Schlagwort-Archiv: Feminismus

An ihren Brüsten sollt ihr sie erkennen

21 Mai

Es gibt Beiträge, die ich einfach nicht verstehe. Dazu gehört der neueste der “Tagesspiegel”-Kolumnistin Hatice Akyün. Ausgehend von der Brust-Operation, die Angelina Jolie aus Gründen der Krebsprävention vorgenommen hat, hält sie es für angebracht, billige feministische Klischees zum Besten zu Geben, die sich natürlich gegen den Mann richten:

Dieser Weltstar, diese Ikone von Frau hat sich die Brüste entfernen lassen. Wow, was für eine Vorstellung: Lara Croft ist nun flach wie ein Brett. Wenn man manche Schlagzeilen der vergangenen Woche las, dann konnte man auf diesen Gedanken kommen.

Richtig! Man konnte auf diesen Gedanken kommen, und auch ich bin auf diesen Gedanken gekommen. Weiterlesen 

Sag mir wo die Lesben sind, wo sind sie geblieben?

19 Mai

In einem Beitrag der Grünen Jugend beschäftigt man sich mit der angeblichen Unsichtbarkeit lesbischer Frauen in den Medien. Merkwürdig ist allerdings, dass es schon im zweiten Satz des Textes gar nicht um “lesbische Frauen” geht, sondern um alle, die “nicht-heterosexuell” sind, wie

Bi- und asexuelle Menschen oder Transgender* und Inter*

Was jedoch haben Transgender zwingend mit Nicht-Heterosexualität zu tun? Anders gefragt: Wieso werden heterosexuelle Transgender unter “Nicht-Heterosexualität” verbucht?
Im folgenden wird beklagt, homosexuelle Diskurse seien männlich geprägt. Gemeint sind hier vermutlich Diskurse über Homosexuelle. In diesen werde

über die Schwulen-Ehe, das Ehegatt_innensplitting für Schwule, die Schwulen-Parade geredet. Weibliche Homosexualität wird meist in medialer Darstellung überhaupt nicht benannt.

Nun: Schwulen-Ehe lese ich selten, meist heißt es Homo-Ehe und das ist eben nicht männlich geprägt. Ehegatt_innensplitting für Schwule ist ja wohl kompletter Unfug. Weiterlesen 

Frauen sind gleicher

16 Mai

Der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf bekommt demnächst eine schicke, neue, steuerfinanzierte Sporthalle – deren Benutzung an fünf Tagen die Woche nur Frauen offenstehen soll. Männer werden zu diesen Zeiten die Halle nicht nutzen dürfen.

Wer sich jetzt fragt, wie das gehen  kann in einem Staat, in dem Männer und Frauen angeblich gleichberechtigt sind und vor dem Gesetz gleich sein sollen, dem sei gesagt: es geht nicht! Es widerspricht allen Prinzipien eines liberaldemokratischen Rechtsstaates.

Allerdings – Frauen sind halt gleicher. Sie verdienen unseren Schutz. Unsere Fürsorge. Unser uneingeschränktes Wohlwollen. Dann ist es doch nur gerecht, wenn man die Geschlechter nicht gleichbehandelt. Sondern das weibliche ein wenig gleicher. Immerhin durften Männer jahrhundertelang ohne Frauen auf den Schlachtfeldern verbluten. Dann ist doch nur gerecht, wenn man sie jetzt nicht in Turnhallen lässt. Finanzieren tun sie das alles ja trotzdem. Einfältig wie sie nun mal sind…

Zweierlei Freiheit (?)

7 Apr

Femen - AhmadiyyaFemen” ist eine ziemlich durchgeknallte, radikalfemistische Gruppierung, deren Strategie darin besteht, mit nackten Brüsten gegen “Sexismus” und das “Patriarchat” zu demonstrieren. Umso erstaunlicher, dass sie nun einmal eine wirklich sinnvolle Aktion gestartet haben, nämlich einen Protest gegen Frauenunterdrückung im Islam. So auch in Berlin vor der hiesigen Ahmadiyya-Moschee:

Sechs Frauen versammelten sich vor der Ahmadiyya-Moschee, der ältesten Moschee Deutschlands, in Wilmersdorf. Sie riefen: „Wir sind frei, wir sind nackt, es ist unser Recht, es ist unser Körper, es sind unsere Regeln, und niemand kann Religion und andere heilige Dinge dazu benutzen, um Frauen zu missbrauchen und zu unterdrücken“.

Ein sympathisches Statement. Das allerdings sehen nicht alle so. Weiterlesen 

Gott sei Dank schwul

18 Nov

Wer immer noch bestreitet, unsere Kultur sei männerfeindlich, kann sich ja mal den Text von Silke Burmester zur Gemüte führen, der vor Arroganz, Häme, Sexismus und Rassismus nur so strotzt.

