Schlagwort-Archiv: Gott

Züchtigt Katholiken!

30 Jan

Bischof Thomas John Paprocki hat in einem Interview erklärt, dass verheiratete Homo-Paare “gezüchtigt” werden müssten, weil sie sich an der unchristlichen “Neudefinition der Ehe” beteiligen würden.

Hmmm. Dürfen wir dann auch katholische Bischöfe züchtigen, weil diese sich nicht an der christlichen Definition der Ehe beteiligen? Weiterlesen

Polyamorie? Einfach göttlich!

6 Sep

Die EKD-Orientierungshilfe zu Ehe und Familie sorgt für neue Einsichten:

Die lebenslange Verbindung eines Mannes mit einer Frau ist so einzigartig, dass sie bildhaft für die Liebesbeziehung des dreieinigen Gottes steht – für die Liebe zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist.

meint Pfarrer Rolf Hille. Doch ausgerechnet die monogame heterosexuelle Ehe soll Abbild einer polyamoren Beziehung zweier Männer und eines weiblichen Wesens sein? Und was klingelt bei den meisten, wenn sie von einer Liebesbeziehung zwischen Vater und Sohn hören? Genau, deshalb muss Herr Hille gleich eine Klarstellung hinterherschieben:

 Jesus Christus ist kein Homosexueller.

Ein wenig merkwürdig ist das schon. Wenn ein Vater und ein Sohn eine Liebesbeziehung haben, was sollte das sonst sein als eine homosexuelle Beziehung? Andere würden es Inzest nennen. Weiterlesen

PRISM: Erlöse uns von dem Bösen

14 Jul

Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Kontrolle.

meint der amerikanische Franziskanerpater Richard Rohr. Einen vermutlich aus diesem Geist heraus verfassten geistlichen Impuls zur Debatte um das PRISM-Programm fand ich im Gemeindebrief einer Berliner Baptistengemeinde: Weiterlesen

My Way

23 Apr

Nach den homosexuellen wagen sich zunehmend auch transsexuelle Christen aus der Deckung. Manch konservativer Christ fühlt sich davon auf den Plan gerufen:

Nach Angaben des Diakonie-Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz ist der Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung in den vergangenen Jahren öfter aufgetreten. Es wäre aber verkehrt, von Schöpfungsvarianten zu sprechen, sagte der Leiter, Rolf Trauernicht (Kassel), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Warum das verkehrt wäre, diese Erklärung fehlt bei Trauernicht. Immerhin gibt er zu, man wisse nicht, warum

gelegentlich Knaben mit weiblichen Sexualmerkmalen und Mädchen mit männlichen Merkmalen geboren werden

- der Zusammenhang, in den der Fachmann Transsexualität dann stellt, macht aber deutlich, dass es ihm keineswegs um eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema geht: Weiterlesen

Das zweite Paradies

25 Dez

Gastbeitrag von Anand Buchwald

Ein schwieriges und in vielerlei Hinsicht bewegtes Jahr geht zu Ende, und es ist jetzt schon abzusehen, dass das neue Jahr viele Veränderungen und Turbulenzen mit sich bringen wird. Vom Oberhaupt der katholischen Kirche würde man erwarten, dass es sich im Geiste Jesu für Liebe, Verständigung und Zusammenarbeit einsetzt und Einheit über Zwietracht, Zank und Streit stellt. Doch statt dessen ruft der Pontifex im Namen eines ominösen Naturrechts zu einem Kulturkampf gegen die Anzeichen eines Wandels und gegen die menschliche Evolution auf.

Darum gibt es hier eine alternative Weihnachts- und Neujahrsansprache, die hoffentlich ein wenig vom Geiste Jesu und von Gottes Absichten vermitteln kann: Weiterlesen

Gaias Sturm und Gottes Zorn

1 Nov

Hasst Gott Nordamerika? – Zugbahnen der atlantischen Hurrikane von 1851 bis 2005

Für kluge, oder auch nur normale denkende Menschen, sind Hurrikane, wie etwa “Sandy”, wissenschaftlich erklärbare Phänomene, die sich aus dem Aufbau unserer Erde und der Atmosphäre ergeben. Oder anders gesagt: ein Planet, so strukturiert wie der unsere, muss zwangsläufig Hurrikane hervorbringen. Es ist physikalisch nicht anders machbar.

