Christival: Evangelikale Eskalation

1 Mai

Nachdem die Demokratiespezialisten vom Christival bereits die Ansicht vertreten haben, Kritik an ihnen sei ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, drohen sie jetzt Kritikern auch mit juristischen Schritten. Sara Dahnken, eine Vertreterin der Grünen Jugend antwortete auf die Frage von idea,

ob sie Evangelikale mit der Auffassung, Homosexualität sei eine Krankheit oder Sünde, mit Nazis gleichsetze (…) Das ist die gleiche Ebene. Wer sagt, Homosexualität ist eine Krankheit oder es ist eine Sünde, ist genauso wie einer, der gegen Juden ist.“ Die Christival-Geschäftsführung forderte Dahnken schriftlich auf, ihre Äußerungen zurückzunehmen und sich dafür zu entschuldigen. (…) Auf idea-Anfrage erklärte Dahnken am 28. April dazu: „Meine Aussage in dem Interview wurde falsch gedeutet. Mir ging es darum auszudrücken, dass es uns egal ist, wer diskriminiert wird und von wem. Ob es dabei Evangelikale sind, die Homosexuelle diskriminieren, oder andere, wie zum Beispiel Nazis, die Juden diskriminieren, ist dabei auf der Diskriminierungsebene nicht anders zu bewerten. Gegen jede Art von Diskriminierung werden wir Kritik ausüben. Hierbei sollte aber nicht die Ansicht entstehen, wir stellen Evangelikale mit Judengegnern gleich.“

Das sollte wohl reichen, um Dahnken nicht länger mit juristischen Schritten zu drohen. Ihre Ablehnung jeglicher Diskriminierung ist natürlich Unsinn. Wer wollte etwa widersprechen, wenn ein Pädophiler nicht als Kindergärtner zugelassen, Männern der Zugang zum Frauenzentrum oder Frauen der zu einer Schwulendisko verwehrt wird?

Eine andere Frage ist die nach der Legitimität einer Gleichsetzung von Evangelikalen mit Nazis, die ja von idea ausdrücklich abgefragt wurde und sodann in der Überschrift des Artikels auch noch mit einem „Vergleich“ verwechselt wird. Sind denn nun Evangelikale und Nazis gleichzusetzen?

Nazis waren und sind der Ansicht, die Homosexuellen schadeten dem „deutschen Volkskörper“, seien unproduktiv und müßten daher unschädlich gemacht werden, was im Nationalsozialismus bekanntlich auch praktiziert wurde. Wenn heute die evangelikale Partei Bibeltreuer Christen verkündet, nach Gottes Willen seien die Homosexuellen „des Todes“ fragt man sich, ob sich da nicht zumindest der eine oder andere „praktizierende Christ“ ermutigt fühlt, selbst Hand anzulegen. Ansonsten sind Evangelikale bekannt als Anhänger der „Reparativen Therapie“:

Die deutsche Bundesregierung lehnt diese Therapie 2008 als gefährlich und unwissenschaftlich ab. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag fasst sie den Forschungsstand aus ihrer Sicht wie folgt zusammen: „Homosexualität bedarf weder einer Therapie noch ist Homosexualität einer Therapie zugänglich.“ „Die vor allem in den 60er und 70er Jahren häufig angebotenen so genannten „Konversions“- oder „Reparations“-Therapien, die auf eine Änderung von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten oder der homosexuellen Orientierung abzielten, werden heute in der Fachwelt weitestgehend abgelehnt. Dies gründet sich auf die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und schädliche Effekte (z. B. Ängste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zu Suizidalität) auftraten und die versprochenen Aussichten auf „Heilung“ enttäuscht wurden. Für therapeutische Hilfen aus dem Bereich der so genannten affirmativen Therapien konnte dagegen ein Nutzen im Sinne einer geringeren Anfälligkeit bezüglich psychischer Erkrankungen nachgewiesen werden. Bei diesem Ansatz geht es um die unterstützende therapeutische Begleitung der Entwicklung der sexuellen Identität, die Integration der sexuellen Orientierung in das Selbstbild und die Stärkung des Selbstwertgefühls des Klienten.“ <[18]

Wenn man so will, kann man diese von Evangelikalen propagierte „Therapie“ als Ausdruck eines ideologischen Projekts zur Reinhaltung des Volkskörpers auf der Höhe der Zeit bezeichnen. Dabei lassen die Bibeltreuen keine andere Sichtweise als die ihre zu. Zum Glück haben sie nicht die gesellschaftliche und politische Macht, ihre Ansichten für alle verbindlich zu machen.

Zurück zum „Christival“: Der (laut idea evangelikale) Pastor Olaf Latzel

machte gegenüber idea Beck mitverantwortlich für die nun eskalierende Situation. Er habe mit seinen kritischen Äußerungen zu Beginn des Jahres die Debatte „mittelbar in Gang gesetzt“. Der Pastor bemängelte, dass Beck bislang offenbar nicht de-eskalierend gewirkt habe.

Was Latzel allerdings dann ankündigte, spricht seinen bedauernden Worten über die „eskalierende Situation“ Hohn. So bot er an,

das Seminar „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ in veränderter Form in seinen Gemeinderäumen abzuhalten.

Und auch die ständige Wiederholung der Klage über die unangemessene Aufmerksamkeit, die das Seminar zur Veränderung von Homo- zu Heterosexuellen – denn nur um diese Veränderung geht es dem evangelikalen Mainstream – erfahren habe, hinterläßt einen schalen Nachgeschmack, wenn man liest, was der 1. Vorsitzende des Festivals, Roland Werner, bei idea von sich gibt:

Nicht zuletzt bin ich dankbar für die Unterstützung durch das Familienministerium. Dass die Ministerin, Frau von der Leyen, ihre Schirmherrschaft durchgehalten hat, rechne ich ihr hoch an. Ich danke allen Mitchristen, die uns mittragen. Ich werbe dafür, dass diese starke Solidarität auch mit „Wüstenstrom“ und der OJC weitergeht.

Ob Frau von der Leyen bewußt und bekannt ist, wie ihre Aufrechterhaltung der Schirmherrschaft hier interpretiert wird? Schließlich hatte die Bundesregierung doch ausdrücklich dazu aufgefordert, das umstrittene Seminar abzusagen, da die dort propagierte „Therapie“ gefährlich und unwissenschaftlich sei.

