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	<title>Gay West</title>
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	<description>"Die Frage ist nicht, ob ihr uns akzeptiert, sondern ob wir es über uns bringen, euch zu vergeben." (James Baldwin)</description>
	<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 16:00:52 +0000</pubDate>
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		<title>Make Love - Not Jihad</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 16:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Parvez Sharma hat zwölf Jahre lang das Leben homosexueller Muslime in verschiedenen Ländern dokumentiert. Das Resultat ist der Film &#8220;Jihad for Love&#8221;. In einem Interview erläutert Sharma was hinter dem Projekt steckt:
I think the history of Islam and homosexuality is a complex one. Islam has now been around for 1426 years. We often rush to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Parvez Sharma hat zwölf Jahre lang das Leben homosexueller Muslime in verschiedenen Ländern dokumentiert. Das Resultat ist der Film &#8220;Jihad for Love&#8221;. <a href="http://www.365gay.com/features/for-gay-muslims-a-jihad-for-love/">In einem Interview</a> erläutert Sharma was hinter dem Projekt steckt:</p>
<blockquote><p>I think the history of Islam and homosexuality is a complex one. Islam has now been around for 1426 years. We often rush to pronounce all these general statements about Islam and how we should perceive it. One of the most problematic things is that in the West we consider Islam to be this violent monolith.</p></blockquote>
<p>Ob nun die Ansicht des Westens, dass der Islam eine vor Gewalt strotzende Einheit bildet, problematisch ist, wage ich zu bezweifeln. Wie oft muss man eigentlich betonen, dass das Image des Islam ein anderes sein könnte, wenn man es in den von dieser Religion dominierten Gesellschaften nicht für notwendig erachten würde, Nettigkeiten wie Verfolgung, Repression und mittelalterliche Hinrichtungen zu zelebrieren? Und dann sind da ja noch die Gotteskrieger, die wie Pilze aus dem Boden schießen und jedem - ob Moslem oder nicht - zu verstehen geben, dass man gefälligst so zu leben hat wie sie sich das vorstellen, will man nicht auf seinen Kopf verzichten oder in einem gelb glühenden Feuerball dahinscheiden.<span id="more-1652"></span></p>
<blockquote><p>In the West, we traditionally apply those titles of gay, lesbian, bisexual and transgender very easily to sexual identity, and to almost construct political choices around these identities. In Muslim countries, those labels of affirmation aren’t applicable. The labels don’t apply very easily.</p></blockquote>
<p>Natürlich nicht. Denn islamische Länder sind nun mal nicht wie westliche Länder, wer wollte das bestreiten?  Doch was sagt uns das denn nun?</p>
<blockquote><p>I think President Ahmadinejad is very easy to turn into a monster. It is extremely unfortunate how he was treated at Columbia. What people need to understand is the statements he made are open to interpretation. There is a huge debate over what he actually said.</p></blockquote>
<p>Ja, der arme Ahmadinedschad. Auch mir hat er unendlich Leid getan, als die Studenten - <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/09/25/applaus-fur-ahmadinedschad/">nachdem sie anfänglich so begeistert von seiner antiwestlichen Rhetorik waren</a> - seinem Statement über Homosexuelle im Iran einfach gar nichts abgewinnen konnten. Und ob es nun um seine Äußerungen gegen Israel oder um Homosexuelle geht, wie üblich entspinnen sich <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/10/02/muslim-markt-erklart-die-welt-der-homosexuelle-im-iran/">große Debatten darüber</a>, was Ahmadinedschad denn nun eigentlich gemeint hat:</p>
<blockquote><p>Did he mean that homosexuality does not exist like it does in the West? If so, I agree with him. It’s not the same construct.</p>
<p>If he is denying the existence of homosexuals, then I take strong exception to that and invite him to see the film, because I filmed them.</p></blockquote>
<p>Machen wir uns also bereit für eine erneute Lektion darüber, wie anders die <em>Konstruktion Homosexualität</em> in den islamischen Ländern gehandhabt wird:</p>
<blockquote><p>Islam is more diverse on the subject of homosexuality than a lot of non-Muslims realize. Because homosexuality has existed for as long as Islam has existed, in many of these cultures it has often been tolerated, and has sometimes been celebrated.</p></blockquote>
<p>Natürlich gab es Homosexualität schon lange vor dem Islam. Mohammed hat nicht alles erfunden. Das nur mal so nebenbei.</p>
<blockquote><p>If you look at the history, you see examples of homosexuality being celebrated in the arts, in poetry, through the courts of the Ottoman in Turkey, through the courts of the Mughal in India, though differentphases of the Persian empire as it developed.</p></blockquote>
<p>Was genau bringt einem die These, dass Homosexualität in den altislamischen Kulturen offenbar zum gehobenen Lebensstil gehörte? Was erschließt sich aus der lyrischen Anbetung junger Knaben, die dem rechtgläubigen Moslem im Paradies Trauben und Datteln servieren? Etwa, dass die gleichberechtigte Partnerschaft zweier Männer zum Grundstock islamischen Lebens gehört? Das widerlegt die Realität hier und heute. Doch ach, natürlich gibt es Gründe dafür:</p>
<blockquote><p>A lot of the hatred, a lot of the homophobia that exists in the Muslimworld today is inherited from Colonialism. Many of the laws that remain in countries like Egypt or India are laws that were enacted by the British or the French. And those laws remain.</p></blockquote>
<p>Und wieder die Frage: Was sagt uns das jetzt? Dass der Kolonialismus seine Schattenseiten hatte? Quelle Surprise! Doch wenn die Homophobie in islamischen Ländern allein ein Produkt westlicher Einflüsse ist, warum gibt es dann heutzutage solch eine Repression in den Staaten, die für sich in Anspruch nehmen, eben nicht westlich zu sein, sondern ihren eigenen kulturellen Weg zu verfolgen? Warum bleiben in islamischen Ländern aus der Kolonialzeit überlieferte Gesetze gegen Homosexualität bestehen, wenn die Kolonialzeiten  doch längst vorbei sind und solche Gesetze nicht mal mehr in den einstigen Mutterländern existieren?</p>
