Schlagwort-Archiv: Die gute alte Linke

Männer, jetzt geht’s los!

2 Mär

Vor etwa 10 Jahren veränderte ein Buch meine Sicht der Dinge auf die Welt. Nun bestärkt mich ein neues Buch in dieser Sicht. Arne Hoffmanns frisch veröffentlichtes Werk “Plädoyer für eine linke Männerpolitik” kommt nicht als Paukenschlag daher, was dem Autor allerdings nicht anzulasten ist. Zu sehr bin ich bereits mit der Thematik Männerrechtsbewegung vertraut; die Überraschung und den Schock darüber, in welchem Maße Männer weltweit diskriminiert und benachteiligt werden, habe ich bereits vor einer Dekade erfahren.

Zweifellos aber wird das Buch, auf für mit der Thematik unbeleckte Leser, zunächst verstörend und schockierend wirken. Weiterlesen

Gay West ist nicht die “schwule Community”!

16 Nov

Ich fühle mich in gewissen Sinne geschmeichelt, dass Jürgen Elsässer meinen bescheidenen Blogeintrag auf unserem bescheidenen Blog als Zeichen dafür sieht, dass innerhalb der “Schwulen-Community” ein Dissens über den Umgang mit “Compact” und der von seinem Magazin veranstalteten Konferenz herrscht.

Elsässer hat sicherlich nicht ganz Unrecht, wenn er schreibt: Weiterlesen

Gewitterfront oder Kaninchenfurz?

15 Nov

Am 23. November diesen Jahres wird in Leipzig eine Konferenz des Magazins “Compact” stattfinden, die sich mit der “Zukunft der Familie” in Europa beschäftigen wird. Die eher konservative Ausrichtung der Konferenz erkennt man einerseits an den Schlagwörtern “Familienfeindlichkeit, Geburtenabsturz, Sexuelle Umerziehung” und andererseits an der Rednerliste, die unter anderem Berhard Lassahn, Elena Misulina und den Initiator der Konferenz, Jürgen Elsässer, umfasst.

Der gesamte Gestus der Konferenz lässt zu Recht vermuten, dass der tolerante westliche Umgang mit Schwulen und Lesben als Mitverursacher dafür genannt werden wird, warum Heteros immer weniger Kinder bekommen. Interessanterweise ist sich die Konferenz des Vorwurfes der Homophobie bewusst, und versucht diesem gleich im Vorfeld entgegenzutreten: Weiterlesen

Vielfalt statt Einheit

21 Aug

Udo Walz macht Wahlwerbung für Angela Merkel. Das ist keine Überraschung und die entsprechende Meldung wäre es daher nicht wert, darüber zu schreiben. Bemerkenswert sind jedoch mal wieder die dazugehörigen Kommentare, in denen sich die gesammelte Arroganz mancher Linker bündelt. Den politisch Andersdenkenden für geistig minderbemittelt zu erklären, versucht dieser Kommentator: Weiterlesen

Rettet das Wahlrecht für Schwule! Stoppt Helmut Kohl!

23 Jul

Helmut Kohl war Trauzeuge bei der Eintragung einer Lebenspartnerschaft. Manch einer aus der Leserschaft von queer.de lässt seinen Gewaltfantasien daraufhin freien Lauf. Fast noch harmlos kommt dieser Kommentar daher, der offenbar meint, Gesetze seien nur für die da, die sie erkämpft haben  – und in seinem Ärger nicht einmal bemerkt, dass keineswegs Kohl eine Lebenspartnerschaft eingegangen ist, sondern ein Freund von ihm, von dem überhaupt nicht bekannt ist, dass er “uns” Steine in den Weg gelegt habe: Weiterlesen

Pornos statt Palästinenser

3 Jul

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass sich die antikapitalistische, antiwestliche Linke von der Homo-Bewegung mehr und mehr distanziert. Das ist zu erwarten, denn das Recht auf Liebe zum und der  Beischlaf mit dem gleichen Geschlecht gehörte nie zum Kernanliegen des linken Antikapitalismus, sondern war und ist lediglich ein Instrument, mit dem das bestehende “System” gestürzt werden soll. Solange im Westen Schwule und Lesben diskriminiert und verfolgt wurden, waren sie brauchbare Bundesgenossen. Seitdem aber der Westen die Vorreiterrolle für Homorechte übernommen hat, beginnt man von linker Seite an Schwulen und  Lesben grundsätzliche politische Kritik zu üben.