Allen Zweiflern, die immer noch meinen, „Wüstenstrom“ oder die OJC setzten sich für die „Wahlfreiheit“ von Homosexuellen ein, wie es Vertreter der Organisationen immer wieder vorgeben – warum setzt sich eigentlich niemand für die Wahlfreiheit von Heterosexuellen ein? -, sei ein Zitat von Zwischenraum ans Herz gelegt, evangelikalen Schwulen und Lesben, die aufgrund des im evangelikalen Miliieus herrschenden Druck vorwiegend anonym auftreten müssen:

Problem ist vor allem, dass homosexuelle Partnerschaft in Veröffentlichungen der OJC nie eine adäquate und gleichwertige Lebensform sein darf. Homosexuelles Empfinden wird dort stets als psychologische Fehlanpassung und unreife Lebensbewältigung dargestellt. Die einzige als vollwertig vermittelte Alternative heißt Zölibat oder Heterosexualität entwickeln. Auf dieser Grundlage aber wird in christlichen Gemeinden auf die Mehrheit der Christen, die homosexuell empfinden, teils sehr subtil, teils kategorisch das Joch gelegt, sich verändern lassen zu müssen oder in ihrer Beziehung zu Gott Schaden zu erleiden. Auf die Vertretung einer Minderheit zieht sich OJC immer nur dann zurück, wenn sie unter Kritik gerät. Eine Aussage wie: „Die Mehrheit der Homosexuellen sind vom Grundsatz her normale und glücksfähige Menschen, die in ihren Beziehungen ermutigt und bestätigt werden sollten, und wir kümmern uns lediglich um die leidende Minderheit, die hierin eine fehlgeleitete und vergebliche Konfliktbewältigung anstrebt“ – diese Aussage wird man dagegen dort vergeblich suchen. Solange dies aber so bleibt, ist die Reklamation des Minderheitenschutzes nicht wahrhaftig.

Sind Lügner und Heuchler, wenn es nach Gott geht, eigentlich auch „des Todes“?

32 Antworten zu “Christival: Evangelikale Eskalation”

  1. zuppi 2. Mai 2008 um 10:30 #

    Ich habe eine kleine Replik zum Thema bei Raumzeit eingestellt.

  2. Jokre 3. Mai 2008 um 01:13 #

    Fieber in der Seele

    Homosexualität als bloße Andersartigkeit zu bezeichnen, ist nur ein Ausweichmanöver vorbei an der eigentlichen Verantwortung und der tatsächlich möglichen Heilung. Und selbst wenn manche dagegen Sturm laufen: Homosexualität ist nichts anderes als eine tief sitzende Art von Fieber in der Seele, auf das sich dann Mächte setzen, die schließlich das Leben bis ins letzte steuern – Das nennt man Fremdbesatzung! Natürlich darf jeder gerne in Handschellen herumlaufen, solange er Gleichgesinnte findet und Befürworter aus der antichristlichen Ecke der Pseudoaufklärer, doch Freiheit sieht anders aus. Ehemalige, die heute ein glückliches Eheleben als Mann und Frau genießen, gibt es dank mutiger Christen in zunehmender Zahl, und es ist an der Zeit, auch diesen Personenkreis einmal zu Wort kommen zu lassen. Und Hut ab vor den Gläubigen, die sich nicht davon abhalten lassen, trotz ´rechtlich freiheitlichem` Gegenwind Hilfesuchende seelsorgerlich und mit freisetzendem Gebet zu begleiten!

  3. Adrian 3. Mai 2008 um 09:45 #

    Die „ehemaligen“ Homos, die heute ein glückliches Eheleben als Mann und Frau genießen, werden komischerweise regelmäßig dabei erwischt, wie sie sich im erstbesten schwulen Sexclub in den A**** ficken lassen.

  4. Adrian 3. Mai 2008 um 10:09 #

    Im Übrigen:

    „Homosexualität ist nichts anderes als eine tief sitzende Art von Fieber in der Seele, auf das sich dann Mächte setzen, die schließlich das Leben bis ins letzte steuern – Das nennt man Fremdbesatzung!“

    Sind Evangelikale schon so sehr vom Hass auf die Menschheit durchdrungen, dass sie nicht mehr merken, dass ihre Argumentation nur aus Gelaber besteht?

  5. Jokre 4. Mai 2008 um 23:34 #

    ´…Sind Evangelikale schon so sehr vom Hass auf die Menschheit durchdrungen, dass sie nicht mehr merken, dass ihre Argumentation nur aus Gelaber besteht?…`

    Würden die sog. Evangelikalen den Rest der Menschheit hassen, sie würden sich in Privatclubs treffen mit einem Schild an der Tür: ´Bitte nicht stören. Wir warten auf die Entrückung in den Himmel!` Sie bräuchten es sich nicht antzutun, sich mit Feuerwerkskörpern und dergleichen attackieren oder gar als gesellschaftsfeindlich difamieren zu lassen. Evangelikal heißt nichts anderes als dass wir nicht irgend einer Kirche etc. nachtrotteln und irgend eine Doktrin daher blöken, nein, wir gehören zu jenen Exoten, die doch tatsächlich behaupten, jeden Tag ein Rendezvouz mit Jesus zu haben, und das nennt man Gebet. Wir sind nicht religiös, wir leben mit Jesus, und das ist ein riesen Unterschied!
    Und wer sich als angeblicher Ehemaliger sonst wo hinf…. läßt, der muss sich mit aller Klarheit die Frage gefallen lassen, ob er Jesus überhaupt schon mal real begegnet ist. Denn Menschen können psychlogisch so manches überspielen oder unterdrücken, sich festklammernd an religiösen Werten oder Anweisungen einer Kirche, wen aber jesus im persönlichen Gespräch (mit oder ohne Hilfe von anderen Christen) total frei setzt durch bedingungslose Annahme und Liebe, der ist tatsächlich frei.
    Hier geht es nicht um gut oder böse, nicht um einen Schlagabtausch neunmalkluger Argumente, nein, hier geht es um deine ganz persönliche Beziehung zum fantastischsten Charakter im Universum, hier geht es um dich und in wieweit du ihn zu Wort kommen läßt trotz und entgegen aller noch so miesen Erfahrungen mit Menschen, die sich selbst zu Gottes Bodenpersonal zählten.

    Vergiß doch mal all die Frommen Typen, rede endlich mit Jesus! Er labert niemanden blöd an und kommt auch nicht pharisäisch um die Ecke, er redet mit dir unter vier Augen und nimmt dich voll ernst. Dafür hat er zu sehr bluten müssen!

  6. Adrian 5. Mai 2008 um 08:45 #

    „Er labert niemanden blöd an und kommt auch nicht pharisäisch um die Ecke, er redet mit dir unter vier Augen und nimmt dich voll ernst.“

    Damit unterscheidet sich Jesus positiv von Dir und anderen Evangelikalen.

  7. Mara 8. Mai 2008 um 23:17 #

    „Vergiß doch mal all die Frommen Typen, rede endlich mit Jesus!“

    Hab ich getan. Nach der Bibel fand er auch garniochtmal große Probleme an der Homosexualität – siehe seinen Dialog mit einem gewissen Römer und dessen Gespielen.