Es gibt allerdings eine Fülle von Menschen, die das anders sehen. Da wären einerseits die eher der politischen Linken zuordbaren Klimawandel-Fundamentalisten, die gleichsam postulieren, Hurrikane hätte es früher nicht gegeben und seien die Strafe der Erdmutter Gaia für unser frevelhaftes Tun, Burger zu essen und Auto zu fahren.

Auf der anderen Seite haben wir die eher politisch rechts stehenden, klassischen religiösen Fundamentalisten, die einen rachsüchtigen, unversöhnlichen Gott verehren, der es nötig hat, Hurrikane loszuschicken, um Sachwerte und Menschenleben zu zerstören, nur weil ihm nicht passt, was Menschen miteinander im Bett treiben. Weiterlesen

Einfach glücklich sein

1 Aug

Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage habe ich kürzlich Adrian gestellt und auch nach dem dritten Bier hatten wir nicht so recht eine Antwort.

Die Antwort, die vor Jahren auf der Tafel vor einem schwulen Lokal in Potsdam stand (“Der Sinn des Lebens ist es, die Zeit zwischen zwei Orgasmen zu überbrücken.”) ist zwar ganz hübsch, befriedigte mich aber schon damals nicht gänzlich.

Vielleicht läßt sich die Frage gar nicht allgemeingültig beantworten, soweit waren wir uns einig.

Gestern nun habe ich etwas gelesen, was mir als Antwort auf die Frage gefällt. Weiterlesen

„“

31 Jul

In Großbritannien sollen gleichgeschlechtliche Partner bald „heiraten“ können.

meldet idea.de und weiß auch noch zu berichten:

Als erstes könnten im Jahr 2015 in Schottland Homosexuelle eine „Ehe“ schließen.

Woher sie wohl das mit den „“ haben? Weiterlesen

Die Freiheit zu glauben

21 Mai

Homosexualität ist Sünde. Wer glaubt, gehorcht. Gott ist der Höllenmeister und Oberfolterer.

All das entnehme ich den Kommentaren zu Adrians letztem Beitrag. Als Gegenteil eines solchen Glaubens wird bedingungslose Liebe genannt. Doch was, wenn genau das der Kern des christlichen Glaubens ist? Rob Bell ist dieser Meinung und über sein Buch habe ich im letzten Sommer hier geschrieben. Von daher kann ich Atacama nur zustimmen, wenn sie fragt Weiterlesen

Gott und die Moral – Ein kurzer Streifzug durch meine Welt des Glaubens

19 Mai

Ich habe mich in den letzten Jahren vermehrt mit Gott, Religion und dem Christentum beschäftigt, sehr laienhaft zwar, aber immerhin. Dabei tauchte dann zwangsläufig die Frage auf, ob ich ein gläubiger Mensch bin, ob ich an Gott glaube, oder ob ich Christ bin.

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Denn das kommt darauf an, wie man Glauben, Gott und Christentum definiert. Fangen wir z. B. mit letzterem an. Wenn ich es richtig verstande habe ist das Kernelement des Christentums der Glaube an Jesus Christus als menschgewordener Gottheit, der durch seinen Tod die Erlösung der Menschheit durch Beseitigung von Schuld und Sünde bewirkte.

Allerdings wirft dieser Glaubenssatz mehr Fragen als Antworten auf. Etwa, was denn überhaupt “Sünde” ist. Ziehe ich die Wikipedia zu Rate, steht dort geschrieben:

[Sünde] bezeichnet vor allem im christlichen Verständnis den unvollkommenen Zustand des von Gott getrennten Menschen und seine falsche Lebensweise.

Schön und gut, aber was ist denn nun eine “falsche Lebensweise”? Wer definiert das? Gott? Weiterlesen

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