Schlagwort-Archiv: Berlin

Frauen sind gleicher

16 Mai

Der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf bekommt demnächst eine schicke, neue, steuerfinanzierte Sporthalle – deren Benutzung an fünf Tagen die Woche nur Frauen offenstehen soll. Männer werden zu diesen Zeiten die Halle nicht nutzen dürfen.

Wer sich jetzt fragt, wie das gehen  kann in einem Staat, in dem Männer und Frauen angeblich gleichberechtigt sind und vor dem Gesetz gleich sein sollen, dem sei gesagt: es geht nicht! Es widerspricht allen Prinzipien eines liberaldemokratischen Rechtsstaates.

Allerdings – Frauen sind halt gleicher. Sie verdienen unseren Schutz. Unsere Fürsorge. Unser uneingeschränktes Wohlwollen. Dann ist es doch nur gerecht, wenn man die Geschlechter nicht gleichbehandelt. Sondern das weibliche ein wenig gleicher. Immerhin durften Männer jahrhundertelang ohne Frauen auf den Schlachtfeldern verbluten. Dann ist doch nur gerecht, wenn man sie jetzt nicht in Turnhallen lässt. Finanzieren tun sie das alles ja trotzdem. Einfältig wie sie nun mal sind…

pi pi Berlin

31 Mär

Sie sind homosexuell und suchen ein Hotel in Berlin? Kein Problem, sollte man meinen. Bei visit Berlin, dem offiziellen Tourismusportal der deutschen Hauptstadt, scheint man das anders zu sehen. Und so wirbt man hier für eine ganz besondere Liste von Hotels, in denen Weiterlesen 

Dein Platz an der Sonne

23 Okt

Als ich aufwuchs, haben Mädchen und Jungen gemeinsam auf Spielplätzen gespielt. Gemeinsam haben wir Rutschen, Schaukeln, Wippen und Sandkästen benutzt. Dabei hätte mir schon damals klar sein müssen, das solche harmlosen Vergnügungen in Wirklichkeit problematisch sind, mir hätte schon damals klar sein müssen, dass Spielplätze in Wirklichkeit ein Hort von Ausgrenzung und sexistischer Diskrimierung sind:

Berlins Bezirke prüfen Gleichberechtigung auf Spielplätzen. Die Idee dazu entstand auf der Fachtagung „Gender Budgeting – von der Analyse zur Steuerung“. 21 Kriterien wurden festgelegt, die die „Gendergerechtigkeit“ der Kinderbespaßung bewerten sollen. Für ein positives Ergebnis müssen die Spielplätze zum Beispiel „multifunktionale Spielangebote“ und „nutzungsneutrale Bereiche“ haben. [...] Weiterlesen 

Keine Heten, bitte!

14 Mai

Am 9. Juni findet in Berlin die Karrieremesse MILK statt, die sich auf dem Markt eine Nische als Jobmesse erobert hat, die gezielt Schwule und Lesben anspricht. Das Besondere an der MILK versucht dabei deren Organisator Stuart B. Cameron auf “queer.de” zu erklären:

Jeder wünscht sich einen offenen Arbeitgeber. Auf der MILK bieten genau solche Unternehmen Jobs und Praktika in verschiedenen Branchen. Aber auch Vorträge und Workshops, die normalerweise viel Geld kosten, gibt es bei uns kostenlos. Man kann seinen Lebenslauf vorher hochladen und noch auf der Messe ein Bewerbungsgespräch haben. Unsere Karriereexperten checken kostenlos Bewerbungsmappen auf Schwachstellen. Und, und, und… Die Unternehmen sind von unserem Konzept überzeugt. Wir sind für dieses Jahr ausgebucht, mehr als 70 Unternehmen erwarten die Besucher.

[....]

Unsere Aussteller outen sich selbst als stolze Unternehmen, die Vielfalt fördern.

Es geht also um Arbeitgeber, die offen sind und Vielfalt fördern. Aber soll das tatsächlich der große Unterschied zu einer gewöhnlichen Jobmesse sein? Weiterlesen 

Danke, Friedrichstadt-Palast!

