Yusuf muss zum Arzt

30 Jan

Erinnert sich noch jemand an den geistigen Führer der Muslimbruderschaft Yusuf al-Quaradawi? Das war der islamische Rechtsgelehrte, der im Jahr 2004 auf Einladung des Londoner Bürgermeisters Ken Livingstone („Red Ken“) in der britischen Hauptstadt verweilte, um dort seine befürwortenden Ansichten über Selbstmordattentate, weibliche Genitalbeschneidung und die Bestrafung Homosexueller kund zu tun. Als guter und progressiver Linker, der Bürgermeister Livingstone nun mal ist, war er überaus beeindruckt von so viel antiimperialistischen und antiliberalen Gedöns und bescheinigte den Standpunkten al-Qaradawis gar eine „philosophische Natur“, gekrönt von dem Gleichnis:

„We are clearly not going to see Dr Qaradawi on a gay rights march.

„But you wouldn’t see the Pope on a gay rights march and I would meet him.“

Dass der Papst noch nie zur Bestrafung Homosexueller durch Peitschenhiebe bzw. dem Tode, zu Genitalverstümmelungen oder Selbstmordattentaten aufgerufen hat, kann einem Bürgermeister dabei schon mal entgehen, zumal wenn man zu sehr damit beschäftigt ist, islamischen Radikalen Zucker in den Arsch zu blasen.

Nun will Yusuf wieder nach Großbritannien, allerdings nicht, um weitreichende philosophische Fragen zu diskutieren, sondern aus eher materiellen, genauer gesagt: gesundheitlichen Gründen.

Besonders bemerkenswert ist das gerade deshalb, weil al-Qaradawi, eben ganz im Stile islamische Fundamentalisten, der westlichen Lebensweise äußerst ablehnend gegenübersteht. Aber so ungerecht wie die Welt nun mal ist, haben die dekadenten Imperialisten dann offenbar doch die bessere medizinische Versorgung. Wenn das nicht ein erneuter Fall von islamischer Demütigung durch die westliche Welt ist…

4 Antworten zu “Yusuf muss zum Arzt”

  1. rom 4. Februar 2008 um 13:14 #

    Quaradawi ist sehr gefährlich. Der Mann gehört der Muslimbruderschaft an, die die Ermordung von Homosexuellen als die natürlichste Sache der Welt sieht und die alle Möglichkeiten ausnutzt den Islam über die ganze Welt zu verbreiten, besonders über den Nachbarn Europa! Quaradawi allerdings beantwortet die Frage nach der islamischen Strafe für Homosexualität nicht mehr, jedenfalls nicht wenn er im Westen weilt. Sein Freund der Oberbürgermeister von London wird ihm das wohl in’s Ohr geflüstert haben!

    Dafür bleibt aber sein Freund und Kollege Dr Bilal Philipps in Sachen Homosexualität umso klarer: death by stoning!rom

  2. Georg Bush 8. November 2008 um 04:39 #

    Dann sollte auch Georg Bush nach Mekka zur ärtzlichen Behandlung gehen und dort verbleiben dürfen. Von dort aus kann er ja auch weiter befehlen die müslimische Metropole zu bombardieren und gleichzeitig erwarten von Arabern akzeptiert zu werden. Was für eine Heuchelei und Anmassung von Yussuf Quaradawi…

Trackbacks/Pingbacks

  1. Yusuf darf nicht zum Arzt - jedenfalls nicht in Großbritannien « The Gay Dissenter - 7. Februar 2008

    […] Zur (Vor-)Geschichte siehe bei Gay West: Yusuf muss zum Arzt […]

  2. Yusuf darf nicht zum Arzt – jedenfalls nicht in Großbritannien | Steven Milverton - 24. Januar 2010

    […] Zur (Vor-)Geschichte siehe bei Gay West: Yusuf muss zum Arzt […]

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