Wir Kampfblogger

29 Mai

Oops, jetzt ist es raus. Politically Incorrect hat uns enttarnt: Ja, wir sind schwul. Und wir bloggen. Was da gestern unter dem Titel „Es gibt sie auch: Schwule Kampfblogger“ auf PI erschienen ist, verdient trotz des erheiternden Titels einige ernsthafte Anmerkungen.

Das mit dem „äußersten rechten Rand“ scheint tatsächlich gesessen zu haben. Zumindest kommt auch kaum einer der PI-solidarischen Kommentatoren, die ihren z.T. schwulenfeindlichen Müll zur Zeit unter unseren Beiträgen hinterlassen, ohne den in der Regel irgendwie empört wirkenden Verweis darauf aus. Wobei nie so ganz deutlich wird, was daran jetzt so empörend sein soll? Keiner von PI und Konsorten hat übrigens bisher bestritten, am äußersten rechten Rand zu operieren. Oder mal eine eigene politische Veortung vorgenommen.

Politische Korrektheit finden wir doof. PI auch. Beides zusammen hintereinander zu schreiben finden wir keineswegs unzusammenhängend. Ganz im Gegenteil: Das erste steckt einen Rahmen ab, das zweite argumentiert innerhalb dieses Rahmens. Was wir damit meinen, dass wir Politische Korrektheit doof finden, erschließt sich, wenn man unser Blog liest. Es ist schlicht unmöglich, jeden Gedanken immer in seiner ganzen Komplexität auszuführen, daher erwarten wir, dass Leser sich auch die Mühe machen, weitere Beiträge von uns zu lesen. Das hilft dann auch meistens bei dem Versuch uns „einzuordnen“. Die Kommentatoren aus dem Umfeld von PI haben sich diese Mühe offensichtlich nicht immer gemacht und werfen uns entsprechend Blindheit auf dem linken Auge vor. Gähn! Ach ja, bisher hat man uns immer Blindheit auf dem rechten Auge vorgeworfen. Irgendwas müssen wir richtig gemacht haben. Was wir damit meinen, dass wir PI doof finden, erklärt der Artikel „Wird Politically Incorrect schwul?“. Dass den Leuten von PI die Verwendung des Wörtchens „doof“ nicht intellektuell genug ist, tut uns leid. Andererseits haben wir den Eindruck, es ihnen sowieso nicht recht machen zu können, werfen sie uns doch wenig später vor, uns „geschwollen“ auszudrücken.

Es kann doch nicht sein, dass ein, “am äußersten rechten Rand operierender Blog” sich für schwule Rechte einsetzt.

Ein wenig Nachhilfe in deutscher Geschichte gefällig? Die deutschen Neo-Nazis unter Michael Kühnen haben sich nach seinem schwulen Coming-Out bei der Diskussion um eben diese Frage gespalten. Die Kühnenfraktion war nämlich der Ansicht, ein stolzer Deutscher könne sehr wohl schwul sein.

Im weiteren Text muss man sich jetzt doch etwas von den ganz linken Blogs absetzen…

Sie können es nicht lassen mit den Schubladen.

… zumindest akzeptiert er die von PI mehrfach beschriebene “Schwulenfeindlichkeit der multikulturellen Mehrheit”.

Wenn schon zitieren, dann bitte vollständig. Im Original lautet mein Satz:

Insoweit wäre ich tatsächlich gespannt, wie ein homopolitischer Einsatz von Herre & Co. in Kreuzberg und Neukölln aufgenommen würde. Sie könnten dort quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gegen die Schwulenfeindlichkeit der multikulturellen Mehrheit demonstrieren und ihre eigene praktisch widerlegen.