Ob man die Basler Zeitung als “links” und antikapitalistisch” bezeichnen kann, mag man bezweifeln. Der Artikel der Autorin Simone Meier zeigt allerdings sehr schön einige Grundzüge “progressiver” Kritik an der Homo-Bewegung auf:

Eigentlich sagt das schöne Wort «queer» schon alles. Quer steht es in der Landschaft, schräg, es findet sich da beim besten Willen nichts rechtwinkliges, es trägt alles in sich, was die Bewegung der Lesben, Schwulen und Transsexuellen, der LGBTQ-Community also, im Kern jahrzehntelang ausgemacht hat: Subversion, eine kreative, kämpferische Kraft, eine andere Perspektive auf die Gesellschaft, die Politik, die Welt.

Bereits mit diesem Absatz hat die Autorin die Parameter der Debatte angesteckt und ihren Anspruch an Schwule und Lesben definiert: Weiterlesen

Grüne Demokratie

30 Mai

Grüne sind einfach immer im Dienst:

Die haben sich so lange über die Froschschenkel auf der Speisekarte beschwert und sie immer wieder durchgestrichen, bis José sie aus der Karte herausgenommen hat.

Ist das nicht unverschämt? Weiterlesen

Sag mir wo die Lesben sind, wo sind sie geblieben?

19 Mai

In einem Beitrag der Grünen Jugend beschäftigt man sich mit der angeblichen Unsichtbarkeit lesbischer Frauen in den Medien. Merkwürdig ist allerdings, dass es schon im zweiten Satz des Textes gar nicht um “lesbische Frauen” geht, sondern um alle, die “nicht-heterosexuell” sind, wie

Bi- und asexuelle Menschen oder Transgender* und Inter*

Was jedoch haben Transgender zwingend mit Nicht-Heterosexualität zu tun? Anders gefragt: Wieso werden heterosexuelle Transgender unter “Nicht-Heterosexualität” verbucht?
Im folgenden wird beklagt, homosexuelle Diskurse seien männlich geprägt. Gemeint sind hier vermutlich Diskurse über Homosexuelle. In diesen werde

über die Schwulen-Ehe, das Ehegatt_innensplitting für Schwule, die Schwulen-Parade geredet. Weibliche Homosexualität wird meist in medialer Darstellung überhaupt nicht benannt.

Nun: Schwulen-Ehe lese ich selten, meist heißt es Homo-Ehe und das ist eben nicht männlich geprägt. Ehegatt_innensplitting für Schwule ist ja wohl kompletter Unfug. Weiterlesen

Ein neuer Sozialismus

13 Mai

Dass die “Piraten” den Begriff “Ehe” durch “eingetragene Lebenspartnerschaft” ersetzen möchten, ist einer der vielen Kuriositäten, mit denen die in stürmischen Gewässern segelnde Partei wieder klar Schiff machen möchte. Fragt sich bloß, wem das irgendetwas bringt?

Sei es drum! Auf das Projekt “Piratenpartei” hatte ich eh nie allzuviel Hoffnungen gesetzt. Es war eigentlich von Anfang an klar, dass diese Partei – getragen von Computernerds und Internetfreaks – politisch im Wesentlichen die Haltung einnehmen wird, dass man alles haben möchte, ohne etwas dafür zu geben. Und so klingt dann auch das “Programm” der Piraten, welches am Wochenende beschlossen wurde: Weiterlesen

Beteiligung bei Wohlverhalten

28 Apr

In einem Kommentar zum Ausschluss der CDU vom Berliner CSD begrüßte ein Leser diesen mit den Worten, auch er sehe es

als widersinnig an, bei einer Demo FÜR LGBT-Rechte eine Partei zu beteiligen, deren führende Repräsentanten wieder und wieder bewiesen haben, daß sie Schwule und Lesben für minderwertig und krank hält.

Befremdlich und bezeichnend finde ich in diesem Zusammenhang die Formulierung zu beteiligen, macht es doch deutlich, dass es bei der Berliner CSD-Parade offenbar nicht mehr darum geht, dass Menschen, die für die Gleichstellung von Homosexuellen eintreten, für ihr Anliegen auf die Straße gehen, sondern nur der Teil von ihnen, der dafür vom ZK die Genehmigung erhält. Weiterlesen

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