<p>Ein Einwand hierzu könnte sein, dass der westliche Einfluss den Diskurs in der islamischen Welt nicht nur legislativ sondern auch geistig geprägt hat, dass also die westliche Meinung zur Homosexualität sich in den Köpfen der Muslime festgemacht hat. Doch wie erklärt es sich dann, das Homosexuelle im Westen heute eine Freiheit genießen, die weltweit beispiellos ist, während der angeblich vom westlichen Denken beeinflusste Islam immer noch im gestern verharrt?</p>
<p>Wahrscheinlich hat der Islam eben doch etwas mit Schwulenfeindlichkeit zu tun. Es bedarf ja auch keiner großen Erkenntnisfähigkeit um sich vor Augen zu führen, dass der Grad der Unfreiheit proportional zur Ausübung eines unverfälschten Islam steigt. Man denke nur an die Scharia, einem genuin islamischen Instrument.</p>
<blockquote><p>In the 20th century, there was a revival of extremist Islam. But most gay people living in Muslim societies today are not living under sharia law. They are also not engaging in western constructs of homosexuality in the same language. Pretty much they are allowed to be, as long as they’re not flaunting their sexuality or owning it in apublic way, by let’s say organizing a gay pride parade in Tehran.</p></blockquote>
<p>Sprich: Ein Moslem in islamischen Ländern kann seine Homosexualität ausleben, solange niemand mitbekommt, was er da eigentlich macht. Zuweilen wird dieser Umstand als Toleranz interpretiert, eine Sichtweise, die geradezu obszön ist. Man stelle sich vor, jemand würde postulieren, das Deutsche Kaiserreich wäre für Homosexuelle im Grunde genommen ein Hort der Toleranz gewesen, weil man schließlich als Schwuler machen konnte was man wollte, solange sich eben alles im Privaten abspielte.</p>
<p>Homosexuelle in der islamischen Welt finden sich eben immer noch in Situationen wieder, die der böse Westen längst überwunden hat:</p>
<blockquote><p>I found in the film that the majority of people who have same-sex tendencies assume that being married in a heterosexual marriage is perfectly normal and something they’re required to do by society and by religion and by culture.</p></blockquote>
<p>Und bitte erkläre mir jetzt keiner, dass auch in westlichen Ländern die Mehrheit der Schwulen und Lesben es immer noch für das normalste der Welt hält heterosexuell zu heiraten, heimlich ab und an seinen gleichgeschlechtlichen Lüsten zu folgen und eine Partnerschaft mit dem gleichen Geschlecht noch nicht mal in Erwägung zu ziehen&#8230;</p>
<p>Summa summarum ist das Leben für Schwule und Lesben in islamischen Ländern ein elendes, geprägt von Versteckspielen, Lügen und Furcht vor Repression. Sharma ist allerdings relativ optimistisch, was die Zukunft angeht:</p>
<blockquote><p>There is a vast number of Muslim religious leaders who understand the importance of this film and are keen to engage init, but have not been able to openly support it.</p>
<p>But the discussion has begun now and it’s not going to stop andeventually there will be people who can embrace the film publicly. The floodgates have opened.</p></blockquote>
<p>Es wäre schön, wenn sich das islamische Verständnis von Homosexualität in Zukunft nicht mehr darauf beschränken würde, wahlweise hübschen Knaben zu huldigen bzw. auf einer Zwangsheterosexualität zu bestehen, bei deren Nichteinhaltung man mit Konsequenzen zu rechnen hat. Es wird wohl noch viel Wasser den Nil hinunterfließen bis Homosexuelle im Islam da sind, wo sie im Westen heute sind.</p>
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		<title>Homomade in Entenhausen</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 12:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Nachdem wir gestern gelernt haben, dass die Homophobisierung Chinas nicht dem Westen, sondern dem roten Osten zu verdanken ist, gibt es heute neue Erkenntnisse über die Verschwulung der chinesischen Welt, an der, wie könnte es anders sein, der Westen schuld sein soll. Der hat sich diesmal als Medium einen Kinderfilm ausgesucht, mit dem nicht zuletzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nachdem wir gestern <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/22/homokolonialismus">gelernt haben</a>, dass die Homophobisierung Chinas nicht dem Westen, sondern dem roten Osten zu verdanken ist, gibt es heute neue Erkenntnisse über die Verschwulung der chinesischen Welt, an der, wie könnte es anders sein, der Westen schuld sein soll. Der hat sich diesmal als Medium einen Kinderfilm ausgesucht, mit dem nicht zuletzt <a href="http://www.tvmovie.de/Gruene-Panda-Augen-sind-boese.151.0.html?&amp;detail=2734">der chinesische Nationalstolz in den Dreck gezogen werden soll</a>:<span id="more-1653"></span></p>
<blockquote><p>Der chinesische Künstler Zhao Bandi verlangt gerichtlich eine Entschuldigung der Verantwortlichen von DreamWorks, denn er sieht das Nationalsymbol Chinas in &#8220;Kung Fu Panda&#8221; verunglimpft: &#8220;Ein Panda mit grünen Augen steht für das Böse und kein chinesischer Maler würde diese Farbe für jemanden wählen, der gut ist.&#8221; Noch schlimmer sei allerdings, dass als Vater des Pandas eine Ente herhalten musste. &#8220;Viele Fremde sehen im Panda nicht nur ein Symbol Chinas, sondern auch einen Repräsentanten der Chinesen. Eine Ente als Erzeuger des Pandas ist eine Beleidigung für das chinesische Volk. Ich mache mir große Sorgen, dass junge Chinesen in einigen Jahren denken könnten, dass <a class="iAs" href="http://www.tvmovie.de/Gruene-Panda-Augen-sind-boese.151.0.html?&amp;detail=2734#" target="_blank">Donald Duck</a> einer ihrer Vorfahren ist.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und wer glaubt, dass seine Vorfahren aus Entenhausen kommen, dem hilft auch die Ambiguität des Entensymbols nicht mehr:</p>
<blockquote><p>Zugute halten muss man DreamWorks allerdings, dass die Symbolik der Ente in China nicht eindeutig geklärt ist.</p></blockquote>
<p>Obwohl es eindeutiger kaum noch geht, schließlich</p>
<blockquote><p>Steht die Ente in einigen Landesteilen für Homosexualität oder den Penis,</p></blockquote>
<p>weshalb es außer Frage steht, was mit diesem Film erreicht werden soll. Die kleinen Chinesen sollen glauben gemacht werden, sie stammten allesamt von einer homosexuellen Ente ab. Oder von einem männlichen Geschlechtsteil. Was für eine Alternative!</p>
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		<title>Eine Tucke reist in die Provinz</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8230; und die Dorfpresse ist begeistert
       ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.lippische-wochenschau.de/?page=show&amp;id=58273">&#8230; und die Dorfpresse ist begeistert</a></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gaywest.wordpress.com/1650/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gaywest.wordpress.com/1650/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gaywest.wordpress.com/1650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gaywest.wordpress.com/1650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gaywest.wordpress.com/1650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gaywest.wordpress.com/1650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gaywest.wordpress.com/1650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gaywest.wordpress.com/1650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gaywest.wordpress.com/1650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gaywest.wordpress.com/1650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gaywest.wordpress.com/1650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gaywest.wordpress.com/1650/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gaywest.wordpress.com&blog=573625&post=1650&subd=gaywest&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kann denn Liebe Sünde sein?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 16:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es wird Zeit, dass ich mich an dieser Stelle einmal mit einem Vorwurf gegenüber Homosexuellen befasse, der uns vor allem seitens katholischer Gläubiger präsentiert wird und der zur katholischen Doktrin Roms gehört wie die Anbetung der Jungfrau Maria. Nämlich das Postulat, Homosexualität in der gelebten Ausführung sei Sünde. Rom bezieht in Sachen Homosexualität wie folgt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es wird Zeit, dass ich mich an dieser Stelle einmal mit einem Vorwurf gegenüber Homosexuellen befasse, der uns vor allem seitens katholischer Gläubiger präsentiert wird und der zur katholischen Doktrin Roms gehört wie die Anbetung der Jungfrau Maria. Nämlich das Postulat, Homosexualität in der gelebten Ausführung sei Sünde. Rom bezieht in Sachen Homosexualität <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_und_Religion#R.C3.B6misch-Katholische_Kirche">wie folgt Stellung</a>:</p>
<blockquote><p>Gemäß der römischen Glaubenskongregation ist die homosexuelle Neigung oder Tendenz zwar <span class="mw-redirect">objektiv ungeordnet</span><sup> </sup>und nicht dem Schöpfungssinn von Sexualität entsprechend, aber als solche noch nicht sündhaft, während bewusst und frei vollzogene homosexuelle Akte als schwere Sünde angesehen werden. Personen mit homosexuellen Neigungen sind wie alle Christen dazu aufgerufen ein keusches Leben zu führen.</p></blockquote>
<p>In der Diskussion mit Bloggerkollege NUB habe ich diese Doktrin als schwulenfeindlich <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/11/homofreie-burger-fur-homophobe-burger/#comment-5131">bezeichnet</a> und diesen Standpunkt bei den Bloggern von B.L.O.G <a href="http://www.bissige-liberale.com/2008/07/20/auch-mal-einer-meinung/#comment-33554">noch einmal ausgeführt</a>*:<span id="more-1636"></span></p>
<blockquote><p>Die wohlfeile Unterscheidung - “liebet den Sünder aber hasset die Sünde” - geht mir ziemlich gegen den Strich. Denn in der Praxis ist die Feststellung, Homosexualität sei Sünde ein klar abwertendes Urteil über die innersten Empfindungen einer bestimmten Gruppe von Menschen. Und diesem Urteil kann ein schwuler Mann nur entkommen, indem er sich selbst verleugnet. Tolle Moral!</p></blockquote>
<p>Der Vorwurf der Sünde an die Adresse eines &#8220;praktizierenden Homosexuellen&#8221; wird vom Adressaten zuweilen noch mit dem gönnerhaften Ausspruch garniert, das alles sei aber nicht so schlimm, schließlich seien wir ja alle Sünder. Dieses Argument erschließt sich mir allerdings nicht, denn der Unterschied besteht, was Fragen der Sexualität angeht, doch darin, dass ein Hetero jederzeit seine &#8220;Sünde&#8221; legalisieren kann, etwa indem er heiratet. Mir allerdings bietet sich gemäß katholischem Dogma keinerlei Ausweg. In der Diskussion bei B.L.O.G. <a href="http://www.bissige-liberale.com/2008/07/20/auch-mal-einer-meinung/#comment-33560">schrieb ich dazu</a>, dass Heteros nicht in einer Welt leben in der ihr Liebesleben zum Gegenstand kontinuierlicher moralischer Debatten gemacht wird, bei der man als Schwuler - wenn man den Sündenvorwurf teilt - immer schlecht weg kommt. Und ebenso bedeutend sind die Folgen <a href="http://www.bissige-liberale.com/2008/07/20/auch-mal-einer-meinung/#comment-33560">dieser Debatte</a>:</p>
<blockquote><p>Das Problem ist aber, dass der Vorwurf, mein Leben sei Sünde, für mich persönliche und gesellschaftliche Kons[e]quenzen hat. Deshalb kann ich nicht einfach sagen, dass mir dieser Vorwurf egal ist.</p></blockquote>
<p>Die Ursachen dieser Konsequenzen lassen sich natürlich nicht allein auf die Religion herunterbrechen. Tatsache aber ist, dass die negative Attitüde des katholischen Sündenvorwurfs den Diskurs zuungusten des Lebens konkreter homosexueller Personen mitbestimmt. Ein Umstand, der einfach nicht sein müsste.</p>
<p>An diesem Punkt in der Diskussion kommt von religiöser Seite zuweilen der Einwand, man verwehre religiösen Menschen das, was man als Schwuler stets und ständig einfordert, nämlich Toleranz. Warum, so die Frage, akzeptiere man nicht einfach, dass die Doktrin der Sündhaftigkeit der Homosexualität nun mal zum Kanon des Katholizismus und anderer Religionen gehöre?  Ich frage dagegen: Warum sollte man? <a href="http://www.bissige-liberale.com/2008/07/20/auch-mal-einer-meinung/#comment-33565">und</a>:</p>
<blockquote><p>Warum Homosexualität überhaupt als Sünde/als falsch/als fehlerhaft bezeichnen? Warum diese Anmaßung - anders kann ich es nicht nennen -, über das Liebesleben eines Menschen zu urteilen?</p></blockquote>
<p>Für mich ist das der entscheidende Punkt. Und ich bin mir natürlich im Klaren darüber, dass von Seiten derer, welche die Sündhaftigkeit der Homosexualität hochleben lassen, genügend Gründe für diesen Standpunkt angeführt werden können. Meine Position in der Sache ist allerdings kompromisslos. Ich akzeptiere dieses Urteil nicht und werde es weiterhin als das bezeichnen was es ist: Schwulenfeindlichkeit.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>* Ich betone vorsorglich, dass weder NUB noch die Blogger von B.L.O.G. den Standpunkt, Homosexualität sei Sünde, vertreten haben.</p>
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		<title>Homokolonialismus?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 12:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[International]]></category>