Akzeptanz für die PI-Position sieht anders aus. Ich störe mich an der vermutlich aus der Angst vor Rassismusvorwürfen resultierenden Ignoranz der multikulturellen Mehrheit gegenüber Angriffen auf Schwule, die faktisch Schwulenfeindlichkeit akzeptiert und damit selbst praktisch schwulenfeindlich wird. Und an dem vermeintlichen Einsatz von PI für Schwulenrechte, hinter dem sie ihren eigenen Hass auf Homosexuelle nur mühsam verbergen können. Wieso vermeintlich? Weil sich ihr Einsatz für Schwule nur auf die bezieht, die in Teheran oder Berlin-Neukölln verfolgt oder angegriffen werden und nicht auf jene in Russland oder Berlin-Marzahn. Außer sie werden dort von Moslems angegriffen, dann ist PI sicher zur Stelle.

Zum Abschluß sei ein Kommentar hervorgehoben, der vor wenigen Minuten bei uns eintraf:

Homosexualität ist eine Krankheit und kann behandelt werden.
Wir freuen uns über solche Beiträge von Euch.Kostenlose Werbung ist immer gut 😉
@Huwald
Jens soll einfach die Fresse halten.Natürlich kannst Du deine Meinung haben.
Ich habe auch ModRechte bei PI,daher bleib bei deiner Meinung.

Jens ist übrigens der Mann bei PI, der den Kampfblogger-Text geschrieben hat. Und stolz ist auf den Einsatz von PI für die Rechte von Minderheiten.

16 Antworten to “Wir Kampfblogger”

  1. Wolf 29. Mai 2007 um 11:18 #

    Man kann den Kümmel auch mehrfach spalten.

    Klar ist PI rechts. Das heißt aber noch lange nicht, dass PI rechtsextrem oder eine Naziseite ist. Wäre auch ein bissel schizo, wenn man sich proamerikanisch und proisraelisch gibt.

    Demokratisch Rechts zu sein muss wieder möglich sein. Es gibt ja auch eine Linkspartei. Es lebe die Meinungsfreiheit!

  2. Feuervogel 29. Mai 2007 um 12:05 #

    Keiner von PI und Konsorten hat übrigens bisher bestritten, am äußersten rechten Rand zu operieren.

    Offenbar kommen da einige nicht mit der Tatsache klar, dass PI ein äußerst inhomogenes Leserspektrum hat, was bei Euch oder WOMD nicht so der Fall ist. Wer das PI-Forum aufmerksam liest, wird immer wieder Kommentare von Leuten finden, die sich dort dezidiert als „links“ bezeichnen.
    Insofern ist diese von Euch gemachte Behauptung äußerst hanebüchern und faktenresistent. Bei jeder PI-Kritik, die ich bisher las, war immer eine sehr parteiische Auswahl der Leserkommentare zu beobachten, es überrascht mich keineswegs, dass das auch hier der Fall ist. Als Sahnehäubchen dient meist auch noch der Hinweis, dass jene Auswahl „durchaus als repräsentativ“ gelten kann.
    Es ist das Ressentiment und die eigene beengte Vorstellung vom Liberalsein, das hier zum Ausdruck kommt. Eine unparteiische Betrachtung kann ich diesen Artikel nicht nennen.

    PS:
    Das Dilemma mit der heutigen europäischen „Linken“ ist doch folgendes:
    http://www.politicallyincorrect.de/2007/05/n-cohen-die-linke-ist-nicht-mehr-antifaschistisch/

  3. Feuervogel 29. Mai 2007 um 12:09 #

    halt, wo hab ich meine „deutsche Volksseele“ gelassen?
    naja, ich such später weiter …

  4. Jens 29. Mai 2007 um 12:37 #

    Hier meine Korrespondenz mit Freespeech:

    Danke für die Meldung, hab mir das nun angesehen. Ich staune, wozu die greifen, wer immer das ist. Das qualifiziert allerdings die Faker, und die dürften ja im linken und schwulen Lager zu finden sein.
    Tja, die lieben Gutmenschen.

    Gruss
    L.

    Am 29.Mai 2007 um 09:08 schrieb Jens – PI:
    Hast Du dies geschrieben?