    Man sollte als Evangelikaler seinen eigenen Glauben schon verstanden haben, sonst macht man sich lächerlich.

  8. Jokre 10. Mai 2008 um 21:40 #

    ´Hab ich getan. Nach der Bibel fand er auch garniochtmal große Probleme an der Homosexualität – siehe seinen Dialog mit einem gewissen Römer und dessen Gespielen.`
    Entweder du hast eine völlig neue Bibel daheim oder dein Denken ist schon so in Beschlag genommen, dass du alles so verdreht PRO-Homosexuell siehst, dass keinerlei Argumente mehr bei dir haften, man nennt das auch imprägniert gegen das wahre Reden Gottes. Denn bei diesem Römer lag der Diener todkrank auf seinem Lager und war zudem diesem Hauptmann nahe wie ein eigener Sohn. Ben Hur ist hier ein gutes Beispiel, da dieser in dieser fiktiven Geschichte später als Sohn adoptiert wurde…und zudem hast du eines übersehen: Die führenden Juden in diesem Ort drängten Jesus förmlich dazu, jenem Römer den Gefallen zu tun, denn ´er hat uns die Synagoge gebaiut!` Jeder
    Jude hätte sich in der damaligen Zeit gehütet, auch nur in die Nähe eines Homosexuellen zu kommen. da dieser aber sicher nicht homosexuell war, sondern neben einer tiefen Verehrung für den Gott Israels und einer ebenso tiefen Hochachtung für das Volk der Juden, hatte er ein weites Vaterherz und hatte jenen Diener wie einen eigenen Sohn geschätzt. Ob er ihn dann adoptiert hatte, wissen wir nicht, ist auch nicht so wichtig. Jedoch aus so einer verdrehten Ansicht eine Rechtfertigung oder gar ein ´Reden` Jesu zu konstruieren, zeigt mir deutlich, dass dein ganzen Leben schon absolut durchdrungen ist von dieser Macht, sorry, aber ich muss es so ausdrücken – dies ist keine Diskriminierung oder Beleidigung oder dergleichen, sondern die Wahrheit, wie ich sie von der Bibel her sehe…oder lies doch mal, was die Bibel (und somit ja auch Jesus!) im Römerbiref durch Paulus zu Homosexuellen zu sagen hat…!, natürlich immer mit dem Angebot des Neuanfangs, das ist typisch für unseren Gott, der immer nur Fehler aufzeigt, um sie anschließend entweder durch ein reales Wunder zu korrigieren, neu zu machen oder sich in ´Zusammenarbeit` mit dir dann an evtl. Aufräumarbeiten (Seelische Aufarbeitung tief verschütteter Dinge) zu machen.

    So, nun habe ich dich wieder voll gepredigt, oder was für eine Reaktion / Antwort kommt jetzt von dir?

  9. Ralph 19. Mai 2008 um 15:37 #

    Ach Du meine Güte!

    Na darauf kommt wohl keine Antwort mehr, mein lieber Jokre und ich fürchte, es liegt nicht an der Stringenz Deiner Argumentation.
    Aber gleichzeitig erfreuen wir uns daran, dass sich jemand zum Thema Homosexualität so bemüht und damit so intensiv auseinandersetzt, der gute Wille an sich ist doch schonmal ein Anfang…

  10. Hagen 20. Mai 2008 um 21:15 #

    Hallo zusammen. Ich oute mich mal, ich bin Christ. Ein Christ, der glaubt, was Jesus sagt und ein Christ der erfährt, dass Jesus real ist. Ich frage mich andauernd, wenn über Homosexualität geredet wird, warum man sich als Anwalt für diese Richtung deklariert, obwohl man keine Ahnung arm dran Homosexuelle sind. Es geht doch darum nicht etwas aufzudrängen, sondern um die Wahrheit zu sagen, und die Wahrheit befreit, das habe ich schon so oft erlebt. Warum erkennt man sämtliche wissenschaftliche Studien nicht an, die ganz deutlich aufzeigen, in welche Gefahr sich Homosexuelle begeben. Jeder Mensch sehnt sich doch nach Liebe, aber Liebe ist nicht gleich Sex! Es gibt keinen Homosexuellen, der treu sein kann. Es geht einfach nicht. Ich find schade, dass Menschen, denen ihre Homosexualität anwidert oder stört oder wirklich zum Problem wird, so massiv verwehrt wird Hilfe zu bekommen. Wo sind denn da die Menschenrechtler oder alle anderen die darauf abfahren? Selbst Volker Beck als Anführer der Menschenrechte im Deutschen Bundestag müsste sofort seinen Hut ziehen und Sachen packen, denn ein Einsatz für Menschenrechte sieht wahrlich anders aus.
    Gruß Hagen

  11. Peter Schatz 21. Mai 2008 um 00:15 #

    Jesus möchte nicht, dass Männer schwul sind. Jesus macht frei. Es geht doch darum, dass diese Männer erfahren, was Arbeit ist und Liebe und Angenommensein. Homosexualität ist der Untergang des Volkes. Das sagt die Bibel ganz deutlich. Homosexuelle können nicht lieben, deshalb heißen sie doch Homosexuelle und nicht Homoliebuelle, oder? Nur Christen können treu sein. Wer Homosexuelle widerlich findet, muss Hilfe bekommen! Man kann die nicht einfach leben lassen. Für das Menschenrecht, hetero zu sein!

  12. Marina 21. Mai 2008 um 00:18 #

    Es war nicht alles schlecht unter Hitler, oder?

  13. Hagen 21. Mai 2008 um 12:38 #

    Unnötiger Kommentar Marina.

  14. Adrian 21. Mai 2008 um 12:46 #

    Könnten die Herren Jokre, Peter und Hagen sich mal um ihre eigene sexuelle Orientierung kümmern? Ansonsten sehe ich mich leider genötigt meine schwule Höflichkeit beiseite zu legen und zu schwerer Artillerie zu greifen.