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		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

		<category><![CDATA[Homokolonialismus]]></category>

		<category><![CDATA[Homosexualität ist normal]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus welchem Land berichtet SpOn?
Die junge Szene erwacht langsam, aber schwul oder lesbisch zu sein, bleibt in [...] ein Tabuthema. Oft wissen nur enge Freunde davon, nicht einmal die Eltern. Manche junge [...] wählen die Hetero-Scheinehe als Notausgang - oder denken ans Auswandern.
Erst vor sieben Jahren rang sich die Vereinigung [...] Psychiater dazu durch, Homosexualität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Aus welchem Land berichtet <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,566174,00.html">SpOn</a>?</p>
<blockquote><p><strong>Die junge Szene erwacht langsam, aber schwul oder lesbisch zu sein, bleibt in [...] ein Tabuthema. Oft wissen nur enge Freunde davon, nicht einmal die Eltern. Manche junge [...] wählen die Hetero-Scheinehe als Notausgang - oder denken ans Auswandern.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Erst vor sieben Jahren rang sich die Vereinigung [...] Psychiater dazu durch, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Dabei war literarischen Überlieferungen zufolge im alten [...] gleichgeschlechtliche Liebe weit verbreitet.</p></blockquote>
<blockquote><p>Noch in den neunziger Jahren glaubten [...] Ärzte, Schwule mit Hilfe von Elektroschocks und Brechmitteln kurieren zu können.</p></blockquote>
<p>Na, erraten? Der Westen jedenfalls ist <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/09/20/der-bose-schwule-westen/">ausnahmsweise</a> einmal nicht schuld, denn</p>
<blockquote><p>Erst unter Mao wurde Homosexualität zur Krankheit und sogar zum Verbrechen degradiert.</p></blockquote>
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		<title>Role model</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 08:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Personen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Privatleben bleibt mein Privatleben. Wenn die Leute fragen und nachbohren, dann ist es mein gutes Recht zu sagen, dass ich dieses Thema nicht beantworten möchte.
Fady Maalouf auf die Frage, wie er in Zukunft mit seiner Homosexualität umgehen will
       ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>Mein Privatleben bleibt mein Privatleben. Wenn die Leute fragen und nachbohren, dann ist es mein gutes Recht zu sagen, dass ich dieses Thema nicht beantworten möchte.</p></blockquote>
<p>Fady Maalouf <a href="http://www.borlife.de/html/102352_fady_maalouf_im_intervi.html">auf die Frage</a>, wie er in Zukunft mit seiner Homosexualität umgehen will</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gaywest.wordpress.com/1629/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gaywest.wordpress.com/1629/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gaywest.wordpress.com/1629/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gaywest.wordpress.com/1629/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gaywest.wordpress.com/1629/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gaywest.wordpress.com/1629/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gaywest.wordpress.com/1629/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gaywest.wordpress.com/1629/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gaywest.wordpress.com/1629/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gaywest.wordpress.com/1629/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gaywest.wordpress.com/1629/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gaywest.wordpress.com/1629/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gaywest.wordpress.com&blog=573625&post=1629&subd=gaywest&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kreationisten lächerlich gemacht</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 16:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Religion]]></category>

		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Evangelikale Sauertöpfe]]></category>

