Weiblich, lesbisch, dem Tode geweiht

18 Aug

Einer in Berlin um Asyl nachsuchende lesbischen Iranerin droht die Abschiebung in ihr Ursprungsland und damit die Todesstrafe, weil die örtlichen Behörden ihr weder ihre Geschichte noch ihre Homosexualität abnehmen:

Begründet wird dies damit, dass die Mutter von Yasmin K. [Name geändert] bei einer Befragung durch Beamte des Auswärtigen Amts sowohl die Homosexualität ihrer Tochter als auch die Hilfe ihres Ehemannes nach deren Verhaftung abstritt. „Das ist absurd“, sagt ihre Anwältin: „Die haben einer iranischen Frau von zwei ihr unbekannten Männern Fragen stellen lassen, deren ehrliche Beantwortung nicht nur peinlich, sondern für den Ehemann tödlich sein könnte.“

Die Anwältin hofft nun, im Rahmen des Asylverfahrens wieder einen vorläufigen Schutz zu erreichen. Dieser wurde Yasmin K. vom Berliner Verwaltungsgericht abgesprochen. Momentan, sagt die Anwältin, könnte sie tatsächlich jederzeit abgeschoben werden.

Wenn die deutschen Behörden in Berlin der Iranerin schon nicht abnehmen lesbisch zu sein, sollten sie sich vielleicht einmal vergegenwärtigen, dass man im Iran nicht unbedingt homosexuell sein muss um mit dem Tode durch Erhängen oder durch Steinigung bestraft zu werden. Immerhin haben wir es hierbei mit einem Land zu tun, welchem so ziemlich mit das widerlichste Menschenbild und „Moralkodex“ eigen ist, das man sich vorstellen kann. Und das gilt erst Recht, wenn man das Pech hat eine Frau zu sein.

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