  15. Jokre 28. Mai 2008 um 02:44 #

    ´Homosexuelle können nicht lieben`, sagt Peter Schatz…

    Oh wehhhhh, wo hast du denn das in der Bibel gelesen? Ich bin Christ, doch die schlechtesten Erfahrungen habe ich mit solchen gemacht, die sich (fälschlicherweise?) zu Gottes Bodenpersonal zählten…nur mal so nebenbei erwähnt…
    Durch meinen Beruf im Außendienst komme ich mit den verschiedensten Kunden zusammen, auch mit Männern, die sich als schwul outen – und habe persönlich keine Abscheu oder gar Verachtung.
    Ich muss mit Bedauern feststellen, dass hier davon ausgegangen wird, dass Christsein gleichbedeutend ist mit ´Homohasser` oder ähnlichem Schwachsinn – ich bin mir absolut sicher, das erste was Jesus einem Schwulen ´antun` würde, das wäre, ihn voll überschwänglicher und ehrlicher Liebe ganz arg fest in den Arm zu nehmen und so schnell nicht wieder los zu lassen!!!
    Auch wird hier behauptet (was mich als Nichtchrist sofort abstoßen würde!!!), dass nur wir Christen treu sein können. Ich meine, wir lassen uns hier lieber nicht auf eine Überprüfung der Richtigkeit dieser Aussage ein…DENN: Es geht hier nicht um ´die hier` und ´die da drüben`, sondern ganz allein darum, ob ich glaube, dass Jesus lebt und ich ihn kennen lernen kann, egal o Homo, Hetero, treu oder Gauner, oder…na, ihr wisst schon, eben jeder, der ihn kennen lernen will! Und wenn ER dann unser Innerstes in Liebe total umkrempeln kann, so wie er sich uns von Anfang an gedacht hat, dann werden wir, und nur dann, endlich authentisch und fähig, treu zu sein, weil wir Treue von ihm erfahren haben, totales Angenommen sein und Bejaung unserer ganz eigenen Persönlichkeit.

    Adrian sagt: `…ansonsten sehe ich mich leider genötigt meine schwule Höflichkeit beiseite zu legen und zu schwerer Artillerie zu greifen…`, verständlich, aber die falsche Reaktion, denn was mich betrifft, so habe ich keinen Bock auf Wargames oder so, sondern auf offene Aussprache / Äußerung, und ich hoffe, dass klar ist, dass Christsein für mich nichts zu tun hat mit Verachtung von Homosexuellen. Was ich bisher versucht habe ist darzustellen, welchen Weg die Bibel aufzeigt und wie dies gemeint ist, ohne die Person zu verneinen!
    Und noch ein kurzer Hinweis an die, die hier mitlesen oder mit schreiben und sich Christ nennen: Paulus sagt: ´Aus Gottes Gnaden bin ich was ich bin!` – vergessen wir das bitte nicht… ah ja, der gute alte König David, ein Mann, der so ziemlich ALLE Gebote übertreten hatte, die es gibt, aber Vergebung suchte, fand und dann einen Schritt treuer weiterging, ruft aus: ´Wenn Du, oh Gott, Sünden anrechnen wolltest, wer könnte dann bestehen?`
    Darum nochmal ganz klar: Es geht nicht um ´nette Jungens und Mädels` oder ´Böse Buben etc.`, sondern um Jesus und DICH und was du Ihm antwortest! Es ist einfacher, etwas falsches als richtig zu erklären, als zu glauben, dass sich tatsächlich was in meinem Leben ändern könnte – aber genau das erwartet Jesus und will den Glauben daren aufwecken, ihn schüren wie ein Feuer, dass die Vergangenheit verbrennt und neues wachsen läßt, endlich und endgültig, und wir danach sagen: Das hätte ich nie gedacht, dass das bei mir / für mich möglich sein könnte!
    Willst du ein Wunder, so brauchst du (zuerst) ein Problem – aber manchmal ist gerade das ein Problem, dass wir vielleicht an Gott glauben, aber wir glauben Ihm nicht!!! Und das traurigste ist dann, wenn sog. Christen der Grund dafür sind, dass Menschen den Glauben verlieren. Aber wie gesagt, wenn dich Gottes fantastischer Karakter echt vom Hocker haut, so haut dich kein Mensch mehr um, ganz egal, was für ein schwieriger Typ er auch sein mag…

    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald!

  16. Damien 28. Mai 2008 um 08:30 #

    @ Jokre: Wenn sich jemand vom evangelikalen Mainstream über Homosexuelle äußert, heißt es in der Regel, Homosexuelle seien liebesunfähig. Insoweit hat der Peter recht, was die große Mehrheit der Evangelikalen angeht, die sich öffentlich zum Thema äußert.
    Ich gehe definitiv nicht davon aus, dass alle Christen Homohasser sind. Ich bin selber Christ und kenne viele andere Christen, die schwul oder lesbisch sind und auch genug heterosexuelle Christen, die verstanden haben, dass es Jesus darum geht, dass wir ihm unser Leben überantworten, unsere sexuelle Orientierung interessiert ihn dabei nicht im geringsten.
    Grüße aus Berlin

  17. Hagen 28. Mai 2008 um 08:34 #

    Wieso fühlst du dich so angegriffen adrian? Hier wird auch über etwas geredet was mich sehr trifft, nämlich werden hier Christen diskriminiert von einer Lobby der Schwulenbewegung. Überall wird rumerzählt, dass die Christen die Diskriminierenden sind und dann kommen vergleiche wie Hitler oder dass Christen homophob wären und alles solche Verleumdungen. Die Christen, die ihren GLauben ernst nehmen, sind hier die Diskriminierten! Und was beim Christival ablief war eine unterlassene Hilfeleistung für diejenigen, die eben für sich feststellen, dass sie Hilfe brauchen, und nicht mehr Homosexuell sein wollen. Ihnen wird die Hilfe verwehrt. Wieso? Das ist, aus meiner Sicht und mit den Fakten, die allen zugänglich sind und wissenschaftlich bestätigt sind, so, als wenn man wenn man jemanden, der am Boden liegt noch mit Füßen tritt. Bist du ein Militanter? Dass du zu schwerer Artillerie greifen musst? Das glaub ich nicht. Grüße Hagen

  18. Hagen 28. Mai 2008 um 08:43 #

    @ damian, du hast geschrieben, „dass es Jesus darum geht, dass wir ihm unser Leben überantworten, unsere sexuelle Orientierung interessiert ihn dabei nicht im geringsten“. Aber wenn es Jesus um unser Leben geht, warum ist ihm dann die sexuelle Orientierung egal? Die gehört doch auch zu unserem Leben? Vielleicht meintest du ja, dass Jesus den Menschen liebt ohne zuerst darauf zu schauen, ob er homo oder Hetero etc. ist oder ob er vorher ein SChwerverbrecher ist oder liebender Ehemann oder aufmüpfiger Schüler oder oder oder. Wenn dies deine Ansicht ist, stimme ich dir natürlich voll zu. Dennoch habe ich nachdem ich zu Jesus gefunden habe viel gelernt und mich verändern dürfen. Und klar ist, dass auch ich nicht perfekt bin und Fehler mache und mich von Gott abwende. Aber Gott ist groß und ER hält die Treue auch wenn wir untreu sind. ER will mich verändern und ich muss nicht so bleiben wie ich bin. Das ist großartig.

  19. Damien 28. Mai 2008 um 08:52 #

    @ Hagen: Du hast Recht, Gott liebt auch Heterosexuelle.

  20. Hagen 29. Mai 2008 um 00:12 #

    @ Damian: Da bin ich auch froh drüber, genauso wie er auch Homosexuelle liebt, nur hat er mit der Praxis ein Problem. Aber jetzt fangen wir an uns im Kreis zu drehen. Gute Nacht.