		<category><![CDATA[Evolutionsbiologie]]></category>

		<category><![CDATA[Heterosexualität ist keine Qualifikation]]></category>

		<category><![CDATA[Stolze Heteros]]></category>

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		<description><![CDATA[Evangelikale halten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für den Hort des Bösen, da sie nicht so bibeltreu wie man selbst ist. Ganz folgerichtig hat daher jetzt die Partei Bibeltreuer Christen (PBC), wie die evangelikale Nachrichtenagentur idea meldet, der EKD vorgeworfen,
Sie verbünde sich „mit Agnostikern und Atheisten“ gegen bibeltreue Evangelikale, die für die Schöpfungslehre eintreten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Evangelikale halten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für den Hort des Bösen, da sie nicht so bibeltreu wie man selbst ist. Ganz folgerichtig hat daher jetzt die Partei Bibeltreuer Christen (PBC), <a href="http://www.idea.de/index.php?id=917&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=66537&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&amp;cHash=a32d641259">wie die evangelikale Nachrichtenagentur idea meldet</a>, der EKD vorgeworfen,<span id="more-1634"></span></p>
<blockquote><p>Sie verbünde sich „mit Agnostikern und Atheisten“ gegen bibeltreue Evangelikale, die für die Schöpfungslehre eintreten, so Michael Seeber (Essen) im PBC-Magazin Salz &amp; Licht (Karlsruhe).</p>
<p>Ein Stein des Anstoßes ist für Seeber die „Arbeitsgemeinschaft Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften &amp; Biomedizin“ (Kassel). Vertreter der EKD kooperierten mit dieser Gruppe, die sich zum Ziel gesetzt habe, die Kreationisten zu bekämpfen – also jene Christen, die glauben, die Welt sei so entstanden, wie es auf den ersten Blättern der Bibel beschrieben ist. Zum Beispiel habe der Weltanschauungsbeauftragte der württembergischen Landeskirche, Hansjörg Hemminger (Stuttgart), Anfang Februar mit der Arbeitsgemeinschaft Evolutionsbiologie Texte verfasst, in denen Kreationisten lächerlich gemacht würden. Laut Seeber sollten „bibeltreue Christen, die immer noch zur EKD stehen, einen geharnischten Protest an die Kirchenführung richten und für deren Umkehr beten“.</p></blockquote>
<p>Wobei man nicht so recht weiß, ob der liebe Gott überhaupt Zeit hat, sich um die Gebete der Bibeltreuen zu kümmern, denn ganz im Gegensatz zur EKD glaubt man bei den Evangelikalen, dass Gott den lieben langen Tag recht viel zu tun hat:</p>
<blockquote><p>Seeber kritisiert auch die Orientierungshilfe „Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule“, die der Rat der EKD herausgegeben hat. Die Autoren nähmen an, Gott habe das Universum zwar am Anfang erschaffen, sich danach jedoch zurückgezogen; die weitere Entwicklung (Evolution) des Lebens gehe ohne göttliche Einflussnahme vonstatten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Damit ergreife der Rat der EKD einseitig Partei für die Evolutionstheorie und gegen die Evangelikalen.</p></blockquote>
<p>Und das ist schon eine ziemliche Dreistigkeit von der EKD, schließlich sind die Evangelikalen Gottes Sprachrohr hier auf Erden. Wobei ich die These, Gott habe sich nach der Schöpfung des Universums zurückgezogen, auch nicht überzeugend finde. Schließlich hat er z. B. die Schwulen für ihr frivoles Treiben in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Aids gestraft und in den 90ern mit Claudia Roth.</p>
<p>Adrian Brahms aus Oberegge sieht das ähnlich und kommentiert die idea-Meldung daher wie folgt:</p>
<blockquote><p>Die Evangelikalen sehen das sehr richtig. Sie werden von einer Kirche, die sich gänzlich von der Bibel entfernt hat und nur noch durch Skandale um Homosexualität, Förderung von Antisemitismus und Raub von Spendengeldern und Unterschlagung auffällt ausgenutzt.<br />
Wann werden sie die Konsequenzen ziehen und dieses moderne Sodom verlassen?</p></blockquote>
<p>Der Frage schließe ich mich gerne an.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gaywest.wordpress.com/1634/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gaywest.wordpress.com/1634/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gaywest.wordpress.com/1634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gaywest.wordpress.com/1634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gaywest.wordpress.com/1634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gaywest.wordpress.com/1634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gaywest.wordpress.com/1634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gaywest.wordpress.com/1634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gaywest.wordpress.com/1634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gaywest.wordpress.com/1634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gaywest.wordpress.com/1634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gaywest.wordpress.com/1634/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gaywest.wordpress.com&blog=573625&post=1634&subd=gaywest&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>In Memoriam Ahmet Yildiz</title>
		<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/21/in-memoriam-ahmet-yildiz/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 12:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

		<category><![CDATA[Schwule im Militär]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schwulen- und Lesbenszene in Istanbul trauert um den 26-jährigen Ahmet Yildiz. Der junge Mann, der letztes Jahr die Türkei bei einem schwulen Contest in San Francisco vertreten hat, wurde letzte Woche erschossen, als er ein Café verließ. Verwundet versuchte er noch, den Tätern mit seinem Auto zu entkommen, aber er verlor die Kontrolle über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>Die Schwulen- und Lesbenszene in Istanbul trauert um den 26-jährigen Ahmet Yildiz. Der junge Mann, der letztes Jahr die Türkei bei einem schwulen Contest in San Francisco vertreten hat, wurde letzte Woche erschossen, als er ein Café verließ. Verwundet versuchte er noch, den Tätern mit seinem Auto zu entkommen, aber er verlor die Kontrolle über seinen Wagen und starb kurz darauf im Krankenhaus. Die Freunde von Ahmet Yildiz glauben, dies war der erste schwule &#8220;Ehrenmord&#8221; in der Türkei.<br />
<a href="http://www.ggg.at/index.php?id=62&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1045&amp;cHash=aab70a7455"> Weiterlesen</a></p></blockquote>
<p><a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9086&amp;kommstart=10">Update:</a></p>
<blockquote><p>Nun soll sich auch der Lebenspartner des Ermordeten auf der Flucht befinden. Das Konsulat der Bundesrepublik soll dem Mann, der einen deutschen Pass besitzt, geraten haben, die Türkei so schnell wie möglich zu verlassen.</p></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gaywest.wordpress.com/1632/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gaywest.wordpress.com/1632/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gaywest.wordpress.com/1632/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gaywest.wordpress.com/1632/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gaywest.wordpress.com/1632/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gaywest.wordpress.com/1632/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gaywest.wordpress.com/1632/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gaywest.wordpress.com/1632/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gaywest.wordpress.com/1632/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gaywest.wordpress.com/1632/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gaywest.wordpress.com/1632/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gaywest.wordpress.com/1632/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gaywest.wordpress.com&blog=573625&post=1632&subd=gaywest&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Selbst ist der schwule Mann</title>
		<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/21/selbst-ist-der-schwule-mann/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 08:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Damien</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Man wird doch wohl noch sagen dürfen]]></category>

