Ronaldo, wir wollen ein Kind von dir…

18 Aug

Christiano Ronaldo hat, im Gegensatz zu Madonna, das Zeug zu einer echten Schwulenikone. Warum? Nun, anders als die Pop-Diva hat der portugiesische Fußballer den Vorteil ein Mann zu sein. Und auch was Zickigkeit anbelangt, schlägt er Madonna um Längen. Man erinnere sich nur an die Szenen Ronaldos auf dem Fußballplatz, wenn das Spiel mal nicht ganz so läuft, wie er sich das vorgestellt hat. Die englischen Kollegen jedenfalls, wissen, was man(n) an Ronaldo hat:

Wie die englische „Sun“ berichtet, wurde der exzentrische Mittelfeld-Star bei einer Internet-Abstimmung auf http://www.gaygolddiggers.uk.com zur „ultimativen Schwulen-Ikone“ gewählt! 3000 Männer nahmen an dem heißen Voting teil.

Ronaldo verwies sogar Pop-Star Kylie Minogue (40/ihre Musik soll auf keiner Homosexuellen-Party fehlen) und die Schauspielerin/Sängerin Judy Garland († 47, „Somewhere over the rainbow“) auf die Plätze.

Eine Sprecherin des Internet-Portals: „Ronaldos Körper, sein schwarzes Haar, seine leuchtend weißen Zähne und sein Schmuck haben ihn bei der Abstimmung nach vorne gebracht. Er sieht aus wie der Traum-Mann für jeden Schwulen. Und jede Frau…“

Traum-Mann für jeden Schwulen? Okay, wenn es danach geht, bin ich mal wieder nicht schwul…

hattip: Dominik Hennig

Eine Antwort zu “Ronaldo, wir wollen ein Kind von dir…”

  1. DDH 29. Juni 2014 um 11:20 #

    Im Kern geht es bei allen derzeit im Netz wieder kursierenden Schmähungen gegen „Heulnaldo“ um Neid. Neid wuchert stets im Verborgenen und es gehört zu seinem Wesen niemals offen eingestanden zu werden. In Zeiten wie diesen, wo auch Männer um „feminine“ Werte mit Frauen konkurrieren müssen, spielt da eben auch sein Aussehen eine große Rolle – und schon spürt man den Nivellierungswunsch der sich leicht benachteiligt fühlenden, der etwa als Neidreiz gegen einen Franck Henry Pierre Ribéry (übrigens ein begnadeter Fußballer) sich nicht einzustellen vermag. Man fühlt sich bei dem Phänomen des Anti-Ronaldismus immer wieder an den Roman „Facial Justice“ von L. P. Hartley (kongenialer Zeitgenosse von George Orwell) erinnert. Cristiano Ronaldo verstößt mit seinem Wohlstand gegen das tyrannische Gebot der zeitgeistigen „sozialen Gerechtigkeit“ aber eben noch viel mehr mit seinem Äußeren gegen das in Deutschland gepflegte (und z.B. sehr gutaussehenden Schauspielern bei der Rollensuche zum Nachteil gereichende) Mittelmaß-Ideal der „Antlitzgerechtigkeit“, welches sich durch den gleichmacherischen „Kult der Häßlichkeit“ der 68er längst zur Staatsraison ausgewuchert und eingegraben hat.

    Dandys haben wir selten hervorgebracht (weder im Fußball noch sonstwo) und wo sich Individualität und Extravagenz doch einmal zu zeigen erkühnt wird sie noch im frühesten Stadium niedergeknüppelt. Da verstehen wir Deutschen keinen Spaß. Daß wir uns darauf auch noch etwas einbilden stellt zumindest sicher, daß ein Jahrhundertfußballer vom Format eines CR7, der menschliche Größe und Charakterstärke gerade auch abseits des Rasens beweist, um dieses Land stets einen großen Bogen machen wird. Und die da in den bis aufs Zahnfleisch heruntergesparten Sportredaktionen ihr Gnadenbrot mümmelnden Neidhammel ihn mit ihrem eitrigen Ressentiment auch weiterhin nicht erreichen werden.

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