  21. Adrian 29. Mai 2008 um 00:16 #

    Angenehme feuchte Träume.

  22. Damien 29. Mai 2008 um 07:47 #

    @ Hagen: Das mit der Praxis kriegt Gott auch noch hin. Freuen wir uns, dass es mit der Theorie schon mal klappt. Aller Anfang ist schwer…

  23. Sascha 4. Juni 2008 um 20:05 #

    Ich finde es echt schade das die christliche wlet sich so von dem rest der welt abschirmt… ich bin selber schwul und Transsexuell und ich glaube an gott… mir ist bewusst das ich sünder bin, indme ich meine sexualität auslebe und trotzdem gebe ich meinen glauben nicht auf…
    gott sage wir sind alle sünder und wenn er das sagt dann meint er das auch… wir können uns doch nicht nur auf die sünder festeisen bei denen offensichtlich ist das sie sündigen… gott sagte in der bibel das er gerecht ist und das er verzeiht… ich ann nach dme tot nur auf gottes gnade hoffen, aber ich will nicht das ich mein ganzes wesen.. alles was mich ausmacht vollkommen ändern muss um in das perfeckte bild des christen zu passen… ich unterstüze hier weder die eine noch die andere partei, wiel wir uns diese parteien sleber schaffen.. aber wieso können wir nicht einfach in frieden und toleranz miteinander leben.. das hat auch jesus getan zu seiner zeit.. er hat jedem menschen chancen gegeben auch maria magdalena obwohl sie eine hure war.. sind huren jetz besser als homosexuelle ? oder was genau wollt ihr mit eurer debatte erreichen… es ist einfach nur traurig das sich erwachsene menschn so bekriegen wenn sie sich einfach akzeptieren könnten… es ist nichts dabei seine mitmenschen zu akzeptieren und zu lieben.. ich will dmait auch auf das gebot der liebe hindeuten.. sagt es nicht einduetig man soll jeden lieben mit seinen stärken und schwächen und mit al seinen sünden…
    das ist das oberste gebot und ihr könnt alle noch so gute christen sien… wenn ihr die homosexualität bekriegt dann verstoßt ihr gegen das oberste gebot …
    denkt mal in ruhe darüber nach… wir homosexuellen isnd auch nurmenschen nur sünder.. wie jeder andere mensch auch, das gibt heterosexuellen aber kein recht so über uns zu richten… ich dneke hier wird gerade jede partei an stellen angegriffen die vollkommen unnötig sind… und ich hoffe wirklich das erwachsene menschen, wie ihr es eigentlich sien solltet euch zusammenreißen könnt und endlich füreinander einsteht und euch nicht bekämpft, gott liebt jeden ob der jenige jetz auf männer oder auf frauen steht… und er hat uns darum gebeten dass auch wir jeden auf siene wiese lieben.. wieso fällt uns das so schwer? wieso können wir nicht einfach leben und leben lassen? das leben jedes menschen ist etwas wert und niemand sollte sich anmaßen es minderwertiger zu machen wiel es nicht seinen perfekten vorsatellungen entspricht.. wir sollten alle viel mehr zuhören und weniger angreifen… das wäre wohl das einzige was hier sinnmacht…

    übrigens: ich appeliere hier an euer alter und an euren verstand ich bin slebst gerade erst 17 und vermutlich noch wiet nicht auf erwachsenem geistigen stand.. aber was ich bis jetzt hier gelesen habe ist meiner meinung nach wiet unter dem nievau eines ausgewachsen denkenden menschen… ich hoffe das ihr das hier lest und verstehen lernt… und endlich akzeptieren lernt das wir alle sünden begehen werden und das jeder auf gottes gnade hoffen muss … ob man die sünden wie bei homosexuellen nun sofort sieht oder bei anderen nicht auf anhieb erahnen kannn…
    danke fürs lesen und hoffentlich auch fürs verstehen wa sich euch sagen will

  24. Jokre 20. Juni 2008 um 00:42 #

    Sascha sagt: ´Ich kann nach dem Tod nur auf Gottes Gnade hoffen, aber ich will nicht, dass ich mein ganzes Wesen, alles was mich ausmacht, vollkommen ändern muss, um in das perfekte Bild des Christen zu passen…`

    Wenn wir nur nach dem Tod auf Gottes Gnade hoffen könnten, so hätte Jesus nicht bluten müssen, hätte er nicht diesen unendlich hohen Preis für dich bezahlt! Gerade um so ein religiöses Lotteriespiel zu beenden, kam Jesus zu uns auf die Erde. Der Zornesschlag des göttlichen Gerichts traf Jesus anstatt dich und mich am Kreuz. Die Schuld ist bezahlt und wir sind frei, wenn wir das dankbar im Glauben annehmen.
    Könnten wir aus uns selbst unser Wesen ändern, so hätte es genügt, wenn Jesus uns ab und zu ein paar gute Inputs rüber schicken würde und ein paar brilliante geistliche Überflieger als Vorturner, und gegessen wär’s. Doch so läuft das halt nicht, zugegeben in nahezu allen anderen Religionen, doch bei unserem Himmlischen Vater absolut nicht. Nicht du musst dich mit unmöglichen geistlichen Klimmzügen abstrampeln und nachher frustriert und abgequält feststellen, dass es halt nicht zu ändern ist, sondern durch die gesamte Bibel hindurch wird immer wieder ganz besonders betont, dass Er solche Menschen aus uns machen will, die Ihm gerne folgen und dies auch tatsächlich können, weil Er in uns lebt und am Wirken ist ab dem Zeitpunkt, wo wir seine Kinder geworden, sprich echte Christen sind. Was nämlich dabei rauskommt, wenn Christen selber meinen fromm leben zu müssen, frei nach der Bibel oder sonst wie ohne regelmäßige Aussprache (Gebet) mit Jesus, das ist genau das abstoßende Zerrbild, was du ´perfektes Bild des Christen` nennst.
    Wenn es je eine perfekte Christliche Gemeinde geben würde und ich würde dort Mitglied werden, so wäre dies mit absoluter Sicherheit dann das Ende ihrer Vollkommenheit!

    Du bist 17, so alt wie unsere Älteste. David war auch ungefähr 17, als er alle Zitterpappeln unter den ´Erwachsenen` hinter sich ließ und was ganz verrücktes tat: Er besiegte Goliath…nur mal so nebenbei zum Thema ´erwachsenen geistigen Stand`…
    Lies doch mal in der Bibel den Psalm 139 und was dort über dich steht, echt interessant! Gott hat ein fantastisches Bild von dir und alle Möglichkeiten, dass du auch das sein kannst, was er sich für dein Leben gedacht hat, oder wäre es so schlimm, so wie ich nicht homosexuell zu sein und z.B. einmal Vater dreier Teenies oder sonst glücklich verheiratet?