		<category><![CDATA[Stolze Heteros]]></category>

		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Würde ein deutsches Bundesland sich weigern, schwule Touristen ausdrücklich als Zielgruppe zu bewerben, wäre vermutlich rasch von Diskriminierung die Rede. In den USA ist man da weniger etatistisch und schreitet bei Bedarf selbst zur Tat. So kürzlich in South Carolina, wo man einer Werbekampagne unter dem Motto
&#8220;South Carolina is so Gay&#8221;
bereits zugesagte staatliche Gelder nachträglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Würde ein deutsches Bundesland sich weigern, schwule Touristen ausdrücklich als Zielgruppe zu bewerben, wäre vermutlich rasch von Diskriminierung die Rede. In den USA ist man da weniger etatistisch und schreitet bei Bedarf selbst zur Tat. So <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9071">kürzlich in South Carolina</a>, wo man einer Werbekampagne unter dem Motto</p>
<blockquote><p>&#8220;South Carolina is so Gay&#8221;</p></blockquote>
<p>bereits zugesagte staatliche Gelder nachträglich wieder entzog und den für die Bewilligung zuständigen Mitarbeiter entliess. Statt dem Staat nun Vorhaltungen zu machen, griffen beherzte Schwule in bester amerikanischer Tradition zur Selbsthilfe:<span id="more-1623"></span></p>
<blockquote><p>Am Donnerstag hat nun die Homogruppe South Carolina Pride Movement zu Spenden aufgerufen, um die Kampagne zu finanzieren. Der Werbespruch wurde auf deren Website leicht abgeändert zu &#8220;South Carolina will be so gay&#8221;. &#8220;South Carolina ist gegenwärtig vielleicht noch nicht ‚so schwul’, aber wir wollen der Welt zeigen, dass wir es eines Tages sein können&#8221;, erklärte Ryan Wilson, der Präsident des Pride Movement.</p></blockquote>
<p>Vielleicht nimmt sich daran ja auch in Deutschland der eine oder andere Berufsschwule mal ein Beispiel, bevor als erstes nach staatlichen Geldern gerufen wird.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gaywest.wordpress.com/1623/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gaywest.wordpress.com/1623/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gaywest.wordpress.com/1623/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gaywest.wordpress.com/1623/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gaywest.wordpress.com/1623/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gaywest.wordpress.com/1623/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gaywest.wordpress.com/1623/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gaywest.wordpress.com/1623/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gaywest.wordpress.com/1623/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gaywest.wordpress.com/1623/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gaywest.wordpress.com/1623/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gaywest.wordpress.com/1623/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gaywest.wordpress.com&blog=573625&post=1623&subd=gaywest&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Seminar Nummer 3: Warum der Schutz der Freiheit weniger Freiheit erfordert</title>
		<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/20/seminar-nummer-3-warum-der-schutz-der-freiheit-weniger-freiheit-erfordert/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 16:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Das andere Ufer]]></category>

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		<category><![CDATA[Moral und Ethik]]></category>

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		<category><![CDATA[Freiheit ist Dekadenz]]></category>