    „FreeSpeech Says:
    Mai 29th, 2007 at 8:33
    Homosexualität ist eine Krankheit und kann behandelt werden.
    Wir freuen uns über solche Beiträge von Euch.Kostenlose Werbung ist immer gut 😉
    @Huwald
    Jens soll einfach die Fresse halten.Natürlich kannst Du deine Meinung haben.
    Ich habe auch ModRechte bei PI,daher bleib bei deiner Meinung.“

    SCHADE DASS IHR ZU SOLCHEN MITTELN GREIFEN MUESST UM NUR JA NICHT EURE EINSTELLUNG KORRIGIEREN ZU MUESSEN

  5. Adrian 29. Mai 2007 um 12:42 #

    Reden wir doch nicht um den heißen Brei herum. Ihr habt euch über Volker Beck lustig gemacht, weil er sich in Moskau für die Demonstrationsfreiheit Homosexueller eingesetzt hat – an einem Ort bei dem die Gefahr einmal nicht von Muslimen ausgeht, sondern von Nazis und orthodoxen Fundamentalisten. Angegriffen wurde die Gruppe auf Grund ihrer Homosexualität. Fakt. Was erwartest Du jetzt von uns? Dass wir PI deswegen als Helden feiern? Sollen wir dankbar dafür sein, dass PI vorgibt sich für die „Rechte und den Schutz von Minderheiten“ „in den letzten Monaten“ zu engagieren? Sollte das alles nicht selbstverständlich sein? Ist PI stolz auf die Heterogenität seiner Kommentatoren, die typisch konservatives Gelaber über Schwule vorbringen und durchblicken lassen, dass sie „nichts gegen Schwule hätten“ solange man diese als Bürger zweiter Klasse oder „Defekte“ betrachten dürfe, und sie sich nicht in der Öffentlichkeit „präsentieren“ oder „zur Schau stellen“? Warum sollten wir dafür Verständnis haben?

  6. Eisvogel 29. Mai 2007 um 12:44 #

    Gibt’s in Erlangen keine Mädels (oder Jungs), denen sich der Feuervogel widmen kann?

  7. Jens 29. Mai 2007 um 13:07 #

    adrian: wo, bitte wo, in welchem Beitrag !!! ist PI schwulenfeindlich ????

    Kommentare zum Teil, ja – aber moment mal, IHR selbst hier bei Gaywest habt schwulenfeindliche Kommentare. Seid Ihr deswegen schwulenfeindlich ???

    Tut mir leid, aber wenn Ihr nach all den Diskussionen und Artikeln nicht begreift, dass wir von PI den Volker Beck einfach deswegen kritsieren, weil er sich als MdB lieber um die Menschenrechte in seinem eigenen Land kuemmern sollte, dann geb ich es auf.

  8. von Huwald 29. Mai 2007 um 15:39 #

    Vielleicht liegt das Amüsieren über Volker Beck mehr an der Person Volker Beck als an seiner homosexuellen Einstellung?
    Irgendwo (auf PI oder hier oder bei Niggemeier) wurde mal darauf hingewiesen, daß solche Kommentare bei Hape Kerkeling deutlich unwahrscheinlicher gewesen wären.
    Volker Beck ist für jeden, der nicht links ist wohl ein rotes Tuch. Daß er sich nun so wunderbar zur Zielscheibe von Spott (”geschieht im recht”) und Kritik (”will sich nur selber produzieren”) macht, wird daher gerne aufgegriffen.
    Darüber hinaus kann ich mir gut vorstellen daß es für euch schwer ist folgendes zu unterscheiden, aber Ablehnung von Homosexualität ist noch lange keine “Schwulenfeindlichkeit”!
    Für mich ist Homosexualität abnormal und eine sexuelle Fehlprägung, die im Gegensatz zu anderen Fehlprägungen von unserer Gesellschaft inzwischen eben akzeptiert wird. Daher stört mich das öffentliche Austauschen von Zärtlichkeiten zwischen homosexuellen Paaren.
    Bin ich wegen dieser Einstellung, wegen diesen Gefühlen “Schwulenfeindlich”? Für euch sicher “Ja”, ich bestreite das jedoch. Meine eigene Schwester ist homosexuell, und dennoch liebe ich sie. Auch kann ich mich köstlich über Kerkeling amüsieren und finde Westerwelle ab und an richtig gut.
    Wie passt das zusammen? Für mich ist es so, daß ich die Homosexualität an sich ablehne, nicht jedoch den homosexuellen Menschen! Die wenigsten Schwulen werden sich ja wohl überlegt haben “Wir wollen den v.H. ärgern und werden deshalb jetzt schwul”. Ihr seid einfach wie ihr seid, ohne daß ihr “etwas dafür könnt”.
    Da ihr mit eurer Orientierung niemandem schadet, bin ich klar gegen eine Bestrafung dieser Prägung, allerdings muß ich sie doch noch lange nicht gut finden, oder?
    Bin ich nun also ein Schwulenfeind?