    Was ist denn ein Wunder? Wenn deine Not auf die Allmacht Gottes trifft und mit ihr kollidiert, so nennt man das ein Wunder, und wer den Kürzeren zieht, ist wohl klar, ja und dieses Wunder und noch viel mehr gibt’s ganz persönlich bei Jesus direkt unter vier Augen abzuholen, und nur bei Ihm.

    Jeder hier, der bisher einige Zeilen geschrieben hat, ist real existent, das glauben wir, ganz klar. Warum sage ich so was komisches – weil Christen eben nicht die Verehrer irgend eines toten Religionsstifters oder dessen Leeren (sorry, Lehren) sind, sondern die Nachfolger des größten Lebenden!
    Und weil er lebt, kannst du Ihn auch selber kennen lernen. Stell Ihn auf die Probe und bitte Ihn, zu dir persönlich auf eine Art zu sprechen, die du verstehen kannst – er macht das glatt, probier’s doch mal!

    Liebe Grüße!

  25. Sascha 28. Juni 2008 um 10:37 #

    ich selbst galube fest daran dass Gott lebt, aber ich zweifle an der kriche und an den wie du sie so scghön nanntes Leeren … ich glaube auch das die bibel wahre worte beinhaltet aber nicht die wahrheit ist.. wie du schon gesgat hats, man kann nichts gegen das tun was man ist.. man kann es versuchen aber es ist schwer und man würde am ende nur sich selber leugnen…
    ich habe schon oft zu gott gesprochen und bin mir nie hganz sicher ob er geantwortet hat, mir ging es danach besser und ich glaube schon das er mir geholfen hat, aber mir ist das noch nie iwssentlich aufgefallen.. trotzdem glaube ichna ihn und seine existenz…
    ich sehe nichts schlimmes daran so zu leben wie du, mit kindern und einer frau, aber ich sehe darin nicht meinen weg…. wiel ich es für mich nicht vorstellen kann eine frau zu heiraten, ich sehe darin einfach nicht meinen lebensweg…
    gott gab uns die wlet um sie so zu leben und zu schützen wie wir es für richtig halten und daran glaube ich, desshalb denke ich nicht das er sich in diese wlet einmischt… sonst gäbe es niht all dieses leid, er hat uns die wlet gegeben und er wird sie uns überlassen bis es zu viel wird…
    ich slebst habe überzeugungen und ich bin wie viele andere manschen, ich gebe meinen überzeugungen nicht gerne auf, schließlich ahben sie mich bis hier her in meinem leben gut begleitet….
    aber um auf das zu sprechen zu kommen was du am anfang gesgat hats… willst du damit sagen das jeder, absolut jeder mensch auf erden in das paradies einzu erhalten wird? wiel jesus für uns gestorben ist?
    ich bin bereit gott in mein leben zu lassen, aber ich will nicht das ich mein ganzes leben und emine grundsätze verändern… ich will nicht das ich ein anderer mensch werde als der, den ich jetzt bin…