		<category><![CDATA[Hans Christoph Buch]]></category>

		<category><![CDATA[Homosexualität als Defizit]]></category>

		<category><![CDATA[Katholiken gegen Schwule]]></category>

		<category><![CDATA[Stolze Heteros]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Polemik bezeichnet man &#8220;einen meist scharfen und unsachlichen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen&#8221; (Wikipedia). Ein Text von Hans Christoph Buch - bereits im Jahre 2004 im &#8220;Cicero&#8221; veröffentlicht aber in seiner Intention immer noch hochaktuell - ist als Polemik ausgewiesen und birgt gemäß Definition einen wahren Schatz an unsachlichen Thesen, Behauptungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Als Polemik bezeichnet man &#8220;einen meist scharfen und unsachlichen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polemik">Wikipedia</a>). Ein <a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&amp;item=367">Text von Hans Christoph Buch</a> - bereits im Jahre 2004 im &#8220;Cicero&#8221; veröffentlicht aber in seiner Intention immer noch hochaktuell - ist als Polemik ausgewiesen und birgt gemäß Definition einen wahren Schatz an unsachlichen Thesen, Behauptungen und Unterstellungen. &#8220;Ist Gott ein Four Letter Word?&#8221; ist das Ganze überschrieben. Und damit der Leser auch wirklich weiß was ihn erwartet, wird in der Einleitung noch mal präzisiert:</p>
<blockquote><p><span class="boldRed"> Lange wurden Tabubrüche als Befreiung von Zwängen gefeiert, als Signum einer aufgeklärten Gesellschaft, die sich ihrer Toleranzfähigkeit vergewissert. Oder sind Tabubrüche mittlerweile zwanghafte Routine geworden?</span></p></blockquote>
<p>Scheint so, als erwarte einen das volle Programm eines feinst abgeschmeckten kulturkonservativen Delikatesssüppchens. Und wo es um Toleranz, Tabubrüche und deren zwanghafte Inszenierung geht, da ist &#8220;Kritik&#8221; an Schwulen nicht weit. Hans Christoph Buch macht da keine Ausnahme. Und beginnt mit einer Episode aus seiner Lebensgeschichte:<span id="more-1556"></span></p>
<blockquote><p>Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Homosexuelle öffentlich diffamiert, gesellschaftlich ausgegrenzt und strafrechtlich verfolgt wurden. Damals trat ich für die Streichung des Paragrafen 175 und die Befreiung der gleichgeschlechtlichen Liebe vom Stigma einer krankhaft-kriminellen Veranlagung ein, die sozial schädlich und nur mit Elektroschocks zu kurieren sei.</p></blockquote>
<p>Diesen Einsatz Buchs hier zu loben, sollte nicht ironisch verstanden werden. Gehörte doch das Bekenntnis für eine Entkriminalisierung und Tolerierung der Homosexualität nicht gerade zum gesellschaftlich-politischen Avantgardismus der alten Bundesrepublik. Aber die Zeiten haben sich geändert und während damals die Schwulen noch verfemt und verfolgt wurden, sieht es heutzutage doch ganz anders aus:</p>
<blockquote><p>Davon kann heute keine Rede mehr sein: Das Adjektiv „schwul“ ist vom Schimpfwort zum Ehrennamen avanciert, und Homosexualität erscheint nicht länger als Abweichung, die unterdrückt, verdrängt oder therapiert werden muss, sondern als kulturelle Norm.</p></blockquote>
<p>Nun könnte man Herrn Buch raten, einmal von seinem Schreibtisch aufzustehen und sich hinaus auf die Straße zu begeben, zum Beispiel auf den Schulhof nebenan, um selbst zu erleben, wie ehrenhaft das Wörtchen &#8220;schwul&#8221; unter den Schülern verwendet wird und das es in seiner Beliebtheit, nur noch von &#8220;Jude&#8221; und &#8220;Opfer&#8221; übertroffen wird.  Anschließend sollte sich Herr Buch ins nächstbeste Kino oder Theater begeben, um sich dort die überwältigende Fülle an Stoff bezüglich homosexueller Beziehungen zu Gemüte zu führen. Andererseits kann er dafür auch zu Hause bleiben und Fernsehen schauen. Und wenn er das nächste Mal im Straßencafé sitzt, wird er garantiert kaum heterosexuelle Pärchen sehen. Ein Witz? Ja, denn Homosexualität als &#8220;kulturelle Norm&#8221; zu bezeichnen, ist nicht mehr als ein Witz. Und ein schlechter obendrein. Da kann dem Herrn Buch auch Wowi nicht helfen:</p>
<blockquote><p>Es ist „in“, schwul zu sein, und das Coming-Out prominenter Politiker von Westerwelle bis Wowereit zeugt ebenso von der gesellschaftlichen Akzeptanz der Homosexualität wie die Tatsache, dass alles, was in Paris Rang und Namen hat, zur Einweihungsfête des privaten Fernsehsenders Pink TV erschien, bei der rosa Champagner in Strömen floß.</p></blockquote>
<p>Solche Sätze können nur von Leuten kommen, die selber nicht schwul sind. Menschen vom Schlage eines Hans Christoph Buch wünscht man geradezu, dass sie eines Tages mit der brennenden Begierde zu einem anderen Mann aufwachen, auf das sie selbst erleben, wie es um die gesellschaftliche Akzeptanz der Homosexualität wirklich bestellt ist. Man muss nicht in Larmoyanz verfallen um festzustellen, dass, trotz allen Fortschritts, von Akzeptanz keine Rede sein kann. Mag man als Schwuler samt Partner auch auf jeder <em>bourgeoisen Feier</em> in Paris, London und New York willkommen sein, mag man seiner <em>Dekadenz </em>freien Lauf lassen, indem man den rosa Schampus aus Frauenschuhen trinkt, spätestens wenn man wieder auf der Straße ist und die Stimme des Volkes vernimmt, wird man Akzeptanz geradezu herbeisehnen.</p>
<blockquote><p>Schwul zu sein gilt als fortschrittlich und schick, denn Homosexuelle, so heißt es, seien einfallsreicher, kreativer und fantasievoller als heterosexuelle Frauen und Männer. Wer sich dem modischen Trend verweigert und auf einer traditionellen Geschlechterrolle beharrt, der oder die gilt als rückständig, reaktionär und langweilig.</p></blockquote>
<p>Wer wie Buch nur in Klischees denken kann und nicht merkt, wie unsinnig die Vermengung von Homosexualität und Geschlechterrollen ist, dem ist in der Tat kaum noch zu helfen. Denn um den Einwand, dass auch Homosexuelle nicht immer kreativ, einfallsreich und fantasievoll sein müssen, geht es Herrn Buch gar nicht. Denn liest sich das Bekenntnis für traditionelle Geschlechterrollen nicht vielmehr wie ein Plädoyer für die Zwangsheterosexualität, der sich auch schwule Männer zu unterwerfen haben, weil Männer nun mal zu Frauen gehören und das schon immer so war und überhaupt dies nun mal der gesunde Gang der Dinge ist?</p>
<blockquote><p>So kommt das groteske Resultat zustande, dass sexuelle Perversionen als normal gelten, während die Verteidigung von Ehe und Familie im Sinne eines christlichen Menschenbilds als gefährlicher Extremismus erscheint.</p></blockquote>
<p>Es ist nicht ganz klar, ob Buch unter die &#8220;sexuellen Perversionen&#8221; auch die Homosexualität subsumiert, auf jeden Fall kann man ihm aber vorwerfen, dass er nichts dafür tut um diesen Verdacht zu entkräften. Und er scheint nicht zu merken, wie er selbst dazu beiträgt, den Einsatz für das christliche Bild der Ehe und Familie  zwar nicht mit &#8220;Extremismus&#8221;, aber wenigstens mit unguten Gefühlen zu assoziieren. Denn schließlich halten es die tapferen Streiter für Ehe und Familie nur allzu oft für notwendig, im selben Atemzug den Homosexuellen ihre Menschlichkeit absprechen zu müssen.</p>
<p>Und wie üblich geht alles ganz schnell: Eben war man noch dabei, sein Recht in Anspruch zu nehmen, Homosexualität zu kritisieren und schon  findet man sich in einer Klage über den allgemeinen Verfall der Gesellschaft wieder. Denn schließlich kann man ja das eine vom anderen nicht trennen:</p>