  9. Adrian 29. Mai 2007 um 16:52 #

    @ Jens
    Alle deine Fragen wurden in unseren Beiträgen und Kommentaren beantwortet.

    @ von Huwald
    Ablehnung von Homosexualität ist noch lange keine “Schwulenfeindlichkeit”

    Ja, was denn sonst?

    Für mich ist Homosexualität abnormal und eine sexuelle Fehlprägung, die im Gegensatz zu anderen Fehlprägungen von unserer Gesellschaft inzwischen eben akzeptiert wird. Daher stört mich das öffentliche Austauschen von Zärtlichkeiten zwischen homosexuellen Paaren.

    Das ist schwulenfeindlich.

    Bin ich wegen dieser Einstellung, wegen diesen Gefühlen “Schwulenfeindlich”?

    Ja.

    Meine eigene Schwester ist homosexuell, und dennoch liebe ich sie.

    Dennoch. Aha.

    Für mich ist es so, daß ich die Homosexualität an sich ablehne, nicht jedoch den homosexuellen Menschen!

    Das macht keinen Sinn. Man kann auch nicht schwarze Hautfarbe ablehnen ohne gegen Schwarze zu sein.

    Da ihr mit eurer Orientierung niemandem schadet, bin ich klar gegen eine Bestrafung dieser Prägung, allerdings muß ich sie doch noch lange nicht gut finden, oder?

    Oh, wie nett, dass du uns zugestehst legal zu lieben. Homosexualität “gut finden”? Ich finde meine sexuelle Orierntierung “gut”. Ich finde auch die meiner Freunde “gut”. Aber eigentlich ist es mir wohl eher egal. Denn warum sollte ich es schlecht finden, wenn jemand liebt und geliebt wird?

    Bin ich nun also ein Schwulenfeind?

    Ja.

  10. CreditSwiss 29. Mai 2007 um 21:57 #

    Eine schillernde Persönlichkeit wie ein Herr Beck, sollte selbst von keinem schwulen Blog hofiert werden, nur aufgrund der Tatsache, das es ein armer „Leidensgenosse“ ist.
    Fakt ist, daß dieser Kerl für die Straffreiheit von pädophilen Neigungen ist und eine Entwicklung erhofft, die der der Schwulenbewegung ähnelt.
    Ein Spitzbub wer böses dabei denkt.

  11. Wahr-Sager 29. Mai 2007 um 22:29 #

    @Huwald:

    „Irgendwo (auf PI oder hier oder bei Niggemeier) wurde mal darauf hingewiesen, daß solche Kommentare bei Hape Kerkeling deutlich unwahrscheinlicher gewesen wären.“

    Das war ich. Und wie Claudia Roth beweist, kann jemand durchaus hetero sein und trotzdem als kacke empfunden werden. Und rein zufällig ist Volker Beck genau wie seine Busenfreundin ein… GRÜNER!