  26. Jokre 29. Juni 2008 um 01:23 #

    Sascha,

    ganz herzlichen Dank für deine Offenheit! Als ich in deinem Alter war, hatte ich schon zwei Krankenhausaufenthalte wegen Alkoholvergiftung hinter mir und liebte meine Joints mehr als trockene Predigten in abgeschotteten `Heiligen Hallen`…und stand dann später kurz nach dem Abi wegen Einbruchs vor Gericht mit der Angst vor dem Jugendknast im Bauch, kam aber noch mal mit Arbeitsstunden davon…und das alles trotz sog. Gläubiger Eltern und Opas beiderseits, die entweder Pastor waren oder Gemeindeleiter…und schließlich einige Jahre später dann mit der Tatsache vor Augen, dass nur noch eine stationäre Therapie mich evtl. vom Alkoholismus befreien könnte.
    Ja und dann schrie ich in meinem Herzen so laut zu Jesus, dass es mich nicht gewundert hätte, wenn die Engel sich Oropax besorgt hätten.
    Und wenn ich mein Leben damals mit jetzt vergleiche, so muss ich zugeben: Das hätt‘ ich nie gedacht!
    Es gibt vieles, das geschieht, was wir uns nicht aussuchen können, es passiert einfach. Z.B. Kriege etc. (oder der Tod meiner damals wenige Tage zuvor erst 17 Jahre alt gewordenen jüngeren Schwester durch einen betrunkenen Autofahrer), wo Menschen wie du und ich absolut nicht ihren Lebensstil ändern möchten, aber darauf nimmt dann niemand Rücksicht, nein, es ist total anders zum schlechten, über Nacht, ob sie das nun wollen oder nicht und ob sie es sich hatten vorstellen können oder nicht.
    Wie viel besser ist es, wenn man es sich vorher überlegen und dann selber aussuchen kann, das beste zu wählen, was es gibt?
    Heute las ich im 1.Buch Samuel 22, 2 und auch im 2.Samuelbuch im Alten Testament von den sog. Helden Davids, seinen besten Kämpfern. Jahre vorher hätte sich das niemand von ihnen träumen lassen, zu denen zu gehören, die David zum König salben und zu seinen engsten Freunden gehören würden, ja selber sogar zur anerkannten Elite. Denn was waren einige von ihnen früher gewesen? Wir lesen, dass David vor König Saul fliehen musste, um nicht getötet zu werde. Dort in der Steppe kamen sie von allen Richtungen: ´Alle, die verfolgt, in Schuld geraten oder gefrustet waren, sie kamen zu David, und er wurde ihr Anführer…` David ist hier ein ganz klares Voraus-Bild auf Jesus, der seltener sich mit der geistlichen Elite abgab, eher und meistens dort zu finden war, wo keiner von diesen super frommen Heiligen hin gegangen wäre. Und dort fand er sie, seine Helden des Neuen Testaments, auf deren Zeugnis unser Glaube ruht. Matthäus z.B. hatte als Zöllner sogar Hausverbot in der Kirche! Und nun haben wir von ihm das Matthäusevangelium und die Bergpredigt festgehalten, verewigt! Und nur weil er über seine Vorurteile hinweg sprang und zum ersten Mal in seinem Leben etwas ganz verrücktes tat: Er lief doch tatsächlich einem Rabbi hinterher! Doch dieser Schreinermeister Rabbi Jehoshua Bar Josef war Gottes Sohn! Oder nimm doch mal Simon Zelotes, ein absoluter Widerstandskämpfer und geistlicher Hardliner par Exellance, der am liebsten jedem Zöllner die Rübe abgehauen hätte…und nun einträchtig vereint mit eben einem solchen wie Matthäus, als Bruder und Bruder. Ja, Probleme gibt es immer dann, wenn Menschen Gott vorschreiben wollen, wie die Zukunft auszusehen hat.
    Wir haben einen Border-Collie-Mix, der absolut nicht bissig ist. Doch es gibt Hunde, die schnappen, sobald man ihnen ihren Lieblingsknochen wegnehmen will. Doch es gibt eine Möglichkeit: Wirf ihm einen frischen saftigen Brocken oder ein Schnitzel etc. hin, und er schnappt es sich und lässt ganz freiwillig den alten wohl vertrauten Knochen fallen.
    Wenn Jesus uns etwas zu sagen hat, so nicht um uns zu berauben oder den Spaß zu verderben, nein, sondern ganz allein nur, weil er unser Glück möchte, mehr als wir selber dies wünschen könnten.
    Oder stell die doch mal ein paar Tropische Frösche vor, wie mein Sohn welche im Terrarium hat. Für sie ist das Terra ihr Lebensraum, und ihn zu verlassen undenkbar. Wenn wir nun in z.B. Costa Rica wohnen und uns entschließen würden, sie aus dem Terra zu nehmen und in die Freie Natur umzusiedeln, was wäre das für ein Stress und was für eine Angst für sie, wenn wir sie fangen und aus dem vertrauten Heim heraus nehmen wollten, und dabei wollten wir ihnen doch nur ihre Freiheit geben, sie in ihre ursprünglich und eigentlich zugedachte und von Gott für sie geschaffene Welt zurück bringen, von der sie wegen ihrer verständlicher Weise begrenzten Erfahrung nichts wissen konnten!
    Ich weiß, die Vergleiche hinken ziemlich…und du bist wahrscheinlich weder ein Chaot wie ich früher, noch bist du ein Pfeilgiftfrosch aus Panama oder Costa Rica. Doch du solltest Jesus fragen, wer du wirklich bist, denn er muss es ja am besten wissen, und er will dein Glück! Es geht absolut nicht darum, dich total zu verbiegen, sondern vielmehr darum, endlich Heim zu kommen…die meisten Erwachsenen sind nur große Kinder, die wie Erwachsene aussehen, aber irgendwie nie wirklich zu Hause angekommen sind, und nun leben sie ihr Leben…und es gibt Krieg, Streit, Hunger und all die hässlichen Dinge, die von Menschenhand gemacht sind, weil niemand unserem Gott nur mal richtig zuhören will. Und die Kirche in weiten Teilen, sie glaubt ihrem Gott nicht mehr, also ist sie zumindest scheintot wenn nicht schlimmer, und das riecht schon so richtig angestaubt und großkotzig, wenn sie dann Mahnungen und Anweisungen für die Gesellschaft abgeben will…Aber ich bin nicht Christ geworden wegen der Kirche, sondern weil mir sozusagen Jesus über den Weg gelaufen ist, das tut er immer, nur mal soeben um die Ecke kommen und für dich ein Wunder tun, das ist seine Spezialität. Und ihm kannst du voll vertrauen. Ich hab’s getan, und du kannst das auch. Und dann befolge den Rat, den Maria damals den Bediensteten bei der Hochzeit von Kana gab (Johannes 2): ´Was Er euch sagen mag, das tut!` Sie taten es und füllten über 600 Liter in die Waschbottiche und erlebten ein Wunder, und, nebenbei bemerkt, die Party konnte weiter gehen! Ja, so ist Jesus, er liebte Partys sowieso, war gerne dort, weshalb ihn die frommen auch Freund der Säufer und Sünder nannten…doch gerade die hörten ihm gerne zu, und veränderten die Welt, nachdem sie Jesus angenommen hatten und in ihre eigentliche Berufung eingetreten waren, für die Nachwelt zum Segen und für sie zum besten, das ihnen je hätte passieren können.

    Ach ja, beinahe hätte ich ihn vergessen, den, der wohl die extremste Laufbahn der Bibel hatte: Apostel Paulus, vom Christenkiller zum größten Evangelisten der Bibel. Und warum? Das ist mehr als z.B. als Zeitschriftenständer der Zeugen Jehovas oder Kilometerzähler und Klingelputzer der Mormonen ein sog. Missionarisches Dasein zu fristen. Nein, bei ihm war es wie auch bei mir was total anderes: Es ist die persönliche Bekanntschaft mit dem fantastischsten Charakter im Universum: Jesus! Und diese Bekanntschaft wünsche ich dir von ganzem Herzen!

    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald!

  27. Adrian 29. Juni 2008 um 10:30 #

    @ Jokre und Sascha
    Ich bin wirklich sehr großzügig und tolerant in Bezug auf den Austausch evangelikaler Lebens- und Leidensgeschichten. Aber es passt irgendwie nicht zum Thema dieses Blogs.
    Ich hoffe ihr habt den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden.

  28. Sascha 30. Juni 2008 um 15:36 #

    die phase meines lebens habe ich irgentwie übersprungen und ich bin nicht traurig darüber.. zu adrian… vermutlich ist das nicht das richtige thema für diesen block, da hast du recht, wir sind wirklich etwas abgedriftet.
    Nochmal zu Yokre, danke für die offenheit und den wegweiser, ich denke daraus werde ich einiges mitnehemn könne, auch wenn du mich nicht davon überzeugen konntest meine homosexualität hinter mir zu lassen.

    so zurück zum thema…. ich dneke ich habe meine meinung über das alles schon deutlich gemacht. Aber ich finde es ist komplett sinnlos über etwas zu streiten wenn ekiner offenheit zeigt… keiner interresiert sich hier für das was der andere sagt, es wird nur gekontrt und nich akzeptiert. Aus diesem diskusionsforum kann keine lösung entsstehen wen neimand offen ist, natürlich ist es kalr das einduetige lösungen überhaupt niecht erreicht werden, aber wenn wir hier mal richtig diskutieren würden dann würden wir am ende vielleicht aus der diskusion herausgehen und wieder etwas mehr nähe und akzeptanz zu anderen gedanken und überzeugungen findne… aber ich glaube das wird hier leider nicht der fall sein.

    ich hoffe trotzdem das sich einige christen uns homosexuellen gegenüber etwas öffnen mögen und das homosexuelle sich nicht wegen jeder kleinigkeit angegriffen fühlen müssen. es ist schwer sich hier wirklich zu einigen und einen rechten weg zu finden, aber ich glaube nicht das gott will das die menschehit sich gegenseitig wegen ihrer sünden hasst, denn gott selbst liebt jeden sünder, wieos sollten wir es ihm nicht gleichtun?

