich dieses Thema nicht beantworten möchte.
Fady Maalouf auf die Frage, wie er in Zukunft mit seiner Homosexualität umgehen will
Heiße Kontroverse um warmen Bischof
17. Juli 2008Unter diesem schlüpfrigen Motto könnte ein Artikel in der WELT stehen, in dem Thomas Kielinger sich mit Gene Robinson beschäftigt. Das ist
der erste zum Bischof erkorene bekennende homosexuelle Geistliche der anglikanischen, nein irgendeiner Kirche auf der Welt.
Vielleicht auch der erste zum Bekenntnis homosexualisierte geistliche erkürende Bischof. Oder der erste zur Homosexualität gebischofte vergeistlichte bekannte Erkorene. Wie auch immer, der Mann ist - so ist man es von Schwulen gewohnt - ziemlich gefährlich. Um ihn nämlich und seine sexuelle Orientierung
wabert und wogt eine zersetzende Debatte, die in den nächsten zwei Wochen, (more…)
Sex auf der CSD-Parade: Provokation und Prüderie
14. Juli 2008Im Kölner Stadt-Anzeiger fand sich vor einigen Tagen ein angenehm unaufgeregtes Plädoyer für Rücksichtnahme bei CSD-Paraden. Hintergrund ist die immer wieder Aufsehen erregende und für Unmut sorgende öffentliche Praktizierung von Geschlechtsverkehr, ob nun auf Wagen, die in der Parade mitfahren oder durch Teilnehmer und Besucher am Rande der Wegstrecke. Tobias Peter plädiert keineswegs gegen die Zurschaustellung nackter Operkörper und Hintern, ebensowenig stören ihn Lack und Lederoutfit von Teilnehmern. Allerdings hält er Grenzen der öffentlichen Darstellung, auch bei einer CSD-Parade, nicht für prinzipiell falsch: (more…)
Wer darf Schwule diffamieren?
14. Juli 2008Der LSVD hat auch schon mal besser formuliert:
Solche Gestalten haben keine Legitimation, Homosexualität zu diffamieren.
war auf dessen Wagen bei der Münchner CSD-Parade als kritischer Kommentar zur Haltung der katolischen Kirche gegenüber Homosexuellen zu lesen. Wer denn legitimiert ist, Homosexualität zu diffamieren, verriet der LSVD allerdings nicht.
Nicht nur der LSVD vergreift sich gelegentlich in der Wortwahl. Manchmal tun es auch die Journalisten, die über ihn und sein Klientel berichten. In diesem Fall die von ad-hoc-news.de, die in ihrer Berichterstattung über den Münchner CSD dem Leser erklären: (more…)
Homo Foul
10. Juli 2008Besser spät als nie:
Anlässlich der Fußball-EM wurde in Österreich ein europaweiter Plakatwettbewerb ausgeschrieben, der die anhaltende Homophobie im Fußball thematisieren sollte. Hier die drei erstplazierten Plakate, von denen mir übrigens das Siegerplakat am Besten gefällt.
Plätze 1 bis 3
Die restlichen Plakate findet man hier.
Wahrscheinlichkeitsforschung und Homosexualität
9. Juli 2008Wer fragt, wie Homosexualität erklärt werden kann, sorgt oft für hitzige Debatten. Die Süddeutsche macht jetzt vor, wie man sich dem Thema ohne Vorurteile nähern kann. Schließlich kann sich der Wunsch, Homosexualität auszumerzen, keineswegs auf “die Natur” berufen: (more…)
Es gibt sie noch, die schwulen Spießer
6. Juli 2008Linke Schwule finden es bekanntlich ab und an furchtbar spannend, darauf hinzuweisen, dass es auch schwule Spießer gibt. Der eine oder andere Konservative wiederum mag der Ansicht sein, dass Spießer niemals schwul sein können. Die einen sollen sich jetzt in einer Kölner Ausstellung davon überzeugen können, dass sie immer schon Recht hatten, die anderen, dass sie sich geirrt haben - zumindest legt das der Untertitel eines Artikels im Kölner Stadt-Anzeiger nahe:
Die Bilder stellen die gängigen Klischees von der Unverträglichkeit von Spießbürgertum und Homosexualität auf den Kopf.
Und deshalb geht’s auch gleich in medias res: (more…)
Promisk in Berlin
5. Juli 2008“promisk queer in Berlin” lautet der Untertitel eines hauptstädtischen Partymagazins, “Queer gewinnt” die programmatische Überschrift des Titelbeitrags der aktuellen Ausgabe. Und weil man mindestens Gender-Studies studieren sollte, um dieses Queer-Ding zu verstehen, macht sich der neue Chefredakteur die Mühe, das Ganze auch uns primitiven Old-School-Schwulen zu erklären. Immerhin, wir dürfen - vorläufig? - homo bleiben:
Das alles heißt jetzt natürlich nicht, dass Lesben und Schwule künftig auf ihre homosexuelle Identität verzichten müssen [sic!].
Ausreichend aber ist sie in Zukunft sicherlich nicht mehr, denn (more…)





