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Gott liebt Homos (oder auch nicht)

3 Jul

Matthew Vines hat es sich zur Aufgabe gemacht, Homosexualität und Christentum miteinander in Einklang zu bringen. Aus christlicher bzw. religiöser Sicht habe ich diesen Ansatz bereits in der Vergangengheit als “fruchtbarer” bezeichnet als meinen eher “atheistischen Ansatz”, der die Bibel im Hinblick auf moralische Fragen als irrelevant abtut,

weil Moral unabhängig von der Bibel existiert. Ob eine Handlung moralisch ist, sollte man nicht an einem Schriftstück festmachen, sondern an der konkreten Situation der in einer Handlung involvierten Menschen.

Auch heute noch halte ich Vines Ansatz für besser, zumindest im Hinblick auf religiöse Kreise

ganz einfach, weil der atheistische Ansatz den Menschen, die er [Vines] ansprechen will, zu abstrakt ist, weil für sie Moral ohne Bibel – oder wie sie sagen würden: ohne Gott – gar nicht vorstellbar ist.

Was hätte ich im Gegenzug religiösen Menschen anzubieten? Weiterlesen

Das ist keine Freiheit!

2 Jun

Die Ansicht, man hätte ein Recht dazu, eine Dienstleistung von jemanden zu fordern, der einem diese Dienstleistung nicht anbieten will, ist nichts anderes als autoritär.

Mit Gott beim Masturbieren

9 Mai

Christian Deker hat seine Erlebnisse mit “Homo-Heilern” in Deutschland nun auch in einem Artikel in der “Zeit” veröffentlicht. Zur dazugehörige Fernsehreportage habe ich bereits hier etwas geschrieben, daher möchte ich auf den grundsätzlichen Inhalt nicht weiter eingehen, sondern mich mit einer Textpassage beschäftigen, indem Deker einen Quacksalber aufsucht, der tatsächlich der Meinung ist, dass

Homosexualität eine “neurotische Fehlentwicklung” sei. Er könne mir keine Garantie für eine Veränderung geben. Aber er wolle mir Hoffnung machen, dass sich meine Sexualität am Ende auf Frauen beziehe, so wie Gott es angelegt habe. Ich frage ihn, ob ich der Einzige mit diesem Problem bei ihm in Therapie sei. Er schüttelt den Kopf und lächelt: “Nein.”

Es ist in gewisser Weise schade, dass Deker diesen “Arzt” unter Berücksichtigung seiner journalistischen Sorgfaltspflicht aufgesucht hat und daher so tun musste, als wäre er tatsächlich an einer Veränderung seiner Homosexualität interessiert. Weiterlesen

Repressive Toleranz

7 Mai

Auf der Internetseite des Norddeutschen Rundfunks findet sich “Die Schwulenheiler”, eine sehenswerte Dokumentation:

Bin ich krank? Christian Deker, schwul und Panorama-Reporter, besuchte Ärzte, die offenbar seine sexuelle Orientierung ändern wollen. Eine Reise in die homophoben Winkel der Republik.

Besonders verstörend finde ich den Anfang, wo Deker in Stuttgart einige Teilnehmer der Demonstranten gegen den Bildungsplan interviewt. An diesen Äußerungen lässt sich gut veranschaulichen, dass die Grundmotivation hinter den Demonstrationen blanke Homophobie ist. Sicherlich ist das nicht überraschend, denn warum sonst sollte man seine freie Zeit damit verschwenden, gegen “sexuelle Vielfalt” zu demonstrieren oder Petitionen dagegen zu unterschreiben? Hier einige Auszüge: Weiterlesen

Evangelikale gegen Disney

1 Mai

Don’t let them in,
don’t let them see
Be the good girl you always have to be
Conceal, don’t feel,
don’t let them know
Well now they know

So singt Elsa, Hauptfigur im neuesten Disney-Streifen “Die Eiskönigin – Völlig unverfroren” (im Original: “Frozen”). Und hat mit diesen Zeilen nicht nur bei Adrian, sondern auch bei vielen Menschen weltweit Emotionen ausgelöst. Weiterlesen