  29. Sascha 30. Juni 2008 um 15:49 #

    ich finde es schade das du (yorke) schreibst das homosexualität eine art fieber ist, es ist keine krankheit, kein gift in den dern eines menschen, es ist einfah nur liebe… homosexuelle leibe ist nicht anders wie die eines heterosexuellen, ich finde es schrecklich das leute hier schrieben das homos nicht leiben und treu sien können, das können nur menschen schrieben die liebe nicht erlebt aben, die homoseuelle liebe unterscheidet sich in keinster weise von der heterosexuellen und sie muss auch auf keinen fall auf sex basieren… Liebe ist liebe ob mit frau oder mann… die bibel sagt das es ein frevel ist mit männern zu schalfen aber sie sagt nicht das es eine sünde ist eine beziehung mit einem mann zu führen… solnage sie keusch ist…. und was wäre schon ein emnsch wenn er sich an alles halten würde was die bibel schriebt.. wäre er dann ein mensch? oder wäre er dann gott? denn er würde nie sündigen und nie fehler begehen.. es gibt keinen menschen der as aknn und der stark genug ist jeder verfühurungzu wiederstehen….

  30. Jokre 13. Juli 2008 um 00:14 #

    Hallo Sascha,

    zuerst einmal liebe Grüße und ein hoffentlich relaxtes Wochenende wünsche ich dir und allen hier!
    Du sagst: ´…es ist keine Krankheit, kein Gift in den Adern eines Menschen, es ist einfach nur Liebe… homosexuelle Liebe ist nicht anders wie die eines Heterosexuellen…`. Und da sind wir direkt im Thema, dass nun 100 prozentig zu dieser Site passt, so hoffe ich (Adrian’s Einwand).
    Du hast Recht mit der Aussage, dass Homosexualität keine Krankheit ist, das habe ich auch nicht behauptet. Was ich mit ´Fieber‘ meine ist, dass es ebenso eine Reaktion der Seele ist wie Fieber dies für den Körper. Du hast allerdings nicht Recht damit, wenn du sagst: ´Liebe ist Liebe, ob mit Mann oder Frau`.
    Denn ich bin mir sicher, dass selbst bei einer Beziehung zwischen Mann und Frau oftmals die echte Liebe kaum eine Rolle spielt. Genau genommen läuft es so ab: ´Ich liebe mich und brauche dich dazu…`. mag sein, etwas überzogen, doch im Kern trifft es den Sachverhalt völlig. Darum brauchen wir als Menschen Hilfestellung, um überhaupt wirklich echt lieben zu können. Denn noch eines darf hier nicht übersehen werden: Wenn von Liebe die Rede ist, so meinen die meisten Menschen in Wahrheit ihre tiefe Sehnsucht nach derselben, und die meisten Beziehungen gleichen eher dem manchmal schon fast verzweifelten Versuch, die Ansätze zum Glücklichsein doch noch irgendwie auf die Reihe zu kriegen.
    Und nehmen wir die Bibel – nach ihr ist die echte Liebe ganz allein eine Frucht, die nur Gott in uns reifen lassen kann ebenso wie Selbstlosigkeit und all die anderen guten Eigenschaften, die der Mensch sich von Anbeginn an wünscht und was weiß ich unternimmt an Religionen und anderen Dingen, um nahe daran heran zu kommen. Lies mal im Neuen Testament 1.Korinther 13, 4-8 und Galater 5, 22! Treffender und konkreter kann man es wohl nicht beschreiben.
    Aber eigentlich kann man es noch kürzer buchstabieren, was Liebe ist, denn Liebe ist in Wirklichkeit eine Person – Liebe ist Jesus!
    Er hat eindeutig unter Beweis gestellt, dass er zu 100 Prozent vertrauenswürdig ist und dass das was er sagt, auch der absoluten Wahrheit entspricht. Ich glaube ihm absolut, darum schreibe ich auch hier und versuche gerade zu diesem Thema klar zu stellen, was Er dazu zu sagen hat.
    Begegne Ihm persönlich, vertraue dich Ihm total an, und jeder, der hier mit liest und dies tut – egal ob Hetero oder Homo – wird die Erfahrung machen, dass Er eben nichts von dir verlangt, was du nicht fertig bringen könntest, und dazu musst du nicht, wie du Sascha es ausdrückst, wie Gott sein, nein Gott wohnt dann in dir und tut es durch dich! Lies dazu ganz besonders mal den Vers aus Epheser 2, 10: ´Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen`! Will hei0en, dass du erst in seiner befreienden Gegenwart entdeckst, wer du selber in Wahrheit bist, bzw. wer du eigentlich sein und werden sollst, um wahrhaftig glücklich zu sein. Um es kurz zu machen: Ich glaube, dass Homosexualität ein tiefer Ruf der Seele ist, der auf andere Art (welche die Gesellschaft als normal bezeichnet) keine Antwort finden konnte und deshalb zuerst völlig unbewusst und mit zunehmendem Alter ganz bewusst erste Schritte tut auf einem Weg, den die Bibel nicht gutheißt, da es der Weg auf dem Boden der Homosexualität ist, welcher nach Gottes Aussage vom größten Feind des Menschen ausgelegt ist, der nichts lieber tut, als Gottes Schöpfung zu entstellen und zu missbrauchen und sie dabei sich augenscheinlich auch noch wohl fühlen zu lassen, um selber als Urheber nicht entdeckt zu werden.
    Und wenn dann Christen aus dieser ehrlichen und tiefen Überzeugung heraus Hilfestellung anbieten, wie z.B. auf dem Christival, so stellt dies kein Angriff gegen Homosexuelle dar noch eine Diskriminierung. Doch leider kommen dann solche Gläubigen allzuschnell auf die ´Anti-Evangelikale Abschussliste` oder werden gar mit Feuerwerkskörpern beworfen und in den Medien als gesellschaftsfeindlich bezeichnet oder als Homohasser vorverurteilt – völlig zu Unrecht – dies möchte ich ebenfalls mit diesen Zeilen deutlich machen! Ich hoffe, dass du und alle hier, die diese Zeilen, d.h. unsere Diskussion, mit verfolgen, dies auch so verstanden haben. Und wenn es auch so angekommen ist, so haben sich diese Zeilen auch gelohnt. Die Antwort des Herzens muss dann jeder Jesus ganz persönlich geben, denn sie ist nicht Gegenstand dieser Diskussion und muss auch nicht zu einer Übereinstimmung und zu einem gemeinsamen Nenner führen, das wäre von solch einem Forum wohl zu viel verlangt.

    Und noch einen Dank an Adrian für seine ´Geduld` mit uns, ich denke, viele hier schließen sich dem an.

    Und nochmals ganz liebe Grüße aus dem heißen Süden der Republik!

  31. Adrian 13. Juli 2008 um 11:02 #

    Irgendwann ist dann aber mal genug. Noch mehr evangelikale Lebensgeschichten wird es hier nicht mehr geben.

    Und P.S. Jokre: Natürlich bist Du ein Homohasser. Schönen Sonntag allerseits.

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