amnesty islamophob

12 Sep

Malaysia ist ein beliebtes Urlaubsland. Transsexuellen und anderen sexuell unzuverlässigen Personen ist ein Urlaub dort jedoch nicht zu empfehlen. Laut amnesty international wurde Ayu, eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle,

am 30. Juli 2007 gegen 23:30 Uhr von Angehörigen einer Behörde für Religionsangelegenheiten an einer Bushaltestelle in Kota Melaka im Bundesstaat Melaka im Südwesten Malaysias festgenommen. Sie sprach gerade mit Freunden, als die Behördenvertreter auf sie zukamen…

Behörde für Religionsangelegenheiten? Seit wann ist Transsexualität eine Religion?

Berichten zufolge kamen drei Angehörige der „Jabatan Agama Islam Melaka“ (JAIM), einer lokalen Behörde für die Umsetzung der Vorschriften der islamischen Scharia-Gesetze, auf Ayu zu.

Die Scharia, das Recht der Religion des Friedens. Da hatte Ayu aber noch mal Glück gehabt. Man stelle sich vor, sie wäre von Christen oder gar Juden festgenommen worden. Ayu also konnte sich nach dieser Festnahme beruhigt und gut aufgehoben wissen, alles, was nun geschah, wäre nur zu ihrem Besten:

Die Behördenvertreter, die Zivilkleidung trugen, traktierten die Transsexuelle bei der Festnahme Berichten zufolge mit Fausthieben und Fußtritten. Einer der Männer soll sie brutal in den Genitalbereich getreten haben.

Wie jetzt? Das klingt ja beinahe nach Misshandlungen. Aber nein, die islamischen Rechtsverdreher hatten selbstverständlich nur das Wohl von Ayu im Blick:

Da Ayu über schwere Schmerzen klagte, brachten die Männer sie zunächst in das örtliche JAIM-Büro und dann in das Krankenhaus von Melaka. Dort musste sie sich am 31. Juli 2007 einer Operation unterziehen, weil sich ihre Beschwerden aufgrund einer Bauchwandhernie durch die Misshandlungen verschlimmert hatten.

Und die Fürsorglichkeit der Gläubigen hatte kein Ende:

JAIM wies die Krankenhausbehörden an, die Namen von anderen Transsexuellen zu melden, die Ayu besuchten.

Wahrscheinlich wollten die Jungs nachschauen, ob da noch jemand Unterstützung bei der Einlieferung ins Krankenhaus benötigt. amnesty hingegen, islamophob wie wir es kennen, ist voller Misstrauen gegen die grünen Engel:

Es ist zwar nicht bekannt, ob das Krankenhaus die Namen von Besuchern weitergeleitet hat, aber amnesty international fürchtet, dass andere Transsexuelle in Melaka oder anderen Teilen Malaysias ebenfalls in Gefahr sein könnten, überfallen zu werden.

Dabei sorgten die religiösen Wächter zu allem Überfluss auch noch für Transparenz über die Gründe ihres Einsatzes:

Medienberichten zufolge gab ein JAIM-Vertreter später den Grund für die Festnahme von Ayu an. Sie habe die „Straftat“ begangen, sich als Mann in der Öffentlichkeit mit Frauenkleidern zu zeigen. Auf der Grundlage von § 72 des Schariagesetzes von Melaka kann dieses Vergehen mit einer Geldbuße von 1000 Malaysischen Ringbit (ca. 210 Euro), einer sechsmonatigen Haftstrafe oder sowohl der Haft- als auch der Geldstrafe belegt werden.

Ein Sozialarbeiter der malaysischen nichtstaatlichen Organisation „Pink Triangle“

zeigte sich einigermaßen kleinlich und

erklärte indes, die Behördenvertreter hätten gegen Vorschriften verstoßen, indem sie Ayu nach der Festnahme nicht auf eine Polizeiwache brachten.

Dabei

haben die JAIM-Vertreter bislang keine Klage gegen sie eingereicht und zugestimmt, sie aufgrund der Bürgschaft eines Freundes aus „humanitären Gründen“ auf freien Fuß zu setzen.

Auf Mediennachfragen bestritt ein JAIM-Vertreter die
Misshandlungsvorwürfe und erklärte, Ayu sei ins Krankenhaus gebracht worden, weil sie krank gewesen sei.

Na also! Die notorischen Anti-Islamisten von amnesty international hingegen behaupten, die Angehörigen der Religionspolizei könnten

Strafen gegen jede Person verhängen, der die „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ zur Last gelegt wird. Dazu gehören Transsexuelle, homo- oder heterosexuelle Paare, die sich in der Öffentlichkeit küssen, muslimische Frauen, deren Kleidung nicht den Vorschriften entspricht oder Jugendliche, die Punkkleidung tragen.

Wer die Erregung öffentlichen Ärgernisses in Malaysia auch weiterhin ermöglichen will, sollte sich vielleicht doch mal diese Seite von amnesty anschauen und kann dann auch entsprechend aktiv werden.

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