  12. Wahr-Sager 29. Mai 2007 um 22:37 #

    @Adrian:

    Dein Vergleich Homosexualität/schwarze Hautfarbe hinkt. Selbstverständlich kann man Homosexualität ablehnen, ohne Homosexuelle abzulehnen. Oder beschränkst du einen Menschen nur auf seine sexuelle Fixierung? Genauso kann man auch den Islam ablehnen, ohne Moslems abzulehnen.

  13. DonBroder 30. Mai 2007 um 08:46 #

    Hm, ausgesprochen viele Leser der NazipostillePI hier … sind das etwa tatsächlich alles Schwule? 😮

  14. Adrian 30. Mai 2007 um 09:46 #

    @ Wahr-Sager
    Nein, der Vergleich hinkt nicht. Die Hautfarbe ist genau wie die sexuelle Orientierung nichts was man sich aussucht. Ein Moslem kann (theoretisch) konvertieren. Der Islam ist eine Religion bzw. Weltanschauung. Diese kann man ablehnen, ohne deshalb zwangsläufig Moslems abzulehnen. Weder Hautfarbe noch sexuelle Orientierung sind Weltanschauungen, außer man macht sie zu einer, was auch gelegentlich passiert.

    Es geht nicht darum, einen Menschen auf seine sexuelle “Fixierung” zu beschränken, es geht darum, dass man einen äußerst gewichtigen Teil der Identität nicht einfach von einem Menschen trennen kann. Dieser Teil ist eben das, was die Wissenschaft – sehr trocken – “sexuelle Orientierung” nennt. Wenn man das pauschal ablehnt, sagt man aber quasi: “Ich akzeptiere und werde niemals akzeptieren, dass und wen du liebst.” Ziemlich grausam, wie ich finde. Und dann zu behaupten, man lehne den Menschen, dem man das sagt, nicht ab, erscheint mir mehr als gewagt. Es ist eben nicht so, dass auf der einen Seite die Homosexualität steht und auf der anderen Seite der homosexuelle Mensch. Beides kann man nicht trennen.

  15. Matt 1. Juni 2007 um 20:42 #

    Homosexualität ist eine Ausdrucksform der Ursünde des Menschen. Sie ist nicht von Gott gewollt, geschweige denn von Ihm geschaffen. Sie ist Abweichung / Perversion von der dem Menschen als Geschöpf Gottes gegebenen Norm für sein sexuelles Verhalten. Dies wird u.a. auch an der fehlenden Möglichkeit, sich fortzupflanzen, deutlich. Jeder Ansatz, Homosexualität als normal darzustellen, ist daher der Versuch, Sünde zu rechtfertigen. Die Tatsache, dass Homosexuelle im 3. Reich verfolgt wurden, ist bleibendes Unrecht und aufs äußerste zu bedauern. Dies darf jedoch nicht dazu führen, homosexuelles Verhalten nun zu rechtfertigen oder gar zu fördern.

    Es wird oft behauptet, die Neigung zur Homosexualität sei Veranlagung und von Geburt aus vorhanden. Diese These ist keinesfalls wissenschaftlich erwiesen. Homosexualität ist vielmehr Folge und Ausdruck von seelischen Fehlentwicklungen und Verletzungen. Diese verhindern eine Geist, Seele und Leib umfassende Liebe.

    Der homosexuell lebende Mensch sucht deshalb im gleichgeschlechtlichen Partner nur sich selbst. Ein Ausdruck dafür ist der häufige Wechsel des Partners. Homosexuelle Partnerschaften reduzieren die Liebe i.d.R. nur auf den rein sexuellen Akt der Triebbefriedigung und verfehlen so gerade die Liebe im umfassenden, d. h. den ganzen Menschen umfassenden Sinn. Homosexuelle Gefühle sind der Versuch, eine Persönlichkeitsstörung zu überwinden.