7 Apr

Der Berliner Friedrichstadt-Palast hat als Reaktion auf das russische Gesetz gegen so genannte “homosexuelle Propaganda”, einen Boykott gegen Russland ins Leben gerufen. Bemerkenswert an dieser Erklärung – nachzulesen u. a. auf “queer.de” – ist die prägnante, kernige Sprache, welche die Dinge beim Namen nennt: Weiterlesen 

Endlich Frühling!

22 Mär

Strahlend blauer Himmel (und ein Schönwetterwölkchen) über der Apostel-Paulus-Kirche…

… und Blüten vor dem Rathaus Schöneberg

Nicht zu vergessen die hübschen Männer, die nun wieder mehr von sich zeigen.

(Fotos von denen hab ich leider keine – Privatsphäre und so…)

Rassismus im Wedding

19 Feb

Zum Rassismus gehört es, Menschen auf Grund Ihrer Hautfarbe und Herkunft bestimmte Charaktereigenschaften zuzuweisen. So gesehen ist die politische Linke konsequent rassistisch, weil Sie eben tatsächlich Menschen mit Migrationshintergrund anders behandelt, als Menschen ohne diesen “Bonus”. Im Berliner Wedding lässt sich das gerade äußerst anschaulich beobachten: Weiterlesen 

Der “andere” Friedrich

24 Jan

Wir in der Mark Brandenburg (einschließlich Berlin) mögen unseren Preußenkönig Friedrich II. Das hat einerseits natürlich mit dem beachtlichen geschichtlichen Wirken des “alten Fritz” zu tun, der aus der Streusandbüchse der deutschen Landen eine europäische Großmacht geformt hat, die sich in ihrer Hochzeit von Köln bis nach Memel erstreckte. Es hat aber auch – etwa im Gegensatz zu Bayern – mit unserem Mangel an Traditionen und Bräuchen zu tun, ein Mangel der uns umso ehrfürchtiger zu großen historischen Namen aufblicken lässt.

Diese Jahr, an diesem Tag, feiert die Mark den 300 Geburtstag Friedrich II. Viel wird die Rede sein, von seinem Wirken als respektabler Staatsman, als Künstler und militärisches Genie, als “Diener des Staates”, als einem modernen Monarchen, der sich der Aufklärung verschrieb.

Preußen hat seinen Nimbus als Ursprung und roter Faden der nationalsozialistischen Barbarei verloren. Das ist gut so! Nun ist es Zeit sich auf das Privatleben der Hohenzollern zu konzentrieren. Zugegeben in Schwulenkreisen ist die Homophilie Friedrichs seit jeher ein offenes Geheimnis. Doch wer hätte gedacht, dass dies sozusagen in der Familie lag?

Die Historikerin Eva Ziebura gestattet uns jedenfalls interessante Einblicke in eine Geschichte, vor denen es kulturkonservativen Rittern des Abendlandes grausen muss. Lesenswert!

Ich gelobe Besserung

24 Sep

Wie war es denn nun auf der Demonstration gegen den Papst, der ich mit großer Spannung entgegengefiebert habe? Nun ja, es war nicht so aufregend wie ich gedacht habe. Die Protestparolen waren für links-grüne Verhältnisse relativ intelligent, die Reden anhörbar und die Menschen im Großen und Ganzen aufgeschlossen und friedlich. Aber irgendwie habe ich mich nicht heimisch gefühlt, irgendwas hat gefehlt. Weiterlesen 

Berlin hat gewählt…

18 Sep

…und ich habe nicht mitgemacht. Bei der letzten Landtagswahl habe ich noch FDP gewählt. Seitdem hat sich viel verändert. Die FDP ist zu einer sozialdemokratischen Partei verkommen und meine Einschätzung über die Grundlagen und die Bedeutung der Demokratie  hat sich gewandelt. Mein Recht eine Partei zu wählen bedeutet mir nichts mehr.

Im Geiste bin ich Anarchist. Demokratie ist auch nur eine Herrschaftsform, in der die Mehrheit bestimmt, wie man sich am besten in das Leben aller anderen Menschen einmischen kann. Wahlen sind Unsinn! Für Gegenargumente bezüglich dieser Position wäre ich dankbar. Ich habe nämlich keine mehr.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 73 Followern an

%d Bloggern gefällt das: