Schlagwort-Archiv: Uganda

Homosexualität – der bessere Weg?

23 Feb

Das Versagerland Uganda hat der westlichen Welt mal wieder vorgeworfen, Werbung für Homosexualität zu machen. So erklärte Präsident Yoweri Museveni:

“[Homosexuelle in Uganda] wurden nie verfolgt, sie wurden nie diskriminiert. Der Unterschied zwischen uns und Westeuropa ist, dass Europa Werbung für Homosexualität macht, als ob sie etwas Gutes wäre”, sagte Mueseveni in einem am Donnerstag ausgestrahlten BBC-Interview.

Als gottgläubigen Menschen, für den sich Museveni hält, hätte man ihm vielleicht entgegnen könen, dass Gott es nicht besonders mag, wenn man falsch Zeugnis wider seines Nächsten abgibt. Denn angesichts der Tatsache, dass Homosexualität in Uganda mit Gefängnis bestraft wird, kann wohl kaum die Rede davon sein, dass Homosexuelle nie verfolgt und diskriminiert wurden.

Schwule und Lesben im Westen mögen über die Aussage Musevenis erstaunt sein, hierzulande würde Werbung für Homosexualität gemacht. Aber vielleicht hat er uns damit  ja unabsichtlich einen guten Tipp geliefert. Weiterlesen 

Macht schwul sein reich?

21 Aug

Dass aus der politischen Führungsebene des afrikanischen Staates Uganda nur Unsinn kommt, dürfte mittlerweile bekannt sein. Die First Lady des Landes hat nun die These bestätigt, dass Männer und Frauen tatsächlich gleichwertig sind – zumindest wenn es um Idiotie geht:

Bei einem Anfang August veranstalteten Jugendtreffen an der Makere-Universität in Kampala kritisierte Museveni schwule Aktivisten als Aufrührer, die mit der “Wahl” ihrer sexuellen Orientierung nur von kapitalistischen Kräften getrieben seien: “Leute behaupten, Gott habe sie so geschaffen. Aber es geht nur ums Geld”, erklärte die 62-Jährige. “Der Teufel schürt Feuer, um unsere Nation zu vernichten”, sagte sie nach Angaben der Zeitung “New Vision”. Weiterlesen 

Kiss and pray

13 Mai

In Uganda wird zur Zeit über ein „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ beraten. Der Gesetzesentwurf sieht lange Freiheitsstrafen und in manchen Fällen die Todesstrafe für homosexuelle Beziehungen vor. Zudem sind Menschenrechtsaktivisten in Uganda von langen Haftstrafen bedroht, wenn sie über Homosexualität aufklären oder die Anliegen homosexueller Menschen unterstützen. MANEO ruft daher anläßlich des Internationalen Tages gegen Homophobie zum 4. Kuss-Marathon auf. Die diesjährige Aktion „protect every kiss“ findet statt am Montag, den 17. Mai 2010, 12.30 Uhr, gegenüber der Botschaft der Republik Uganda, Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin.

Hier findet sich ein aktueller Bericht über die us-evangelikalen Hintermänner des Gesetzes, Weiterlesen 

Haltet ein in Eurem schändlichen Tun! Lebet die Liebe und gebt Euch weder Hass noch Furcht hin!

16 Dez

Den Pressemitteilungen diverser Blätter und Internetportale, Uganda nehme sein Vorhaben, Homosexualität in bestimmten Fällen mit dem Tode zu bestrafen, zurück,  hat der ugandische Abgeordnete David Bahati nun im britischen “Guardian” eine ziemlich deutliche Abfuhr erteilt. Bahati:

“Erlerntes Verhalten kann einem abgewöhnt werden. Niemand kann mir erzählen, dass es Menschen gibt, die schwul geboren werden. Da sind äußere Einflüsse am Werk.”

Das kennt man: Weil Homosexualität erworben wird, und natürlich eine furchtbar schlimme Sache ist, muss man unter allen Umständen verhindern, dass sie sich ausbreitet. Zur Not eben auch mit Gewalt. Was sollen also die Klagen? Es geht schließlich um die Zukunft von Ugandas Kindern: Weiterlesen 

Todesstrafe oder nicht – das ist hier die Frage

14 Dez

Wie bekannt sein dürfte, ist das afrikanische Land Uganda nicht gerade ein Musterbeispiel homophiler Gesetzgebung. Kürzlich wollte man dort sogar ein Gesetz verabschieden, welches für “schwerwiegende Homosexualität” die Todesstrafe vorgesehen hätte. Doch, oh Wunder:

Kurz nachdem das Gesetz beschlossen wurde, gab es heftige Kritik seitens internationaler Politiker und internationaler Menschenrechtsverbände. So wandten sich der britische Premierminister Gordon Brown und Volker Beck, der menschenrechtspolitische Sprecher von Bündnis’90/Die Grünen, massiv gegen die geplante Einführung der Todesstrafe und der lebenslangen Haft. Auch der kanadische Regierungschef Stephen Harper kritisierte gegenüber der Regierung Ugandas das geplante Gesetz scharf.

Was allerdings nicht bedeutet, dass die Homos in Uganda nun aus dem Schneider sind:

Da das Gesetz nun ohne die Todesstrafe und die lebenslange Haft erlassen wird, gilt die alte Regelung, die Homosexualität mit 14 Jahren Haft unter Strafe stellt. Die anderen Regelungen des “Antihomosexualitätsgesetzes 2009″ bleiben aber in Kraft. So ist es nun verboten, sich für die Rechte von Lesben und Schwulen einzusetzen, und mit solchen Personengruppen zu werben.

Was im Klartext bedeutet: Wer sich in Uganda outet, kommt in den Knast. Denn wie wir es auch aus Deutschland kennen, ist die schiere Existenz schwuler Liebe für manche nichts anderes als Reklame für einen verderbten Lebensstil.

Hallo Uganda…

19 Okt

…ich möchte ganz bestimmt keine Kritik an Dir üben, wo Du doch ein armes, ausgebeutetes Dritte-Welt-Land bist, und ich ein reicher, weißer, kapitalistischer Europäer, der selbstverständlich alles respektiert, was nicht aus dem Westen stammt, weil er schließlich aus der Vergangenheit gelernt hat und weiß, dass Toleranz und Respekt gegenüber fremden Kulturen die höchste aller Tugenden ist. Aber dennoch komme ich nicht umhin, ein wenig das Näschen zu rümpfen und Dir meine winzig kleine Missbilligung in folgenden Worten mitzuteilen:

Pfui, pfui, pfui!

Leitfaden für afrikanische Herrscher

5 Apr

So, Sie wollen also demnächst ein afrikanisches Entwicklungsland regieren und wissen nicht genau, wie das geht? Kein Problem! Lesen Sie folgenden Leitfaden und Sie werden erkennen, dass es so schwierig gar nicht ist.

1.) Zunächst einmal sollten Sie bei jeder Gelegenheit die Kolonialismus-Karte ausspielen. Weiterlesen 

Kirche ist böse

27 Okt

Ein britisches Gericht hat jetzt entschieden, dass einer 26-jährigen lesbischen Frau aus Uganda Asyl gewährt wird. Wie das Portal „Lesben.org“ berichtet, war die Frau aus ihrem Heimatland geflüchtet, nachdem ihre Familie sie mit ihrer Partnerin im Bett entdeckt und beide Frauen nackt zur Polizeistation getrieben hatte. Dort wurde sie den Angaben zufolge von Polizeibeamten vergewaltigt und gefoltert.

Die Flucht gelang der Frau nur deshalb, weil die Familie Wachen bestochen hatte. Die Familie wollte die Frau umbringen, um so die Schande von der Familie zu nehmen.

Die Unterstützung von zivilisierter Seite umfasste auch diese:

Eine Kirche half sogar mit finanzieller und geistlicher Unterstützung.

Und jetzt alle: Kirche ist böse.

Geldgeil, gierig, gay

18 Okt

Kann nicht endlich mal einer diesem Dämlack Luzinda das Maul stopfen?

“Viele Ugander denken heute, Geld ist alles und sind bereit, alles – auch unmoralisches – dafür zu tun. Wegen ihrer Geldgier hat unser Volk unmoralische Handlungen angenommen, wie Homosexualität oder [sic] Lesbianismus. Die Jugend ist das Hauptziel dieser Handlungen, aber ich will euch raten, in solche Handlungen nicht verwickelt zu werden, weil sie euer Leben ruinieren [...] nicht alles, das aus Europa kommt, ist besser und muss angenommen werden”.

Natürlich hat Geldgier nichts mit Homosexualität zu tun. Natürlich würde ein bisschen mehr materialistisches Denken, Uganda ganz gut tun. Und natürlich ist alles was aus Europa kommt besser. Annehmen muss man das natürlich nicht. Schließlich gibt es das Recht, ein Drittweltland zu bleiben.

Ugandische Ethik

8 Okt

Bitte, wage es niemand, die neuesten Pläne der ugandischen Regierung bezüglich ihres Homo-Problems zu kritisieren. Das wäre – quite frankly – rassistisch. Fassen wir uns lieber an den Händen, singen Friedenslieder und lernen uns besser verstehen.

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