Jesus ist kein Hetero

19 Mrz

pipst.jpgPapa Benedikt kann manchmal gut austeilen, z.B. wenn er verkündet, Homosexuelle und ihr Wunsch nach verbindlichen Partnerschaften seien eine Bedrohung des Weltfriedens. Gut einstecken scheint andererseits nicht zu seinen Stärken zu gehören. Zumindest wenn man der bayerischen Polizei glauben will, die bei der Münchner CSD-Parade anno 2006 dafür sorgte, dass einer der beteiligten Wagen

mit Papstpuppe, Papstfotos und Papst-Zitaten in Zusammenhang mit dessen Verachtung von Schwulen nicht durch die Münchner Innenstadt fahren durfte.

Dietmar Holzapfel, einer der Initiatoren des Wagens, wollte gerichtlich die Rechtswidrigkeit der damaligen Polizeimaßnahme feststellen lassen. Dies wurde vom vorsitzenden Richter schließlich auch für die Zukunft festgestellt – noch einmal dürften die Requisiten eines solchen Wagens nicht entfernt werden. Für die Vergangenheit aber begründete der Richter mehr schlecht als recht,

das die polizeiliche Maßnahme 2006 nicht rechtswidrig gewesen wäre, weil dem diensthabenden Polizisten bei Verdacht auf „Gefahr für Sicherheit und Ordnung in nicht unerheblichem Maß“ keine ausführliche „juristische Exegese“ zugemutet bzw. abverlangt werden könne. Da staunten die Zuhörer nicht wenig: ein verkehrsicherer Mottowagen, angemeldet bei einer angemeldeten Versammlung, eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung? Aber damit nicht genug: es müsse dem Polizeibeamten zugestanden werden, dass es verschiedene Auslegungen in der Bewertung des Motto-Wagens gäbe, und er zu einer anderen gelange als die bzw. der noch verbliebene Kläger. Im übrigen sei zur Demonstration eines politischen Inhaltes keine Schminke im Gesicht des Papstes Ratzinger erforderlich gewesen. Darüber hinaus könne man durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Wahl der Darstellung geeignet sei, andere Menschen in ihrer Religiosität zu stören und den Dargestellten als Person zu beleidigen. Es könne auch der Verdacht entstehen, dass nicht die inhaltlichen politischen Äußerungen der dargestellten Person das Wichtigste am Mottowagen seien, sondern der Papst in seiner Ehre verletzt werden sollte.

Das allerdings wird bereits in der Heiligen Schrift untersagt, deren Kenntnis man gerade in Bayern doch eigentlich voraussetzen kann:

Und es ist Euch gesagt, dass Ihr den Papst nicht mit Geschminktem im Gesicht darstellen sollt. Ebenso sollt Ihr den Papst nicht beleidigen oder in seiner Ehre verletzen. (Benedikt 5, 3-4)

Doch auch für den Papst gelten Regeln. Denn ganz entgegen seiner oben zitierten Ansicht sind es wohl eher die Heterosexuellen, die den Weltfrieden bedrohen. Wie sonst könnte man dieses Verhältnis erklären:

„Die Bibel enthält sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Das heißt aber nicht, dass Gott die Heterosexuellen nicht liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden.“

Denn Jesus ist für alle Menschen ans Kreuz gegangen, auch für Heterosexuelle. Obwohl es durchaus Stimmen gibt, die zuvor eine Bekehrung erwarten:

Ich werde aber nicht von der Wahrheit weichen, daß es keine heterosexuellen Christen gibt. Du kannst natürlich als Hetero zu Jesus gehen, Dich zu ihm bekehren-aber dann wird ER aus Dir einen Menschen machen, der das Wort Gottes ganz glaubt. Christ sein bedeutet:WIE CHRISTUS SEIN! Und Jesus ist nicht hetero!!
Falls Du dich mal bekehrt hast, aber immer noch hetero bist, empfehle ich Dir, das nicht einfach hinzunehmen oder schönzureden. Du hast den Geist der Heterosexualität noch, den der Satan dir aufgehalst hat, weil Du nicht Buße getan hast.
Heterosexuälität ist und bleibt SÜNDE!! Es ist mit nichts zu entschuldigen!! Die klassischen Argumente wie schlechte Kindheit, Veranlagung, sexueller Mißbrauch usw. zählen vor Gott nicht! Gott hat keine Heteros erschaffen! Überleg doch mal-warum haben so viele Heteros AIDS? Weil sie in Sünde leben und der Teufel sie anlügt-DAS SEI OKAY-und bevor sie die Wahrheit Gottes erkennen konnten, sterben sie an AIDS und landen in der HÖLLE-und Satan hat wieder einen Menschen mehr!
Wäre es denn so schlimm, die Heterosexualität aufzugeben? Du hast nichts zu verlieren-außer dem erhöhten AIDS-Risiko ,was ja nun mal da ist!
Ich bete , daß Gott Euch anrührt und sich euch zeigt, damit Ihr Euch IHM ganz hingeben könnt-nicht den Gefühlen+Gelüsten!

Amen!

6 Antworten zu “Jesus ist kein Hetero”

  1. Beate 21. Oktober 2008 um 21:06 #

    Prima, Damien, Weiter so!
    Beate

  2. Norbert Sandmann 26. Juli 2009 um 00:22 #

    Homosexualität hat die gleiche Ursache wie Pädophilität, nämlich biologische Ursachen in Verbindung mit sozialen Prägungen (derzeitiger Stand der Forschung).
    Beide sexuellen Richtungen sind nicht heilbar, sollten aber deswegen nicht als „normal“ betrachtet werden.
    Ich bin entweder für ein Verbot von Homosexualität oder für Legalisierung von Inzest.

  3. Adrian 26. Juli 2009 um 09:44 #

    Gut, dann legalisieren wir Inzest. Ist eh schon längst überfällig.

  4. Damien 27. Juli 2009 um 10:05 #

    @ Sandmann: Ihnen ist schon klar, dass Inzest und Pädophilie nicht identisch sind?

  5. Thorben 27. Juli 2009 um 23:16 #

    @ Damien und Sandmann: Ihnen beiden ist schon klar, dass Pädophilie und Kinderschänderei nicht identisch sind, und dass Pädophilie selbst vielleicht pathologisch sein mag, aber jedenfalls nicht strafbar ist (und m.E. auch nicht strafbar sein sollte).

  6. Norbert Sandmann 27. Juli 2009 um 23:44 #

    Nein, Pädophilie und Inzest sind natürlich nicht identisch.
    Der große Unterschied: Zielgruppe bei Pädophilen sind minderjährige Kinder. Bei Inzest sowie Homosexualität kommen als Zielgruppe Erwachsene in Frage, stets nach ihrem freien Willen.
    Warum ist das eine dann verboten und das andere erlaubt?
    Weil bei Inzest behinderte Kinder entstehen können und weil es von Gott bzw. der Bibel (als Maßstab der westlichen Kultur) verboten wurde.
    Homosexualität wird von Gott auch nicht gutgeheißen und es entstehen noch nicht mal behinderte Kinder……

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