<blockquote><p>Was früher als anstößig und schockierend empfunden wurde – Sodomie, Gummi- und Lederfetischismus, Sadomasochismus und Koprophagie – gehört inzwischen zum Mainstream der Gesellschaft und ruft statt Ablehnung nur noch Achselzucken hervor; sexuelle Perversionen werden wie Kreaturen der Tiefsee als liebenswerte Kuriositäten bestaunt.</p></blockquote>
<p>Ja klar, auf jeder Party unterhalten sich die Leute darüber, wie man seinen Sexpartner am wirkungsvollsten auspeitscht und ob für Fäkalspielereien feste Scheiße vonnöten ist oder man doch lieber den nächsten Dünnschiss abwarten sollte. Und was hat das alles mit Homosexualität zu tun? Nichts, es sei denn man betrachtet all das als Verstoß gegen die ewigen Gebote Gottes:</p>
<blockquote><p>Man muss kein katholischer Moraltheologe sein, um sich darüber zu wundern, dass die Berufung auf die Gebote Gottes oder die Dogmen der Kirche Ekel und Abscheu provoziert, so als habe der gescheiterte EU-Kommissar Rocco Buttiglione eine Obszönität geäußert, als er Homosexualität als Sünde bezeichnete, was sowohl christlicher wie jüdischer und islamischer Glaubenslehre entspricht.</p></blockquote>
<p>Ich bin nun sicherlich kein katholischer Moraltheologe, wundere mich aber, wie bereitwillig Herr Buch hier Dinge zu einem großen Brei zusammenrührt, ohne sich um die viel gerühmte Fähigkeit zur Differenzierung zu bemühen. Für mich kann ich sagen, dass es weniger &#8220;Ekel und Abscheu&#8221; waren, die ich angesichts der Äußerungen empfunden habe, sondern eher Verständnislosigkeit gemischt mit ein wenig Wut. Denn es ist mir absolut unverständlich, wie jemand unter Berufung auf eine religiöse Instanz eine ganze Menschengruppe eines moralischen Defekts bezichtigen kann, nur weil diese nicht das andere, sondern das gleiche Geschlecht liebt. Des Weiteren scheint Herr Buch nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein, wenn er den drei monotheistischen Weltreligionen unterstellt, ihre Lehren in Bezug auf Homosexualität stimmten überein. Zumindest im Juden- und Christentum gibt es breite und breiter werdende Strömungen, die sich von dieser überkommenen Lehre distanzieren - insbesondere hier im Westen - und die in der Homosexualität nicht mehr und nicht weniger sehen als eine Spielart der menschlichen Sexualität, welche an sich keine Grundlage für ein moralisches Urteil bildet.</p>
<blockquote><p>In einem Punkt nämlich stimmen die drei Weltreligionen miteinander überein: dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf und damit dessen Leib geheiligt hat – ein Gedanke, der unserer postmodernen Gesellschaft entweder als hanebüchener Unsinn oder als irritierende Herausforderung erscheint, weil er inkompatibel ist mit der Devise „anything goes“.</p></blockquote>
<p>Wie bitte schön schafft es Buch aus dem Postulat, Gott habe den Menschen nach seinem Bild geschaffen, eine Ablehnung der Homosexualität herauszulesen? Warum sollte Homosexualität nicht &#8220;gehen&#8221;, wenn es doch etwas ist, was zwischen selbstbestimmten Individuen praktiziert wird? Wenn Herr Buch sich daran stört, wie Menschen ihre Beziehungen untereinander gestalten, ist das sein Problem. Was geht ihn denn das an?</p>
<p>Doch es wird noch verrückter:</p>
<blockquote><p>GOTT ist heute ein Four Letter Word, und Begriffe wie Heiligkeit und Sünde gelten als Provokation. (Dass ohne Bewusstsein ihrer Sündhaftigkeit die sexuelle Grenzüberschreitung ihren Sinn und damit auch ihre Anziehungskraft verliert, sei nur in Klammern erwähnt – das Tabu ist der Motor der Lust, wie das mühsam aufrechterhaltene Verbot der Pädophilie beweist.)</p></blockquote>
<p>Spätestens jetzt haben die Sätze von Herrn Buch jeglichen Sinn verloren und er verfängt sich in seinem eigenen Wust angesammelter Empörung über die Dekadenz der freien, säkularisierten Welt. Denn was da so nebenbei in Klammern steht, kann man guten Gewissens als Gipfel der Irrationalität bezeichnen. Offenbar muss man den Satz so verstehen, dass &#8220;sexuelle Grenzüberschreitungen&#8221; nur in einem Milieu gedeihen können, welches diese tabuisiert. Übertragen auf Homosexualität würde das bedeuten, dass diese nur solange existiert, wie sie gesellschaftlich stigmatisiert wird. Dass dies vollkommener Schwachsinn ist versteht sich von selbst. Homosexualität existiert deshalb, weil es für eine bestimmte Anzahl von Menschen nun mal die einzig für sie stimmige Form der Liebe und Sexualität ist und zwar unabhängig davon, ob die Gesellschaft dies nun akzeptiert oder nicht. Die Banalität dieser Aussage ist einem ja schon fast peinlich, aber was soll man machen, wenn es Menschen wie Buch gibt, die einerseits sagen, Homosexualität gedeihe, weil sie &#8220;in&#8221; sei, und im nächsten Moment behaupten, nein, mit zunehmender Akzeptanz verliere sie ihre Anziehungskraft. Das Tabu ist eben nicht der Motor der Lust. Der Motor der Lust ist die Lust und sonst gar nichts. Das Buch sich darüber hinaus nicht zu fein ist, in seiner Gesamtbetrachtung von gottlosen Gesellschaften und deren Befruchtung durch Homosexualität und andere sexuelle Perversionen auch noch die Pädophilie einzubringen, sollte an dieser Stelle dann auch keinen mehr überraschen.</p>
<blockquote><p>Muss das Christentum sich der veränderten Situation anpassen, und hat es das nicht schon immer getan? Ja, gewiss, solange die Anpassung nicht an die Substanz der religiösen Botschaft geht. Es ist nicht wünschenswert, dass der Papst zum Nachbeter des Zeitgeists wird</p></blockquote>
<p>Zunächst einmal muss &#8220;das Christentum&#8221; gar nichts. Es mag sich &#8220;dem Zeitgeist&#8221; anpassen oder an seinen Traditionen festhalten, je nach Belieben. Schließlich unterstehen Auslegung und Interpretation der religiösen Botschaft genau so dem pluralistischen, gesellschaftlichen Diskurs wie andere Weltanschauungen auch. Ob es wünschenswert ist, dass der Papst zum Nachbeter des Zeitgeistes wird, ist Ansichtssache. Persönlich halte ich es allerdings nicht für wünschenswert, wenn Papst nebst Kirche am Dogma der Sündhaftigkeit der Homosexualität festhalten, nur weil das schon immer so war. Wer wie Buch offenbar glaubt, man müsse um ein moralischer Mensch zu sein, Homosexualität als Sünde betrachten, hat meiner Ansicht nach keinerlei Vorstellung von Moral und sich nach meinem Dafürhalten als integerer Mensch disqualifiziert.</p>
<blockquote><p>der Ausverkauf moralischer Werte ist doppelt fragwürdig, wenn dadurch einem aggressiven und intoleranten Islam Tür und Tor geöffnet wird.</p></blockquote>
<p>Womit sich die kulturkonservative Argumentation geschlossen hat. Damit der Westen dem intoleranten Islam die Stirn bieten kann, muss er also selbst wieder ein gutes Stück intolerant werden und sich von der Instanz Kirche diktieren lassen, was richtig und falsch, gut und böse ist. Die individuelle Freiheit spielt bei dieser Betrachtung naturgemäß keinerlei Rolle. Buch und Konsorten streiten nicht aus Liebe zur Freiheit gegen die Intoleranz des Islam, sondern weil sie ihn als Konkurrenz zu dem von ihnen bevorzugten  intoleranten Christentum ausschalten wollen.</p>
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