Wäre ich religiös, würde ich nach der Lektüre derartigen Blödsinns auf die Knie sinken und meinem Schöpfer dafür danken, dass ich nicht als heterosexueller Mann zur Welt gekommen bin. Es muss für diese nämlich mittlerweile eine Tortur sein, an jeder Ecke auf Frauen wie Burmester zu treffen. Auf Frauen, die in ihnen nur Trottel sehen, während sie sich selbst in Ihrer Großartigkeit suhlen, die darin besteht, eine Vagina zwischen den Beinen zu haben…

Dein Platz an der Sonne

23 Okt

Als ich aufwuchs, haben Mädchen und Jungen gemeinsam auf Spielplätzen gespielt. Gemeinsam haben wir Rutschen, Schaukeln, Wippen und Sandkästen benutzt. Dabei hätte mir schon damals klar sein müssen, das solche harmlosen Vergnügungen in Wirklichkeit problematisch sind, mir hätte schon damals klar sein müssen, dass Spielplätze in Wirklichkeit ein Hort von Ausgrenzung und sexistischer Diskrimierung sind:

Berlins Bezirke prüfen Gleichberechtigung auf Spielplätzen. Die Idee dazu entstand auf der Fachtagung „Gender Budgeting – von der Analyse zur Steuerung“. 21 Kriterien wurden festgelegt, die die „Gendergerechtigkeit“ der Kinderbespaßung bewerten sollen. Für ein positives Ergebnis müssen die Spielplätze zum Beispiel „multifunktionale Spielangebote“ und „nutzungsneutrale Bereiche“ haben. [...] Weiterlesen 

Kein Sexismus nirgends – außer gegen Männer

15 Okt

Wir alle wollen in einer diskriminierungsfreien, antisexistischen Welt leben, nicht wahr? Eben! Und weil das so ist, haben sich unsere Nachbarn aus der Ostmark etwas ganz Besonderes ausgedacht. Einen Preis gegen Sexismus in den Medien:

“Geschlechterdiskriminierung ist genauso wenig tolerierbar wie Diskriminierungen aus rassischen, religiösen und nationalen Gründen”, sagt Hans Gasser, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Um hier auch in den Medien ein Zeichen zu setzen haben das Frauenministerium, der ORF und der VÖZ den “Gender Award Werbung” ausgelobt, außerdem will der VÖZ in den Ehrenkodex für Journalisten einen Passus zur geschlechtersensiblen Berichterstattung aufnehmen, kündigte Gasser an.

Selbstverständlich ist Geschlechterdiskriminierung nicht tolerierbar. Weiterlesen 

Prostitution ist Freiheit!

29 Jul

In Frankreich versucht eine feministische Ministerin mal wieder, das älteste Gewerbe der Welt zu verbieten, dieses Mal mit dem vielversprechenden Ansatz, nicht die Ausführenden, sondern die Kunden zu kriminalisieren. Männer, die Frauen dafür bezahlen, mit ihnen Sex zu haben, könnten also demnächst zu Kriminellen erklärt werden.

Dabei ist gar nich einzusehen warum, selbst wenn man das polemisch-überspitze Argument weglässt, das Heterosexualität sowieso häufig mit Bezahlung einhergeht.

Um es kurz zu machen: Weiterlesen 

Die Wahrheit klingt nicht immer schön

23 Mai

Als Gegner einer Frauenquote hat sich Gerwald Claus-Brunner, Pirat im Berliner Abgeordnetenhaus, zu erkennen gegeben – und damit gleichzeitig ein Beispiel für sexistische Einlassungen im politischen Alltag geliefert. “die pro quote Frauen zeigen ihr wahres Gesicht und wollen lediglich auch nur Posten mit Tittenbonus”, schrieb Claus-Brunner am Montag auf Twitter.

“Tittenbonus” mag kein besonders galanter Ausruck für die Frauenquote sein, aber warum muss man immer galant sein, wenn man offensichtlichen Unsinn bekämpft? Zumal es die Befürworter der Quote ja mittlerweile geschafft haben, die Gegnerschaft hierzu als sexistisch und frauenfeindlich zu brandmarken?

Man sollte es wiederholen bis man heiser wird: Weiterlesen 

Die Stigmatisierung der Schwulen als Folge der Männerfeindlichkeit

18 Apr

Laut der klassischen feministischen und queertheoretischen Theorie, ist die gesellschaftlich Diskriminierung bzw. Stigmatisierung der Homosexualität ein Produkt des Patriarchats. Schwule seien gesellschaftlich deswegen geächtet, weil sie Weiblichkeit verkörpern, und Weiblichkeit in der Gesellschaft ein Makel darstellen würde. Lesben wiederum seien als Frauen, die Frauen lieben, nach dieser Gesellschaftskonstruktion quasi doppelt “minderwertig”.

Diese These erklärt allerdings nicht, warum denn in der Geschichte fortwährend die männliche Homosexualität als weitaus problematischer galt als die weibliche, ein Umstand der sich bis heute erkennen lässt.

Einen anderen Erklärungsansatz bietet dagegen Christoph Kucklick, Autor von “Das unmoralische Geschlecht“, in einem äußerst lesenswerten Artikel in der “Zeit”: Weiterlesen 

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