    Ebenso wenig wie die Sehnsucht nach dem anderen Geschlecht automatisch in einer Vergewaltigung endet, muß eine homophile Neigung automatisch zur homosexuellen Betätigung führen. Entscheidend ist, wie man mit ihr umgeht. Homosexuelle Aktivitäten haben damit auch etwas mit einer Willensentscheidung zu tun. Leider wird in der öffentlichen Diskussion verschwiegen, dass viele homosexuell Lebende sich eigentlich nicht wohl fühlen und sich Veränderung wünschen.

    Homosexualität kann im Laufe einer persönlichen Lebensgeschichte „erworben“ werden und hat ihre Ursache zumeist in folgenden Situationen und Umständen: Suche nach Geborgenheit, die in der eigenen Familie nicht erfahren wurde; Bei der Ausbildung von Homosexualität spielt nach seelsorgerlicher Erfahrung die Verführung eine entscheidende Rolle; monogeschlechtliche Lebensverhältnisse, z.B. in Wohngemeinschaften, Gefängnissen usw.; Beeinflussung durch die „Clique“; Eine Folge der Gottlosigkeit.

    Verschwiegen wird auch: dass viele ehemals homosexuell Lebende bereits Veränderung erfahren haben, oft durch die Annahme des christlichen Glaubens die weite Verbreitung von Depressivität unter homosexuell Lebenden, die Bedeutung von Selbstmitleid als motivierender Faktor unter homosexuell Lebenden, der tatsächliche Zusammenhang des homosexuellen Lebensstils mit der Verbreitung von AIDS.

    Der Slogan „Kondome schützen – gib AIDS keine Chance“ ist dabei nicht nur irreführend, sondern geht am zentralen Problem völlig vorbei: am Fehlen von wirklicher Liebe und Treue. Der Schutz der Gesellschaft vor Ausbreitung von Homosexualität hat nichts mit Diskriminierung zu tun. Die Kirche kann und darf nicht segnen, worauf kein Segen liegt. Wer homosexuelle Partnerschaften segnen will, der versucht, Sünde zu segnen und sündigt damit selbst gegen Gott.

    Was sagt Gott über Liebe, Mann und Frau und Homosexualität?
    „Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch (Genesis/ 1.Mose 1,27-28). „Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.“ (Genesis/1.Mose 1,24). Biblische Urteile über homosexuelle Verhaltensweisen sind in ihrer Ablehnung eindeutig:
    „Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Greuel.“ (Levitikus/3.Mose 18,22) (Ein Greuel ist alles, was gegen den Willen Gottes ist.)

    Homosexuelles Verhalten ist widernatürlich und eine Folge der Abwendung von Gott:
    „Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.“ (Römer 1,26-27). Homosexuelles Verhalten ist in Gottes Augen ein so schlimmes Vergehen, dass im Alten Bund darauf sogar die Todesstrafe stand (Levitikus/3.Mose 20,13). Es gibt in der Bibel keine einzige Aussage, die sich positiv oder auch nur neutral auf homosexuelle Praktiken bezieht. Gott liebt alle Menschen. Er hat sie ja geschaffen und uns Sein Wort (die Bibel) gegeben, damit wir lernen, wie Seine Schöpfung und das Zusammenleben von uns Menschen in dieser Schöpfung funktionieren. Wer sollte die Voraussetzungen für ein gutes menschliches Zusammenleben besser kennen als unser Schöpfer selbst? Deshalb ist für entschiedene Christen das Wort Gottes die maßgebliche Orientierungshilfe, wie das Zusammenleben von Menschen gelingen kann. Vorbild bibeltreuer Familienpolitik ist die vor Gott und den Menschen geschlossene Ehe. Allein die auf Dauer angelegte verbindliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau ist das Fundament für eine von Gott gesegnete Familie und die Erziehung von Kindern. Demgegenüber scheinen in unserer Zeit homosexuelle Lebensgemeinschaften immer beliebter zu werden. Es wird die Forderung erhoben, solche Lebensgemeinschaften zu tolerieren, ihnen mehr Rechte einzuräumen, ja sie sogar in ihren Rechten der Ehe von Mann und Frau gleichzustellen. Gottes Wort zeigt uns jedoch, dass Homosexualität in Seinen Augen Sünde ist.