Lesbische Friedhöfe und andere Selbstverständlichkeiten

2 Apr

Beiträge, die zum ersten April erscheinen, sollte man nicht allzu ernst nehmen – auch auf diesem Blog. Die Nachricht, dass in Berlin am Sonntag ein Friedhof eröffnet wird, der sich speziell an Lesben richtet, war aber kein Aprilscherz. So schreibt der “Tagesspiegel”:

Wie der evangelische Kirchenkreis und die Sappho-Stiftung für Lesben am Dienstag entsprechende Medienberichte bestätigten, soll künftig ein etwa 400 Quadratmeter großes Feld auf dem Georgen-Parochial-Friedhof im Prenzlauer Berg Platz für 80 Grabflächen bieten.

Astrid Osterland von der Sappho-Stiftung sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), viele Lesben lebten allein, wollten aber in der Nähe von Freundinnen bestattet werden. Der Lesbenfriedhof lasse auch nach dem Tod die „Wahlverwandtschaft“ deutlich werden.

Erstaunlicherweise hat diese Meldung einiges an Unruhe ausgelöst, etwa bei den Lesern des “Tagespiegel” selbst, aber auch bei einem gewissen Hadmut Danisch, der auf “Cuncti” das Projekt des Friedhofes heftig krititisert. Weiterlesen

Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen!

18 Mär

Der nigerianische Kardinal John Onaiyekan hat der “Deutschen Welle” ein Interview gegeben, in dem er sich auch über das in Nigeria verbschiedet Gesetz gegen Homosexualität äußert. Dieses Interview wäre kaum erwähnenswert, wenn da nicht ein spezieller Absatz wäre:

Das Anti-Homosexuellen-Gesetz besagt einfach nur, dass man in Nigeria eine Beziehung zwischen gleichen Geschlechtern nicht Ehe nennen kann. Weiterlesen

Religion ist nicht genetisch

11 Mär

In einem Bericht über das in Kraft getretene Anti-Homo-Gesetz in Uganda bin ich über eine sehr interessante Begründung gestolpert:

Als Ugandas Präsident Yoweri Museveni Anfang dieser Woche das umstrittene Gesetz gegen Homosexualität unterzeichnet, berief er sich auf das Gutachten eines Wissenschaftler-Komitees, das das Gesundheitsministerium einige Wochen zuvor eingesetzt hatte. “Dessen einstimmige Schlussfolgerung war, dass Homosexualität, entgegen meiner bisherigen Meinung, durch die Umwelt und nicht durch die Gene ausgelöst wird”, schrieb Museveni an US-Präsident Barack Obama, der ihn gebeten hatte, das Gesetz nicht zu unterschreiben. “Sie ist erlernt und kann wieder verlernt werden.”

Lassen wir uns einmal auf dieses Argument ein und gehen davon aus, dass Homosexualität erlernt ist. Weiterlesen

Und ewig lockt die Sodomie

10 Mär

Sagen wir es frank und frei: Homophobe sind moralisch und intellektuell eingeschränkt. Was auch kein Wunder ist, denn wären sie nicht moralisch und intellektuell eingeschränkt, wären sie nicht homophob. Ein Zirkelschluss? Ja, aber einer, der sich auf Erfahrung stützen kann. Nehmen wir beispielsweise den Dominikanerpater Wolfgang Spindler: Weiterlesen

Religion als Privileg

25 Feb

Im US-Bundesstaat Arizona könnte es bald ein Gesetz geben,

wonach Geschäftsinhaber keine homosexuellen Paare bedienen müssen, wenn es eine schwere Last für ihren Glauben ist.

Die Begründung erscheint dabei auf den ersten Blick durchaus sympathisch:

“Jeder der ein Geschäft hat kann entscheiden mit wem er Geschäfte machen will und mit wem nicht”, erklärte [Arizonas Gouverneurin]. “Das ist Amerika, das ist Freiheit.”

Grundsätzlich bin ich ebenfalls dieser Ansicht. Weiterlesen

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