    Ich bin kein Priester, kein Pfarrer oder sonstwas. Nur ein Christ, der glaubt, das Homosexualität Süne ist, aber Gott den Sünder liebt. Bedingungslos.

  16. Adrian 1. Juni 2007 um 22:50 #

    Matt,
    was glaubst du eigentlich wie oft wir solche “Argumente” schon gehört haben. Aber ich find es immer wieder spannend. Also los:

    Sie ist Abweichung / Perversion von der dem Menschen als Geschöpf Gottes gegebenen Norm für sein sexuelles Verhalten.

    Kann ich nicht bestätigen. Für mich persönlich ist es das natürlichste Verhalten, das ich mir vorstellen kann.

    Dies wird u.a. auch an der fehlenden Möglichkeit, sich fortzupflanzen, deutlich.

    Meine Möglichkeiten sich fortzupflanzen sind nicht eingeschränkt. Alle primären und sekundären Geschlechtsmerkmale sind vorhanden. Das einzige was fehlt, ist das Bedürfnis eine Frau zu lieben und mit ihr zu schlafen.

    Dies darf jedoch nicht dazu führen, homosexuelles Verhalten nun zu rechtfertigen oder gar zu fördern.

    Du glaubst also man könne Homosexualität fördern. Vielleicht verrätst Du mir mal das Geheimnis. Das würde mich brennend interessieren.

    Es wird oft behauptet, die Neigung zur Homosexualität sei Veranlagung und von Geburt aus vorhanden. Diese These ist keinesfalls wissenschaftlich erwiesen.

    Stimmt, wissenschaftlich erwiesen ist dies keineswegs. Aber alle Indizien sprechen dafür.

    Homosexualität ist vielmehr Folge und Ausdruck von seelischen Fehlentwicklungen und Verletzungen. Diese verhindern eine Geist, Seele und Leib umfassende Liebe.

    Und welche seelischen Fehlentwicklungen und Verletzungen sollen das sein? Ich hatte eine glückliche Kindheit mit Mutter, Vater, Schwester, Oma, Opa etc. Alle standen und stehen mir bis heute sehr nah. Und glaub mir: Die Liebe, die ich zu meinem Partner empfinde umfasst Geist, Seele und Leib.


    Der homosexuell lebende Mensch sucht deshalb im gleichgeschlechtlichen Partner nur sich selbst.

    Das macht ungefähr so viel Sinn wie zu sagen, Du suchtest, wenn Du eine Frau liebst, lediglich die Frau in dir selbst.

    Ein Ausdruck dafür ist der häufige Wechsel des Partners.

    Meine Partnerwechsel halten sich sehr in Grenzen. Der Beweis: Es ist Freitag Abend und anstatt auf der Piste zu sein, beantworte ich Kommentare von jemandem, der seine Homophobie hinter der Religion versteckt.

    Homosexuelle Gefühle sind der Versuch, eine Persönlichkeitsstörung zu überwinden.

    Persönlichkeitsstörungen haben ja wohl eher die Leute, die versuchen die Fähigkeit eines Menschen zur Liebe zu diskreditieren.

    Ebenso wenig wie die Sehnsucht nach dem anderen Geschlecht automatisch in einer Vergewaltigung endet

    ???

    muß eine homophile Neigung automatisch zur homosexuellen Betätigung führen.

    Das wäre aber schon angebracht, sonst wäre die Liebe ja weder von Geist und Seele umfassend, noch vom Leib her.

    Leider wird in der öffentlichen Diskussion verschwiegen, dass viele homosexuell Lebende sich eigentlich nicht wohl fühlen und sich Veränderung wünschen.

    Ja, sie wünschen sich Veränderungen wegen solcher Leuten wie Dir, die ihnen ständig einreden wie unnormal, seelisch und geistig defekt sie seien. Wie würdest Du dich denn fühlen, wenn man Dir das ständig unter die Nase reiben würde?

    Homosexualität kann im Laufe einer persönlichen Lebensgeschichte „erworben“ werden und hat ihre Ursache zumeist in folgenden Situationen und Umständen: Suche nach Geborgenheit, die in der eigenen Familie nicht erfahren wurde

    Hatten wir weiter oben schon.

    Bei der Ausbildung von Homosexualität spielt nach seelsorgerlicher Erfahrung die Verführung eine entscheidende Rolle

    Also meinen ersten Freund habe ich verführt. Aber der war auch schon vorher schwul.

    monogeschlechtliche Lebensverhältnisse, z.B. in Wohngemeinschaften, Gefängnissen usw.; Beeinflussung durch die „Clique“

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass in WG’s und „Cliquen“ Homosexualität „in“ ist. Normalerweise heißt es dort im schlimmsten Fall und gerade unter Jugendlichen immer „schwule Sau“. Im Gefängnis war ich noch nicht und die meiste Schwulen wohl auch nicht.

    Eine Folge der Gottlosigkeit.

    Es gibt eine Menge Schwuler, die religiös sind.

    Verschwiegen wird auch: dass viele ehemals homosexuell Lebende bereits Veränderung erfahren haben, oft durch die Annahme des christlichen Glaubens

    Verleugnung ist keine Veränderung.

    die weite Verbreitung von Depressivität unter homosexuell Lebenden, die Bedeutung von Selbstmitleid als motivierender Faktor unter homosexuell Lebenden, der tatsächliche Zusammenhang des homosexuellen Lebensstils mit der Verbreitung von AIDS.

    Alles hauptsächlich oder teilweise zurückzuführen auf die Vorurteile und ständigen Vorhaltungen durch solche Leute wie dich. Siehe auch oben.

    Der Schutz der Gesellschaft vor Ausbreitung von Homosexualität hat nichts mit Diskriminierung zu tun.

    Noch mal: Bitte verrate mir wie man dazu beitragen kann, dass Homosexualität sich ausbreitet.

    Die Kirche kann und darf nicht segnen, worauf kein Segen liegt. Wer homosexuelle Partnerschaften segnen will, der versucht, Sünde zu segnen und sündigt damit selbst gegen Gott.

    Gut, dass das bereits eine ganze Reihe von Kirchen anders sehen.

    Was sagt Gott über Liebe, Mann und Frau und Homosexualität?
    „Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch (Genesis/ 1.Mose 1,27-28). „Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.“ (Genesis/1.Mose 1,24). Biblische Urteile über homosexuelle Verhaltensweisen sind in ihrer Ablehnung eindeutig:
    „Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Greuel.“ (Levitikus/3.Mose 18,22) (Ein Greuel ist alles, was gegen den Willen Gottes ist.)

    So eindeutig sind diese Passagen nicht. Es gibt vielfältige Interpretationsmöglichkeiten. Informier dich mal im www. Und selbst wenn Du meinst, die Bibel darf nicht interpretiert werden: Soll ich dir vorlesen was in der Heiligen Schrift noch so alles steht, was heute nicht mehr konsensfähig ist?

    Es gibt in der Bibel keine einzige Aussage, die sich positiv oder auch nur neutral auf homosexuelle Praktiken bezieht.

    Das mag daran liegen, dass die Bibel in einer Zeit entstanden ist, als man noch nicht wusste, dass Homosexualität als innerste Empfindung überhaupt existiert.

    Ich bin kein Priester, kein Pfarrer oder sonstwas. Nur ein Christ, der glaubt, das Homosexualität Sün[d]e ist, aber Gott den Sünder liebt. Bedingungslos.

    Auf diese Art „Liebe“ kann ich verzichten.

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